Mitgliederentwicklung der deutschen Parteien

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Die Mitgliederentwicklung der deutschen Parteien ist durch langfristige Trends geprägt. Seit dem Höhepunkt Mitte der 1970er Jahre gingen die Mitgliederzahlen, abgesehen vom Sonderfall der Parteienentwicklung in den neuen Bundesländern nach der Wende und friedlichen Revolution in der DDR, bis 2016 zurück. Seither ist die Gesamtzahl weitgehend konstant, die einzelnen Parteien entwickeln sich jedoch deutlich unterschiedlich. Ab 1990 wird bei den Mitgliederzahlen aller im Bundestag vertretenen Parteien in Deutschland bis 2015 ein deutlicher Mitgliederschwund verzeichnet.[1] Als Ursachen galten Politikverdrossenheit, Individualisierung und Überalterung der Mitgliederschaft.[1] Im Jahr 2017 traten erstmals seit 1990 mehr Menschen in Parteien ein, als diese durch Todesfälle und Austritte an Mitgliedern verloren.[2]

Mitgliederentwicklung der SPD von 1946 bis 2011 (nach Angaben der Fachliteratur,[3] Parteiangaben zum jeweiligen Jahresende sowie Schätzungen vor 1966)
Mitgliederentwicklung der CDU von 1946 bis 2011

Historische Entwicklungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutsches Kaiserreich bzw. Deutsches Reich 1871-1918[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nationalliberale Partei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 1867 gegründete Nationalliberale Partei blieb lange Zeit eine Honoratiorenpartei ohne Mitglieder. Lediglich zu Kandidatenaufstellung vor Wahlen entstanden Komitees. Nach und nach entstanden Nationalliberale Vereine die der Partei nahestanden und es kam zu einer Mitgliederentwicklung. 1907 gab es ca. 10.000 Parteimitglieder und 1914 ca. 15.000 Mitglieder. Die Nationalliberalen Vereine hatten 1910 ca. 200.000 Mitglieder und 1915 ca. 280.000 Mitglieder.[4]

Sozialdemokratische Partei Deutschlands[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1863 wurde die ADAV gegründet, 1869 die SDAP, 1875 Zusammenschluss zur SAP und 1890 Umbenennung in Sozialdemokratische Partei Deutschlands. Die SPD hatte 1906 rund 384.000 Mitglieder, 1908 rund 633.000 Mitglieder, 1911 rund 836.000 Mitglieder und 1914 rund 1.086.000 Mitglieder.[5][6]

Deutsche Reichs- und Freikonservative Partei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1866 gründete sich die Freikonservative Vereinigung die 1867 als Freikonservative Partei auftrat und sich 1871 in Deutsche Reichspartei umbenannte. Die Partei verfügte in den ersten Jahrzehnten über nahezu keine Organisation und war der Prototyp einer Honoratiorenpartei.[7]

Deutsche Zentrumspartei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Deutsche Zentrumspartei wurde 1870 gegründet und hatte bis 1920 keine eingeschriebenen Mitglieder. Die Verbindung zu den Wählern lief über die katholische Presse und den katholischen Vereinen. 1877 hatten diese Vereine 110.000 Mitglieder.[8]

Deutschkonservative Partei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 1876 gegründete Deutschkonservative Partei war de facto eine preußische Honoratiorenpartei. Neben den Abgeordneten gab es auf den Parteitagen kooptierte Parteimitglieder. Durch vielfacher Personalunion war der Bund der Landwirte mit 300.000 Mitgliedern der Partei eng verbunden.[9]

Fortschrittliche Volkspartei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1861 gründete sich die Deutsche Fortschrittspartei, 1884 die Deutsche Freisinnige Partei, 1910 die Fortschrittliche Volkspartei. Die Angehörigen der Wahlkomitees waren zunächst die einzigen festen Parteimitglieder. Örtliche Wahlvereine unterstützen die Parteien.[10]

Weimarer Republik bzw. Deutsches Reich 1918-1933[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

SPD[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die SPD besaß 1929 etwas mehr als eine Million Mitglieder.[11]

KPD[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die KPD hatte im Jahr 1920 rund 90.000 Mitglieder, 1922 rund 360.000 Mitglieder, 1924 rund 267.000 Mitglieder, 1928 rund 150.000 Mitglieder, 1930 rund 120.000 Mitglieder, 1932 rund 200.000 Mitglieder.[12]

