Mitteldeutscher Basketball Club

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Mitteldeutscher Basketball Club
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Spitzname Wölfe
Gegründet 1958 (als SSV Einheit Weißenfels)
Halle Stadthalle Weißenfels
(3000 Plätze)
Homepage www.mitteldeutscherbc.de
Geschäftsführerin Elke Simon-Kuch
Manager Martin Geissler
Trainer Igor Jovović
Liga 2. Bundesliga ProA

2016/17: 1. Platz

Farben Orange / Blau
Trikotfarben
Trikotfarben
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Heim
Trikotfarben
Trikotfarben
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Auswärts
Erfolge
FIBA Europe Cup Men Champion: 2004
Meister 2. BBL ProA: 2009, 2012, 2017

Der Mitteldeutsche Basketball Club (MBC) ist ein deutscher Basketballverein.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein, der aus dem Weißenfelser Sportverein SSV Einheit Weißenfels hervorging, spielte von 1999 bis 2004 in der ersten deutschen Basketball-Liga (BBL), im ersten Jahr noch unter dem Namen SSV hagebau Weißenfels.

Während der Saison 2003/2004 stellte die Betreibergesellschaft der Bundesliga-Mannschaft, WSF-Marketing GmbH, einen Insolvenzantrag.[1][2] Die BBL entzog der Mannschaft aus diesem Grund die Starterlaubnis. Der MBC konnte sein Startrecht bis zum Ende der Saison jedoch gerichtlich durchsetzen. Sportlich wurde der Klassenerhalt geschafft und international gewann der MBC 2004 als einer von wenigen deutschen Vereinen (neben Alba Berlin (1995), BG 74 Göttingen (2010) und Frankfurt Skyliners (2016)) einen Europapokalwettbewerb, die FIBA EuroCup Challenge. Durch den Lizenzentzug wurde die Mannschaft jedoch als Absteiger gewertet, und da der MBC zudem nicht einmal eine Lizenz für die zweite Bundesliga erhielt, wurde der MBC in die 1. Regionalliga Nord zurückgestuft. Im Mai 2004 wurde die Mitteldeutsche Basketball Marketing GmbH (MBM) gegründet[3] und wurde Lizenzinhaber des Mitteldeutschen Basketball Clubs. Geschäftsführer wurde Jörg Hexel.

Der Verein stieg ein Jahr später wieder in die 2. Bundesliga Nord auf,[4] wo es zweimal nacheinander in den Spielzeiten 2005/06 und 2006/07 Vizemeister wurde. Ab der Saison 2007/08 spielten die sogenannten „Wölfe“ in der 2. Bundesliga (ProA). Im April 2008 übernahm Martin Geissler im Alter von 23 Jahren das Amt des Geschäftsführers der Betreibergesellschaft MBM. Seinen Posten als Teammanager, den er 2004 antrat, behielt er darüber hinaus. Zuvor war Geissler von 2002 bis 2004 Pressesprecher. Sein Vorgänger Hexel im Geschäftsführeramt blieb geschäftsführender Gesellschafter.[5]

In der Saison 2008/2009 konnte man schon einen Spieltag vor Saisonende die Meisterschaft der ProA feiern und schaffte den sportlichen Aufstieg ins Oberhaus des deutschen Basketballs.[2]

Dort konnte der MBC in der Saison 2009/2010 frühzeitig den Klassenerhalt sicherstellen und war zeitweise sogar in Reichweite eines Play-off-Platzes. Die Folgesaison 2010/2011 konnte der MBC nach einer schwachen Rückrunde nur auf Platz 17 der Tabelle abschließen. Damit stieg der MBC erneut in die ProA ab.

Die folgende Saison verbrachte der MBC komplett in der Spitzengruppe der ProA und zog am Ende der Hauptrunde als Tabellenerster mit 23 Siegen und fünf Niederlagen in die Play-offs ein. Dort gelang der Einzug ins Finale und damit die sofortige Rückkehr in die Basketball-Bundesliga. Im Finale besiegte der MBC die Kirchheim Knights und sicherte sich somit die Meisterschaft der 2. Basketball-Bundesliga ProA. Der MBC schloss die Saison 2012/2013 mit dem 16. Tabellenplatz in der BBL ab und konnte so den Klassenerhalt sichern. Die Saison 2013/2014 schloss man mit dem neunten Platz ab, der besten Platzierung seit 13 Jahren. Am 28. Spieltag rückte man sogar bis auf den achten Rang vor, der zur Teilnahme an der Endrunde berechtigt. Den achten Platz konnte man aber knapp nicht halten. Dennoch war die Saison eine der erfolgreichsten der Clubgeschichte. In der Saison 2014/15 stand der MBC im ersten Viertel auf einem Play-off-Platz, beendete das Spieljahr letztlich auf dem zwölften Platz.

