Mit Siebzehn

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Filmdaten
Deutscher TitelMit Siebzehn
OriginaltitelQuand on a 17 ans
ProduktionslandFrankreich
OriginalspracheFranzösisch
Erscheinungsjahr2016
Länge116 Minuten
AltersfreigabeFSK 12[1]
Stab
RegieAndré Téchiné
DrehbuchAndré Téchiné,
Céline Sciamma
ProduktionOlivier Delbosc,
Marc Missonnier
MusikAlexis Rault
KameraJulien Hirsch
SchnittAlbertine Lastera
Besetzung

Mit Siebzehn (Originaltitel: Quand on a 17 ans) ist ein französisches Filmdrama von André Téchiné aus dem Jahr 2016 mit Sandrine Kiberlain, Kacey Mottet Klein und Corentin Fila in den Hauptrollen. Der Film nahm am Wettbewerb der Berlinale 2016 teil. Der Filmtitel bezieht sich auf die Anfangszeile „On n’est pas sérieux, quand on a dix-sept ans“ (französisch für „Man ist nicht ernsthaft, wenn man 17 Jahre alt ist“) eines Gedichts von Arthur Rimbaud. Laut Abspann basiert der Film auf dem Arte-Fernsehfilm New Wave.[2]

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen noch folgende wichtige Informationen:
ausführlichere Handlung
Hilf der Wikipedia, indem du sie recherchierst und einfügst.

Damien und Thomas gehen in dieselbe Klasse. Sie können sich nicht ausstehen – der eine stellt dem anderen ein Bein, sie beschimpfen und prügeln sich. Während Thomas bei seinen Adoptiveltern in den Bergen wohnt und jeden Tag drei Stunden Weg für die Schule auf sich nimmt, wohnt Damien unten im Dorf, zusammen mit seiner Mutter Marianne, die Ärztin ist. Damiens Vater ist gerade als Soldat im Auslandseinsatz und daher selten zuhause.

Thomas’ Adoptivmutter wird nach mehreren Fehlgeburten unerwartet schwanger und muss für einige Tage ins Krankenhaus. Daraufhin lädt Marianne Thomas ein, in der Zwischenzeit bei ihr und Damien zu wohnen. Die flirrend-aggressive Spannung zwischen den beiden jungen Männern wird nun im Zusammenleben noch deutlicher, zugleich kommen sie sich näher.[3]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kerstin Decker vom Tagesspiegel bezeichnet Mit Siebzehn als „beglückenden Film“, der von der „Zumutung des Erwachsenwerdens“ erzählt. „Eine Kamerafahrt, winterweiße und sommergrüne Straßen entlang, mit eindeutig überhöhter Geschwindigkeit, das ist der Vorspann, und schon ist die Atmosphäre dieses Films da, der so wenig aussprechen muss, um so viel zu sagen.“ Und die „dramaturgische Gewagtheit, um nicht von Gewaltsamkeit zu sprechen“, verzeihe man dem Film nicht zuletzt aufgrund von Sandrine Kiberlain als Marianne: „Das Temperament dieser Darstellerin, die auf fast hässliche Weise schön, auf eine anziehende Weise beinahe hässlich sein kann, zerstreut alle Zweifel.“[4]

„Entstanden ist ein sinnlicher, intensiver und doch wunderbar leichter Film“ schreibt Ula Brunner auf RBB Online, der auf „direkte, physische Weise erzählt“. Brunner zieht Parallelen zu früheren Filmen des Regisseurs und meint, dass er auch hier wieder seinen Figuren zunächst mit Distanz begegne, später wandele sich der Tonfall. Auch „nuancierte Charakterzeichnungen und geschickte Spannungsbögen“ seien bezeichnend für Téchiné und finden sich in Mit Siebzehn wieder. Des Weiteren habe „Téchiné, der Schauspielerregisseur“ auch hier „sein Geschick bei der Wahl seiner Darsteller bewiesen. Sandrine Kiberlain gibt die zupackende und lebensbejahende Mutter mit jenem Hauch von Melancholie, der eine tragische Wende in diesem Film vorausahnen lässt. Die beiden hochbegabten jungen Darsteller Kacey Mottet Klein und Corentin Fila spielen mit einer solchen Präsenz, dass das Begehren und eine Sehnsucht, die sie nicht benennen können, echt ist.“[5]

Im Perlentaucher schreibt Thekla Dannenberg: „Als Drama in drei Trimestern erzählt Techiné seine Geschichte der jugendlichen Liebe und des erotischen Erwachens, mit einem feinen Gespür für die emotionalen Konfusionen, für die Sinnlichkeit und all die Schlichen, mit denen junge Menschen vom Leben kosten, wie bitter es auch schmecken mag. Mit großer Eleganz und Delikatesse zeigt er verstohlene Blicke, gestohlene Berührungen und die vor Verlangen berstenden Körper.“[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Mit Siebzehn. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF; Prüf­nummer: 166177/K).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. programm.ARD.de – ARD Play-Out-Center Potsdam, Potsdam, Germany: New Wave. Abgerufen am 3. Juli 2017.
  3. Michael Omasta: Sie küssten und sie schlugen sich. In: Falter. Nr. 26/17, 28. Juni 2017 (falter.at – Erwachsenwerden, Sehnsucht und Wut: Mit siebzehn von André Téchiné geriet zum filmischen Kunstwerk).
  4. Kerstin Decker: Deine Fäuste, mein Körper. In: Der Tagesspiegel. 15. Februar 2016, abgerufen am 20. Februar 2016.
  5. Ula Brunner: Das Spiel von Anziehung und Widerstand. Rundfunk Berlin-Brandenburg, 14. Februar 2016, abgerufen am 20. Februar 2016.
  6. Thekla Dannenberg: Erzählt von der Liebe mit 17: André Techinés ‘Quand on a 17 ans’ auf perlentaucher.de, 15. Februar 2016, abgerufen am 30. März 2016.