Mobile-Payment

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Mobile-Payment (auch M-Payment) sind Bezahlvorgänge, bei denen mindestens der Zahlungspflichtige mobile elektronische Techniken zur Initiierung, Autorisierung oder Realisierung der Zahlung einsetzt, etwa mittels mobiler Geräte wie Mobiltelefonen oder Tablet-Computern.[1] Werden Mobiltelefone (Handys) eingesetzt, wird dies speziell als Handypayment (Scheinanglizismus für mobilfunkbasierende Bezahlung) bezeichnet.

Zahlungsvorgang mittels Smartphone und einer Bezahl-App.
Screenshot von Apple Pay und Google Pay

Die meisten Bezahlvorgänge liegen im Bereich des Micropayments, d. h., es werden Beträge zwischen 0,01 und 5,00 Euro abgerechnet. Stark verbreitet ist die Bezahlung von mobilfunknahen Diensten wie z. B. Klingeltönen, Bildern oder Ähnlichem. Das System wird aber nicht nur für diese Zwecke eingesetzt, sondern kann als zentrale Bezahlplattform für jede Art von Dienstleistung genutzt werden, z. B. für das Bezahlen von Parkscheinen oder auch die Überweisung von Geldbeträgen an andere Bankkonten (E-Geld, auch unter Privatpersonen als Person-to-Person, P2P). Seit Ende 2009 nutzen Zeitungs- und Zeitschriftenverlage Handypayment vermehrt für e-paper-Angebote, etwa kostenpflichtige elektronische Zeitungsartikel, elektronische Zeitschriftenartikel oder anderen Paid Content.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mobile-Payment in Uganda.

Die Grundlagen des Bezahlens per Mobiltelefon in Deutschland sind in den Verträgen der deutschen Mobilfunkanbieter verankert. Laut diesen Verträgen dürfen die sogenannten Premium-SMS nur für mobilfunknahe Dienstleistungen verwendet werden. Dazu zählen z. B. Klingeltöne und Logos fürs Handy oder z. B. für SMS-Wahlen zu Fernsehsendungen. Explizit ausgeschlossen ist jedoch die Verwendung von Premium-SMS für die Bezahlung von nicht-mobilfunknahen Dienstleistungen, wozu auch das Internet gehört. Einige Anbieter setzen auch heute noch im deutschsprachigen Raum Premium-SMS zur Bezahlung verschiedener Dienstleistungen im Internet ein. Wegen fehlender Freigabe durch die Mobilfunkanbieter können sie bei Kenntnisnahme sofort abgemahnt und zeitnah abgeschaltet werden.

Etwa seit Mitte der 1990er Jahre gibt es ernsthafte Bestrebungen, das Mobiltelefon für beliebige Bezahlvorgänge einzusetzen. Ausgangspunkt war zunächst die Tatsache, dass das Mobiltelefon aufgrund seiner spezifischen Eigenschaften, der hohen Verbreitung in der Bevölkerung und aufgrund des Nutzerverhaltens im Umgang damit für die Abwicklung von Bezahlvorgängen besonders geeignet ist.[2]

Im Jahr 2003/2004 wurde mit Mobile Ticketing in den ersten öffentlichen Verkehrsunternehmen (Bonn, Köln, Osnabrück) das Mobile Bezahlen einem breiteren Publikum vorgestellt.[3][4] Im Jahr 2004 wurde dieses erste Mobile Ticketingsystem in Deutschland Teltix in die "Mobile Wallet" von T-Mobile integriert.[5]

Erst mit der Einführung von Smartphones konnte Mobile-Payment eine breitere Nutzerschicht erreichen. Wurden die anfänglichen Zahlmöglichkeiten Premium-SMS und Mehrwertdienste mittels Telefonrechnung beglichen, konnten durch die Verbreitung des mobilen Internets neue Möglichkeiten eröffnet werden. Eine Abrechnung mittels Telefonrechnung stellte sich für den Erfolg von Mobile-Payment als hinderlich heraus. So bewegen sich Mehrwertdienste z. B. nur in einem gewissen Preiskorridor – eine Abrechnung mit dem Verbraucher kann nur über Dritte erfolgen.

