Mittelalterliche Warmzeit

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Temperaturvariationen im Holozän

Die mittelalterliche Warmzeit (engl. Medieval Warm Period, MWP oder auch mittelalterliches Klimaoptimum), allgemeiner mittelalterliche Klimaanomalie (engl. Medieval Climate Anomaly, MCA), war ein Intervall vergleichsweise warmen Klimas und anderer Klimaabweichungen, wie umfassenden kontinentalen Dürren. Die MWP lässt sich regional und zeitlich nur unscharf einordnen, den meisten Rekonstruktionen zufolge dürfte sie nach 900 begonnen und vor 1400 geendet haben, mit einem wärmsten Zeitraum in der Nordhemisphäre zwischen 950 und 1250.

Es gab während der mittelalterlichen Warmzeit mit hoher Sicherheit einige Regionen, die damals in etwa so warm waren wie gegen Mitte, teilweise auch Ende des 20. Jahrhunderts. Die Wärmeperioden waren aber im Mittelalter uneinheitlicher. Seit Ende des 20. Jahrhunderts hat sich die Erde weiter erwärmt, die gemittelten nordhemisphärischen Bodentemperaturen der letzten drei Dekaden sind laut fünftem Sachstandsbericht des Weltklimarats wahrscheinlich höher als die gleichlanger Zeiträume im Mittelalter.[1]

Entwicklung des Forschungsgebietes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hinweise und erste systematische Arbeiten für den Nordatlantikraum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grænlendingar im Kampf mit Inuit: Seit Mitte des 19. Jh. wird die Bedeutung des Klimas für die skandinavischen Grönlandsiedlungen im Verhältnis zu anderen Einflüssen diskutiert.

Schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts diskutierte man darüber, ob im Mittelalter vorübergehend wärmere Temperaturen in verschiedenen Regionen im Nordatlantikraum geherrscht haben könnten. François Arago, 1858, Bernhard Studer, 1847, und andere deuteten das Ende der grönlandischen Siedlungen im 15. Jh. als Beweis für ein Kälterwerden einer vorher wärmeren Region, während Conrad Maurer diese Ansicht verwarf und den Grund im Vordringen von Inuit sah.[2] Poul Nørlund, der in Herjólfsnes, im Südwesten Grönlands, Gräber der Grænlendingar untersuchte, fand in Totenhemden unter dem Permafrost reichlich Pflanzenwurzeln und schloss daraus, dass die Sommertemperaturen zeitweilig den Boden aufgetaut hatten und dort daher höher gewesen waren als um 1921.[3] Änderungen der Baumgrenze wurden teils als Indiz für Klimaänderungen gedeutet, teils als durch menschliche Eingriffe verursacht. Eduard Brückner wies 1895 darauf hin, dass früherer Weinanbau in Gegenden wie in Norddeutschland, wo um 1900 herum keiner mehr erfolgte, nicht nur durch klimatische sondern auch durch ökonomische Randbedingungen beeinflusst worden war: „Es war der teueren Fracht wegen vorteilhafter, Mißernten mit in Kauf zu nehmen, als von Süden her Wein zu importieren.“[4]

Die systematische Erforschung einer etwaigen mittelalterlichen Klimaanomalie – besonders im europäischen Raum – war zunächst vor allem Feld der Historischen Klimatologie. Denn für das Europa des Mittelalters, lange vor dem Beginn instrumenteller Messungen, ließen sich aus historischen Dokumenten und archäologischen Funden Rückschlüsse auf klimatische Verhältnisse und ihre Folgen ziehen, schon bevor seit den 1990er Jahren die Paläoklimatologie vermehrt hochqualitative Rekonstruktionen aus natürlichen Klimaarchiven bereitstellte. So gibt es für den Zeitraum ab etwa 1300 einigermaßen vollständige historische Berichte über Sommer- und Winterwitterung. Es waren die Pionierarbeiten auf diesem Feld, etwa des englischen Klimatologen Hubert Lamb oder des französischen Historikers Emmanuel Le Roy Ladurie, die erste umfassende Übersichten über höhere Temperaturen und soziale Zusammenhänge für den Nordatlantikraum und hier besonders Europa lieferten.[5] Der Begriff mittelalterliche Warmzeit wurde denn auch in erster Linie durch die Arbeiten Lambs in den 1960er Jahren geprägt[6] und später von anderen Forschungsfeldern übernommen.[5] Lamb bezeichnete damit eine Klimaerwärmung, die er regional mit bis zu 1–2 °C angab und deren Höhepunkt er zwischen den Jahren 1000 und 1300 vermutete. Lamb fand Hinweise auf eine solche Erwärmung vor allem um den Nordatlantik, während es annähernd zeitgleich für den Nordpazifik Hinweise auf relativ kühle Temperaturen gibt. Als Ursache nahm er Verlagerungen des arktischen Polarwirbels an.[7] Gelegentlich wurde eine mittelalterliche Warmzeit anhand der Ausdehnung von Gletschern definiert. In dieser Sichtweise war die MWP durch einen vermuteten weiträumigen Gletscherrückgang zwischen ca. 900 und 1300 gekennzeichnet.[5]

