Moby Dick (Schiff, 1976)

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Moby Dick
Die Moby Dick auf Fahrt in Köln
Die Moby Dick auf Fahrt in Köln
Schiffsdaten
Flagge DeutschlandDeutschland Deutschland
Schiffstyp Ausflugsschiff
Heimathafen Bonn
Reederei Bonner Personen Schiffahrt
Bauwerft Schiffswerft Schmidt
Indienststellung Mai 1976
Verbleib in Fahrt
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
45,00 m (Lüa)
Breite 11,17 m
Tiefgang max. 1,20 m
Maschinenanlage
Maschine 3 × MAN, je 147 kW
Maschinen-
leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat
441 kW (600 PS)
Propeller 1x Festpropeller
Schottel Ruderpropeller
Transportkapazitäten
Zugelassene Passagierzahl max. 496
Sonstiges
Registrier-
nummern

ENI: 04025020

Die Moby Dick ist ein Passagierschiff der Bonner Fähr- und Fahrgastschifffahrt GmbH & Co. KG[1]; das Unternehmen betreibt außerdem noch die Rheinfähre Rheinnixe. Das auffällige, in der Form an einen Wal angelehnte Schiff verkehrt auf dem Rhein meist zwischen Bonn und Koblenz. Es wurde 1976 auf der Werft Oberkassel gebaut. Inspiration und Namensgeber war ein Weißwal, der 1966 den Rhein bis Bonn hinaufschwamm und nach Herman Melvilles Roman Moby Dick benannt wurde.

Konstruktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Moby Dick misst 45 m in der Länge, die Rumpfbreite in Höhe der Wasserlinie ist 6,54 m und 11,17 m über alles. Die Höhe ab Kiel beträgt 9,60 m bei einem durchschnittlichen Tiefgang von 1,10 m und einem Leergewicht von ca. 120 Tonnen. Der Antrieb besteht aus drei MAN-6-Zylinder-Dieselmotoren mit je 147 kW Leistung. Die Ruderanlage besteht aus einem hydraulisch betätigtem Ruder hinter dem festen Heckpropeller und zwei seitlich, ungefähr mittschiffs, eingebauten Schottel-Ruderpropellern. Ein überdachtes Hauptdeck und ein Freideck bieten zusammen Platz für maximal 496 Personen.

Das Hauptdeck hat am Vorderende große, von weißen Streben getrennte Fenster, die die Zähne bzw. Barten des Wales darstellen. Die Verkleidungen laufen vorne spitz zu, um das Maul zu bilden, und sind hinten mit einer Flosse versehen. Das Schiff ist in hellem (Seiten des Hauptdecks) und dunklem (Verkleidungen) Blau lackiert, etwa auf halber Länge befindet sich eine an ein Auge erinnernde Bemalung. Bis Ende der 1980er Jahre trug das Schiff ein Farbschema mit hohem Orange-Anteil.

Fahrten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der Hauptroute nach Koblenz gibt es Anlegestellen in Königswinter und Linz. Daneben fährt die Moby Dick auch manchmal nach Köln, die Mosel hinauf oder auf andere Sonderfahrten.

Trauung an Bord[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Bonn bietet die Möglichkeit zur standesamtlichen Trauung auf der Moby Dick, solange sie am Bonner Rheinufer liegt.[2] Nach erfolgter Eheschließung kann das Schiff ablegen.

Beschädigung 2008[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 6. November 2008 wurde das Schiff, in Bonn vor Anker liegend, vom niederländischen Tanker Lazio gerammt und beschädigt. Die Schäden sollten bis zum Frühjahr 2009 auf einer Werft in Oberwinter behoben werden.[3][4] Inzwischen verkehrt die Moby Dick wieder regelmäßig auf dem Rhein.

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Moby Dick – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Website Mobby Dick: Homepage. Abgerufen am 23. Januar 2018.
  2. Ambiente-Trauungen. Stadt Bonn, 20. Mai 2015, abgerufen am 7. Oktober 2015.
  3. Moby Dick von Tankschiff gerammt. In: General-Anzeiger Bonn. 7. November 2008, abgerufen am 7. Oktober 2015.
  4. Schaden an der Moby Dick ist enorm. In: General-Anzeiger Bonn. 8. November 2008, abgerufen am 7. Oktober 2015.