Im September 2015 kam es zu einer Änderung an der Spitze der Betreibergesellschaft MBM: Der bisher als geschäftsführender Gesellschafter tätige Jörg Hexel wechselte auf den Posten des Beiratssprechers. Elke Simon-Kuch übernahm als neue geschäftsführende Gesellschafterin die kaufmännischen Aufgaben, Martin Geissler blieb wie bisher für die sportlichen sowie die Öffentlichkeitsarbeit, die Liga- und Verbandsbelange betreffenden Bereiche zuständig.[6]

Die Bundesliga-Saison 2015/16 beendeten die „Wölfe“ mit einer Bilanz von neun Siegen und 25 Niederlagen auf dem vorletzten Tabellenrang und stiegen in die ProA ab. Im Juni 2016 wurde Geissler zusätzlich zu seinen Tätigkeiten als Geschäftsführer und Teammanager neben Simon-Kuch, Hexel und Hans-Michael Schnur vierter Gesellschafter der Mitteldeutschen Basketball Marketing GmbH (MBM).[7]

Die Saison 2016/17 ging der MBC unter dem Motto „Mission Wiederaufstieg“ an.[8] Bewerkstelligen sollte die Rückkehr in die Bundesliga der junge montenegrinische Trainer Igor Jovović.[9] Die Wölfe gingen als Tabellenerster (27 Siege und drei Niederlagen) in die Meisterrunde und blieben im Viertel- und Halbfinale gegen Köln und Kirchheim ohne Niederlage. Damit erreichte der MBC die Endspielserie, was bereits den Wiederaufstieg in die Bundesliga bedeutete.[10] Auch hier hielt sich die Jovović-Truppe schadlos, gewann Hin- und Rückspiel gegen Gotha (87:80, 84:62) und wurde Meister.[11]

Heimspielstätte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadthalle in Weißenfels: Heimspielstätte des MBC

Die Heimspiele trägt der Mitteldeutsche Basketball Club in der Stadthalle Weißenfels aus. Die Stadthalle hat eine Kapazität von 2300 Sitzplätzen und 700 Stehplätzen. Sie wird bei Heimspielen des Mitteldeutschen BC unter den Anhängern gern als „Wolfsbau“ bezeichnet.

Aktueller Kader[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kader des Mitteldeutschen Basketball Clubs in der Saison 2017/2018
Spieler
Nr. Nat. Name Geburt Größe Info Letzter Verein
Guards (PG, SG)
1 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Marcus Hatten 13.12.1980 1,85 m RumänienRumänien CSM Oradea
2 DeutschlandDeutschland Achmadschah Zazai 05.12.1986 1,75 m GIESSEN 46ers
4 LitauenLitauen Eimantas Stankevičius 01.04.1998 1,90 m DL1 LitauenLitauen Sabonis-Basketball-Zentrum
6 DeutschlandDeutschland Malte Schwarz 30.03.1989 1,88 m BG Göttingen
24 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Andrew Warren 02.08.1987 1,96 m SerbienSerbien Sigal Pristina
Forwards (SF, PF)
7 DeutschlandDeutschland/Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Sergio Kerusch 06.01.1989 1,95 m Eisbären Bremerhaven
19 DeutschlandDeutschland Adam Touray 31.05.1994 2,07 m DL1 UBC Münster
20 DeutschlandDeutschland Jonas Niedermanner 12.12.1996 2,03 m DL2 Uni-Riesen Leipzig
DeutschlandDeutschland Till Gloger 26.01.1993 2,04 m Uni Baskets Paderborn
Center (C)
12 SerbienSerbien Djordje Pantelić 05.07.1984 2,04 m UngarnUngarn ZTE Zalakeramia
15 DeutschlandDeutschland Alexander Herrmann 23.05.1997 2,05 m DL2 BSW Sixers
44 DeutschlandDeutschland/KroatienKroatien Benedikt Turudić 27.01.1997 2,07 m ALBA BERLIN
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Kruize Pinkins 25.01.1993 2,04 m White Wings Hanau
Trainer
Nat. Name Position
MontenegroMontenegro Igor Jovović Cheftrainer
KroatienKroatien Aleksandar Scepanovic Assistent
Legende
Abk. Bedeutung
(C)Kapitän der Mannschaft Mannschaftskapitän
DL1 Doppellizenz mit BSW Sixers
Quellen
Teamhomepage
Ligahomepage
Stand: 27. Juni 2017