Eine globale Wärmeanomalie?[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Scott Stine veröffentlichte 1994 paläoklimatologische Analysen, denen zufolge es ab ca. 900 bis 1350 in der Sierra Nevada Kaliforniens und in Patagonien mehrere Jahrhunderte dauernde extreme Dürreperioden gegeben hatte. Stine vermutete, dass hydrologische Abweichungen im Mittelalter noch bedeutsamer als Temperaturabweichungen gewesen sein könnten. Um auch solche hydrologischen Anomalien einzuschließen, schlug er für das Zeitintervall den allgemeineren Begriff mittelalterliche Klimaanomalie vor.[8] Dieser Begriff ist in der Wissenschaft mittlerweile gebräuchlicher.[9]

Etwa zur gleichen Zeit kamen Hughes and Diaz (1994) in einer Übersichtsarbeit zu dem Ergebnis, dass noch keine klaren Belege für eine einheitliche hemisphärische oder globale Wärmeanomalie existieren. Zu diesem Zeitpunkt waren hochauflösende Proxydaten, die großräumig Aufschluss über den Temperaturverlauf vor 1500 hätten geben können, nur spärlich vorhanden. Solche Proxydaten gab es vermehrt erst ab Mitte der 1990er Jahre auch für weitere Regionen, so dass bis 2011 für die mittleren und hohen Breiten zahlreiche Rekonstruktionen möglich wurden, während die Tropen und die Südhemisphäre nach wie vor nur von relativ wenig Datenreihen abgedeckt sind.[9] Der Weltklimarat kam in seiner Zusammenfassung des Forschungsstands im Jahr 2001 ebenfalls zu dem Ergebnis, dass es zu diesem Zeitpunkt keine klaren Belege für global synchrone Perioden ungewöhnlicher Kälte oder Wärme gab.

Fragen nach Ursachen, Einzigartigkeit und potentiellen Folgen der gegenwärtigen globalen Erwärmung lenkten einige Aufmerksamkeit auf eine etwaige mittelalterliche Klimaanomalie als Vergleichsmaßstab.[5][9] Die gesellschaftlichen Indizien und Folgen einer mittelalterlichen Wärmeanomalie im Nordatlantikraum wurden in populärwissenschaftlichen Darstellungen aufgegriffen. Mit dem Aufkommen der medialen und politischen Kontroverse um die globale Erwärmung argumentierten Klimaskeptiker, vor allem anhand Lambs Darstellung der mittelalterlichen Warmzeit, dass die Temperaturen der letzten Dekaden noch innerhalb der natürlichen Schwankungsbreite des Klimas liegen und daher nicht als Beleg dafür gelten können, dass die beobachtete Erwärmung ein Ergebnis erhöhter Treibhausgaskonzentrationen sei.[10] Die Existenz und das Ausmaß einer überregionalen mittelalterlichen Warmzeit wurden auch in der Wissenschaft zu Beginn des 21. Jahrhunderts kontrovers diskutiert.[11][12][10]

Uneinheitliche Verwendung des Begriffs „mittelalterliche Warmzeit“ (rote Balken)

Weitere Rekonstruktionen, zum Beispiel aus dem Pages 2k-Projekt[13], mit einer zunehmend besseren regionalen Abdeckung erlauben mittlerweile eine klarere Einordnung zumindest der nordhemisphärischen Temperaturen. Im Jahr 2013 kam der fünfte Sachstandsbericht des Weltklimarats zu dem Schluss, dass es eine regional und zeitlich uneinheitliche mittelalterliche Klimaanomalie gab, die in einigen Regionen so warm gewesen sein könnte wie Teile des 20. Jahrhunderts, die gemittelten nordhemisphärischen Bodentemperaturen der letzten drei Dekaden sind aber wahrscheinlich höher als die gleichlanger Zeiträume im Mittelalter.[1]

