Mobb Deep

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Mobb Deep
Mobb Deep beim Out4Fame-Festival 2015
Mobb Deep beim Out4Fame-Festival 2015
Allgemeine Informationen
Genre(s) Hardcore-Rap, Gangsta-Rap
Gründung 1992
Aktuelle Besetzung
Prodigy
Havoc

Mobb Deep ist ein US-amerikanisches Rap-Duo, bestehend aus Prodigy und Havoc. Das New Yorker Duo ist seit 1992 aktiv und hat insgesamt sieben Alben veröffentlicht, von denen mehrere in den USA mit Gold- oder Platin-Schallplatten ausgezeichnet wurden. Beide Rapper veröffentlichten auch Soloalben.

Bandgeschichte[Bearbeiten]

Havoc (* 21. Mai 1974 bürgerlich Kejuan Muchita) und Prodigy (* 2. November 1974, bürgerlich Albert Johnson) wuchsen in der New Yorker Sozialwohnungssiedlung Queensbridge, aus der auch andere Hip-Hopper wie Nas, Onyx und Big Noyd stammen, auf. Sie lernten sich an der Graphic Arts High School in Manhattan kennen und entdeckten ihr gemeinsames Interesse an Hip-Hop. 1993 wurden sie von einem Unterlabel von Island Records unter Vertrag genommen [1] und veröffentlichten dort ihr Debütalbum Juvenile Hell mit Produktionen von DJ Premier und Large Professor. Der Rolling Stone bezeichnet den Stil des Albums als die „bösen Zwillinge von Kris Kross.[2] Das Album war kommerziell nicht erfolgreich.

Mobb Deep kam zwei Jahre später mit dem Album The Infamous bei Loud Records wieder auf den Markt. Auf dem Album ist die erste erfolgreiche Single Shook Ones Pt. II enthalten, die in den amerikanischen Billboard Top 100 den 59. Platz erreichte.[3] Insgesamt wird das Album, das Gastbeiträge von Nas und Raekwon enthält, als dunkler und rauer beschrieben.[1] Harte Bässe mit Klaviereinsätzen und vielen Loops bestimmen die Musik.[4]

Das 1996 folgende Album Hell on Earth wurde wieder bei Loud veröffentlicht. Es enthält mit dem Song Drop a gem on 'em einen Disstrack gegen 2Pac, welcher Mobb Deep auf der Single Hit 'em up disste. Stilistisch wird das Album als Fortsetzung des bisherigen Stils beschrieben.[5][1]

Drei Jahre später erscheint das vierte Album des Duos Murda Muzik. Darauf sind Gastbeiträge von Nas, auf der Single It’s mine (Hot Rap Singles #25)[3], Lil’ Kim, auf der Single Quiet Storm (Hot Rap Singles #17)[3], Raekwon und Eightball enthalten. Stilistisch bringt auch dieses Album nichts Neues.[1] Nach dem Album veröffentlicht Prodigy 2000 sein Soloalbum H.N.I.C.

Erst auf dem 2001 erschienenen Album Infamy kommt es zu einer Stil-Änderung durch die Aufnahme von R'n'B-Elementen. Dies zeigte sich in der Single Hey Luv, die zusammen mit der Sängergruppe 112 aufgenommen wurde.[3] Es ist das letzte Album bei Loud. 2003 unterschreiben Mobb Deep einen Plattenvertrag bei Jive Records. Dort veröffentlichen sie 2003 die Single Gangstaz Roll, auf der auch ein Song mit 50 Cent ist, als Ankündigung für das 2004er Album Amerikaz Nightmare. Das Album war kommerziell nicht erfolgreich und blieb das einzige Album bei Jive.[5]

Nachdem Havoc 2003 schon für 50 Cent und dessen G-Unit produzierte und Mobb Deep nun ohne Plattenvertrag war, kam es zu Verhandlungen mit G-Unit Records, die aber erst Mitte 2005 abgeschlossen waren. Das dort 2006 erschienene Album Blood Money enthielt viele Gastauftritte von Künstlern des Labels. Kommerziell war das Album erfolgreich, es erreichte Platz 3 der Charts.[6]

Nach diesem Album veröffentlichten beide Rapper Soloalben. Havoc veröffentlichte 2007 sein Debütalbum The Kush. Prodigy 2007 sein zweites Album Return of the Mac und 2008 H.N.I.C. Part 2. Im Februar 2009 erschien dann auch Havocs zweites Soloalbum Hidden Files. Im April 2009 erschien das achte gemeinsame Studioalbum der Gruppe unter dem Titel The Safe Is Cracked.[7] Die erste Single daraus ist Don't Play. Die Geschäftsbeziehungen zu G-Unit Records endeten im November 2009.[8]

