Moldau beim Eurovision Song Contest

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Bilanz

Flagge der Republik Moldau
Übertragende Rundfunkanstalt
TRM
Erste Teilnahme
2005
Anzahl der Teilnahmen
14 (Stand 2018)
Höchste Platzierung
3 (2017)
Höchste Punktzahl
374 (2017)
Niedrigste Punktzahl
13 (2014 SF)
Punkteschnitt (seit erstem Beitrag)
62,17 (Stand 2016)
Punkteschnitt pro abstimmendem Land im 12-Punkte-System
1,58 (Stand 2016)

Dieser Artikel befasst sich mit der Geschichte der Republik Moldau als Teilnehmer am Eurovision Song Contest.

Regelmäßigkeit der Teilnahme und Erfolge im Wettbewerb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Moldau nahm 2005 zum ersten Mal am Wettbewerb teil. Seitdem setzte man kein Jahr aus. Mit einem zweiten Platz im Halbfinale und einem sechsten Platz im Finale für Bunica bate toba gelang ein erfolgreiches Debüt, an das man erst 2017 wieder anschließen konnte. 2008 scheiterte Moldau an der Finalqualifikation, in den anderen Jahren schwankten die Platzierungen im Finale zwischen Platz 10 (2007) und Platz 22 (2010). 2014 wurde mit dem letzten Platz im ersten Semifinale das bisher schlechteste Ergebnis erzielt, Moldau war außerdem mit 13 Punkten das am schlechtesten bewertete aller teilnehmenden Länder, die im Halbfinale ausgeschieden sind. 2015 scheiterte Moldau zum dritten Mal bei elf Teilnahmen an der Finalhürde und zum zweiten Mal hintereinander, diesmal jedoch auf Platz 11. Auch 2016 konnte sich das Land nicht für die Finalshow qualifizieren und landete auf dem vorletzten Platz im Halbfinale. 2017 konnte sich Moldau schließlich erstmals seit 2013 für das Finale qualifizieren, in welchem es den dritten Platz belegte und somit sein zuvor bestes Ergebnis übertreffen konnte. Insgesamt landeten vier (2005, 2007, 2017 und 2018) von 14 Beiträgen in den Top 10. Ebenso häufig landete Moldau im Mittelfeld (2009 auf Platz 14, 2011 auf Platz 12, 2012 und 2013 auf Platz 11).

Sprachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bunica bate toba wurde 2005 auf Englisch und in der Landessprache Rumänisch vorgestellt. Loca wurde im Jahr darauf überwiegend auf Englisch gesungen, enthielt aber auch einige Worte auf Spanisch. Fight war 2007 der erste Beitrag, der komplett auf Englisch gesungen wurde, gleiches gilt für 2008–2012 sowie 2014. Bisher wurde kein Beitrag von dem Originalinterpreten auch in einer anderen Sprache aufgenommen.[1] 2009 sang Nelly Ciobanu ihr Lied Hora din Moldova auf Englisch und Rumänisch. 2010, 2011 und 2012 wurde wieder völlig auf Englisch gesungen (mit Ausnahme der moldauischen Titelzeile 'Lautar' 2012). Der Beitrag von 2013 wurde zunächst im Vorentscheid in Englisch gesungen, im Wettbewerb aber in der Landessprache. Seit 2014 wurden wieder alle Beiträge vollständig auf Englisch gesungen.

Liste der Beiträge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Farblegende: – 1. Platz. – 2. Platz. – 3. Platz. – Punktgleichheit mit dem letzten Platz. – ausgeschieden im Halbfinale/in der Qualifikation/im osteuropäischen Vorentscheid. – keine Teilnahme/nicht qualifiziert.