Die Begriffsverwendung „mittelalterliche Warmzeit“ oder „mittelalterliche Klimaanomalie“ ist insgesamt sehr inkonsistent. Viele Arbeiten sprechen auch dann von einer Anomalie, wenn „ihre“ untersuchte Klimaabweichung deutlich außerhalb des Zeitfensters der Jahre 950 bis 1250 liegt und statt dessen die gesamte Epoche des Mittelalters zwischen 500 und 1500 einbezogen wird.[14] Rudolf Brázdil u. a. (2005) warnten vor der Verwendung des Begriffs Mittelalterliche Warmzeit in Vergleichen klimatischer Bedingungen mit geschichtlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen. Die Bezeichnung sei nicht sehr hilfreich, weil sie Komplexität überdecke und zu voreiligen Schlüssen verleite.[15]

Klimatische Verhältnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rekonstruierter Temperaturverlauf der letzten 2000 Jahre, im Vergleich dazu gemessene Temperaturen bis einschließlich 2004

Insgesamt zeigen die Auswertungen global einen langfristigen leichten Abkühlungstrend über die letzten 1000–2000 Jahre bis in das 19.  Jahrhundert, der im Mittelalter regional unterschiedlich durch wärmere Intervalle unterbrochen wurde. Eine global gleichzeitige, klar abgrenzbare mittelalterliche Warmzeit ist nicht erkennbar. Erst in den letzten ca. zweihundert Jahren wurde der leichte Abkühlungstrend des späten Holozän durch eine mittlerweile global synchrone, ungewöhnlich starke Erwärmung beendet. Die gemittelten nordhemisphärischen Lufttemperaturen der letzten drei Dekaden sind wahrscheinlich höher als die gleichlanger Zeiträume im Mittelalter.[13][1][16] Auch auf der Südhalbkugel liegt das wärmste Jahrzehnt mindestens der letzten 1000 Jahre wahrscheinlich im ausgehenden 20. und beginnenden 21. Jahrhundert.[17]

Temperaturanomalien der letzten zweitausend Jahre, nach Kontinent[13]

Während der mittelalterlichen Klimaanomalie war es in weiten Teilen der mittleren und hohen Breiten der Nordhalbkugel wärmer als während der folgenden kleinen Eiszeit. Darauf deutet eine große Mehrheit der paläoklimatologischen Befunde hin. Einige Regionen könnten, betrachtet über Zeiträume von 100 Jahren, sogar so warm gewesen sein wie im vergangenen 20. Jahrhundert. Für die Sübhalbkugel sind die Daten spärlicher. Teile der Tropen könnten vergleichsweise kühl gewesen sein, eine Datenreihe aus flachen Gewässern der Ostantarktis zeigt kein klares Signal einer mittelalterlichen Warmzeit.[9] Eine Auswertung von 511 Zeitreihen aus Baumringen, Pollen, Korallen, See- und Meeressedimenten, Gletschereis, Speleothemen und historischen Dokumenten zeigt für den Zeitraum 830–1100 ein wärmeres Intervall in Europa, Nordamerika, Asien und der Arktis. In Südamerika und Australasien gab es später, von 1160 bis 1370, ein wärmeres Intervall.[13] Im südlichen Südamerika gab es einer Rekonstruktion zufolge über mehrere Jahrzehnte im 13. und frühen 14. Jahrhundert Sommertemperaturen, die an die im späten 20. Jahrhundert herangereicht haben könnten.[9] Eine Synthese von 111 Zeitreihen bestätigte für die gesamte südliche Hemisphäre, ausgehend von durchschnittlichen Temperaturen zwischen 1000 und 1200, ein wärmeres Intervall zwischen 1200 und 1350, den anschließenden Abkühlungstrend und die gegenwärtige globale Erwärmung.[17]

Eine Synthese von 57 Rekonstruktionen der Meeresoberflächentemperaturen über die letzten zweitausend Jahre fand keine globale mittelalterliche Klimaanomalie.[18]

Neben regionalen Temperaturanomalien traten weiträumige hydrologische Anomalien auf. In Teilen Nordamerikas gab es heftige und lange Megadürren. Auch im tropischen Afrika könnte es lang anhaltende Dürren gegeben haben. Südeuropa war im Zeitraum 1000–1200 im Vergleich zu den mittleren Verhältnissen des 20. Jahrhunderts trocken, Südskandinavien und das nördliche Mitteleuropa deutlich trockener. Nordwesteuropa, der Balkan und die westliche Levante wiesen eher feuchte Verhältnisse auf. Es gibt Hinweise, dass im Vergleich zum Zeitraum der kleinen Eiszeit weniger Dürren im Einflussbereich des ostasiatischen Monsun auftraten.[19]