2014 veröffentlichte das Duo erneut ein Album mit dem Titel The Infamous Mobb Deep. Das Album ist eine Doppel-CD, die erste CD wird als The Infamous Mobb Deep bezeichnet, die zweite als The Infamous Sessions. CD1 enthält 13 neue Tracks, diese wurden aber in Oldschool-Manier produziert. Auf CD2 sind unveröffentlichte Tracks und Skits, zum Großteil remastered, sowie Titel von ihrem 2. Album The Infamous, die alternative Beats erhielten und zum Teil auch neue Texte. Insgesamt enthält das Album 27 Tracks und wurde unter dem Label HCLASS-Entertainment veröffentlicht. Produzenten sind Havoc, Prodigy, !llmind, Gabriel Lambirth, Karon Graham, Beat Butcha, Ommas Keith, Boi-1 Da, The Alchemist und Kaytranada.

Nach Prodigys Haftstrafe[Bearbeiten]

Nach einer dreijährigen Haftstrafe wegen illegalen Waffenbesitzes kam Prodigy dann 2011 wieder auf freien Fuß und veröffentlichte seine Autobiografie und dann das Soloalbum H.N.I.C.3 im Juli 2012. Im April 2012 tauchten auf Havoc’s Twitterseite einige verbale Attacken auf, welche sich gegen seinen Partner Prodigy richteten.[9] Havoc dementierte später, dass diese „Tweets“ von ihm stammten und erklärte, dass er sein Mobiltelefon verloren hatte und die „Tweets“ so entstanden sind. In mehreren Interviews dementierten die beiden, dass es Streit geben würde und erklärten, dass sie fleißig am nächsten Album arbeiteten. Innerhalb der Rap-Community entstanden eine Menge Gerüchte darüber, was bei den beiden wohl hinter der Bühne abläuft. Darauf folgte eine im Internet veröffentlichte Aufzeichnung, in welcher Ferg Brim (Havoc’s Cousin) mit Prodigy telefoniert und die beiden darüber sprechen, dass Prodigy Ferg Brim an die Polizei verraten haben soll. „FOBEZDVD“ veröffentlichte daraufhin ein Interview mit Ferg Brim, in welchem Ferg darüber spricht, dass Prodigy ihn verraten haben soll und er Liebesbriefe an einen ehemaligen Mithäftling geschrieben haben soll. Wenig später folgte dann wieder ein Interview mit Havoc, in welchem dieser darüber berichtet, dass es bei Mobb Deep eine „Unterbrechung auf unbestimmte Zeit“ (Zitat Havoc) geben wird. Weiterhin verteidigte Havoc sich gegen einige Gerüchte über ihn und unterließ es die angeblichen „Liebesbriefe“ zu bestätigen oder zu dementieren. Er bestätigte, dass es bei Mobb Deep Schwierigkeiten gibt, diese aber intern geregelt werden sollen und verweigerte die Bekanntgabe weiterer Details.

Diskografie[Bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[10] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1993 Juvenile Hell Erstveröffentlichung: 13. April 1993
1995 The Infamous Silber 18 Gold
(18 Wo.)
Erstveröffentlichung: 25. April 1995
Verkäufe US: 500.000+
1996 Hell on Earth 67
(1 Wo.)
6 Gold
(16 Wo.)
Erstveröffentlichung: 19. November 1996
Verkäufe US: 500.000+
1999 Murda Muzik 67
(2 Wo.)
81
(1 Wo.)
3 Platin
(17 Wo.)
Erstveröffentlichung: 27. April 1999
Verkäufe US: 1.000.000+
2001 Infamy 22 Gold
(23 Wo.)
Erstveröffentlichung: 11. Dezember 2001
Verkäufe US: 500.000+
2004 Amerikaz Nightmare 95
(1 Wo.)
50
(3 Wo.)
68
(2 Wo.)
4
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: 10. August 2004
2006 Blood Money 38
(3 Wo.)
42
(4 Wo.)
70
(1 Wo.)
3
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: 2. Mai 2006
2014 The Infamous Mobb Deep 49
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1. April 2014

EPs[Bearbeiten]

  • 2001: Black Cocaine

Kompilationen[Bearbeiten]

  • 2006: Life of the Infamous: The Best of Mobb Deep
  • 2007: The Infamous Archives
  • 2008: The Infamous Instrumentals
  • 2009: The Safe Is Cracked

Mixtapes[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[10] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
2003 Free Agents: The Murda Mix Tape 84
(1 Wo.)
21
(9 Wo.)
Erstveröffentlichung: 2003

weitere

  • 2002: The Dunn Language Part.1
  • 2002: The Dunn Language Part.2
  • 2004: Infamous Allegiance Part One
  • 2004: The Mixtape Before 911
  • 2005: Mobb Deep: From Queensbridge To Kingston
  • 2006: G-Unit Radio Part.17 (The Best in the Bizznezz)
  • 2006: G-Unit Radio Part.20 (Still the Best in the Bizznezz)
  • 2006: More Money, More Murda
  • 2011: White Cocaine
  • 2015: White Cocaine 2
  • 2015: The Realest Duo

