Mohamed Gouaida

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Mohamed Gouaida
Personalia
Geburtstag 15. Mai 1993
Geburtsort SfaxTunesien
Größe 178 cm
Position Mittelfeld
Junioren
Jahre Station
0000–2011 Racing Straßburg
2011–2012 SC Freiburg
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2012–2014 SC Freiburg II 39 (4)
2014–2015 Hamburger SV II 27 (7)
2014–2015 Hamburger SV 11 (0)
2015–2016 → Karlsruher SC (Leihe) 17 (0)
2015 → Karlsruher SC II (Leihe) 1 (0)
2016–2017 → FC St. Gallen (Leihe) 13 (0)
2017–2018 Hamburger SV II 32 (9)
2018 Hamburger SV 1 (0)
2018– SV Sandhausen 0 (0)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)2
2015– Tunesien 3 (0)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: Saisonende 2017/18

2 Stand: 14. September 2015

Mohamed Gouaida (* 15. Mai 1993 in Sfax) ist ein tunesisch-französischer Fußballspieler, der beim Hamburger SV unter Vertrag steht und zur Saison 2018/19 zum SV Sandhausen wechselt.

Herkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gouaida wurde als jüngster von fünf Brüdern im tunesischen Sfax geboren.[1] Als er zwei Jahre alt war, zog seine Familie mit ihm ins französische Straßburg.[2] Er besitzt die tunesische und die französische Staatsbürgerschaft.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Verein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfänge in Straßburg und Freiburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gouaida begann mit dem Fußballspielen in der Jugend von Racing Straßburg. 2011 musste die Straßburger Fußballschule schließen, und Gouaida wechselte in die Fußballschule des SC Freiburg. Mit der A-Jugend gewann er den DFB-Junioren-Pokal. Zur Saison 2012/13 rückte er in die zweite Mannschaft auf. Dort erzielte er in seiner ersten Saison im Herrenbereich in 22 Spielen einen Treffer. In der Saison 2013/14, in der Gouaida in 17 Spielen drei Treffer erzielte, belegte das Team den zweiten Tabellenplatz, verzichtete aber auf die Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur 3. Liga.[3]

Bundesligadebüt beim Hamburger SV[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Saison 2014/15 wechselte Gouaida in die zweite Mannschaft des Hamburger SV. In der Hinrunde erzielte er in der Regionalliga Nord in 17 Spielen sechs Treffer und trug so zur Herbstmeisterschaft der U23 bei. Am 23. November 2014 absolvierte er unter Trainer Josef Zinnbauer, der zu Saisonbeginn noch sein Trainer in der zweiten Mannschaft gewesen war, sein Profidebüt beim 2:0-Sieg im Nordderby gegen Werder Bremen über die volle Spielzeit in der Bundesliga.[4] Er ist der erste Franzose, der für den HSV in der Bundesliga spielt.[5][6] Ende April 2015 erhielt Gouaida einen Profivertrag mit Laufzeit bis zum 30. Juni 2018.[7]

Auf Leihbasis in Karlsruhe und St. Gallen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Beginn der Saison 2015/16 wurde Gouaida vom Trainer Bruno Labbadia in den ersten drei Pflichtspielen nicht berücksichtigt. Er kam stattdessen zu drei Einsätzen in der zweiten Mannschaft. Um Spielpraxis auf höherem Niveau zu sammeln, wurde Gouaida am 26. August 2015 bis zum Saisonende in die 2. Bundesliga an den Karlsruher SC ausgeliehen.[8][9]

Zur Saison 2016/17 verlängerte Gouaida seine Vertragslaufzeit beim HSV bis zum 30. Juni 2019 und wechselte für ein Jahr auf Leihbasis in die Schweizer Super League zum von Josef Zinnbauer trainierten FC St. Gallen.[10][11] Dort kam er bis Mitte April auf 13 Einsätze. Nachdem Zinnbauer im Anfang Mai 2017 entlassen worden war[12], spielte er unter dem neuen Trainer Giorgio Contini keine Rolle mehr.

Rückkehr zum Hamburger SV[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab Ende Juni 2017 absolvierte Gouaida ein Probetraining beim österreichischen Bundesligisten SKN St. Pölten.[13][14] Nachdem ein Engagement nicht zustande gekommen war, wurde er vom HSV zur Vereinssuche freigestellt.[15] Ende Juli kehrte Gouaida schließlich zum HSV zurück, wurde von Markus Gisdol aber nicht in den Kader der ersten Mannschaft aufgenommen, sondern stattdessen in die zweite Mannschaft (U21) integriert.[16] Nachdem er in 17 Regionalligaeinsätzen drei Tore erzielt hatte, wurde er Ende November 2017 für einige Tage freigestellt, um ein Probetraining beim dänischen Erstligisten Odense BK zu absolvieren.[17] Zu einer Verpflichtung in der Wintertransferperiode kam es allerdings nicht.