Rekonstruierte arktische spätsommerliche Meereisausdehnung seit 560 (rote Linie) und beobachtete Werte seit 1870 (blaue Linie, geglättet); aktuelle ungeglättete Werte liegen bei 3,5 bis 5 Mio. km2

Betrachtet über Jahrtausende wiesen die meisten Gletscher eine Entwicklung auf, die im Einklang mit langfristigen, allmählichen Änderungen der Erdachse standen (Milanković-Zyklen), in weiten Teilen der Nordhemisphäre entsprach dies einem langsamen Vorrücken. Über den Zeitraum einzelner Jahrhunderte oder Jahrzehnte lassen sich nur für einzelne Regionen sichere Aussagen über vergangene, gleichzeitige Gletscheränderungen treffen. Ab ca. 900 kam beispielsweise das Vorrücken von Gletschern in Alaska vorübergehend zum Stillstand, auch einige Gletscher in den Westalpen wiesen ab ca. 760 bis in das 12. Jahrhundert hinein weniger Aktivität auf.[20] Ein einheitlicher Gletscherrückgang im Zeitraum einer mittelalterlichen Klimaanomalie ist jedoch nicht erkennbar. Im Untersuchungszeitraum zwischen 1050 und 1150 wuchsen in vielen Hochgebirgsregionen der Welt, wie den Alpengebieten, Kanada, Patagonien, Alaska u. a., die Gletscher[11] oder es ist, zum Beispiel für den Raum der Baffin-Bucht oder Südostgrönland, kein Unterschied zur kleinen Eiszeit zu erkennen.[21] Erst in den letzten Jahrzehnten ist ein globaler nahezu gleichzeitig stattfindender Gletscherrückgang zu verzeichnen, der für den Zeitraum des Holozän sehr ungewöhnlich ist und rapide voranschreitet.[20]

Die arktische Meereisausdehnung war, so legen es Rekonstruktionen nahe, vor 1200 geringer als während der kleinen Eiszeit. Das Minimum vor Beginn der Industrialisierung fiel jedoch in den Zeitraum um das Jahr 640, deutlich vor dem meist angenommenen Kernzeitraum einer mittelalterlichen Warmzeit.[22]

Der Meeresspiegel schwankte in den letzten zweitausend Jahren um etwa ± 8 cm. Er stieg bis etwa zum Jahr 700 an, von 1000 bis 1400 sank er etwas, einhergehend mit einer globalen Abkühlung von ca. 0,2 °C über diesen Zeitraum. Erst im 19. Jahrhundert begann der Meeresspiegel wieder zu steigen, wobei der Anstieg deutlich schneller verläuft als während des Mittelalters. [23]

Ursachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Änderungen ozeanisch-atmosphärischer Zirkulationssysteme haben wahrscheinlich eine wichtige Rolle im uneinheitlichen Auftreten mittelalterlicher Klimaanomalien gespielt. Menschliche Einflüsse durch Störungen der Atmosphäre oder Landnutzung waren – in globalem Maßstab – kaum von Bedeutung. Die Abwesenheit wesentlicher Änderungen der primären Klimafaktoren Treibhausgaskonzentration, solare und vulkanische Aktivität im Zeitraum 725 bis 1025 veranlasste Bradley, Wanner und Diaz (2016) von einer mittelalterlichen Ruhezeit zu sprechen, während der sich das Klima nahezu in einen Gleichgewichtszustand befunden haben könnte.[14]