DDP[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Deutsche Demokratische Partei (DDP) hatte im Jahr 1920 rund 900.000 Mitglieder, 1922 rund 210.000 Mitglieder, 1926 rund 132.000 Mitglieder, 1928 rund 117.000 Mitglieder, 1930 rund 113.000 Mitglieder.[13]

DVP[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Deutsche Volkspartei (DVP) hatte 1920 rund 800.000 Mitglieder und 1930 rund 250.000 Mitglieder.[14]

Zentrum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Deutsche Zentrumspartei (Zentrum) hatte zwischen 1919 und 1932 rund 200.000 Mitglieder.[15]

BVP[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bayerische Volkspartei (BVP) hatte rund 55.000 Mitglieder und war die stärkste Regionalpartei.[16]

DNVP[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Deutschenationale Volkspartei (DNVP) hatte 1919 rund 350.000 Mitglieder und konnte deren Anzahl bis 1923 auf etwa 950.000 steigern. Die Partei profitierte stark vom Frauenwahlrecht. Danach waren Mitgliederzahl und Wahlergebnisse rückläufig.[17]

NSDAP[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1938 wurden folgende Angaben zur Entwicklung der Mitgliederzahl der NSDAP zwischen 1919 und 1933 gemacht:[18]

Datum Mitglieder
Ende 1919 64
Ende 1920 3.000
Ende 1921 6.000
23. November 1923 55.787
Ende 1925 27.117
Ende 1926 49.523
Ende 1927 72.590
Ende 1928 108.717
Ende 1929 176.426
Ende 1930 389.000
Ende 1931 806.294
April 1932 1.000.000
Ende 1932 1.200.000
Ende 1933 2.635.919
Parteibuch der NSDAP von 1939

Abweichend davon berichten andere Quellen, dass die NSDAP zur Zeit der „Machtergreifung“ 849.009 Mitglieder (parteieigene Statistik) hatte; in den folgenden Jahren sei diese Zahl auf 5,3 Millionen (1939) und schließlich auf 7,7 Millionen im Mai 1943 gewachsen.[19] Anfangs (und immer wieder) wurde versucht, die „Märzgefallenen“ (Opportunisten, die sich nach der Machtergreifung, insbesondere nach dem Wahlsieg im März 1933 zur NSDAP bekannten) von der Partei fernzuhalten. Dazu wurde 1933 eine umfassende Aufnahmesperre verhängt (siehe Hauptartikel Mitglieder-Aufnahmesperre der NSDAP). Der Bedarf an neuen Mitgliedern war aber stets so groß, dass solche Maßnahmen nicht lange durchgehalten wurden, zumal mit ihnen ja auch ein „Transmissionsriemen“ in die Gesellschaft aufgebaut wurde.

NS-Staat bzw. Deutsches Reich 1933–1945[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gesetz gegen die Neubildung von Parteien vom 14. Juli 1933 verbot alle Parteien neben der NSDAP und war die gesetzliche Grundlage für den Einparteienstaat. Zuvor waren bereits die KPD und die SPD verboten worden. Um einen Verbot zuvor zukommen lösten sich die übrigen Parteien, wie die DStP (früher DDP), DVP, DNVP, Zentrum und BVP die im Reichstag vertreten waren, selbst auf.[20]

Hochgerechnete Zahlen[21] zu den NSDAP Netto-Mitgliedern (Berücksichtigung Eintritte, Austritte, Ausschlüsse, Verstorbene):[22]

Jahr Mitglieder
1934 2.554.205
1935 2.616.675
1936 2.668.939
1937 5.629.939
1938 6.283.966
1939 6.606.136
1940 7.700.305
1941 8.105.437
1942 8.389.929
1943 8.466.512
1944 8.791.126
1945 8.787.968

Westliche Besatzungszonen und Bundesrepublik Deutschland bis 1990[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Zweiten Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Wiederzulassung der Parteien Ende 1945 wuchs die Zahl der Parteimitglieder in den westlichen Besatzungszonen zunächst rapide. Der Wunsch und die Möglichkeit, die zentralen Weichenstellungen der unmittelbaren Nachkriegszeit mit zu beeinflussen, war hierzu genauso ursächlich wie Karriereüberlegungen. Im Rahmen der Entnazifizierung war ein großer Teil der Eliten aus staatlichen Funktionen entfernt worden. Maßgeblich für die von den Siegermächten neu berufenen Führungskräften war das Eintreten für die neue demokratische Ordnung.