Im Oktober 2018 haben verschiedene Marktakteure die Mobile-Payment-Initiative gegründet.[6]

Standardisierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 16. November 2015 verabschiedete der Rat der Europäischen Union die überarbeitete Zahlungsdiensterichtlinie (PSD2), Richtlinie (EU) 2015/2366. Die Banken werden verpflichtet, Schnittstellen einzurichten, die Zahlungsdienstleistern den Zugriff auf die Konten der Bankkunden ermöglichen.

Software[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Markt an Mobile-Payment Lösung ist weiterhin (Stand Anfang 2016) zu fragmentiert, als dass sich softwareseitig Standards herauskristallisieren könnten. Selbst globale Akteure suchen gleich mehrere Kooperationspartner der kompletten Wertkette um Lösungen zu implementieren. So kooperiert z. B. Google mit der Citigroup, Mastercard, First Data und Sprint Nextel.[7]

Am Markt eingeführte reine Softwarelösungen sind beispielsweise:

International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ist ein Zahlungssystem des US-amerikanischen Unternehmens Apple für hauseigene, mobile Geräte. Es wurde am 20. Oktober 2014 lanciert.[8]

  • boon.
Seit 2015 bietet Wirecard die voll digitalisierte, mobile Payment-App boon. an, die auf einer virtuellen Prepaid-Mastercard basiert und auf Smartphones mit den Betriebssystemen Android sowie iOS läuft.[9]
ist ein Mobile-Payment-Zahlungssystem des US-amerikanischen Unternehmens Google für Android-Geräte und wurde im Herbst 2015 lanciert.[10] Seit dem 26. Juni 2018 ist Google Pay auch in Deutschland verfügbar[11] und lässt ebenso PayPal als Zahlungsmethode zu.
  • Huawei Pay
wurde von Huawei und China UnionPay lanciert und soll global auf allen NFC-fähigen Geräten von Huawei ausgerollt werden. Als erstes Land ausserhalb Chinas werde der Dienst in Russland aufgeschaltet.[12]
ist ein von der kenianischen Mobilfunkfirma Safaricom in Kooperation mit dem Kommunikationsunternehmen Vodafone entwickeltes und Anfang 2007 in Kenia eingeführtes System.
lässt Kunden mit seiner App auch im Laden bezahlen, bisher allerdings erst in einigen wenigen Geschäften in Berlin. Über den Umweg Google Pay kann PayPal jedoch an allen POS-Terminals eingesetzt werden die Mastercard akzeptieren.
ist ein mobiler Zahlungsdienst von Samsung Electronics und wurde im August 2015 lanciert.[13]

China[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bislang hatte fast jede Bank in China ihre eigene App für mobile Bezahlungen und Online-Banking. Diese Apps konnten mit dem Service von den häufig genutzten Bezahlfunktionen von WeChat und Alipay aber nicht mithalten. Dies könnte sich nun ändern: China UnionPay, die einzige Bankkartenorganisation Chinas, hat nun eine neue App namens „UnionPay Mobile QuickPass“ veröffentlicht. Sie ist eine bankübergreifende Lösung, die fast alle Funktionen mobiler Bezahlungen bietet.[14]

Laut dem Marktforschungsunternehmen iResearch China beträgt der Umsatz im 2. Quartal 2017 mit mobilen Bezahlsystemen 3,47 Billionen Euro. WeChat Pay hat einen Marktanteil von knapp 40 Prozent, Alipay kommt auf fast 55 Prozent.[15]

Alipay hat mehr als 600 Millionen Nutzer weltweit.[16]
WeChat Pay hat mehr als 806 Millionen Nutzer weltweit.[16]

Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Deutschland hat sich bisher kein mobiles Bezahlverfahren durchgesetzt, es bestehen Standardisierungsbemühungen im Rahmen des National Roundtable M-Payment.