Jahr Interpret Titel
(Musik/Text)
Sprache Übersetzung Finale Halbfinale/
Qualifikation
Platz Punkte Platz Punkte
2005 Zdob și Zdub Bunica bate toba
(Mihai Gîncu / Roman Iagupov)
Rumänisch Großmama haut auf die Pauke 6 / 24 148 2 / 25 207
2006 Arsenium feat. Natalia Gordienco & Connect-R Loca
(Arsenium)
Englisch Verrückt 20 / 24 22 Direkt für das Finale qualifiziert
2007 Natalia Barbu Fight
(Alexandru Brașoveanu / Elena Buga)
Englisch Kampf 10 / 24 109 10 / 28 91
2008 Geta Burlacu A Century of Love
(Oleg Baraliuc / Viorica Demici)
Englisch Ein Jahrhundert der Liebe Ausgeschieden 12 / 19 36
2009 Nelly Ciobanu Hora din Moldova
(Veaceslav Daniliu / Andrei Hadjiu, Nelly Ciobanu)
Rumänisch Tanz von Moldau 14 / 25 68 5 / 19 106
2010 SunStroke Project & Olia Tira Run Away
(Anton Ragoza / Alina Galitcaía)
Englisch Wegrennen 22 / 25 27 10 / 17 52
2011 Zdob și Zdub So Lucky
(Roman Yagupov, Mihai Gincu, Marc Elsner / Andy Shuman, Marc Elsner)
Englisch So glücklich 12 / 25 97 10 / 19 54
2012 Pasha Parfeny Lăutar
(Pavel Parfeni & Alex Brașoveanu / Pavel Parfeni)
Rumänisch, Englisch Musiker (Fiedler) 11 / 26 81 5 / 18 100
2013 Aliona Moon O mie
(Pasha Parfeny / Yuliana Scutari, Serghei Legheida)
Rumänisch Ein Tausend 11 / 26 71 4 / 16 95
2014 Cristina Scarlat Wild Soul
(Ivan Aculov / Lidia Scarlat)
Englisch Wilde Seele Ausgeschieden 16 / 16 13
2015 Eduard Romanyuta I Want Your Love
(Erik Lewander, Hayley Aitken, Tom Andrews)
Englisch Ich will Deine Liebe Ausgeschieden 11 / 16 41
2016 Lidia Isac Falling Stars
(Gabriel Alares, Sebastian Lestapier, Ellen Berg, Leonid Gutkin)
Englisch Fallende Sterne Ausgeschieden 17 / 18 33
2017 SunStroke Project Hey Mamma
(SunStroke Project, Alina Galetskaia)
Englisch Hey Mama 3 / 26 374 2 / 18 291
2018 DoReDoS My Lucky Day
(Filipp Kirkorow, John Ballard)
Englisch Mein Glückstag 10 / 26 209 3 / 18 235


Nationale Vorentscheide[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cristina Scarlat, 2014 in Kopenhagen
Eduard Romanyuta, 2015 in Wien
Lidia Isac, 2016 in Stockholm

2006[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor dem moldauischen Vorentscheid 2006 wurde ein großes Halbfinale mit insgesamt 25 Teilnehmern veranstaltet,[2] von denen sich die 13 besten für das Finale qualifizierten. Letzteres endete in einem Desaster: Drei Teilnehmer landeten mit gleicher Punktzahl auf dem ersten Platz. Für diesen Fall war in den Regeln keine Lösung vorgesehen, woraufhin der Vorentscheid vertagt wurde. Drei Wochen später fand ein neuer Vorentscheid mit fünf Teilnehmern statt. Nur einer von diesen hatte am ersten Vorentscheid teilgenommen, die anderen vier waren komplett neu ausgewählt worden.[3]

2007[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2007 wurden die moldauische Vertreterin und ihr Titel intern ausgewählt. Dennoch wurden die 35 eingereichten Beiträge im Internet veröffentlicht[4] und über das Fortschreiten des Entscheidungsprozesses berichtet.

2010[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2010 wurde vom moldauischen Fernsehen eine Auswahlshow veranstaltet. In zwei Halbfinalen und einem Finale wurde der Vertreter per Tele- und SMS-Voting bestimmt.

2005 und 2011[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2005 wurde ein „klassischer“ Vorentscheid veranstaltet, an dem 15 Künstler mit je einem Titel teilnahmen. Der Sieger wurde durch eine Jury und Televoting bestimmt, je mit einer Gewichtung von 50 %.[5] 2011 nahmen 20 statt 15 Lieder teil. Gewonnen haben wie auch im Debütjahr 2005 Zdob și Zdub.

2012[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2012 wurde wieder ein klassischer Vorentscheid im Fernsehen veranstaltet. Am 10. März wurde in einer Fernsehshow ein Televoting veranstaltet. Die zuständige Rundfunkanstalt TRM veröffentlichte die teilnehmenden Lieder vorab im Internet.

2013[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 15. Januar 2013 veröffentlichte die TRM 49 Künstler auf ihrer Internetseite. Eine Jury aus Experten und ehemaligen Teilnehmern der Eurovision wählen aus diesen 24 Teilnehmer für die Auswahlshows aus. Die beiden Halbfinals fanden am 12. und 14. März in den Studios des TRM statt. In jedem qualifizierten sich jeweils sechs Künstler für das Finale am 16. März. Aus diesem ging die Sängerin Aliona Moon mit dem Lied 'A Million' als Siegerin hervor.

