Mitglied des Reichstages

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Siegelmarke: „Reichstag Abgeordneter“

Mitglied des Reichstages (Abkürzung MdR) war ein Abgeordneter des Reichstages im Deutschen Kaiserreich (1871–1918) bzw. später ein Abgeordneter des Reichstages in der Weimarer Republik (1920–1933). Beide Institutionen tagten im Reichstagsgebäude in Berlin.

Formal werden auch die Parlamentarier der Zeit des Nationalsozialismus so bezeichnet, obwohl es sich eigentlich nicht um ein vergleichbares Parlament handelte, da die demokratischen Grundrechte außer Kraft und die demokratischen Parteien verboten waren. Mitglieder der einzigen Wahlliste, der Liste Adolf Hitler, wurden von Hitler ernannt. Der Reichstag hatte im Nationalsozialismus nahezu keine Befugnisse und war ein reines Akklamations­organ, das auf Befehl Hitlers tagte, und das sehr selten (vgl. dazu Beschluss des Großdeutschen Reichstags vom 26. April 1942).

Häufig werden – ungenau – auch die Mitglieder der 1919 bis 1920 tagenden Weimarer Nationalversammlung als MdR bezeichnet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mitglied des Reichstages – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien