Modularer Querbaukasten

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Der Modulare Querbaukasten, kurz MQB, ist ein Baukastensystem für Autos mit quer eingebauten Motoren und Getrieben[1], das bei der Volkswagen AG 2012 mit dem Audi A3 8V und dem Golf VII eingeführt wurde.[2] Der MQB ersetzt als technisches Fundament konzernweit die bisherigen Plattformen, die sich im Fahrzeugaufbau (Seitenteile, Dach, Türen und Deckel; auch Fahrzeughut genannt) und bei den Systemteilen (Bauteile, die Plattform und Fahrzeugaufbau verbinden) unterscheiden.

Der MQB ist Nachfolger des Plattformkonzeptes, das seit 2005 bei der Volkswagen AG angewendet wird.[3]

Merkmale des MQB[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

MQB-Bodengruppe
35 Prozent der MQB-Bodenstruktur bestehen aus höchstfesten, warmumgeformten Stählen. Weitere 12 Prozent aus höchstfestem Dualphasenstahl. Mit diesem Werkstoffkonzept und optimierter Form ist die Bodengruppe 18 kg leichter als ihr Vorgänger.

Etwa 43 Modelle von Audi, Seat, Škoda und Volkswagen sowie zukünftig auch Volkswagen Nutzfahrzeuge werden mit den neuen verschiedenen Vorder- und Hinterwagen-Modulen gebaut. Diese Module lassen Kombinationen aus unterschiedlichen Radständen und Spurbreiten zu, die mit verringertem Gewicht aus neuen hochfesten warmumgeformten Stählen und Dualphasenstählen hergestellt werden. Durch die Vereinheitlichung der Baugruppen können in einer Fertigungslinie 30 Fahrzeuge in der Stunde gebaut werden, was bei höherem Bedarf mit zusätzlichen Industrierobotern auf 60 Fahrzeuge erhöht werden kann. Die Produktionslinien sind durch eine flexible Verschiebetechnik in der Lage, die unterschiedlichen Modelle gemischt aufzubauen. Die nach dem MQB-Standard gebauten Fahrzeuge sind zwischen 40 kg und 60 kg leichter als die vorherigen.

Der Modulare Produktionsbaukasten (MPB) für Anbauteile und Aggregate wird gleichzeitig mit dem MQB eingeführt, um die Produktion in den Werken der Volkswagen AG zu standardisieren.

Der Modulare Längsbaukasten (MLB) ist als Plattformkonzept für den längs eingebauten Antriebsstrang bereits seit 2007 in den Werken der Volkswagen AG, für die Marke Audi, im Einsatz.

Der Modulare Elektrobaukasten (MEB) ist für Batterie-elektrische Autos gedacht.[4]

Autos, die auf dem MQB basieren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Audi[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Volkswagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Škoda[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Klaus-Ulrich Blumenstock: Modularer Querbaukasten: VWs Auto-Baukasten für die Zukunft. auto motor und sport online, 6. September 2013
  2. Volkswagen-Mitarbeiterzeitung autogramm 1-2/2012, Rubrik 'Standorte': Der Baukasten für die Zukunft (online)
  3. VW: Adieu, Plattformstrategie. Manager Magazin online, 6. November 2000
  4. http://www.volkswagenag.com/content/vwcorp/info_center/de/themes/2016/01/CES_2016.html
  5. https://media.skoda-auto.com/en/_layouts/Skoda.PRPortal/pressrelease.aspx?ID=795