  • Deutsche Bank Mobile
Die Deutsche Bank hat das mPayment Anfang April 2017 in seine reguläre Banking-App integriert. In Kombination mit einer Mastercard können Kunden an NFC-Terminals in allen Geschäften bezahlen, die diese Kreditkarte akzeptieren.[17]

  • GO4Q
GO4Q ist ein im Dezember 2012 vorgestelltes[18] mobiles Bezahlsystem der Firma IT-Werke[19] auf der Basis von QR-Codes, wodurch handelsseitig keine spezielle Hardware notwendig ist. Die Autorisierung von Transaktionen erfordert die Eingabe einer PIN. Die Nutzung von GO4Q ist für Endkunden kostenfrei[20]. Nach Anmeldung ist die Hinterlegung mindestens eines Zahlungsinstruments erforderlich, wobei Lastschrift, Kreditkarte oder Paypal verfügbar sind. Das Bezahlsystem wurde erstmals im April 2013 von Edeka Südwest[21] eingesetzt.
  • Mobiles Bezahlen
Die Sparkassen in Deutschland haben im August 2018 die App Mobiles Bezahlen lanciert. Die App läuft auf NFC-fähigen Smartphones mit Android-Betriebssystem ab Version 5.0 und bedingt ein Mindestalter von 18 Jahren. Des Weiteren muss man im Besitz einer Debit- oder Mastercard der Sparkasse sein und das E-Banking-Angebot der Bank nutzen.[22]
Viele Volks- und Raiffeisenbanken bieten über die Android App "Digitale Karten" [3] seit September 2018 Girocard, Mastercard und Visa Karten in digitaler Form an. Die App läuft auf NFC-fähigen Smartphones mit Android-Betriebssystem ab Version 4.4 und bedingt ein Mindestalter von 18 Jahren. Bei den digitalen Kreditkarten muss man im Besitz einer Visa oder Mastercard der Bank sein und die VR-Banking App der Bank nutzen. Die Girocard kann dagegen in der App ohne Besitz einer physischen Karte bestellt werden.

Nach Registrierung der persönlichen Daten, können Kreditkarten, Debitkarten wie z. B. die EC- oder Maestro-Karte, bzw. Loyalty-Karten auf der Applikation hinterlegt werden. Bezahl-Transaktionen werden entweder mittels Scannen eines QR-Codes durch das Smartphone oder durch NFC- und Bluetooth-Technologie drahtlos ausgelöst. Die UMT AG ist als technischer Infrastrukturbetreiber und Dienstleister verantwortlich.
Seit September 2017 können Kunden der Postbank mit der Android-App des Geldinstituts im Handel kontaktlos bezahlen. Voraussetzung sind eine Visa-Karte der Postbank und ein Smartphone mit NFC-Chip sowie mindestens Android 4.4.

Nicht mehr aktiv

  • iPayst
Die UMT AG hat im Frühjahr 2012 ihre mobile wallet iPayst eingeführt, die vorrangig im süddeutschen Raum in der Gastronomie und der Hotellerie eingesetzt wurde[23]. Nach Registrierung der persönlichen Daten, können Kreditkarten, Debitkarten wie z. B. die EC- oder Maestro-Karte, bzw. Loyalty-Karten auf der Applikation hinterlegt werden. Bezahl-Transaktionen wurden entweder mittels Scannen eines QR-Codes durch das Smartphone oder durch NFC- und Bluetooth-Technologie ausgelöst. Zur Identifikation und Autorisierung der Transaktion muss ein Fingerabdruck oder vierstelliger persönlicher PIN Code eingegeben werden. Nach erfolgter Bezahlung wird automatisch der Rechnungsbetrag, die verwendete Karte und der teilnehmende Händler innerhalb der Applikation angezeigt. Die technologische Weiterentwicklung findet nun ihre Anwendung innerhalb der Payback Pay App, für welche die UMT AG als technischer Infrastrukturbetreiber und Dienstleister verantwortlich ist.

