Mithat Demirel

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Basketballspieler
Mithat Demirel
Spielerinformationen
Geburtstag 10. Mai 1978
Geburtsort Berlin, Deutschland
Größe 180 cm
Position Point Guard
Vereine als Aktiver
1996–1998 DeutschlandDeutschland TuS Lichterfelde
1997–1999 DeutschlandDeutschland ALBA Berlin
1999–2001 DeutschlandDeutschland Mitteldeutscher BC
2001–2005 DeutschlandDeutschland ALBA Berlin
2005–2006 TurkeiTürkei Beşiktaş Cola Turka
2006–2007 TurkeiTürkei Galatasaray Café Crown
000 0 2007 ItalienItalien Scafati Basket
000 0 2008 DeutschlandDeutschland Brose Baskets
2008–2009 TurkeiTürkei Erdemirspor Ereğli
Nationalmannschaft1
1999–2007 Deutschland 100 Spiele
1Stand: 22. August 2009
Mithat Demirel
Medaillenspiegel

Basketball (Männer)

DeutschlandDeutschland Deutschland
Weltmeisterschaft
0Bronze0 2002 Vereinigte Staaten Deutschland
Europameisterschaft
0Silber0 2005 Serbien und Montenegro Deutschland

Mithat Demirel (* 10. Mai 1978 in Berlin) ist ein ehemaliger deutscher Basketball-Nationalspieler türkischer Herkunft. Nach seiner Spielerkarriere blieb er dem Basketball treu und arbeitet derzeit als Manager des türkischen Vereins Darüssafaka Dogus Basketbol.

Er absolvierte 100 A-Länderspiele für Deutschland und gewann 2002 WM-Bronze sowie 2005 Silber bei der Europameisterschaft. Demirel spielte von 1997 bis 2004 als Guard bei ALBA Berlin, unterbrochen von zwei Jahren beim Mitteldeutschen BC, und wurde mit den „Albatrossen“ fünf Mal deutscher Meister.

Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er begann seine Basketballkarriere beim SSC Südwest als Mini-Spieler und wechselte als B-Jugendlicher zum TuS Neukölln und später zum TuS Lichterfelde. Der Sohn türkischer Eltern ist mit seiner Größe von 1,80 Metern für Basketballverhältnisse relativ klein. Er gab sein Bundesligadebüt bei Alba Berlin und spielte für die Hauptstädter mit Ausnahme eines zweijährigen Abstechers zum Mitteldeutschen BC (1999 - 2001) bis 2005. Er wurde mit den „Albatrossen“ fünf Mal deutscher Meister und vier Mal DBB-Pokalsieger.

Nach der Spielzeit 2004/05 verlängerte Demirel seinen Vertrag bei seinem langjährigen Club Alba Berlin nicht weiter und ging ins Ausland. In der Saison 2005/06 spielte Demirel bei Beşiktaş Istanbul. Zur darauffolgenden Saison wechselte er zu Galatasaray Café Crown. Es folgte ein Intermezzo in Italien (Scafati Basket). Im Januar 2008 gaben die Brose Baskets aus Bamberg bekannt, Demirel bis Saisonende verpflichtet zu haben.[1]

Zur Vorbereitung auf die Saison 2009/2010 reiste Demirel mit seinem ehemaligen Basketballverein Alba Berlin ins Trainingslager nach Kranjska Gora. Offiziell ließ der Verein verlauten, dass der vereinslose Demirel sich ausschließlich fit halten will, um sich noch einmal für andere Basketballvereine zu empfehlen.

Im Frühjahr 2010 gab er das Ende seiner Spielerkarriere bekannt. Eine Augenverletzung, die ihn seit April 2008 plagte, zwang ihn zu diesem Schritt.[2]

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Demirel lief zwischen 1999 und 2007 in 100 A-Länderspielen auf[3] und gewann mit der Nationalmannschaft zwei Medaillen: Bronze bei der WM 2002 und Silber bei der EM 2005.[4]

Funktionär[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab der Saison 2010/2011 war Mithat Demirel bis zum Beginn der Saison 2015/2016 Sportdirektor bei Alba Berlin und damit Nachfolger von Henning Harnisch.[5] Am 20. September 2015 wurde der Wechsel zum türkischen Erstligisten Darüssafaka Dogus Basketbol aus persönlichen Gründen bekanntgegeben. Er wolle mit seiner Familie eine Zeit lang im Heimatland seiner Eltern leben, so Demirel zu seinem Entschluss.[6]

Privatleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2010 heiratete Mithat Demirel seine Freundin Nanna Theet. 2011 kam ihr gemeinsamer Sohn zur Welt.[7]

Auszeichnungen und Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1997, 1998 A-Jugendmeister in Deutschland mit TuS Lichterfelde Berlin
  • 1997, 1998, 1999, 2002, 2003 Deutscher Meister mit ALBA Berlin
  • 1997, 1999, 2002, 2003 Deutscher Pokalsieger mit ALBA Berlin
  • 2001 Platz 4 bei der Europameisterschaft mit Deutschland
  • 2002 Bronzemedaille bei der Weltmeisterschaft mit Deutschland
  • 2003 "Spieler des Jahres" in der Bundesliga
  • 2005 Silbermedaille bei der Europameisterschaft mit Deutschland

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Brose Baskets lands Mithat Demirel. In: Welcome to EUROLEAGUE BASKETBALL. (euroleague.net [abgerufen am 13. Januar 2017]).
  2. Perform Media Deutschland GmbH: Mithat Demirel beendet Karriere – Sport – Spox.com. In: Spox.com. 8. März 2010 (spox.com [abgerufen am 13. Januar 2017]).
  3. Hans-Joachim Mahr: http://mahr.sb-vision.de/dbb/html/herren/spieler/spielespieler.aspx?spnr=160. In: mahr.sb-vision.de. Abgerufen am 13. Januar 2017.
  4. Demirel und Garrett verabschieden sich aus der Nationalmannschaft «  Deutscher Basketball Bund. In: www.basketball-bund.de. Abgerufen am 13. Januar 2017.
  5. SPIEGEL ONLINE, Hamburg Germany: Mixed Zone: Demirel wird Alba-Sportdirektor, Eishockey-Coach verprügelt - SPIEGEL ONLINE - Sport. In: SPIEGEL ONLINE. Abgerufen am 13. Januar 2017.
  6. SPIEGEL ONLINE, Hamburg Germany: Basketball: Alba-Sportdirektor Demirel geht in die Türkei - SPIEGEL ONLINE - Sport. In: SPIEGEL ONLINE. Abgerufen am 13. Januar 2017.
  7. Alba Berlin: Titus sagt schon Baba - MOZ.de. In: MOZ.de. (moz.de [abgerufen am 13. Januar 2017]).