Im Jahr 1947 erreichte die Mitgliederzahl der Parteien einen Höhepunkt.

Anfangsjahre der Bundesrepublik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Demokratie in der Bundesrepublik war als Parteiendemokratie ausgelegt. Während die Zustimmung zu Demokratie hoch war, war das Ansehen der Parteien nach der Euphorie der unmittelbaren Nachkriegszeit schnell gesunken. Die gesamten 1950er Jahre lang herrschte eine „Ohne-mich-Stimmung“ in Bezug auf parteipolitisches Engagement.[23]

Die Mitgliederzahl der Parteien sank wieder und erreichte Mitte der 1950er Jahre einen Tiefpunkt. Dies galt für alle Parlamentsparteien. Bei der Bundestagswahl 1957 hatte sich das Drei-Parteien-System herausgebildet, das die nächsten Jahrzehnte Bestand haben sollte (formal waren zwar 5 Parteien im Bundestag; Aber DP und CSU waren eng mit der CDU verbunden). Die im Rahmen der Konsolidierung des Parteiensystems aus den Parlamenten ausgeschiedenen Parteien erlitten noch stärkere Mitgliederverluste.

Anstieg in den 1960er- und 1970er-Jahren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgenden Jahre waren durch einen durchgehenden Anstieg der Mitgliederzahlen gekennzeichnet. Dieser war bei CDU und SPD besonders stark ausgeprägt, was die Polarisation des Parteiensystems deutlich machte. Das Aufkommen der 68er-Bewegung und die Sozialliberale Koalition 1969 führte zu einer wahren Explosion der Mitgliederzahlen. Während dies bei der SPD schon 1973 den Höhepunkt fand, weiteten CDU/CSU während der ganzen Oppositionszeit die Mitgliederbasis aus. Die Mitgliedszahlen erreichten hier mit der Wende 1982/83 ihren Höhepunkt.

Parteienverdrossenheit der 1980er[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 1980er Jahre beendeten das Drei-Parteien-System. Die Grünen traten auf der linken Seite neu in das Parteiensystem ein, auf der Rechten entstanden die Republikaner. Insbesondere die Grünen waren als "Anti-Parteien-Partei" angetreten und beförderten die Parteienkritik. Nachdem der Niedergang der Mitgliederzahlen auch die Union erreicht hatte, wurde von der „Krise der Volksparteien“ gesprochen. Neben der vielfach verwendeten These der Parteienverdrossenheit kann diese Entwicklung aber auch als Normalisierung der Parteienlandschaft nach der Übertreibung der 1970er Jahre verstanden werden.[24]

CDU[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU) hatte 1947 rund 400.000 Mitglieder, 1954 rund 215.000 Mitglieder, 1964 rund 280.000 Mitglieder, 1974 rund 530.000 Mitglieder, 1984 rund 730.000 Mitglieder und 1989 rund 666.000 Mitglieder.[25]

CSU[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Christlich-Soziale Union in Bayern (CSU) hatte 1947 rund 82.000 Mitglieder, 1955 rund 35.000 Mitglieder, 1965 rund 70.000 Mitglieder, 1975 rund 133.000 Mitglieder, 1981 rund 175.000 Mitglieder und 1989 rund 186.000 Mitglieder.[26]

SPD[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) hatte 1947 rund 875.000 Mitglieder, 1955 rund 590.000 Mitglieder, 1965 rund 710.000 Mitglieder, 1976 rund 1.000.000 Mitglieder, 1982 rund 926.000 Mitglieder und 1989 rund 921.000 Mitglieder.[27]

FDP[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Freie Demokratische Partei (FDP) hatte 1951 rund 64.320 Mitglieder, 1969 rund 59.000 Mitglieder, 1976 rund 79.000 Mitglieder, 1981 rund 87.000 Mitglieder, 1983 rund 72.000 Mitglieder und 1989 rund 65.000 Mitglieder.[28]

Grüne[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Grünen hatten 1980 rund 20.520 Mitglieder, 1983 rund 28.348 Mitglieder, 1985 rund 37.0024 Mitglieder, 1987 rund 42.719 Mitglieder und 1989 rund 41.171 Mitglieder.[29]