  • kesh
kesh war ein im Mai 2013 von der biw Bank für Investments und Wertpapiere vorgestelltes mobiles Bezahlsystem[24], das Zahlungen im Handel und unter Privatpersonen ermöglichte. Das System wurde vom IT-Dienstleister XCOM AG entwickelt[25] und erlaubte Zahlungen über die Eingabe der Telefonnummer, die am Point of Sale als QR-Code dargestellt wurde. Der Dienst wurde am 30. November 2017 eingestellt.[26][27]

  • Mpass
Mpass war ein mobiles Internet-Bezahlsystem, gegründet von O2 und Vodafone; die Telekom trat im Oktober 2010 bei[28]. Es konnte aber auch von Nutzern anderer deutscher Mobilfunkbetreiber eingesetzt werden. Mpass erlaubte eine parallele Autorisierung mittels Mobiltelefon und Internet (PIN- bzw. TAN-Abfrage).[29] Am 9. Oktober 2012 startete O2 als erster der drei Netzbetreiber mpass auf Basis des NFC-Standards. Mpass stellte seinen Dienst zum 30. September 2016 ein.[30]
  • Vodafone Wallet
Vodafone Wallet von Vodafone funktionierte mit allen Visa-Kreditkarten und mit Paypal. Die Registrierung war relativ kompliziert, funktioniert dann aber überall, wo es NFC gibt. Vodafone Wallet wurde zum 28. Juni 2018 eingestellt.[31]

  • Yapital
Yapital war eine 2011 gegründete Tochter der Otto Group.[32] Das mobile Bezahlen mit Yapital basierte hauptsächlich auf QR-Codes: Der Nutzer konnte mit der Yapital-App auf dem Smartphone einen QR-Code scannen und anschließend die Zahlung bestätigen. Durch die Verwendung von QR-Codes war theoretisch die bargeldlose Bezahlung mit Yapital in verschiedenen Kanälen (stationär, online, auf Rechnung) möglich.[33] Der Betrieb wurde zum 31. Januar 2016 eingestellt.[34]

Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Blue Code – ehemals VeroPay
Blue Code ist ein 2012 von der Secure Payment Technologies GmbH gestartetes Zahlungsverfahren aus Österreich welches auch in Deutschland verfügbar ist.[35] Benötigt wird ein Konto bei einer Österreichischen oder Deutschen Bank oder Sparkasse. Die App ist für Apple (ab iOS 8) und Android (ab Version 4.4) verfügbar. Die Benutzer müssen mindestens 18 Jahre alt sein.[36] Nach der Eingabe einer persönlichen PIN zeigt die Blue Code-App einen Strichcode, der von einem Kassenscanner eingelesen werden kann. Die Bezahlung erfolgt per Lastschrifteinzug über das mit der App verknüpfte Girokonto des Nutzers.[37] Unmittelbar nach der Zahlung bekommt man zur Kontrolle eine Nachricht auf der App, dass die Zahlung erfolgreich war und welcher Betrag abgebucht wurde. Die Zahlungen werden in einer Liste in der App gespeichert. Das System wird auch bei den Apps von Billa und Merkur zur Zahlung benötigt. Zudem existiert seit 2018 eine Partnerschaft mit Alipay.[38]

  • Paybox
Paybox ist ein Zahlungsverfahren in Österreich,[39] das Ende der 1990er Jahre auch in Deutschland verfügbar war.

Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Etwas mehr als 0,2 % der Zahlungen in der Schweiz werden heute über eine Smartphone-App getätigt. Diesen Marktanteil schätzt das Institut für Finanzdienstleistungen Zug IFZ in seiner FZ Retail Banking-Studie 2017. Sollte sich Mobile Payment ähnlich entwickeln wie die Kontaktlos-Funktion, könnten bis im Jahr 2020 monatlich in etwa 2,5 bis 3 Millionen Transaktionen über das Smartphone getätigt werden. Das entspräche einem Marktanteil von 1,5 bis 2 %. Bekannte Bezahlapps in der Schweiz sind etwa Twint, Apple Pay und Samsung Pay. Twint entstand aus der Fusion der UBS-, ZKB- und Six-App Paymit und der Postfinance-App Twint. Gemeinsam wollen die Banken damit Apple Pay entgegentreten,[40] weswegen sie bereits in den Fokus der Wettbewerbskommission gerückt sind.[41]

  • Mobile Pay
Mit der Funktion Mobile Pay, in der VisecaOne App der Aduno Gruppe, einem Android NFC-Smartphone sowie einer Mastercard von einer der drei teilnehmenden Banken (BCF, BCJ und BCN), kann an allen kontaktlosen Terminals weltweit bezahlt werden.[42] Das Mobile-Payment-Modul stammt von SwissWallet.[43]

