Modus ponendo tollens

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Der Modus ponendo tollens ist eine Schlussfigur der klassischen Aussagenlogik und eine Schlussregel vieler logischer Kalküle, die es erlaubt, aus zwei Sätzen mit den Formen Nicht (A und B). und A., den Prämissen, auf einen Satz der Form Nicht B. als Konklusion zu schließen:


modus ponendo tollens

Es wird also - inhaltlich gesprochen - aus dem Wissen, dass zwei bestimmte Sachverhalte nicht zugleich bestehen können, dass aber einer der beiden Sachverhalte sehr wohl besteht, darauf geschlossen, dass der andere der beiden nicht vorliegt.

Der lateinische Name Modus ponendo tollens, frei: "Schlussweise (modus), die durch das Setzen (ponendo) [einer Aussage] eine [andere] Aussage zurückweist (tollens), erklärt sich daraus, dass bei gegebener erster Prämisse, ¬(A ∧ B), durch das Setzen einer zweiten, positiven (unverneinten) Prämisse, A, eine Aussage, B, "zurückgewiesen" (verneint) wird.

Beispiel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus den Voraussetzungen „Es kann nicht sein, dass es regnet (A) und die Straße trocken ist (B)“ und „Es regnet (A)“ folgt logisch: „Die Straße ist nicht trocken (nicht B)“.

Beweis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die logische Äquivalenz der Aussagen ¬(A ∧ B) und A → ¬B folgt aus den Definitionen der Konjunktion, Subjunktion und der Negation.

A B A ∧ B ¬(A ∧ B)
f f f w
f w f w
w f f w
w w w f
A B ¬B A → ¬B
f f w w
f w f w
w f w w
w w f f

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]