KPD[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) hatte 1947 rund 324.000 Mitglieder, 1951 rund 148.000 Mitglieder und 1956 rund 78.000 Mitglieder.[30]

SBZ und DDR[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Situation in der SBZ entsprach zunächst der in den westlichen Besatzungszonen. Nach der Zwangsvereinigung 1946 hatte die SED ca. 1,3 Millionen Mitglieder, die LDPD (1947 ca. 200.000 Mitglieder) und Ost-CDU waren durch die SMAD vielfach im Aufbau einer Parteiorganisation behindert worden. Die Gleichschaltung der Parteien zu Blockpartei führte zusätzlich zu einem Austausch der Mitglieder und dem Sinken der Mitgliederzahl. Von ungefähr 200.000 Mitgliedern der Ost-CDU im Jahre 1947 waren durch Flucht, Austritt und Ausschluss 1950 ein Viertel ausgeschieden.[31]

In der DDR wurde die Zahl der Parteimitglieder stark gesteigert. Zuletzt hatte die SED rund 2,3 Millionen und die Blockparteien zusammen etwa 600.000 Mitglieder. Da keine freien Wahlen stattfanden, lag der Grund für den Parteibeitritt üblicherweise nicht in dem Wunsch, seine politischen Positionen zu vertreten, sondern darin, dass berufliche Karrieren ohne Parteimitgliedschaft schwierig bis unmöglich waren.

SED[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) gehörten 1964 rund 1,6 Millionen Mitglieder an. 1984 hatte die Partei rund 2,2 Millionen Mitglieder und 1986 rund 2,3 Mio. Mitglieder.[32]

CDU[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Christlich-Demokratische Union Deutschlands (DDR) hatte im Dezember 1947 rund 218.000 Mitglieder, 1981 rund 120.000 Mitglieder, 1987 rund 140.000 Mitglieder und 1989 rund 134.000 Mitglieder.[33]

LDPD[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Liberal-Demokratische Partei Deutschlands (LDPD) hatte im Dezember 1950 fast 200.000 Mitglieder, 1977 rund 75.000 Mitglieder, 1982 rund 82.000 Mitglieder und 1987 rund 104.000.[34]

DBD[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Demokratische Bauernpartei Deutschlands (DBD) gehörten 1951 etwa 85.000 Mitglieder an und hatte 1977 rund 92.000 Mitglieder, 1982 rund 103.000 Mitglieder und 1987 rund 115.000 Mitglieder.[35]

NDPD[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die National-Demokratische Partei Deutschlands (NDPD) gehörten 1949 rund 35.000 Mitglieder an und hatte 1965 rund 69.000 Mitglieder, 1977 rund 84.000 Mitglieder, 1982 rund 91.000 Mitglieder, 1987 rund 110.000 Mitglieder.[36]

Im Zuge der Wiedervereinigung schlossen sich 1990 die CDU (Ost) und DBD der CDU (West) und LDPD und NDPD der FDP an.

Folgen der Wende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Wende 1989 und der Wiedervereinigung gingen massive Verschiebungen der Mitgliedszahlen der Parteien einher. Diejenigen, die nur aus Opportunität oder des politischen Zwanges wegen Parteimitglieder der SED geworden waren, traten aus. In der (nun in PDS umbenannten) Partei verblieben 1990 noch etwa 285.000, überwiegend ältere Mitglieder. Die Mitgliederzahl sank in den Folgejahren kontinuierlich und betrug 2006 noch etwa 60.000.

Die Blockparteien und die neu entstandene Bürgerrechtsorganisationen und Parteien schlossen sich den West-Parteien an. Hierdurch gelang CDU und insbesondere FDP ein Sprung der Mitgliederzahlen. Ähnlich (wenn auch in kleinerem Umfang) wie bei der SED traten jedoch viele Mitglieder der Blockparteien aus.

Wiedervereinigtes Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Tendenzen der 1980er Jahre setzte sich auch in den Jahren nach der Wiedervereinigung fort. Die beiden Volksparteien büßten Mitglieder ein. Die SPD wurde hiervon deutlich stärker getroffen als die CDU, weswegen die CDU die SPD 2008 als mitgliederstärkste Partei ablöste. Positiv entwickelte sich die Mitgliederzahl der Grünen. Insgesamt war die Zahl der Parteimitglieder aber bis 2016 rückläufig.

