Mohammed Atef

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Mohammed Atef

Mohammed Atef (arabisch ‏ محمد عاطف‎, DMG Muḥammad ʿĀṭif; * 1944 in Menufiya / Ägypten; † 16. November 2001 in Kabul) war ein führender Kopf der ägyptischen Terrororganisation al-Dschihad und hochrangiges Mitglied der islamistischen Terrororganisation al-Qaida. Er wurde im Zuge des US-Einmarsches in Afghanistan bei von einer US-Drohne getötet und ist weltweit das erste bekannte Opfer eines Drohnenangriffs.[1]

Atef bekleidete einen Posten innerhalb der ägyptischen Polizeikräfte. Er wurde 1981 aufgrund seiner Beteiligung am Attentat auf Anwar as-Sadat inhaftiert.[2] In den frühen 90er Jahren schloss er sich zusammen mit Aiman al-Sawahiri der al-Qaida bin Ladens an. Er diente in der Organisation als Koordinator für bewaffnete Operationen. Ihm wurde vorgeworfen, maßgeblich an der Planung der Anschläge vom 11. September und der Attentate auf US-Botschaften in Nairobi und Daressalam 1998 beteiligt gewesen zu sein.[3] US-Stellen vermuteten ebenso, dass er bei der Entsendung von Kämpfern nach Somalia beteiligt gewesen war. Diese sollen bei der Schlacht von Mogadischu somalische Milizen unterstützt haben, die gegen die US-Truppen und Blauhelmsoldaten kämpften. Der somalische Warlord Mohammed Farah Aidid bestritt allerdings, Hilfe von al-Qaida erhalten zu haben.[4]

Des Weiteren unterhielt er enge familiäre Beziehungen zu bin Laden. Im Dezember 2000, drei Monate nach dem Anschlag auf den US-Zerstörer USS Cole (DDG-67) verheiratete er seine Tochter mit einem Sohn bin Ladens.[5]

Atef wurde am 16. November 2001 während von US-Truppen in einem Vorort von Kabul mittels einer von einer MQ-1 Predator-Drohne abgeschossenen AGM-114-Hellfire-Rakete getötet.[6][7][1]

Pseudonyme Atefs waren Abu Hafs, Abu Hafs al-Masri, Abu Hafs al-Masri al-Khabir, Taysir, Scheich Taysir Abdullah und Abu Khadidscha.

Quellenangaben[Bearbeiten]

  1. a b Stefan Lehmacher: Drohnen - Tod aus der Luft. In: webstory.zdf.de. ZDF, Juli 2015, abgerufen am 28. Juli 2015.
  2. Jason Burke: Al-Qaeda, Penguin Books, London 2003 S. 76.
  3. Burke 2003, S. 149.
  4. Burke 2003, S. 148f.
  5. Burke 2003, S. 213.
  6. Burke 2003, S. 259
  7. Redaktion: Biographie: Mohammed Atef. In: onze-septembre.com. Abgerufen am 28. Juli 2015 (französisch).

Weblinks[Bearbeiten]