Mohr im Hemd

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„Mohr im Hemd“, wie er in einem Wiener Kaffeehaus serviert wird.

Der Mohr im Hemd ist eine österreichische Süßspeise. Sie besteht hauptsächlich aus Schokolade, Brotbröseln, Zucker, Eidotter, Mandeln und Rotwein und hat die Form eines kleinen Gugelhupfs. Wie der englische Christmas Pudding wird der Mohr im Hemd im Wasserbad gekocht. Danach wird er mit heißer Schokoladensoße übergossen und mit Schlagobers garniert. Gelegentlich wird die Süßspeise mit Eis serviert als Eismohr im Hemd bezeichnet. Man bekommt den Mohr im Hemd in österreichischen Kaffeehäusern und Gaststätten sowie vereinzelt auch in bayerischen Konfiserien. Der Ausdruck im Hemd bezieht sich auf das (weiße) Schlagobers, das den Schokokuchen umhüllt.

Kontroverse um die Bezeichnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit einigen Jahren entstehen immer wieder Diskussionen darüber, ob die Bezeichnung Mohr im Hemd ersetzt werden soll (z. B. durch Schokokuchen mit Schlag, Schokohupf oder Kakaohupf).[1] Die Befürworter einer Umbenennung argumentieren, dass der Begriff Mohr aus historischen Gründen diskriminierend sei. Verteidiger der traditionellen Benennung halten dem entgegen, Mohr sei ein veralteter Begriff, der fast ausschließlich in der Kunst (Othello), Redewendungen (Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan), historisch (dabei aber nur selten abwertend) oder wie hier als Teil von alten Bezeichnungen (Mohrenapotheke) verwendet wird.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Véronique Witzigmann:Ein süßes Stück vom Glück - Lieblingsrezepte für Mehlspeisen, Blechkuchen & mehr. Südwest Verlag.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Politische Korrektheit à la carte (abgerufen am 5. November 2015)
  2. Wie rassistisch der Begriff „Mohr“ wirklich ist in der Presse vom 20. März 2012 abgerufen am 15. Februar 2016