Mitteldeutsche Eisenbahn

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Mitteldeutsche Eisenbahn GmbH

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Rechtsform GmbH
Gründung 1. Oktober 1998
Sitz Schkopau, Deutschland
Leitung Michael Koch, Jürgen Sonntag[1]
Mitarbeiterzahl 330 (Oktober 2019)
Umsatz 62,3 Mio. EUR (2018)
Branche Logistikunternehmen
Website www.meg-bahn.de

MEG 804 (ex 156 004) in Döbeln Hbf., 13. Juni 2007
MEG in Rüdersdorf
Containerzug der MEG, gezogen von einer BR155

Die Mitteldeutsche Eisenbahn GmbH (MEG) mit Sitz in Schkopau ist ein Eisenbahnverkehrsunternehmen mit den Gesellschaftern DB Cargo AG und VTG Rail Logistics GmbH. Tätigkeitsschwerpunkt sind unter anderem der Eisenbahngütertransport schwerpunktmäßig zwischen der mitteldeutschen Wirtschaftsregion, den deutschen Seehäfen und Bayern sowie der Betrieb von Anschlussbahnen.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hervorgegangen ist das Unternehmen aus den ausgegliederten ehemaligen Werkbahnen der Chemiewerke Böhlen und Schkopau des Dow Olefinverbundes, die seit 1936 als Werksbahnen der Buna-Werke existierten. Die MEG nahm den Betrieb am 1. Oktober 1998 auf und ist mehrheitlich ein Tochterunternehmen der DB Cargo AG. 20 Prozent der Anteile hält die Hamburger VTG Rail Logistics GmbH (vormals Transpetrol GmbH). Seit Januar 2021 wird die MEG als Produktionsgesellschaft der Cargo Management Region Ost geführt.

Standorte und Geschäftsfelder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen ist an den Werkbahnstandorten Schkopau, Böhlen und Rüdersdorf sowie im Seehafen Rostock und im Bayernhafen Regensburg im Rangierdienst tätig und führt neben dem Rangiergeschäft und bahnlogistischen Aktivitäten an den Werkbahnstandorten bundesweite Leistungen als EVU durch. Schwerpunkte der EVU-Tätigkeit sind die Kohleversorgung des Uniper-Kraftwerkes Schkopau, die Zementverkehre von Rüdersdorf bzw. Schönebeck nach Rostock sowie nach Regensburg, weiterhin Chemie-, Automobil-, Intermodal- und Projektverkehre.[2]

  • Schkopau: An diesem Standort ist die Verwaltung des Unternehmens angesiedelt. Die MEG betreibt dort zudem eine umfangreiche Anschlussbahn für die Dow Olefinverbund GmbH, sowie weitere Nebenanschlüsse, so u. a. für das KTSK-Containerterminal und die COTAC-Güterwagenreinigungsanlage. In Schkopau befindet sich hier die DB/VPI-zertifizierte Werkstatt für Güterwagen.
  • Böhlen: Auch an diesem Standort betreibt die Gesellschaft die Anschlussbahn für die Dow Olefinverbund mit weiteren Nebenanschliessern.
  • Rüdersdorf: Die MEG ist Betreiber der Anschlussbahn der CEMEX Zement GmbH.
  • Rostock: Die MEG fährt für die Schwenk Zement KG Güterzüge zum Seehafen Rostock, für die sie auch den Umschlag verantwortet sowie den Rangierdienst übernimmt.

Fahrzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für den Streckenverkehr und die Erbringung von Rangierleistungen betreibt das Unternehmen mehr als 60 eigene bzw. angemiete Lokomotiven der Baureihen 143, 155, 156, 145, 204, 218, 232, 298, 346, G 1206, Alstom-Hybrid-Lokomotiven sowie Class 77. Ein Teil der ausgesonderten Alt-Fahrzeuge befindet sich als Leihgabe bei verschiedenen Eisenbahnvereinen.[3][4]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Mitteldeutsche Eisenbahn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Anprechpartner. In: meg-bahn.de. Mitteldeutsche Eisenbahn GmbH, abgerufen am 29. September 2018..
  2. Unsere Standorte. In: meg-bahn.de. Mitteldeutsche Eisenbahn GmbH, abgerufen am 4. Dezember 2013.
  3. MEG-Lokomotivbestand. In: meg-bahn.de. Mitteldeutsche Eisenbahn GmbH, abgerufen am 4. Dezember 2013.
  4. Frank Barteld: Hybride aus Stendal. In: eisenbahn-magazin 8/2012, S. 24f