Im Jahre 1990 hatten die im Bundestag vertretenen Parteien rund 2,3 Millionen Mitglieder. Die Gesamtzahl der Mitglieder von SPD, CDU, CSU, FDP, Grünen und der Linken sank bis Ende 2016 auf knapp 1,2 Millionen.[37]

Die Rekrutierungsfähigkeit des gesamten Parteiensystems, definiert als Quotient aus der Mitgliederanzahl aller Parteien und der insgesamt Beitrittsberechtigten, sank von 3,65 Prozent (1990) auf 1,71 Prozent im Jahr 2015.[37]

2017[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Anstieg der Wahlbeteiligung bei der Bundestagswahl 2017 kehrte sich auch der Trend der fallenden Mitgliederzahl um. Ende 2017 war in Deutschland die SPD mit rund 443.000 Mitgliedern erneut die größte Partei. Die Mitgliederzahl der CDU war zwar auf unter 430.000 gesunken, die anderen im Bundestag vertretenen Parteien (SPD, AfD, FDP, Linke, Grüne) konnten jedoch einen teils deutlichen Zuwachs verzeichnen.[38]

2018[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2018 blieb die Mitgliederzahl der Bundestagsparteien in Summe weitgehend konstant. Allerdings verloren Union und SPD deutlich Mitglieder, während Grüne und AfD je ca. 15 % Zuwachs verzeichnen konnten. Eine Besonderheit weist die SPD auf, die bis zur Urabstimmung über die neue große Koalition ca. 20.000 Mitglieder dazugewann, danach aber ca. 26.000 verlor.

2019[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auch im Jahr 2019 blieb die Mitgliederzahl der Bundestagsparteien in Summe weitgehend konstant. Allerdings verloren Union und SPD deutlich Mitglieder, während Grüne einen deutlichen Zuwachs von über 21.000 Mitgliedern verzeichnen konnten.

2020[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2020 setzte sich der positive Trend für die Grünen fort, bis April stieg die Mitgliederzahl auf über 100.000[39] und erreichte zum Jahresende 107.307. Dies entspricht einem Wachstum innerhalb eines Jahres um 11,2 %.[40] Die FDP verzeichnete ein leichtes Plus, alle anderen Parteien schrumpften, die AfD um 7,9 %, die SPD um 3,6 %. Die CDU fiel unter die 400.000-Mitglieder-Schwelle. Nach mehreren Jahren Konstanz fiel die Gesamtzahl aller Mitglieder der Bundestagsparteien wieder um über 20.000.

Partei-Strukturierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitgliederentwicklung ab 1990[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Liste zeigt die Mitgliedszahlen der politischen Parteien in Deutschland, die durch die letzte Bundestagswahl im Bundestag vertreten sind, ab dem Jahr 1990 (vergleiche auch Frauenanteile in deutschen Parteien):[37]

Jahr SPD CDU CSU Grüne Linke FDP AfD Gesamt
1990 943.402 789.609 186.198 41.316 280.882 168.217 2.409.624
1995 817.650 657.643 179.647 46.410 114.940 80.431 1.896.721
2000 734.667 616.722 181.021 46.631 83.475 62.721 1.725.237
2005 590.485 571.881 170.117 45.105 61.270 65.002 1.503.860
2010 502.062 505.314 153.890 52.991 73.658 68.541 1.356.456
2011 489.638 489.896 150.585 59.074 69.458 63.123 1.321.774
2012 477.037 476.347 147.965 59.653 63.761 58.675 1.283.438
2013 473.662 467.976 148.380 61.359 63.756 57.263 17.687 1.290.083
2014 459.902 457.488 146.536 60.329 60.551 54.967 20.728 1.260.501
2015 442.814 444.400 144.360 59.418 58.989 53.197 16.385 1.219.563
2016 432.706 431.920 142.412 61.596 58.910 53.896 26.409 1.207.849
2017 443.000[38] 427.173[38] 141.000[38] 65.257[41] 62.182[38] 63.050[42] 29.000[38] 1.230.662
2018 Februar: 463.723[43]
Dezember: 437.754[44]
414.905[44] Dezember: 138.354[45] 75.311[44] 62.016[44] 63.912[44] 33.516[44] 1.226.000
2019 419.300[46] 407.350[46] 140.880[46] 96.487[47] 61.055[46] 65.500[46] 35.100 1.227.000
2020[48] 404.305 399.110 137.010 107.307 60.350 66.000 32.000 1.206.000
Entwicklung der Mitgliederzahlen der Parteien

Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1990 ging die Mitgliederzahl der SPD deutlich zurück und erreichte Ende 2016 einen Tiefststand mit ca. 433.000. Ein überdurchschnittlich hoher Austritt von etwa 10.000 Mitgliedern im Januar 2004 wurde als Reaktion auf die Einführung der Praxisgebühr und die höheren Krankenkassenbeiträge auf Betriebsrenten interpretiert. Nach dem Bekanntwerden der Kanzlerkandidatur von Martin Schulz am 24. Januar 2017, die bei allen Parteien außer der Union einen deutlichen Zuwachs auslöste, bis zur Urabstimmung über die Regierungsbeteiligung im Februar 2018 wurde erstmals der Trend der letzten Jahrzehnte umgekehrt und es traten ca. 60.000 Menschen in die SPD ein, deren Mitgliederstand sich auf über 463.000 zu diesem Zeitpunkt erhöhte. Bis Ende Juni ging die Zahl um ca. 14.000 auf knapp 450.000 zurück,[49] bis zum Jahresende 2018 weiter auf knapp 438.000, so dass die Partei nach zwei Jahren doch wieder fast den alten Stand erreicht hatte.

Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die CDU verzeichnete zwischen 1990 und 2020 einen ununterbrochenen Mitgliederschwund von ca. 2 % pro Jahr und fiel 2020 unter die 400.00-Mitglieder-Grenze.[37] Zwischen 2008 und 2011 war sie dennoch die größte Partei in Deutschland, da der Mitgliederrückgang der SPD in diesem Zeitraum noch stärker war.[37]

Christlich-Soziale Union in Bayern (CSU)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die CSU verzeichnete von 1990 bis 2000 eine nahezu konstante Mitgliederzahl um die 180.000. Danach ging die Mitgliederzahl bis Ende 2018 auf 138.000 zurück. Mit einem Rekrutierungsgrad von 1,27 % (2018) ist sie dennoch die relativ mitgliederstärkste Partei in Deutschland.[44]

Bündnis 90/Die Grünen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Grünen verzeichneten 1998 einen Hochstand von 51.812 Mitgliedern. Danach ging die Zahl bis 2002 auf ca. 44.000 zurück. Im Oktober 2010, nach den Ereignissen der Demonstrationen gegen Stuttgart 21, überschritt sie wieder die Marke von 51.000 Mitgliedern.[50] Seit 2012 haben die Grünen mehr Mitglieder als die FDP, seit 2015 auch mehr als die Linke. Von 2018 bis 2020 stieg die Mitgliederzahl stark an und erhöhte sich von ca. 65.000 über 75.000 auf 107.307 Ende 2020.[39]

Freie Demokratische Partei (FDP)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die FDP hatte nach der Wiedervereinigung 1990 über 178.000 Parteimitglieder, deren Zahl danach jedoch deutlich abnahm: 1992 waren es etwa 103.000 Mitglieder, 2000 nur noch knapp 63.000. Es folgte ein leichter Anstieg der Mitgliederzahlen, Ende 2009 waren es 72.000. Bis 2015 ging die Zahl auf 53.000 zurück. Im Jahr 2017 traten relativ viele Menschen der FDP bei, die Partei erreichte zum Jahresende einen Mitgliederstand von 63.000. Ende September 2021 belief sich die Mitgliederzahl auf 76.000.

Die Linke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die PDS schrumpfte in den Jahren nach der Wiedervereinigung stark, ihre Mitgliederzahl ging von 281.000 im Jahr 1990 auf 61.000 im Jahr 2004 zurück. Die Linke entstand 2007 durch die Vereinigung mit der WASG, die etwa 10.000 Mitglieder gezählt hatte. Ende 2009 erreichte die Linke einen Höchststand mit 78.000 Mitgliedern, danach ging die Zahl bis 2016 auf 59.000 zurück.