Interne Variabilität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das regional und zeitlich uneinheitliche Auftreten der Klimaanomalien deutet auf eine wesentliche Rolle interner Variabilität des Klimasystems, also Änderungen der atmosphärischen Zirkulation oder Meeresströmungen.[13] Einige Arbeiten stützen die These, dass Änderungen ozeanisch-atmosphärischer Zirkulationssysteme, etwa ein häufigeres oder intensiveres Auftreten von La Niña-ähnlichen Ereignissen, eine Rolle spielten. Diese These deckt sich mit Rekonstruktionen eines relativ kühlen tropischen Pazifiks. Wärmere Temperaturen der Meeresoberfläche im Nordatlantik könnten, im Einklang mit positiven Phasen der Nordatlantischen Oszillation (NAO), das relativ warme Klima im Nord- und Westeuropa und Dürren in Teilen der Welt erklären.[9][24] Neuere Untersuchungen deuten allerdings darauf hin, dass es erst ca. 1150–1400 zu einer längeren positiven Phase der NAO gekommen ist.[25] Die Hypothese vom „wackelnden ozeanischen Förderband“ (engl. wobbly ocean conveyor hypothesis) verweist auf periodische Schwankungen (ca. 1000 – 2000 Jahre) des Nordatlantikstroms als Ursache. Durch Verdunstung von 0,25 × 106 m³/s Wasser, welches in den Pazifik verfrachtet wird, steigt der Salzgehalt des Atlantiks an. Die Zirkulation des globalen Förderbandes soll ca. alle 1500 Jahre stark ansteigen, um den Salzgehalt auszugleichen. Dies sei mit Temperaturschwankungen des Meerwassers in der Größenordnung von 4 bis 5 K verbunden, wodurch sich auch die Temperaturen an Land ändern könnten.[12][26] Positive Phasen der Atlantische Multidekaden-Oszillation können zu den Dürren beigetragen haben. Warum sich Zirkulationssysteme während einer mittelalterlichen Warmzeit anhaltend geändert haben könnten, ist ungeklärt.[9]

Vulkanismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Caldera der Samalas-Eruption im Jahr 1257

Vom 8. bis zum 11. Jahrhundert gab es ungewöhnlich wenig starke Vulkanausbrüche. Gelangen bei Vulkanausbrüchen Gase und Asche in die Stratosphäre, kann dies zur Bildung von Aerosolen, einer verminderten Sonneneinstrahlung und damit einhergehenden Abkühlung führen. Eruptionen in den Tropen können eine globalen Effekt haben, während bei Ausbrüchen in höheren Breiten die ausgeworfenen Partikel weniger weiträumig verteilt werden und der Effekt eher regional ist. Zwischen 682 und 1108 sind keine starken Eruptionen in den Tropen erkennbar und nur eine in höheren Breiten, im Jahr 939 in Island, die nur einen begrenzten Effekt auf die globalen Temperaturen gehabt haben kann. Erst mit großen Ausbrüchen 1108, 1171, 1230 und 1257 (Ausbruch des Samalas) in Äquatornähe endete die Phase geringer vulkanischer Aktivität.[27] Der fehlende vulkanische Einfluss auf das Klima könnte zu relativ warmen Temperaturen im Zeitraum bis in das 12. Jahrhundert beigetragen haben.[14]

Sonnenaktivität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rekonstruierte Sonnenaktivität der letzten 2000 Jahre

Die Strahlungsintensität der Sonne scheint zwischen ca. 725 und 1025 nur wenig geschwankt zu haben, sie entsprach in etwa dem langjährigen Durchschnitt. Nach einem Minimum der Sonnenaktivität im 11. Jh., dem Oort-Minimum, stieg sie wieder auf das vorige Niveau an.[28][14] Die solare Aktivität von etwa 1150 bis 1300 wurde gelegentlich als mittelalterliches Maximum bezeichnet.[29] Eine über längere Zeiträume unterdurchschnittliche solare Aktivität ist mit dem ausgehenden 13. Jahrhundert, beginnend mit dem Wolfminimum, zu beobachten. Auch wenn der direkte Einfluss der Sonne über die Intensität ihrer Strahlung im vergangenen Jahrtausend wahrscheinlich relativ gering war, könnte sie indirekt, zum Beispiel über ihren Einfluss auf die Ozonschicht, größere regionale Bedeutung gehabt haben.[30]

Gesellschaftliche Folgen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seitdem mittelalterliche Klimaanomalien untersucht werden, stellte sich auch die Frage nach ihrem Einfluss auf Gesellschaften. Viele Arbeiten identifizierten zeitliche Parallelen zwischen klimatischen Anomalien und gesellschaftlichen Entwicklungen und versuchten, kausale Zusammenhänge herzuleiten, häufig über den Einfluss des Klimas auf die für die meisten mittelalterlichen Gesellschaften besonders wichtigen landwirtschaftlichen Erträge.