2014[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum 31. Januar konnten moldauische Künstler ihr Lied bei der TRM einreichen. Am 1. Februar traten die Interpreten vor einer Live-Jury auf die 24 Teilnehmer für zwei Halbfinale die am 11. und 13. März in Kischinau stattfanden. Aus jedem qualifizierten sich jeweils 6 für das Finale am 15. März. Alle drei Shows wurden Live auf Moldova 1 und im Internet im Live-Stream übertragen.

2015[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pro Semifinale, die am 24. und 26. Februar stattfanden, qualifizierten sich sieben von zwölf Teilnehmern direkt für das Finale via 50 % Jury- und 50 % Televoting. Aus den ausgeschiedenen Beiträgen erreicht zwei weitere durch ein separates Televoting das Finale am 28. März, das der Ukrainer Eduard Romanyuta für sich entscheiden konnte. Dabei kam es zu Vorwürfen bezüglich Manipulationen beim Televoting zugunsten Romanyutas. Diese Anschuldigungen blieben jedoch haltlos und er vertrat Moldau nach diversen Versuchen in der Ukraine, die 2015 nicht am ESC teilnahm, beim 1. Semifinale, wo er mit 41 Punkten und Platz 11 denkbar knapp ausschied.[6]

2016[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Finale des moldauischen Vorentscheids O Melodi Pentru Europa für Stockholm fand am 27. Februar 2016 statt, die Halbfinalrunden am 23. und 25. Februar 2016. Entgegen der Regelung von 2015 dürfen lediglich moldauische Interpreten antreten.

Punktevergabe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Länder erhielten die meisten Punkte von oder vergaben die meisten Punkte an Moldau:

Die meisten im Finale vergebenen Punkte
Platz Land Punkte
1 RumänienRumänien Rumänien 125
2 RusslandRussland Russland 090
3 UkraineUkraine Ukraine 080
4 AserbaidschanAserbaidschan Aserbaidschan 056
5 SchwedenSchweden Schweden 036
Die meisten im Finale erhaltenen Punkte
Platz Land Punkte
1 RumänienRumänien Rumänien 94
2 PortugalPortugal Portugal 52
3 UkraineUkraine Ukraine 49
4 RusslandRussland Russland 40
5 WeissrusslandWeißrussland Weißrussland 35
Die meisten insgesamt vergebenen Punkte
Platz Land Punkte
1 RumänienRumänien Rumänien 185
2 RusslandRussland Russland 154
3 UkraineUkraine Ukraine 126
4 AserbaidschanAserbaidschan Aserbaidschan 084
5 WeissrusslandWeißrussland Weißrussland 073
Die meisten insgesamt erhaltenen Punkte
Platz Land Punkte
1 RumänienRumänien Rumänien 158
2 RusslandRussland Russland 101
3 WeissrusslandWeißrussland Weißrussland 088
4 UkraineUkraine Ukraine 087
5 PortugalPortugal Portugal 080

Stand: 2017

Vergaben der Höchstwertung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Moldau vergab die Höchstpunktzahl überwiegend an Rumänien.

Erhaltendes Land
Jahr Land Platz
2005 LettlandLettland Lettland 5
2006 RumänienRumänien Rumänien 4
2007 RumänienRumänien Rumänien 13
2008 RumänienRumänien Rumänien 20
2009 RumänienRumänien Rumänien 19
2010 RumänienRumänien Rumänien 3
2011 RumänienRumänien Rumänien 17
2012 RumänienRumänien Rumänien 12
2013 UkraineUkraine Ukraine 3
2014 RumänienRumänien Rumänien 12
2015 RumänienRumänien Rumänien 15
2016 UkraineUkraine Ukraine (J) 1
RusslandRussland Russland (T) 3
2017 RumänienRumänien Rumänien (J & T) 7
2018 EstlandEstland Estland (J) 8
IsraelIsrael Israel (T) 1

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2014 belegte man den letzten Platz im Halbfinale mit nur 13 Punkten, welches das schlechteste Abschneiden für Moldau überhaupt darstellte.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. diggiloo.net
  2. geocities.ws
  3. geocities.ws
  4. esctoday.com
  5. geocities.ws
  6. natfinals.50webs.com