Alternative für Deutschland (AfD)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 3. Mai 2013 hatte die AfD nach Eigenangaben 10.476 registrierte Mitglieder, davon 2.795 ehemalige Mitglieder aus anderen Parteien. Bis zum 28. Februar 2014 konnte die AfD laut ihrem Bundesverband 17.552 Mitglieder und 1.753 „Förderer“ (Personen, welche die Partei regelmäßig finanziell unterstützen, aber kein stimmberechtigtes Mitglied sind) gewinnen. Nach Einzug der Partei in den Bundestag verzeichnete sie zum Jahresende 2017 ca. 29.000 Mitglieder[38] und steigerte diese auf mehr als 33.000 Mitglieder Ende 2018.

Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative (Die PARTEI)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die PARTEI wurde im August 2004 gegründet und hatte im Dezember 2018 laut eigenen Angaben 31.252 Mitglieder,[51] im Dezember 2019 etwa 43.000,[52] im November 2020 laut eigenen Angaben 52.486 Mitglieder.

Piratenpartei Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die im September 2006 gegründete Piratenpartei erreichte im Jahr 2012 einen Höchststand von etwa 33.000 Mitgliedern.[53] Danach gehen die Zahlen kontinuierlich zurück, Mitte 2020 waren es noch 7500 Mitglieder (davon 3700 stimmberechtigt).[54]