Der für seine klimaskeptischen Positionen bekannte Historiker Wolfgang Behringer sieht die in Europa beobachteten Auswirkungen der mittelalterlichen Warmzeit als Beleg dafür, dass eine globale Erwärmung positiv für die Menschheit sei. Er argumentiert, dass es der Menschheit in kälteren Phasen schlechter und in wärmeren Phasen besser gegangen sei.[31]

Man hat jedoch für die Auswirkungen mittelalterlicher Klimaanomalien nur für einige Regionen der Erde Indizien, für viele Regionen fehlen Belege. Für die Regionen, für die man Hinweise auf Auswirkungen gefunden hat, sind diese keineswegs immer vorteilhaft gewesen. Im tropischen Südchina[32] war dies eine Zeit einer ausgeprägten, in Nordamerika[33] sogar einer extremen Dürre. Somit ist es keinesfalls sicher, dass zu dieser Zeit bei globaler Betrachtung günstigere Lebensverhältnisse geherrscht haben.

Europa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Zeitspanne, in der die mittelalterliche Warmperiode verortet wurde, kam es in Europa zu einer regelrechten Bevölkerungsexplosion. Dieses ist sicherlich auch auf die günstige Klimaentwicklung zurückzuführen, aber keineswegs ausschließlich. Zwar kam es infolge des wärmeren Klimas in Europa zu einer Expansion der Agrarwirtschaft, der Getreideanbau war nun sowohl in wesentlich nördlicheren als auch in höher gelegenen Gebieten möglich. So wurde Getreidewirtschaft bis nach Norwegen und in den Bergen Schottlands nachgewiesen, die in der nachfolgenden Kleinen Eiszeit und der damit verbundenen Abkühlung des Klimas wieder eingestellt wurde.[34]

Die Klimabedingungen waren allerdings keineswegs die alleinigen Gründe für den rasanten Anstieg der Bevölkerung und der damit verbundenen Expansion mit ihrem Landesausbau. Wilhelm Abel nennt als Gründe dafür den agrikulturellen Fortschritt sowohl bei der Nutzung technischer Geräte, wie z. B. dem Kummet für Zugpferde, als auch bei der Bodennutzung sowie der Diversifizierung von Getreide.[35] Dieses Zusammenspiel machte es möglich, eine rasch wachsende Bevölkerung mit Nahrung zu versorgen. So wird angenommen, dass sich die Bevölkerung in Europa zwischen 1100 und 1400 fast verdreifacht hat. In der Folge kam es zu einer Wechselwirkung zwischen Bevölkerungswachstum und der Gewinnung von neuem Ackerland. Die Bevölkerung begann mit einem Ausbau des Siedlungsgebietes, bei dem riesige Waldflächen zu Ackerland verwandelt wurden (z. B. im Zug der Deutschen Ostsiedlung). Im Gunstklima Europas veränderten sich die Siedlungsgebiete durch Entstehen zahlreicher Städte als neue Zentren des Handels und des Gewerbes, die sich die Arbeit mit den agrarischen Gebieten teilten.

Amerika[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Salmon Great House: Ab 1068, möglicherweise nach dürrebedingter Migration, errichtet; nach zwei späteren Dürren, wie auch fast alle anderen Siedlungen der Region, aufgegeben.

Für den Südwesten der heutigen USA haben mehrere Arbeiten einen Zusammenhang zwischen außergewöhnlicher Wärme, Dürren und der Entwicklung indianischer Stämme und Kulturen untersucht. So wurden zum Beispiel Parallelen zwischen dem Niedergang der Anasazi-, Fremont-, Lovelock-Kulturen und drei ausgeprägten mittelalterlichen Dürren identifiziert.[36]

Die Anasazi-Kultur auf dem Vierländereck der heutige US-Bundesstaaten Utah, Colorado, New Mexico und Arizona war stark vom Maisanbau abhängig. Ausreichend Niederschläge hatten in den Jahren 700–900 und 1050–1130 einen seßhafteren Lebensstil, kulturelle Entwicklung und ein starkes Bevölkerungswachstum erlaubt. Pueblos mit großen mehrstöckigen Gebäuden wurden errichtet, darunter die der Chaco-Canyon-Kultur und der Cliff palace im heutigen Mesa-Verde-Nationalpark. Nach mittelalterlichen Dürreperioden Mitte des 12. Jh. und im späten 13. Jh. wurden jedoch fast alle Siedlungen aufgegeben.[36] Man fand archäologische Hinweise auf einen starken Anstieg von Kannibalismus in der Mitte des 12. Jh.[37]