Zugänge: Kruize Pinkins (White Wings Hanau), Till Gloger (Uni Baskets Paderborn), Malte Schwarz (BG Göttingen)

Abgänge: Dominique Johnson (Eisbären Bremerhaven), Kevin Larsen (Ziel unbekannt), Tyson Hinz (Ziel unbekannt), Sebastian Fülle (SSV Lokomotive Bernau)

Bekannte ehemalige Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nicht mehr vergebene Trikotnummer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 14 TschechienTschechien Tomáš Grepl, 2004–2008, 123 Pflichtspiele
  • 16 DeutschlandDeutschland Sascha Leutloff, 2007–2014, 224 Pflichtspiele, 4361 Minuten

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amtszeit Trainer
12/1996–03/2001 DeutschlandDeutschland Frank Menz
03/2001–05/2001 DeutschlandDeutschland Jan Rathjen
05/2001–12/2001 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Tom Schneeman
12/2001 KroatienKroatien Toni Radic
12/2001–200312/ Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina Sabit Hadzic
2003–2004 FinnlandFinnland Henrik Dettmann
2004–2007 FinnlandFinnland Ari Tammivaara
12/2007–04/2008 DeutschlandDeutschland Uwe Sauer
04/2008–06/2008 DeutschlandDeutschland Dirk Dittrich
12/2008–02/2011 DeutschlandDeutschland Björn Harmsen
02/2011–04/2011 FinnlandFinnland Anton Mirolybov
12/2011–12/2015 KroatienKroatien Silvano Poropat
12/2015–05/2016 Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina Predrag Krunić
seit 2016 MontenegroMontenegro Igor Jovović

Vergangene Spielzeiten (Seit 1999)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. n-tv Nachrichtenfernsehen: Sponsorenverträge geplatzt: MBC beantragt Insolvenz. In: n-tv.de. (n-tv.de [abgerufen am 26. März 2017]).
  2. a b Mitteldeutscher Basketball Club: Mitteldeutscher Basketball Club - Die Wölfe kommen! - 2. Basketball Bundesliga - ProA. Abgerufen am 26. März 2017.
  3. Mitteldeutsche Basketball Marketing GmbH • Bonität • Handelsregister • Bewertung | HRB 214900. Abgerufen am 26. März 2017 (deutsch).
  4. Carsten Roloff: Basketball: MBC kehrt nach Insolvenz in bezahlten Basketball zurück. In: Mitteldeutsche Zeitung. (mz-web.de [abgerufen am 26. März 2017]).
  5. Mitteldeutscher Basketball Club: Mitteldeutscher Basketball Club - Die Wölfe kommen! - MARTIN GEISSLER NEUER MBC-GESCHÄFTSFÜHRER. Abgerufen am 26. März 2017.
  6. Birger Zentner: Mitteldeutscher Basketball Club: Simon-Kuch ist neue MBC-Geschäftsführerin. In: Mitteldeutsche Zeitung. (mz-web.de [abgerufen am 26. März 2017]).
  7. Geschäftsführer Martin Geissler: Noch stärkere Identifikation mit dem MBC. In: Mitteldeutsche Zeitung. (mz-web.de [abgerufen am 26. März 2017]).
  8. mdr.de: MBC-Mission mit großen Erwartungen | MDR.DE. (mdr.de [abgerufen am 27. Januar 2017]).
  9. Mitteldeutscher Basketball Club: Mitteldeutscher Basketball Club - Die Wölfe kommen! - Igor Jovovic übernimmt Mitteldeutschen BC. Abgerufen am 27. Januar 2017.
  10. mdr.de: Basketball: 33 Siege: Der Weg des MBC zurück in die Bundesliga | MDR.DE. (mdr.de [abgerufen am 27. April 2017]).
  11. 2. Basketball-Bundesliga | Vor orangener Wand: MBC krönt sich zum ProA Champion! Abgerufen am 7. Mai 2017.