Mitte (Bremerhaven)

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53.548828.57684Koordinaten: 53° 32′ 56″ N, 8° 34′ 37″ O

Mitte
Einwohner: 11.940 (30. Sep. 2009)
Postleitzahl: 27568
Vorwahl: 0471
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Lage von Mitte in Bremerhaven

Bremerhaven-Mitte ist ein Stadtteil im Stadtbezirk Nord der Stadtgemeinde Bremerhaven im deutschen Land Freie Hansestadt Bremen.

Geografie[Bearbeiten]

Bremerhaven-Mitte liegt an der Mündung der Weser und der Geeste. Der zentral gelegene Stadtteil grenzt im Norden an den Stadtteil Lehe und im Süden an den Stadtteil Geestemünde. Der Stadtteil ist in die Ortsteile Mitte-Nord und Mitte-Süd gegliedert. Die Einwohnerzahl beläuft sich auf 11.940 (Stand 2009).[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Gründung Bremerhavens[Bearbeiten]

Karte Bremerhavens aus dem Jahr 1849
Bremerhavenen-Mitte: Marktplatz um 1880 (heute Theodor-Heuss-Platz)
Blick über Mitte
Mitte: Columbus-Center und Innenstadt

Wegen der zunehmenden Versandung der Weser erwies sich Bremens erster Vorhafen Vegesack schon im Laufe des 18. Jahrhunderts als unzureichend. Nach langen Verhandlungen gelang es dem Bremer Senat, dem Königreich Hannover ein geeignetes Gelände ungefähr im Bereich Mitte-Süd an der Wesermündung abzukaufen. Der Kaufvertrag wurde am 1827 von König von Hannover und dem Bremer Bürgermeister Johann Smidt unterzeichnet. Ein erstes künstliches Hafenbecken – der Alte Hafen – entstand 1830. 1837 erhielt Bremerhaven eine vorläufige Gemeindeordnung.

Bremerhaven entwickelt sich[Bearbeiten]

Der Norddeutsche Lloyd hatte einen maßgeblichen Einfluss bei der wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt. 1862 erhielt Bremerhaven mit der Strecke aus Bremen einen für den Passagierverkehr wichtigen Eisenbahnanschluss.

Der Leuchtturm Bremerhaven von Simon Loschen entstand 1854. Im folgenden Jahr wurde die Bürgermeister-Smidt-Gedächtniskirche eingeweiht. 1867 gründete sich das Stadttheater Bremerhaven, und 1911 konnte die heutige Spielstätte gebaut werden.

1880 erhielt Bremerhaven einen hauptamtlichen Stadtdirektor und wurde damit eine selbstständige Gemeinde im Land Bremen. 1883 wurde die Telefonleitung von Bremen nach Bremerhaven eröffnet.

Alt-Bremerhaven wird Stadtteil von Wesermünde[Bearbeiten]

Am 1. April 1938 wurde das Hafengebiet Bremerhavens ausgegliedert und der Stadt Bremen angeschlossen. Am 1. November 1939 wurde die preußische Stadt Wesermünde mit der Bremer Stadt Bremerhaven zusammengelegt. Die neue Großstadt trug den Namen Wesermünde und gehörte zunächst zur preußischen Provinz Hannover.

Im Zweiten Weltkrieg wurde der Stadtteil Mitte fast vollständig zerstört und verlor den Großteil seiner Bevölkerung. Durch eine Übereinkunft der britischen und amerikanischen Besatzungsbehörden von 1947 wurden das Stadt- und Landgebiet Bremens sowie der Stadtkreis Wesermünde rückwirkend zum 1. Januar 1947 zu einem als Land zu bezeichnenden Verwaltungsgebiet erklärt. 1947 wurde die Stadt Wesermünde durch die Landesregierung, den Bremer Senat, in Bremerhaven umbenannt.

Nach 1945[Bearbeiten]

Nach dem Krieg standen nur noch wenige Gebäude, unter anderem das ausgebrannte Stadttheater, die alten Kaufhäuser von Karstadt und Ketelsen sowie die Ruine der Großen Kirche. Nach Plänen des Stadtplaners Ernst May wurde der Stadtteil Mitte konsequent auf die Weser und die davor liegenden Hafenbecken ausgerichtet. Der Wiederaufbau begann zögerlich erst ab den 1960er-Jahren, zunächst mit den Geschäftshäusern und der Rekonstruktion der Großen Kirche an der „Bürger“ (Bürgermeister-Smidt-Straße) und so dann mit den Wohnhäusern und Wohnhochhäusern zwischen Geeste und „Bürger“. Der Bau des Columbus-Center erfolgte Anfang der 1970er-Jahre. 1973 entstand das Deutsche Schifffahrtsmuseum nach Plänen von Hans Scharoun.

Die Hochschule Bremerhaven wurde ab 1975 ausgebaut und erweitert, wo bei Gottfried Böhm die zentralen Gebäude entworfen hat. 1980 entstand das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) nach Plänen von Oswald Mathias Ungers. Ab 1982 fuhr die Straßenbahn nicht mehr durch die Bürger, die durch verschiedene Ausbauten in den 1980er-Jahren bis um 2005 zur Fußgängerzone umgestaltet wurde. Das Deutsche Auswandererhaus entstand 2005.

Sehenswürdigkeiten und Kultureinrichtungen[Bearbeiten]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Schulen[Bearbeiten]

Grundschulen[Bearbeiten]

Sekundarstufe I[Bearbeiten]

  • Abendschule
  • Edith-Stein-Schule (Privatschule, Katholische Schule Bremerhaven)

Gymnasium, Sekundarstufe II[Bearbeiten]

  • Abendschule
  • Lloyd Gymnasium Bremerhaven, Grazer Straße, Wiener Straße
  • Schulzentrum Geschwister Scholl

Berufliche Schulen[Bearbeiten]

  • Schulzentrum Bürgermeister-Smidt - Kaufmännische Lehranstalten (KLA)
  • Schulzentrum Geschwister Scholl - Lehranstalten für Sozialpädagogik und Hauswirtschaft (LSH)

Fachoberschulen (FOS)[Bearbeiten]

  • Fachoberschule Gesundheit und Soziales an der LSH
  • Fachoberschule Ernährung und Hauswirtschaft an der LSH
  • Fachoberschule Wirtschaft an der KLA

Sport[Bearbeiten]

Hauptartikel: Sport in Bremen

Sportanlagen

  • Tanzsportzentrum Rudloffstraße 121
  • Walter-Kolb-Halle, Walter-Kolb-Weg 1
  • Weser-Strandbad

Vereine

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Viele Linienbusse der BremerhavenBus, die zumeist durch die „Bürger“ führen, verbinden den zentralen Stadtteil mit allen anderen Stadtteilen und Vororten.

Mit dem Auto ist der Stadtteil über die Bundesstraße 212 und die Bundesautobahn 27 (Anschlussstellen Bremerhaven Geestemünde und Mitte) zu erreichen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Amt und Wahlamt Bremerhaven: Bevölkerungsstand nach kommunaler Fortschreibung 2009

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bremerhaven – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien