Mitsubishi UFJ Financial Group

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Mitsubishi UFJ Financial Group
MUFG-Logo
Rechtsform Kabushiki-gaisha
ISIN JP3902900004
Gründung 1. Oktober 2005
Sitz Chiyoda, Tokio, Japan
Leitung Nobuo Kuroyanagi (President)
Mitarbeiter 78.302 (2008)
Branche Bankwesen
Website www.mufg.jp
MTFG-Firmengebäude in Tokio

Die K.K. Mitsubishi UFJ Financial Group (jap. 株式会社三菱UFJフィナンシャルグループ, Kabushiki-gaisha Mitsubishi UFG Finansharu Gurūpu, abgekürzt MUFG, engl. ~ Inc.) ist eine Holdinggesellschaft für Unternehmen im Banken- und Finanzsektor, die am 1. Oktober 2005 aus dem Zusammenschluss der beiden Unternehmen Mitsubishi Tokyo Financial Group (MTFG) und UFJ Holdings entstanden ist.

Herzstück des Konzerns ist die Bank of Tokyo-Mitsubishi UFJ. Wie die nach Vermögenswerten größte Bank der Welt am 1. Dezember 2005 mitteilte, summierte sich der Reingewinn der beiden Institute in den sechs Monaten bis zum 30. September auf 711,76 Mrd. Yen (gut 5 Mrd. Euro). Damit übertraf die Großbank ihre eigene, jüngst nach oben revidierte Prognose von 635 Mrd. Yen.

Mit Blick auf das gesamte Geschäftsjahr hob die Gruppe ihre Gewinnprognose deutlich auf 930 Mrd. Yen an. Im Mai hatte die MUFG noch 540 Mrd. Yen in Aussicht gestellt. Die durchschnittliche Analystenprognose lag bislang bei rund 708 Mrd. Yen. Die MUFG gilt als eines der Zugpferde des Nikkei 225, nur Toyota, Toshiba und Sony haben bisher mehr Punkte in den Nikkei gebracht.

Die Bank ist eine der 28 Großbanken, die vom Financial Stability Board (FSB) als „systemically important financial institution“ (systemisch bedeutsames Finanzinstitut) eingestuft wurden.[1] Sie unterliegt damit einer besonderen Überwachung und strengeren Anforderungen an die Ausstattung mit Eigenkapital.[2]

Höchster Gewinn eines japanischen Unternehmens[Bearbeiten]

Die MUFG überholte mit ihrem Gewinn sogar den Autohersteller Toyota, der seit Jahren das japanische Unternehmen mit den höchsten Gewinnen war. Toyota wies für denselben Zeitraum einen Gewinn von 610,5 Mrd. Yen aus. Neben den niedrigeren Kosten für die Bereinigung fauler Kredite profitierten beide Vorgängerbanken der MUFG von Gewinnen im Aktien- und Anleihenhandel sowie von höheren Gebühreneinnahmen. Im Gesamtumsatz ist Toyota in Japan und auf der Welt noch Nummer 1 (weltweit in der Branche)

Hinsichtlich der Profitabilität liegt der Branchenprimus Mitsubishi UFJ nach Berechnung der Wirtschaftsagentur Bloomberg zwar noch hinter globalen Banken mit geringerer Bilanzsumme wie der Citigroup. Doch dürfte sich die Finanzbasis der Gruppe, die vor der Fusion noch einen Jahresgewinn von 540 Mrd. Yen erwartet hatte, laut der Ratingagentur Moody's schneller als erwartet verbessern. Das Kernbankengeschäft der Gruppe wird erst zum 1. Januar fusioniert.

Unternehmensgruppe[Bearbeiten]

Zur MUFG gehören neben den im Nikkei-Index notierten Unternehmen Tokyo-Mitsubishi-UFG-Bank und der Kreditkartentochter Mitsubishi UFJ Nicos und vier Regionalbanken (Chūkyō, Gifu, Senshū, Taishō) unter anderem folgende Unternehmen:

Fusion[Bearbeiten]

Im Juli 2004 schlug die UFG Holdings, die viertgrößte Bankengruppe Japans eine Fusion mit MTFG vor. Die Fusion der zwei Holdings wurde am 1. Oktober 2005 abgeschlossen und bildete die Mitsubishi UFJ financial Group (MUFG), die weltweit größte Bank gemessen an ihren Aktiva mit 190 Billionen Yen (etwa 1,15 Billionen Euro) nach der Citigroup (etwa 2 Billionen Euro). Die Treuhandbranche von MTFG und UFJ wurden am 1. Oktober 2005 planmäßig zusammengelegt, aber die Haupttgeschäftszweige der MTFG und der UFJ, bzw. die Bank of Tokyo-Mitsubishi und die UFJ Bank firmierten weiter bis zum 1. Januar 2006, wo sie zusammen die Bank of Tokyo-Mitsubishi UFJ bildeten. Diese Fusion sollte bereits im Vorjahr stattfinden, aber die japanische Finanzaufsicht verursachte eine dreimonatige Verzögerung. 2008 erwarb Mitsubishi UFJ die restlichen 34,6 % an UnionBanCal für 3,5 Mrd. Dollar. Mitsubishi UFJ hatte die Mehrheit bereits 1996 gekauft. Zu diesem Zeitpunkt besaß die Gruppe 337 Filialen in Kalifornien, Oregon und Washington. Im März 2012 kaufte UnionBanCal die Pacific Capital Bancorp für 1,51 Mrd. Dollar. Die Gruppe besaß damit 47 Filialen in Los Angeles, und insgesamt 414 Filialen in den gesamten USA. Im Dezember 2012 erwarb Mitsubishi UFJ 20 % der vietnamesischen Staatsbank Vietinbank für 743 Mio. Dollar. Im Dezember 2013 erwirbt die Gruppe 72 % der thailändischen Bank of Ayudhya für 536 Mrd Yen und übernahm damit auch den Anteil, den vorher General Electric hielt.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mitsubishi UFJ Financial Group – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Policy Measures to Address Systemically Important Financial Institutions. In: Financial Stability Board (FSB) vom 4. November 2011 (PDF-Datei; 105 kB)
  2. Update of group of global systemically important banks (G-SIBs) (PDF; 43 kB) vom 1. November 2012