Folgen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch den Mitgliederverlust ergibt sich auch ein Einnahmenverlust (siehe auch: Parteienfinanzierung). Barbara Hendricks, SPD, verlangte 2007 einen Ausgleich durch höhere Staatszuschüsse.[55] Zu den Gegenrednern gehörte Volker Beck.[56]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Verena Schule: Parteienverdrossenheit. Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), 28. August 2009, S. ??.
  2. Meldung (AFP): Neue Parteimitglieder: FDP und AfD wachsen besonders stark. In: T-Online. 30. Dezember 2017, abgerufen am 8. Dezember 2019.
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  4. Robert Hofmann: Geschichte der deutschen Parteien. Von der Kaiserzeit bis zur Gegenwart, Sonderdruck Bundeszentrale für politische Bildung, Verlag R. Piper GmbH & Co.KG, München 1993, ISBN 3-492-11648-5, S. 49, 50 Nationalliberale Partei
  5. Michael Reschke, Christian Krell, Jochen Dahm: Geschichte der Sozialen Demokratie, Friedrich Ebert Stiftung, 3. Auflage, Bonn 2013, ISBN 978-3-86498-443-3, S. 158 Mitgliederentwicklung SPD 1906-2011
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  7. Volker Stalmann: Die Partei Bismarcks. Die Deutsche Reichs- und Freikonservative Partei 1866-1890, Beiträge zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien, Band 121, Droste Verlag GmbH, Düsseldorf 2000, ISBN 3-7700-5226-9, S. 37 Von der Freien Konservativen Vereinigung Freikonservativen Partei, S. 90 Die Reichspartei, S. 250 Die Organisation der Reichspartei
  8. Robert Hofmann: ‚‘Geschichte der deutschen Parteien. Von der Kaiserzeit bis zur Gegenwart.‘‘, Sonderdruck Bundeszentrale für politische Bildung, Verlag R. Piper GmbH & Co.KG, München 1993, ISBN 3-492-11648-5, S. 107 Organisation Zemtrum
  9. Robert Hofmann: ‚‘Geschichte der deutschen Parteien. Von der Kaiserzeit bis zur Gegenwart.‘‘, Sonderdruck Bundeszentrale für politische Bildung, Verlag R. Piper GmbH & Co.KG, München 1993, ISBN 3-492-11648-5, S. 92 Organisation Deutschkonservative Partei
  10. Robert Hofmann: ‚‘Geschichte der deutschen Parteien. Von der Kaiserzeit bis zur Gegenwart.‘‘, Sonderdruck Bundeszentrale für politische Bildung, Verlag R. Piper GmbH & Co.KG, München 1993, ISBN 3-492-11648-5, S. 30 Programm-, Organisations- und Wirkungsgeschichte der liberalen Parteien, Linksliberale Parteien
  11. https://www.zeitklicks.de/weimarer-republik/zeitklicks/zeit/politik/die-parteien/spd-sozialdemokratische-partei-deutschlands/
  12. Holger Onken: Parteiensysteme im Wandel. Deutschland, Grossbritannien, die Niederlande und Österreich im Vergleich. Springer VS Fachmedien, Wiesbaden 2013, ISBN 978-3-658-02501-4, S. 145 Mitgliederentwicklung KPD
  13. Holger Onken: Parteiensysteme im Wandel. Deutschland, Grossbritannien, die Niederlande und Österreich im Vergleich. Springer VS Fachmedien, Wiesbaden 2013, ISBN 978-3-658-02501-4, S. 145 Mitgliederentwicklung DDP
  14. LeMO: Die Deutsche Volkspartei (DVP)
  15. Holger Onken: Parteiensysteme im Wandel. Deutschland, Grossbritannien, die Niederlande und Österreich im Vergleich. Springer VS Fachmedien, Wiesbaden 2013, ISBN 978-3-658-02501-4, S. 145 Mitgliederentwicklung Zentrum
  16. DHM-LEMO – Bayerische Volkspartei (BVP)
  17. DHM-LEMO – Der Traum von der Wiedererrichtung der Monarchie, 3. Abschnitt
  18. Bibliographisches Institut Leipzig: Schlag nach! Wissenswerte Tatsachen aus allen Gebieten. 1. Auflage, Leipzig 1938.
  19. Michael Grüttner, Das Dritte Reich. 1933–1939 (=Gebhardt. Handbuch der deutschen Geschichte, Band 19), Stuttgart 2014, S. 101.
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  21. Jürgen W. Falter: Junge Kämpfer, Alte Opportunisten. Die Mitglieder der NSDAP 1919-1945, Campus Verlag GmbH, Frankfurt am Main 2016, ISBN 978-3-593-50614-2, S. 11 Grundlage NSDAP Mitgliedskarteien: "Die Bestände der Reichspartei sind nur noch zu 45 Prozent erhalten, die der Gaukartei zu rund 78 Prozent. Anhand der (unvollständigen) Überschneidungen zwischen beiden Karteien lässt sich jedoch berechnen, dass...rund 90 Prozent...Mitgliedskarteien aufgeführt sind."
  22. Jürgen W. Falter: Junge Kämpfer, Alte Opportunisten. Die Mitglieder der NSDAP 1919-1945, Campus Verlag GmbH, Frankfurt am Main 2016, ISBN 978-3-593-50614-2, NSDAP Netto-Mitglieder S. 187, Spalte 9, Brutto-Mitglieder S. 182/183
  23. Sebastian Höhn: Die Parteiendemokratie in der Krise? Politische Entfremdung und Parteienverdrossenheit in der Bundesrepublik. 2007, ISBN 978-3-638-61974-5, S. 10, books.google.de
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  25. Robert Hofmann: Geschichte der deutschen Parteien. Von der Kaiserzeit bis zur Gegenwart, Sonderdruck Bundeszentrale für politische Bildung, Verlag R. Piper GmbH & Co.KG, München 1993, ISBN 3-492-11648-5, S. 216 Mitgliederzahlen CDU
  26. Robert Hofmann: Geschichte der deutschen Parteien. Von der Kaiserzeit bis zur Gegenwart, Sonderdruck Bundeszentrale für politische Bildung, Verlag R. Piper GmbH & Co.KG, München 1993, ISBN 3-492-11648-5, S. 233, 234 Mitgliederzahlen CSU
  27. Robert Hofmann: Geschichte der deutschen Parteien. Von der Kaiserzeit bis zur Gegenwart, Sonderdruck Bundeszentrale für politische Bildung, Verlag R. Piper GmbH & Co.KG, München 1993, ISBN 3-492-11648-5, S. 267 Mitgliederzahlen SPD
  28. Robert Hofmann: Geschichte der deutschen Parteien. Von der Kaiserzeit bis zur Gegenwart, Sonderdruck Bundeszentrale für politische Bildung, Verlag R. Piper GmbH & Co.KG, München 1993, ISBN 3-492-11648-5, S. 246 Mitgliederzahlen FDP
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  30. Robert Hofmann: Geschichte der deutschen Parteien. Von der Kaiserzeit bis zur Gegenwart, Sonderdruck Bundeszentrale für politische Bildung, Verlag R. Piper GmbH & Co.KG, München 1993, ISBN 3-492-11648-5, S. 271 Mitgliederzahlen KPD
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  56. Parteienfinanzierung – Union und SPD wollen mehr Geld vom Staat