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Mittergrabern

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Mittergrabern (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Mittergrabern
Mittergrabern (Österreich)
Mittergrabern (Österreich)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Hollabrunn (HL), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Hollabrunn
Pol. Gemeinde Grabern
Koordinaten 48° 37′ 7″ N, 16° 0′ 51″ OKoordinaten: 48° 37′ 7″ N, 16° 0′ 51″ Of1
Höhe 255 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 340 (1. Jän. 2025)
Fläche d. KG 6,76 km² (31. Dez. 2023)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 03761
Katastralgemeindenummer 09018
Bild
Mittergrabern im Bereich der Pfarrkirche
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
340

Mittergrabern ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Marktgemeinde Grabern im Bezirk Hollabrunn in Niederösterreich mit 340 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025)[1] und war bis Ende 1970 eine selbständige Ortsgemeinde.[2]

Das von der Waldviertler Straße erschlossene Dorf befindet sich nordwestlich von Hollabrunn und entwässert über den Windpassinger Graben, in den hier von rechts der Moosbach einfließt, in den Gmoosbach. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 176 Adressen.[3]

Der Ort war frühbronzezeitlich besiedelt. Urkundlich wurde der Ort um 1120/1150 genannt.

Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 86 Häusern genannt, das über eine Pfarre und eine Schule verfügte. Die Herrschaft Mittergrabern besaß die Ortsobrigkeit und besorgte die Konskription. Die Landgerichtsbarkeit wurde von der Herrschaft Guntersdorf ausgeübt und die Untertanen und Grundholde des Ortes gehörten den Herrschaften Mittergrabern, Guntersdorf, Immendorf, Wullersdorf, Mailberg, Kadolz, Winkelberg, Stockern und Sitzendorf sowie den Pfarren Sitzendorf, Fraundorf und Schöngrabern.[4]

Im Rahmen der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung vereinigten sich per 1. Jänner 1971 die damaligen Ortsgemeinden Mittergrabern, Schöngrabern und Windpassing.[2]

Das Grabendorf hat eine durchmischte Verbauung mit Zwerch- und Hakenhöfen teils mit Putzfeldgliederung aus dem Ende des 19. Jahrhunderts. Im westlichen und südöstlichen Ortsteil stehen mächtige verbretterte Längs- und Querscheunen. Am südöstlichen Ortsausgang gibt es zwei Kellerzeilen, teils geschlossen verbaut, mit trauf- und giebelständigen Presshäusern.

Öffentliche Einrichtungen

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In Mittergrabern befindet sich ein Kindergarten[5] und eine Volksschule.[6]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

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Persönlichkeiten

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  • Alois Fischer (1881–1945), Politiker (CSP/VF) und Erster Landtagspräsident im Landtag von Niederösterreich
  • Johanna Dohnal (1939–2010), Politikerin und erste Frauenministerin Österreichs, verbrachte hier ihren Lebensabend
Commons: Mittergrabern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
  2. a b Gemeindeänderungen ab 1945. Statistik Austria, S. 38. In: Änderungen in der Verwaltungsgliederung. Statistik Austria (ZIP, 1,3  MB; Inhalt PDF); abgerufen am 30. Januar 2025.
  3. Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen: Österreichisches Adressregister, Stichtagsdaten vom 1.4.2020 (online)
  4. Joseph von Steinius: Topographischer Land-Schematismus oder Verzeichniß aller im Erzherzogthume Oesterreich unter der Enns befindlichen Ortschaften als Städte, Märkte, Schlösser, Ämter, Dörfer, Rotten und einzelne Häuser, die eigene Nahmen haben, Anzahl der Häuser sowohl, als der betreffenden Pfarren, Schulörter, Patronate, Decanate, Werbbezirke, Landgerichte, Ortsobrigkeiten, Grund- und Conscriptions-Herrschaften, dann der nächsten Poststationen zur Auf- und Abgabe der Briefe. Erster Band: A–L. Verlag Anton Strauß, Wien 1822, S. 220 (Grabern (Mitter) in der Google-Buchsuche).
  5. Kindergärten in NÖ. NÖ Landesregierung, abgerufen am 5. Oktober 2020.
  6. Schulensuche. In: Schulen online. Abgerufen am 30. September 2020.