Mitte (Kassel)

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Wappen von Kassel
Mitte
Stadtteil von Kassel
Lage von Mitte in Kassel
Koordinaten 51° 18′ 49″ N, 9° 29′ 40″ OKoordinaten: 51° 18′ 49″ N, 9° 29′ 40″ O.
Höhe 200 m ü. NHN
Fläche 1,95 km² (18/23)
Einwohner 8479 (31. Dez. 2019) (12/23)
Bevölkerungsdichte 4348 Einwohner/km² (6/23)
Ausländeranteil 23,2 % (31. Dez. 2019) (6/23)
Postleitzahlen 34117, 34119, 34121
Vorwahl 0561
Website Stadtteilinfo Mitte
Politik
Ortsvorsteher Christof Stefaniak (Grüne)
Sitzverteilung (Ortsbeirat)
Ortsbeirat Mitte 2016.svg
  • SPD: 3 Sitze
  • Grüne: 3 Sitze
  • FW: 1 Sitz
  • FDP: 1 Sitz
  • CDU: 1 Sitz
  • Quelle: Statistikatlas Kassel
    Der Königsplatz im Zentrum Kassels um 1900 (Photochrom)

    Der Stadtteil Mitte umfasst die Innenstadt der nordhessischen Großstadt Kassel.

    Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Der Stadtteil gliedert sich in drei Teile:

    • Die eigentliche Innenstadt, die bis zur Schönen Aussicht im Südwesten und bis zum Kulturbahnhof im Norden reicht. Deren südlicher Teil wird auch Oberneustadt genannt.
    • das kleinere Wohn- und Geschäftsviertel um Entenanger und Markthalle, das südlich bis an die Fulda mit der Schiffsanlegestelle heranreicht.
    • Der westliche und größte Bezirk reicht vom Weinberg im Süden bis zum Kulturbahnhof im Norden.[1]

    Die Altstadt von Kassel im heutigen Stadtteil Mitte gehörte vor den Kriegszerstörungen ab 1943 und den Abrissen der Nachkriegszeit zu den bedeutendsten Mitteleuropas.[2] Zentrum der mittelalterlichen Stadt war der Altmarkt. Wenige Gebäude des alten Stadtzentrums sind nach der Bombardierung Kassels erhalten geblieben. Der in den 1950er und 1960er Jahren erfolgte Neuaufbau ist bis heute prägend. Manche Nachkriegsensembles stehen unter Denkmalschutz, etwa an der Treppenstraße.

    Seit 1961 wurden Fußgängerzonen eingerichtet. In der Innenstadt entstanden Einkaufszentren wie 1991 die Kurfürstengalerie, 1995 die Königs-Galerie und 2002 City-Point.[3]

    Plätze und Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Plätze sind Königsplatz, Friedrichsplatz, Lutherplatz und Brüder-Grimm-Platz.

    Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Am Friedrichsplatz befindet sich das Fridericianum, das als Ausstellungsort zeitgenössischer Kunst genutzt wird, die documenta-Halle von Jochem Jourdan und das Staatstheater des documenta-Gründers Arnold Bode. Das documenta Archiv befindet sich im Gebäude der ehemaligen Gerhart Hauptmann-Schule und heutigen Dock4, das in den 1990er Jahren als Kulturhaus entwickelt wurde. Im Bereich des Entenangers befindet sich die Markthalle im Marstall, in dem auch das Stadtarchiv untergebracht ist. Neben dem Marstall liegt die Brüderkirche, dem ältesten noch bestehenden Bauwerk der Stadt aus dem 13. Jahrhundert mit Renthofgebäude, das zur Zeit der Frühreformation im einsetzenden 15. Jahrhundert als Kanzleigebäude genutzt wurde.

    Der Bereich des Altmarkts, früher der Marktplatz der Stadt, ist von der Martinskirche geprägt, die im Zentrum der Stadt bis in die Neuzeit als Hauptkirche Bedeutung hatte. Auf der gegenüberliegenden Seite der Kurt-Schumacher-Straße steht das 1962 von Walter Grüning erbaute Hansahaus.

    Am Lutherplatz befinden sich die zerstörten Rümpfe der Lutherkirche. Südlich davon befand sich das in den 2010er Jahren abgerissene Stadtbad Mitte.

    Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Commons: Mitte – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

    Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    1. Stadtteil Mitte im Stadtportal Kassel, abgerufen am 19. Juli 2020.
    2. Wie Kassels Altstadt neu entstehen könnte, Hauptsache Kultur, Hessischer Rundfunk, 26. März 2015
    3. Historische Entwicklung des Stadtteils Mitte. In: Stadtportal Kassel. Stadt Kassel, documenta-Stadt; vertreten durch den Magistrat, 16. Oktober 2009, abgerufen am 18. August 2015.