Singles[Bearbeiten]

eigene Lieder

Jahr Titel Chartplatzierungen[10] Anmerkungen Album
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1995 Shook Ones (Part II) 59
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: 3. Februar 1995 The Infamous
Survival of the Fittest 69
(12 Wo.)
Erstveröffentlichung: 30. Mai 1995
2001 Burn 99
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 30. Oktober 2001
feat. Big Noyd und Vita
Infamy
2002 Hey Luv (Anything) 58
(15 Wo.)
Erstveröffentlichung: Januar 2002
feat. 112
2004 Got It Twisted 64
(20 Wo.)
Erstveröffentlichung: 30. März 2004 Amerikaz Nightmare
2006 Put Em in Their Place 75
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 14. März 2006 Blood Money

ohne Chartplatzierung:

  • 1992: Peer Pressure
  • 1993: Hit It from the Back
  • 1995: Temperature’s Rising (feat. Crystal Johnson)
  • 1996: Give Up the Goods (Just Step) (feat. Big Noyd)
  • 1996: Back at You
  • 1996: Drop a Gem on ’Em
  • 1996: Front Lines (Hell on Earth)
  • 1997: G.O.D. Pt. III
  • 1999: Quiet Storm
  • 1999: It’s Mine (feat. Nas)
  • 2002: Get Away
  • 2002: Pray for Me (feat. Lil’ Mo)
  • 2004: Real Gangstaz (feat. Lil Jon)
  • 2004: Throw Your Hands (in the Air)
  • 2004: Win or Lose
  • 2005: Have a Party (feat. Nate Dogg und 50 Cent)
  • 2006: Give It to Me (feat. Young Buck)
  • 2006: Creep (feat. 50 Cent)
  • 2012: Love You More
  • 2014: Taking You Off Here
  • 2014: Say Something

als Gastmusiker

Jahr Titel Chartplatzierungen[10] Anmerkungen Album
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1996 Microphone Master 86
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1996
Das EFX feat. Mobb Deep
Hold It Down
1998 Deadly Zone 79
(7 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1998
Bounty Killer feat. Mobb Deep und Rappin’ Noyd
Next Millennium
2005 Outta Control (Remix) 8
(19 Wo.)
18
(22 Wo.)
10
(22 Wo.)
7
(20 Wo.)
6
(20 Wo.)
Erstveröffentlichung: 6. August 2005
50 Cent feat. Mobb Deep
The Massacre

ohne Chartplatzierung:

  • 1995: Bloodshed and War (mit Da Youngsta’s)
  • 1996: L.A., L.A. (mit Capone-N-Noreaga und Tragedy Khadafi)
  • 1997: It’s the Pee (mit PMD)
  • 2014: Street Certified (mit M.O.P.)

Auszeichnungen für Musikverkäufe[Bearbeiten]

Silberne Schallplatte

Goldene Schallplatte

  • Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
    • 1995: für das Album „The Infamous“
    • 1997: für das Album „Hell on Earth“
    • 2002: für das Album „Infamy“

Platin-Schallplatte

Land[11] Silver record icon.svg Silber Gold record icon.svg Gold Platinum record icon.svg Platin
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 0 3 1
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 1 0 0
Insgesamt 1 3 1

Quellen[Bearbeiten]

  1. a b c d MTV.com: Mobb Deep Music Artists, zugegriffen 30. Oktober 2008 (englisch)
  2. Rolling Stone: Mobb Deep Biography: „On Juvenile Hell the duo of Prodigy and Havoc come off as Kris Kross’ twisted evil twins“
  3. a b c d Billboard.com: Artists Chart History – Mobb Deep – Singles (Memento vom 29. September 2007 im Internet Archive) (englisch)
  4. Rolling Stone: Mobb Deep Biography: „noisy drum samples with eerie piano and string loops“
  5. a b Laut.de: Biographie von Mobb Deep
  6. Billboard.com: Artists Chart History – Mobb Deep (Memento vom 6. Dezember 2008 im Internet Archive) (englisch)
  7. The Safe Is Cracked bei Amazon
  8. sixshot.com: 50 Cent Collabos With Beanie Sigel, Drops Mobb Deep From G-Unit, 11. November 2009 (englisch)
  9. Havoc Disses Prodigy; End of Mobb Deep… Or Hack? auf egotripland.com, abgerufen am 26. Juli 2015 (englisch)
  10. a b c d Chartquellen: DE AT CH UK US
  11. Auszeichnungen für Musikverkäufe: DE AT CH UK US

Weblinks[Bearbeiten]