MoTrip

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MoTrip bei der 1LIVE Krone 2015

MoTrip (* 7. März 1988 in Beirut, Libanon; bürgerlich Mohamed El Moussaoui) ist ein deutscher Rapper libanesischer Herkunft. Sein Künstlername leitet sich aus seinem Vornamen und dem arabischen Wort MuTrip für Künstler ab.[1] Seit Ende 2011 steht er bei Universal Music unter Vertrag.[2]

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

MoTrip wurde als Mohamed El Moussaoui in der libanesischen Hauptstadt Beirut geboren und wanderte mit seiner Familie 1989 wegen des damaligen Bürgerkriegs aus seiner Heimat nach Deutschland aus. Seither lebt er in Aachen. Aufgewachsen ist er in Aachen-Mitte am Blücherplatz.[3] Durch den Einfluss seines älteren Bruders Hassan El Moussaoui, bekannt als Elmo, kam er schon in jungem Alter zum Rap und begann mit 15 Jahren seine ersten eigenen Texte zu schreiben. Als Vorbild zu dieser Zeit gibt MoTrip Kool Savas an, der ebenfalls Wurzeln in Aachen hat.[4] Nach einigen veröffentlichten Liedern und positiven Resonanzen wurden diverse bekanntere Rapper auf MoTrip aufmerksam.[1] So kam es beispielsweise zu Kollaborationen auf Veröffentlichungen der Künstler Kool Savas, Samy Deluxe, Fler, Massiv, Silla und JokA. Im Jahr 2011 war MoTrip ebenfalls auf dem Soundtrack zum Film Blutzbrüdaz von Sido vertreten.

Ende 2011 unterschrieb MoTrip einen Vertrag beim Major-Label Universal Music.[2] Sein Debütalbum Embryo, auf dem unter anderem Gastbeiträge von Marsimoto, Silla, JokA und Raf 3.0 enthalten sind, erschien am 2. März 2012.[5] Als erster Song des Albums wurde Mitte 2011 bereits der Titel Albtraum inklusive Musikvideo veröffentlicht, bis am 24. Februar 2012 die erste Single Kennen inklusive Musikvideo folgte.

Eigenen Angaben zufolge ist MoTrip mehrfach als Ghostwriter für andere Rapper tätig geworden.[6] 2011 behauptete zudem der Rapper Eko Fresh via Twitter, dass MoTrip das im selben Jahr erschienene Fler-Album Airmax Muzik II geschrieben habe.[7][8] Auf dem Lied Vollmond des ebenfalls 2011 erschienenen Fler-Albums Im Bus ganz hinten sowie den Titeln Selbst ist der Mann, Lebende Legende, Lass mich allein, Das echte Leben, Nicht so wie ihr, Theorie & Praxis, Aaliyah, Grenzenlos und A.M.Y.F. des 2012 veröffentlichten Albums AMYF des Berliner Rappers Bushido ist MoTrip darüber hinaus offiziell als Co-Autor ausgewiesen.

Im September 2013 veröffentlichte MoTrip den Song Guten Morgen NSA, der sich thematisch mit der Überwachungs- und Spionageaffäre 2013 befasst. Dieser stand eine Woche auf Platz 80 der Media-Control-Charts und war MoTrips erster Single-Charterfolg.

Am 19. Juni 2015 wurde MoTrips zweites Soloalbum Mama veröffentlicht, das auf Platz 3 der deutschen Charts einstieg.[9] Der Titel So wie du bist aus diesem Album erreichte Platz drei in den deutschen Single-Charts und wurde der größte Erfolg von MoTrips Karriere.

2016 spielte er in einer Folge der RTL-Serie Der Lehrer mit, die am 9. Februar 2017 ausgestrahlt wurde.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[10] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH
2012 Embryo 9
(3 Wo.)
14
(1 Wo.)
14
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 3. März 2012
2015 Mama 3
(16 Wo.)
5
(9 Wo.)
3
(20 Wo.)
Erstveröffentlichung: 19. Juni 2015

Livealben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[10] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH
2016 Mosaik (Orchestrated by Jimek) 57
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 2. Dezember 2016

EPs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[10] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH
2015 Alien Erstveröffentlichung: 19. Juni 2015
Bestandteil der Limited-Deluxe-Edition des Albums „Mama“
Nummer-eins-Alben
Alben in den Top 10 2 1 1
Alben in den Charts 3 2 2

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[10] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH
2011 Polosport Massenmord
Airmax Muzik II
Erstveröffentlichung: 20. Mai 2011
(mit Fler und Silla)
Du kannst nicht immer 17 sein Erstveröffentlichung: 30. August 2011
aus der Fernsehserie Cover my Song
2012 Kennen
Embryo
Erstveröffentlichung: 23. Februar 2012
Download-Single
2013 Guten Morgen NSA 80
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 5. September 2013
(feat. Elmo)
2015 Mathematik
Mama
Erstveröffentlichung: 7. Mai 2015
Download-Single
So wie du bist
Mama
3 Platin
(42 Wo.)
10
(28 Wo.)
7
(20 Wo.)
Erstveröffentlichung: 26. Juni 2015
(feat. Lary)
RAP
Leben II
83
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 4. Dezember 2015
(mit Azad)
2016 Einer von Millionen
Imperator
53
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 16. Dezember 2016
(mit Kollegah)
nur Albumtrack, durch Downloadverkäufe platziert
2017 Narben
Auge des Tigers
96
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 10. Februar 2017
(mit Majoe)
nur Albumtrack, durch Downloadverkäufe platziert
2018 Immer wieder 25
(14 Wo.)
70
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 8. März 2018
(mit Rooz)
Nummer-eins-Singles
Singles in den Top 10 1 1 1
Singles in den Charts 6 2 1

Freetracks

  • 2009: Glühbirne (featuring Silla und JokA)
  • 2010: Was ist Rap für dich? (featuring Silla) (mit Videoclip)
  • 2011: Was mein Auto angeht (mit Videoclip)
  • 2012: Keiner hier ist Rap (featuring Genetikk)

Juice-Exclusives

  • 2011: Es fließt in meinem Blut featuring Kool Savas und Morlockk Dilemma (auf Juice-CD #100)
  • 2011: Kurzer Prozess featuring Afrob (auf Juice-CD #110)
  • 2013: Rap ist (Remix) featuring Max Herre, Afrob, Samy Deluxe & Megaloh (auf Juice-CD #115)
  • 2015: Mathematik (auf Juice-CD #128; aus seinem Album Mama)

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platin-Schallplatte (Deutschland)

  • 2016: für die Single „So wie du bist“[11]

Hiphop.de Awards

  • 2011: Bester Newcomer National[12]
  • 2013: Bestes Release National für Embryo [13]
  • 2015: Bestes Release National für Mama [14]

Nominierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1 Live Krone

  • 2015: „Bestes Album“ (Mama)
  • 2015: „Bester HipHop-Act“

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Biografie auf laut.de
  2. a b MoTrip bei Universal (Memento vom 22. Oktober 2011 im Internet Archive)
  3. https://m.youtube.com/watch?v=h2t8gPdDcN0
  4. MoTrip bei Clixoom "In the Hood"
  5. Embryo bei amazon.de
  6. Interview MoTrip: „Ist ja kein Heroin. Sind nur Texte“ laut.de, 22. April 2012, abgerufen am 7. Januar 2014.
  7. Ghostwriting im HipHop: Welche Texte wurden nicht selbst geschrieben? Vice, 13. August 2013, abgerufen am 11. Januar 2014.
  8. Eko behauptet: MoTrip ist Flers Ghostwriter hiphop.de, 12. April 2011, abgerufen am 11. Januar 2014
  9. 2. Soloalbum Mama am 19. Juni 2015, rap.de, 6. Mai 2015, abgerufen am 26. Mai 2015.
  10. a b c d Chartquellen: DE AT CH
  11. Auszeichnungen: DE
  12. Tobias Kargoll: Hiphop.de Awards präsentiert von lol papers - Die Preisverleihung. In: Hiphop.de. 5. März 2012, abgerufen am 19. Januar 2017.
  13. Hiphop.de Awards 2013 - Die Gewinner. In: Hiphop.de. 9. Februar 2014, abgerufen am 19. Januar 2017.
  14. Saskia Meister: Hiphop.de Awards 2015: Die Gewinner! In: Hiphop.de. 9. Januar 2016, abgerufen am 19. Januar 2017.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]