Seit 2016 können Kunden der PostFinance mit der App des Geldinstituts im Handel kontaktlos bezahlen. Voraussetzung ist ein Konto bei der Postfinance und ein NFC-fähiges Android-Smartphone. 2019 sollen in der App auch Kreditkarten hinterlegt werden können und das Einsatzgebiet auf die ganze Welt ausgedehnt werden.[44]
Twint ist die Mobile-Payment-Lösung der größten Schweizer Banken und von SIX. Es läuft auf iPhones sowie Android-Smartphones und wurde im Herbst 2015 lanciert. Das Einsatzgebiet von Twint beschränkt sich auf die Schweiz.

  • Visa Bonus Card
Die Mobile App Visa Bonus Card der BonusCard.ch AG ist für Android verfügbar und kann weltweit eingesetzt werden. Die Karte lässt sich auch für Apple- und Samsung Pay nutzen.[45]

Hardware[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Near Field Communication (NFC) wird hardwareseitig am ehesten zugesprochen einen Standard etablieren zu können. Durch das Kopieren einer NFC-fähigen Kreditkarte auf das Mobiltelefon werden völlig neue Bezahlvarianten möglich. Visa und Mastercard gaben 2014 bekannt, dass es ab 2020 möglich sein wird, in ganz Europa an jedem Terminal mit NFC zu bezahlen. Bis 2020 müssen alle Kassenterminals in Europa kontaktloses Bezahlen per Karte und mobiles kontaktloses Bezahlen mit dem Smartphone akzeptieren können.[46][47] Laut einer Umfrage vom EHI Retail Institute aus dem Jahr 2014 bieten bereits 28 % der befragten berührungsloses Zahlen via Karte und 24 % via mobile Payment an.[48]

Darüber hinaus gibt es auch Add-on-Lösungen, die eine mobile Kreditkarten-Abwicklung ermöglichen. Hierzu wird meist die Audiobuchse des Mobiltelefons oder Bluetooth zur Übertragung genutzt; Lexware pay, iZettle und Payleven erlauben die Verwendung beider Schnittstellen. Heutige Kreditkarten sind indes oft auch mit einem NFC-Chip versehen.

Differenzierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Betrachtung mobiler Bezahlverfahren sind zwei Grundaufgaben zu unterscheiden: Während innerhalb des Mobile Commerce eine vom Nutzer idealerweise als systeminhärent wahrgenommene Bezahlung eines mobilen Angebotes vorgenommen wird, ist mobiles Bezahlen außerhalb des Mobile Commerce selbst wiederum eine Mobile-Commerce-Anwendung, die in verschiedenen Szenarien Bezahlfunktionalität zur Verfügung stellt. Außerhalb des Mobile-Commerce kommen hierfür grundsätzlich das Bezahlen im (stationären) Internet, das Bezahlen an Automaten aller Art, das Bezahlen gegenüber einer Person, die als Händler oder Dienstleister auftritt (etwa im Kaufhaus, beim Pizzaboten oder im Taxi) sowie die Übertragung einer Geldsumme zwischen Endkunden in Betracht.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Markus Breitschaft, Thomas Krabichler, Ernst Stahl, Georg Wittmann: Sichere Zahlungsverfahren für E-Government . In: Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (Hrsg.): E-Government-Handbuch. Bundesanzeiger Verlag, 2004. Aktualisierte Version Mai 2005. ISBN 3-89817-180-9, 144 Seiten, 43 Abbildungen, 32 Tabellen, Studie als PDF-Download vom BSI
  • Stamatis Karnouskos: Mobile Payment: A journey through existing procedures and standardization initiatives. In IEEE Communications Surveys & Tutorials, Vol. 6, No. 4, 4th Quarter 2004, S. 44–66. (PDF-Datei; 240 kB)
  • Mwangi S. Kimenyi, Njuguna S. Ndung’u: Expanding the Financial Services Frontier: Lessons From Mobile Phone Banking in Kenya (PDF, 7S.), Brookings Institution, 16. Oktober 2009
  • Sarah Leschik: Mobile Payment: Techniken – Umsetzung – Akzeptanz, Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2012, ISBN 978-3-8329-6606-5
  • Key Pousttchi: Mobile Payment in Deutschland – Szenarienübergreifendes Referenzmodell für mobile Bezahlvorgänge, Gabler/DUV, Wiesbaden 2005, ISBN 3-8244-8272-X
  • Paul Gerhardt Schierz: Akzeptanz von mobilen Zahlungssystemen. Eine empirische Analyse basierend auf dem Technologieakzeptanzmodell, Verlag Dr. Kovac. Hamburg 2008, ISBN 978-3-8300-3241-0
  • Ernst Stahl, Thomas Krabichler, Markus Breitschaft, Georg Wittmann: Zahlungsabwicklung im Internet – Bedeutung, Status-quo und zukünftige Herausforderungen . Regensburg 2006. ISBN 3-937195-12-2, 229 Seiten, über 80 Abbildungen, Näheres zur Studie und Management Summary als PDF
  • Cornelia Stengel/Thomas Weber: Digitale und mobile Zahlungssysteme – Technologie, Verträge und Regulation von Kreditkarten, Wallets und E-Geld, Schulthess Verlag, Zürich, Basel, Genf 2016, ISBN 978-3-7255-7558-9.
  • Hierl, Ludwig (Hrsg.) (2017): Mobile Payment mit Grundlagen -Strategien – Praxis, Edition Bankmagazin, Springer Gabler Verlag Wiesbaden. ISBN 978-3-658-14117-2.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Deutsche Telekom AG: Deutsche Telekom: Mobile Payment. Abgerufen am 10. November 2017.
  2. Leitfaden e-Marketing & e-Commerce. WIFI Unternehmerservice der Wirtschaftskammer Österreich, 2016, abgerufen am 10. November 2017 (PDF).
  3. Handytickets: Kleingeld ade! - ingenieur.de. In: ingenieur.de - Jobbörse und Nachrichtenportal für Ingenieure. 12. November 2004 (ingenieur.de [abgerufen am 4. Dezember 2018]).
  4. Osnabrück: ÖPNV-Fahrscheine per Handy - Golem.de. (golem.de [abgerufen am 4. Dezember 2018]).
  5. heise online: T-Mobile bietet Fahrschein-Service im t-zones-Portal. Abgerufen am 4. Dezember 2018 (deutsch).
  6. Markt für unbares Bezahlen hat sich positiv entwickelt – EHI gründet Mobile-Payment-Initiative In: it-finanzmagazin.de, 16. Oktober 2018, abgerufen am 23. Oktober 2018.
  7. Google, Citi, MasterCard, First Data and Sprint Team up to Make Your Phone Your Wallet. Google. 26. Mai 2011. Abgerufen am 10. Januar 2012.
  8. Apple Pay verändert ab 20. Oktober den mobilen Zahlungsverkehr. apple.com, 16. Oktober 2014.
  9. Wirecard stellt neue Bezahl-App vor. handelsblatt.com, 2. März 2015.
  10. Tap. Pay. Done.. android.googleblog.com, 10. September 2015.
  11. Google Support: Google Pay support, abgerufen am 28. Juni 2018.