Kontroverse um Vergleich mit der gegenwärtigen Erwärmung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die mittelalterliche Warmzeit wird von Klimaskeptikern bisweilen als Beleg angeführt, dass es keinesfalls sicher sei, dass die gegenwärtige Erwärmung durch vom Menschen emittierte Treibhausgase verursacht sei. Da die Treibhausgaskonzentration zur Zeit der mittelalterlichen Warmzeit nicht höher als davor oder danach war, können nur andere Ursachen dafür verantwortlich sein. Sie argumentieren weiter, dass dieselben Ursachen für die Erwärmung des 20. Jahrhunderts verantwortlich sein können.[14]

Der Klimatologe Stefan Rahmstorf hält diesem Argument entgegen, dass kein seriöser Klimaforscher bezweifele, dass neben den Treibhausgasen auch andere Faktoren das Klima der Erde beeinflussen und diese Faktoren in der Vergangenheit für viele Klimaschwankungen mitverantwortlich waren. Aus der Tatsache, dass diese Faktoren im Mittelalter eine Erwärmung verursacht haben, sei nicht abzuleiten, dass Treibhausgase für die seit dem 20. Jahrhundert zu beobachtende Erwärmung nicht ursächlich sein können. Vielmehr sei es so, dass sich von allen bekannten Faktoren, die eine globale Klimaerwärmung verursachen können, im 20. Jahrhundert lediglich die Konzentration der Treibhausgase so stark verändert habe, dass damit die beobachtete Erwärmung erklärt werden kann.[38]

Als die Diskussion um die mittelalterliche Warmzeit Mitte der 1960er Jahre begann, war dies eine Phase der globalen Abkühlung, die sich bis Mitte der 1970er Jahre erstreckte. Eine damalige Erwärmung auf das Niveau der mittelalterlichen Warmzeit wäre in dieser Zeit wohl tatsächlich in einigen Regionen vorteilhaft gewesen. Vieles deutet jedoch darauf hin, dass es gegen Ende des 20. Jahrhunderts auch in Europa bereits wärmer als während der mittelalterlichen Warmzeit war.

Sollten massive Reduktionen der Treibhausgasemissionen unterbleiben, wären die am Ende dieses Jahrhunderts mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten globalen Durchschnittstemperaturen aber höher, als sie während der letzten mehreren hunderttausend Jahre global waren und womöglich sogar höher als sie je waren, seit es Homo sapiens gibt. Die am Ende der letzten Eiszeit beobachtete schnelle globale Erwärmung war eine Erwärmung um etwa ein Grad Celsius pro 1000 Jahre.[39][40] Selbst wenn das 2-Grad-Ziel erreicht würde (was für wenig wahrscheinlich gehalten wird), liefe die bis zum Ende des 21. Jahrhunderts erwartete globale Erwärmung also auch mehr als zwanzigmal schneller ab.

