Mittewald (Gemeinden Anras, Assling)

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Mittewald [an der Drau] (Dorf)
Ortschaft Mittewald
Mittewald (Gemeinden Anras, Assling) (Österreich)
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Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Lienz (LZ), Tirol
Gerichtsbezirk Lienz
Pol. Gemeinde Assling  (KG Kosten)
Koordinaten 46° 46′ 21″ N, 12° 36′ 14″ OKoordinaten: 46° 46′ 21″ N, 12° 36′ 14″ O
Höhe 884 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 229 (1. Jän 2015)
Gebäudestand 66 (Adressen 2017f1)
Postleitzahl 9911 Assling
Vorwahl +43/04855 (Assling)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 01302
Zählsprengel/ -bezirk Assling-Talbereich (70705 001)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; TIRIS; [1]

Mittewald, auch Mittewald an der Drau, ist ein Dorf im Tiroler Pustertal wie auch Ortschaft der Gemeinden Assling und Anras im Bezirk Lienz (Osttirol).

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mittewald, vom Osten
Mittewald (Rotte)
Ortschaft
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Lienz (LZ), Tirol
Pol. Gemeinde Anras  (KG Ried)
Koordinaten 46° 46′ 16″ N, 12° 35′ 57″ O
Höhe 884 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 224 (31. Oktober 2011)
Gebäudestand 81 (Adressen 2017f1)
Postleitzahl 9912 Anras
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 16769
Zählsprengel/ -bezirk Anras-Talbereich (70704 001)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; TIRIS; [1]

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Der Ort liegt auf 880 m ü. A. Höhe am Talboden, je 3½ Kilometer zwischen den beiden Gemeindehauptorten Assling talauswärts und Anras taleinwärts (beide Orte liegen oberhalb auf der Talterrase). Am Ort fließt der Fluss Drau vorbei. Der Kristeinbach mündet in Mittewald in die Drau. Er markiert die Grenze zwischen den Gemeinden Assling und Anras. Der Großteil des Ortes liegt etwa 80 Tage im Jahr im Schatten.

Der Ort umfasst etwa 150 Gebäude und hat etwa 450 Einwohner. Das Dorf Mittewald, mit gut der Hälfte der Einwohner, ist in die obere Siedlung, welche das Zentrum rund um die Pfarrkirche bildet, und die untere Siedlung gegliedert, letztere liegt einen halben Kilometer vom Ortszentrum Drauabwärts im Osten. Talaufaufwärts liegt auf der anderen Seite des Kristeinbachs der Anrasser Ortsteil, der sich ebenfalls über gut einen Kilometer erstreckt. Dieser Ortsteil ist in den letzten Jahren deutlich gewachsen.

Der Ort liegt am Südfuß der Villgratner Berge. Zu Mittewald gehören im Gemeindegebiet Anras auch die Gölbnerblickhütte am Gölbner (2943 m ü. A.) oberhalb, und die Almen Vitunserkaser ober Anras, der Wieserkaser im Kristeinbachtal, sowie die Malicka-Alm und der Linderkaser am obersten Kristeinbach zwischen Gölbner und Paterskopf (2726 m ü. A.). Talgegenüber liegt die Westflanke der Lienzer Dolomiten, mit dem Breitenstein (2304 m ü. A.), und dem Vorgrat von Rieder Höhe (1994 m ü. A.) und Nudlbichl (1906 m ü. A.).

Nachbarorte und -ortschaften:

Planitzen (O)
(beide Gem. Anras)

St. Justina (O, Gem. Assling)


Unterkosten (O Kosten)

Herol (O)
(beide Gem. Assling)

Margarethenbrücke (O, Gem. Anras)
Nachbargemeinden
Thal-Wilfern (O, Gem. Assling)
Die Südseite des Tals (Schattseite) ist hier gänzlichen unbesiedelt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die natürliche Grenze des Kristeinbaches war schon jeher von historischer Bedeutung. Sie markierte früher die Grenzen der Erzdiözese Salzburg und der Diözese Brixen. Der westliche Teil wurde 1967 nach Assling eingemeindet, der Anrasser Teil gehörte anfangs zu Ried. Die beiden eigenständigen Ortschaften bestehen seit 2001.[2]

Infrastruktur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1965 gibt es im Anraser Teil eine Volksschule mit rund 20 Schülern. Es besteht auch ein Kindergarten, in dem um die 10 Kinder untergebracht sind.

Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrvikariatskirche unserer lieben Frau Maria Unbefleckte Empfängnis

Im Asslinger Ortsteil stehen die ehemalige Pfarrkirche St. Johannes der Täufer sowie nebenan die neue Pfarrkirche St. Maria Unbefleckte Empfängnis.

Die Johanneskapelle wurde von Hans Kempter dem Älteren erbaut, welcher von 1545 bis 1633 lebte. Dieser wollte in Mittewald eine Messe feiern dürfen und bat den Brixener Fürstbischof, ein Gotteshaus errichten zu dürfen. So wurde 1602 mit dem Bau begonnen, die Kapelle konnte bereits ein Jahr später geweiht werden.

Mit der ansteigenden Bevölkerungszahl reichte die Kapelle für die Messfeiern nicht mehr aus. Aus diesem Grund wurde 1958 mit dem Bau der neuen Pfarrkirche begonnen. 1965 wurde Mittewald zum eigenständigen Pfarrvikariat und somit kirchlich von Assling getrennt.

Nachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mittewald (Gemeinden Anras, Assling) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  1. a b Der Ort ist in der Datenbank Geonam Österreich zweimal verortet, für jeden der Ortsteile in den beiden Gemeinden.
  2. Kurt Klein (Bearb.): Historisches Ortslexikon. Statistische Dokumentation zur Bevölkerungs- und Siedlungsgeschichte. Hrsg.: Vienna Institute of Demography [VID] d. Österreichische Akademie der Wissenschaften. Tirol, Anras: Ried, Mittewald und Assling: Mittewald, S. 116 f. (Onlinedokument, Erläuterungen. Suppl.; beide PDF – o.D. [aktual.]).