Nachdem der U-21-Trainer Christian Titz im März 2018 die Profis übernommen hatte, wurde Gouadida wieder in den Profikader hochgezogen.[18] Am 31. März 2018 kam Gouaida erstmals seit drei Jahren wieder für den HSV in der Bundesliga zum Einsatz, als er beim 1:1-Unentschieden gegen den VfB Stuttgart in der Startelf stand.[19] Bis zum Saisonende folgten keine weiteren Einsätze mehr. In der zweiten Mannschaft kam Gouaida auf insgesamt 32 Einsätze, in denen er neun Tore erzielte. Während er mit der zweiten Mannschaft Vizemeister der Regionalliga Nord wurde, musste er mit den Profis den erstmaligen Gang des HSV in die 2. Bundesliga antreten.

SV Sandhausen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abstieg der Profis des HSV in die 2. Bundesliga wechselt Gouaida zur Saison 2018/19 zum Ligakonkurrenten SV Sandhausen.[20]

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund seiner Doppelstaatsbürgerschaft wäre Gouaida für den tunesischen und den französischen Fußballverband spielberechtigt gewesen. Im März 2015 wurde er von Georges Leekens erstmals in den Kader der tunesischen Nationalmannschaft berufen.[21] Gouaida gab sein Länderspieldebüt am 27. März 2015, als er bei der 0:2-Testspielniederlage gegen Japan in der 69. Spielminute für Änis Ben-Hatira eingewechselt wurde. Seinen ersten Pflichtspieleinsatz absolvierte Gouaida am 12. Juni 2015, als er beim 8:1-Sieg gegen Dschibuti am ersten Spieltag der Qualifikation zum Africa Cup 2017 in der 84. Spielminute für Ali Maâloul eingewechselt wurde.[22] Somit ist ein Verbandswechsel für Gouaida nicht mehr möglich.

Titel und Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. vgl. die Hamburger Morgenpost vom 26. März 2015, S. 34
  2. Hamburger SV: Mitten im Traum, 14. Januar 2015, abgerufen am 14. Januar 2015.
  3. Badische Zeitung: SC Freiburg II verzichtet auf den Aufstieg in die 3. Liga, 28. April 2014, abgerufen am 23. November 2014.
  4. Kicker Online: Joker Rudnevs reagiert am schnellsten, 23. November 2014, abgerufen am 23. November 2014.
  5. Hamburger Morgenpost: HSV-Nachwuchs überzeugt: Chapeau, Monsieur Gouaida!, 24. November 2014, abgerufen am 24. November 2014.
  6. Obwohl Gouaida in Tunesien geboren wurde und für sein Geburtsland aufläuft, wird er aufgrund seiner Doppelstaatsbürgerschaft als erster Franzose im Trikot des HSV genannt.
  7. HSV Fußball AG (Hrsg.): Mohamed Gouaida erhält Profivertrag bis 2018. In: Hamburger SV (HSV.de). 29. April 2015, archiviert vom Original am 1. Mai 2015; abgerufen am 29. April 2015.
  8. Demirbay und Gouaida wechseln auf Leihbasis hsv.de, abgerufen am 26. August 2015
  9. Mohamed Gouaida auf Leihbasis zum KSC ksc.de, abgerufen am 26. August 2015
  10. Gouaida verlängert und wird zum FC St. Gallen verliehen, Internetpräsenz des Hamburger SV, abgerufen am 22. Juni 2016
  11. FC St.Gallen Event AG (Hrsg.): Mohamed Gouaida verstärkt den FCSG. In: FCSG. 22. Juni 2016, abgerufen am 22. Juni 2016.
  12. FC St. Gallen: Giorgio Contini übernimmt Traineramt beim FCSG, 4. Mai 2017, abgerufen am 29. Juni 2017.
  13. Laola1.tv: St. Pölten testet HSV-Profi, 25. Juni 2017, abgerufen am 29. Juni 2017.
  14. SKN St. Pölten: Vucenovic entscheidet dritten Test!, 28. Juni 2017, abgerufen am 29. Juni 2017.
  15. Welt Online: HSV stellt drei Spieler frei - Papadopoulos zurück, 11. Juli 2017, abgerufen am 14. Juli 2017.
  16. Hamburger Abendblatt: Wolfsburg-Coach Andries Jonker lacht wegen Nicolai Müller, 17. Juli 2017, abgerufen am 26. Juli 2017.
  17. Siehe diesen Tweet des Hamburger SV vom 24. November 2017, abgerufen am 24. November 2017.
  18. Hamburger SV: Trainingsprotokoll: Tag Eins unter Titz, 13. März 2018, abgerufen am 30. März 2018.
  19. Kicker Online: Ginczek macht es Holtby nach, 31. März 2018, abgerufen am 31. März 2018.
  20. SV Sandhausen: Vier Neue für den SV Sandhausen, 29. Mai 2018, abgerufen am 29. Mai 2018.
  21. FTF: Liste des Joueurs convoqués pour les matchs amicaux Japon vs Tunisie (27/03) et Chine vs Tunisie (31/03), 19. März 2015, abgerufen am 20. März 2015.
  22. Vgl. den Spielbericht für der Website der CAF