Die Diskussion um Ausmaß und Folgen der laufenden und der wahrscheinlich zu erwartenden menschengemachten globalen Erwärmung bezieht sich somit sowohl was Geschwindigkeit wie auch was Ausmaß der Erwärmung betrifft auf einen historisch einzigartigen Vorgang, für den Erfahrungswerte weitgehend fehlen und für den es – wie durch eine Vielzahl von Klimaproxys belegt wird – auch aus paläoklimatologischer Sicht kaum Parallelen gibt.[41][42]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ronald D. Gerste: Wie das Wetter Geschichte macht: Katastrophen und Klimawandel von der Antike bis heute. Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 2015.ISBN 978-3608949223.
  • Wolfgang Behringer: Kulturgeschichte des Klimas. Von der Eiszeit bis zur globalen Erwärmung. Bonn 2007, S. 86–115.
  • Rüdiger Glaser: Klimageschichte Mitteleuropas. 1000 Jahre Wetter, Klima, Katastrophen. Darmstadt 2001, S. 21–27.
  • Hubert Lamb: Klima und Kulturgeschichte: der Einfluß des Wetters auf den Gang der Geschichte. Reinbek 1989, S. 189–206.
  • Intergovernmental Panel on Climate Change, Working Group I (2007): Fourth Assessment Report, Chapter 6: Palaeoclimate. (PDF 7,7 MB) S. 466 – 481.
  • Henry F. Diaz, Ricardo Trigo, Malcolm K. Hughes, Michael E. Mann, Elena Xoplaki und David Barriopedro: Spatial and Temporal Characteristics of Climate in Medieval Times Revisited. In: Bulletin of the American Meteorological Society. November 2011, doi:10.1175/BAMS-D-10-05003.1 (PDF).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Valérie Masson-Delmotte u. a.: Information from Paleoclimate Archives. In: IPCC (Hrsg.): Climate Change 2013: The Physical Science Basis. Contribution of Working Group I to the Fifth Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate Change. 2013, 5.3.5, S. 409–414.
  2. Eduard Brückner: Klimaschwankungen seit 1700 (1890). In: Nico Stehr und Hans von Storch (Hrsg.): Eduard Brückner: Die Geschichte unseres Klimas: Klimaschwankungen und Klimafolgen. 2008, S. 95,96.
  3. Niels Lynnerup: The Human Skeletons from Herjólfsnes. In: Journal of the North Atlantic. 2009, S. 23.
  4. Eduard Brückner: Der Einfluß der Klimaschwankungen auf die Ernteerträge und Getreidepreise in Europa (1895). In: Nico Stehr und Hans von Storch (Hrsg.): Eduard Brückner: Die Geschichte unseres Klimas: Klimaschwankungen und Klimafolgen. 2008, S. 172.
  5. a b c d Rudolf Brázdil, Christian Pfister, Heinz Wanner, Hans von Storch, Juerg Luterbacher: Historical Climatology in Europe. In: Climatic Change. 2005, Kapitel 5.3 Defining the Medieval Warm Period and the Little Ice Age (PDF).
  6. Hubert Lamb: The Medieval Warm Epoch and its Sequel. In: Palaeogeography, Palaeoclimatology, Palaeoecology. Januar 1965, doi:10.1016/0031-0182(65)90004-0 (PDF).
  7. Hubert Lamb: Klima und Kulturgeschichte: der Einfluß des Wetters auf den Gang der Geschichte. Reinbek 1989, S. 189–206.
  8. Scott Stine: Extreme and persistent drought in California and Patagonia during mediaeval time. In: Nature. Band 369, Juni 1994, S. 546–549 (PDF).
  9. a b c d e f g Henry F. Diaz: Spatial and Temporal Characteristics of Climate in Medieval Times Revisited. In: Bulletin of the American Meteorological Society. November 2011, doi:10.1175/BAMS-D-10-05003.1 (PDF).
  10. a b Thomas J. Crowley und Thomas S. Lowery: How Warm Was the Medieval Warm Period? In: AMBIO: A Journal of the Human Environment. Band 29, Nr. 1, Februar 2000, S. 51–54, doi:10.1579/0044-7447-29.1.51.
  11. a b Raymond S. Bradley, Malcolm K. Hughes, Henry F. Diaz: Climate in Medieval Time. (PDF 77,6 KB) In: Science. Vol. 302, Nr. 5644, 17. Oktober 2003, S. 404 – 405, doi:10.1126/science.1090372.
  12. a b Wallace S. Broecker: Was the Medieval Warm Period Global? In: Science. Vol. 291, Nr. 5508, 23. Februar 2001, S. 1.497 – 1.499, doi:10.1126/science.291.5508.1497 (PDF 462 KB).
  13. a b c d e Pages 2k Network: Continental-scale temperature variability during the past two millennia. In: Nature Geoscience. Band 6, Nr. 5, Mai 2013, S. 339–346, doi:10.1038/ngeo1797 (HTML).
  14. a b c d e Raymond S Bradley, Heinz Wanner und Henry F. Diaz: The Medieval Quiet Period. In: The Holocene. Band 26, Nr. 6, 2016, doi:10.1177/0959683615622552.
  15. Rudolf Brázdil, Christian Pfister, Heinz Wanner, Hans von Storch und Jürg Luterbacher: Historical Climatology in Europe. In: Climatic Change. Band 70, Nr. 3, 2005, S. 404 (PDF).
  16. F. C. Ljungqvist u. a.: Northern Hemisphere temperature patterns in the last 12 centuries. In: Climate of the Past. 2012, doi:10.5194/cp-8-227-2012.
  17. a b Raphael Neukom u. a.: Inter-hemispheric temperature variability over the past millennium. In: Nature Climate Change. 2014, doi:10.1038/nclimate2174.
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  20. a b Olga N. Solomina u. a.: Holocene glacier fluctuations. In: Quaternary Science Reviews. 2015, S. 11, 16, 26, 27, doi:10.1016/j.quascirev.2014.11.018.
  21. Jason P. Briner: Holocene climate change in Arctic Canada and Greenland. In: Quaternary Science Reviews. 2016, doi:10.1016/j.quascirev.2016.02.010.
  22. Christophe Kinnard u. a.: Reconstructed changes in Arctic sea ice over the past 1,450 years. In: Nature. 2011, doi:10.1038/nature10581.
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