Mojo Club

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Ehemalige Räume des Mojo Clubs
Der neue Mojo Club im Rohbau im Juli 2012 in den Tanzenden Türmen

Der Mojo Club ist ein Musik-Club auf der Reeperbahn in Hamburg. Der Club wurde 1989 gegründet und galt in den 1990er Jahren als Vorreiter moderner Breakbeat-orientierter Klänge wie Acid Jazz und hatte eine große Bedeutung für den Dancefloor Jazz.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Mojo Club wurde 1989 gegründet. Er zog 1991 an das östliche Ende der Reeperbahn in ein leer stehendes, ehemaliges Bowlingcenter um. Ein charakteristisch umkränztes „M“ wurde das Logo des Mojo Club. Im Mojo Club traten unter anderem Gilles Peterson, Massive Attack, Moloko, die Propellerheads, Pizzicato Five, Roni Size, Goldie, die E-Z Rollers und Kruder & Dorfmeister auf.

Dort etablierten sich die Clubreihen „Electric Mojo“ und „Dancefloor Jazz“. Daneben gab es ein ergänzende Kulturprogramm mit den seit 1993 abgehaltenen „Urban Poetry“- und „Macht Club“-Lesungen sowie Raphaël Marionneaus „Le Café Abstrait“. Letztere ebneten 1996 dem Chillout-Sound den Weg.

Von 1992 bis 1997 betrieb der Mojo Club in Hamburg zwei Modeläden „Mojo-The Shop“.

Der Mojo Club wurde im April 2003 geschlossen und das Gebäude im November 2009 abgerissen.

Auf dem Gelände an der Reeperbahn 1 entstanden von 2010 bis 2012 mit den Tanzenden Türmen drei neue Gebäude, in die gemeinsamen Untergeschosse wurde der neue Mojo Club integriert. Der Eingang ist auf dem Vorplatz Reeperbahn 1 eingelassen und kann durch zwei Bodenluken betreten werden, daneben gibt es im Erdgeschoss ein Mojo-Café. Die ursprünglich für den 1. September 2012 vorgesehene Eröffnung wurde mehrfach verschoben und erfolgte schließlich am 2. Februar 2013.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dancefloor Jazz 1992–2008 Das Plattenlabel Universal Records brachte eine Sampler-Reihe mit dem Titel Mojo Club Presents Dancefloor Jazz heraus, von der zwischen 1992 und 2005 insgesamt zwölf Folgen publiziert wurden; Folge 13 wurde 2008 von Edel Records veröffentlicht. 2013 wurden die Mojo Club Presents Dancefloor Jazz Compilations von Universal als limitierte Vinyl Edition erneut veröffentlicht. Der Konzertmitschnitt „Joyce Live at the Mojo Club“ kann musikalisch den Dancefloor Jazz Veröffentlichungen zugerechnet werden.

Electric Mojo, Remix Alben 1997–2008

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Inhaltlich können die beiden Reihen Electric Mojo und The Remix Album, sowie die Tonträger von Michael Sauer, Pulser SG und Rogue Soul der breakbeat-orientierten Clubreihe Electric Mojo zugeordnet werden.

The Mojo Club Sessions - ab 2014 Bei dieser in Kooperation mit Edel Records veröffentlichten Serie handelt es sich um rein analoge Aufnahmen. Von den Mikrophonen über den Mitschnitt auf Studer- oder Nagra-Tonband-Maschinen, bis zum Mastering und dem Schnitt des Musiksignals in die Lackfolie wird auf digitale Hilfsmittel verzichtet. Die Aufnahmen für diese Serie werden vor Ort und während des Entstehens der Musik von bis zu 18 Kanälen direkt auf die beiden Stereospuren gemischt. Die Veröffentlichung erfolgt nur auf Schallplatte.[1]

Gesamtkatalog

  • Mojo Club Presents Dancefloor Jazz (1992) CD, LP
  • Mojo Club Presents Dancefloor Jazz, Vol. 2 „For What It's Worth“ (1993) CD, LP
  • Mojo Club Presents Dancefloor Jazz, Vol. 3 „Work to Do“ (1994) CD, 2LP
  • Mojo Club Presents Dancefloor Jazz, Vol. 4 „Light My Fire“ (1995) CD, LP
  • Joyce - „Joyce Live at the Mojo Club“ (1995) CD, LP
  • Mojo Club Presents Dancefloor Jazz, Vol. 5 „Sunshine of Your Love“ (1996) CD, 2LP
  • Mojo Club Presents Dancefloor Jazz, Vol. 6 „Summer in the City“ (1997) CD, LP
  • Electric Mojo, Vol. 1 „The New Format Jazz Sessions“ (1997) CD, LP
  • Electric Mojo, Vol. 2 „Are Friends Electric?“ (1998) CD, LP
  • Mojo Club Presents Dancefloor Jazz, Vol. 7 „Give Me Your Love“ (1998) CD, 2LP
  • Mojo Club Presents Dancefloor Jazz, Vol. 8 „Love the One You're With“ (1999) CD, 2LP
  • The Remix Album (1999) CD, 2LP
  • Mojo Club Presents Dancefloor Jazz, Vol. 9 „Never Felt So Free“ (2000) CD, 2LP
  • Mojo Club Presents Dancefloor Jazz, Vol. 10 „Love Power“ (2001) CD, 2CD, 3LP
  • The Remix Album, Part 2(2001) CD, 2LP
  • Michael Sauer vs. Phoneheads „Why and How“ (2001) CD Single
  • Pulser SG - „How Do You Want It“ (2001) CD Single
  • Mojo Club Presents Dancefloor Jazz, Vol. 11 „Right Now“ (2002) CD, 2LP
  • Electric Mojo, Vol. 3 (2002) CD
  • Mojo Club Presents Dancefloor Jazz, Vol. 12 „Feeling Good“ (2005) CD, 2LP
  • Mojo Club Presents Dancefloor Jazz, Vol. 13 „If You Want My Love“ (2008) CD, 2LP
  • Rogue Soul - „Rogue Soul“ (2008) CD
  • Shantel & Bucovina Club Orkestar - „The Mojo Club Session“ (2014) 2LP

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Edel Germany GmbH (Hrsg.): Das Vinylprogramm von Edel:Kultur, Vol.2, April 2013, S. 15 (abgerufen am 7. Dezember 2014 23:30)

Koordinaten: 53° 32′ 58″ N, 9° 58′ 4″ O