  12. Huawei Teams with UnionPay International to Roll out Huawei Pay Worldwide. In: huawei.com. 27. Januar 2018, abgerufen am 16. November 2018.
  13. Samsung Pay in den Startlöchern. nzz.ch, 14. August 2015.
  14. Quick Pass – Die gemeinsame Bezahl-App chinesischer Banken In: german.cri.cn, 14. Dezember 2017, abgerufen am 4. Januar 2018
  15. Volker Briegleb: Mobile Payment: Wirecard bringt WeChat Pay nach Deutschland. In: heise online. 20. November 2017, abgerufen am 21. November 2017.
  16. a b Volker Briegleb: Alipay, WeChat & UnionPay – Chinas Big Three. In: paymentandbanking.com. 9. Mai 2018, abgerufen am 30. September 2018.
  17. Ein Jahr Mobile Payment von der Deutschen Bank: Einfacher Start – Tücken im Detail In: it-finanzmagazin.de, 3. April 2018, abgerufen am 7. April 2018.
  18. Marcus Ernst: it-werke präsentiert mobile shopping Lösung GO4Q. ecommerce-news-magazin.de, 19. Dezember 2012.
  19. Michael Gilg: Gescannt, bezahlt, gekauft. Badische Zeitung vom 9. Januar 2013.
  20. Florian Treiß: Interview: Ulrich Kipper über Mobile Shopping und Mobile Payment mit GO4Q. mobilbranche.de, 26. August 2013.
  21. Hanno Bender: Edeka Fitterer testet das Bezahlen mit dem Handy. derhandel.de, 19. April 2013.
  22. https://www.sparkasse.de/einfach/mobiles-bezahlen.html
  23. https://de.slideshare.net/maikklotz/mobile-payment-deutschland-ubersicht
  24. biw AG präsentiert neues mobiles Bezahlsystem „kesh“. Meldung bei Omnicard.de vom 22. Mai 2013.
  25. Ab morgen zahlt mein Smartphone. Artikel in der Welt vom 11. August 2013.
  26. Mobile Payment: FinTech Group stellt kesh ein. deutsche-startups.de, 29. September 2017.
  27. kesh.de. Abgerufen am 9. Oktober 2017: „Liebe(r) kesh-Nutzer(in), zum 30.11.2017 werden wir kesh einstellen.“
  28. ComputerBase: Telekom schließt sich Handybezahldienst mpass an, aufgerufen am 23. November 2010
  29. telefonica.de: [1], telekom.de: Archivlink (Memento des Originals vom 17. Januar 2012 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.telekom.com, vodafone.de: [2]
  30. mpass: Mobiles Bezahlsystem wird eingestellt
  31. https://www.vodafone.de/vlive/vf/campaign/walletPaypal/
  32. Yapital: Das Schweizer Taschenmesser unter den Payment-Diensten (Memento des Originals vom 9. November 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/t3n.de. t3n.de, 29. August 2013.
  33. PayPal, Yapital und kesh Mobile Payment im App-Test. computerwelt.at, Juli 2014.
  34. Otto stellt Bezahldienst Yapital für Verbraucher ein. heise.de, 24. November 2015.
  35. Veropay gewinnt Merkur und Hartlauer als neue Partner. Onetoone.de, 5. Dezember 2013.
  36. Welche Systemvoraussetzungen gelten für Bluecode? In: bluecode.com, abgerufen am 20. Oktober 2018.
  37. Barbara Wimmer: VeroPay: Bezahl-App aus Tirol startet in ganz Österreich. Futurezone.at, 29. Oktober 2013.
  38. Manuel Stenger: Bluecode und Alipay werden Partner In: cash.at, 20. September 2018, abgerufen am 30. September 2018.
  39. Kritik an Vertragsumstellungen der Paybox Bank. Heise.de, 1. November 2013.
  40. Bei Mobile Payment und Twint ist das Glas laut IFZ halbvoll. moneycab.com, 17. November 2017.
  41. Michael Heim: Twint-Kartell: Die Banken müssen endlich zur Vernunft kommen. In: handelszeitung.ch. 15. November 2018, abgerufen am 18. November 2018.
  42. https://mobilepayment.viseca.ch/de/mobile-pay
  43. Noch ein Schweizer Mobile Payment Anbieter: SwissWallet erweitert Angebot. In: fintechnews.ch. 8. Mai 2018, abgerufen am 14. November 2018.
  44. Michael Heim: Postfinance baut Twint-Alternative aus. In: handelszeitung.ch. 7. November 2018, abgerufen am 12. November 2018.
  45. Visa Bonus Card Mobile App In: bonuscard.ch, abgerufen am 7. April 2018.
  46. Zahlung mit Visa: Mobil bezahlen, abgerufen am 9. Oktober 2017.
  47. MasterCard: 2020 soll ganz Europa kontaktlos bezahlen können, abgerufen am 9. Oktober 2017.
  48. EHI Retail Institude – Ergebnisse aus verschiedenen Händlerbefragungen zu Mobile Payment. (Memento des Originals vom 24. Juni 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ehi.org (PDF), abgerufen am 23. Juni 2015.