Molise

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Molise
Flagge der Region Molise

Wappen der Region Molise
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Über dieses Bild
Basisdaten
Hauptstadt Campobasso
Provinzen 2
Fläche 4.437,65 km² (19.)
Einwohner 302.265 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte 68,1 Einwohner/km²
Website www.regione.molise.it
ISO 3166-2 IT-67
Präsident Donato Toma (FI)

Reliefkarte der Region Molise

Molise ist eine italienische Region auf der Apenninhalbinsel an der Adria mit einer Fläche von 4438 km² und 302.265 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2019). Damit ist es nach dem Aostatal die nach Fläche und Bevölkerungszahl zweitkleinste Region. Hauptstadt ist Campobasso. Die Region besteht aus den Provinzen Campobasso und Isernia. Sie teilt die Geschichte der Nachbarregionen Abruzzen und Apulien. Im Molise finden sich auch ethnische Minderheiten der Arbëresh und Moliseslawen. Beide Minderheiten sind in der Provinz Campobasso zu finden.

Molise ist erst seit 1963 eine eigenständige Region. Davor gehörte sie zu den Abruzzen und bildete gemeinsam mit diesen eine Verwaltungseinheit.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beschreibung: In Rot ein silberner Schräglinksbalken und ein silberner achtzackiger Stern im rechten Obereck.

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Provinzen des Molise

Zur Region Molise gehören die folgenden beiden Provinzen:

Provinz Hauptstadt ISO Gemeinden Einwohnerzahl
(31. Dezember 2019)
Fläche (km²) Bevölkerungs-
dichte (Einw./km²)
Campobasso Campobasso IT-CB 84 218.679 2.908,80 75
Isernia Isernia IT-IS 52 83.586 1.528,85 55
Molise Campobasso IT-67 136 302.265 4.437,65 68

Wichtige Städte und Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende sind die größten Städte und Gemeinden in Molise:

Gemeinde Provinz Einwohner
Campobasso Campobasso 49.262
Termoli Campobasso 33.583
Isernia Isernia 21.666
Venafro Isernia 11.209
Bojano Campobasso 8.178

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landschaft des Molise teilt sich in Alto Molise, welches durch hohe Bergzüge, eine teils unberührte Natur und stille Bergdörfer geprägt ist, und in Basso Molise, dessen Hügellandschaft sich bis zur etwa 50 km weit reichenden Küste von Molise erstreckt.

Die Region war 2018 von mehreren starken Erdbeben, bis zu Magnitude 4.9 (nach Geoforschungszentrum Potsdam) betroffen.[2]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2015 lag das regionale Bruttoinlandsprodukt je Einwohner, ausgedrückt in Kaufkraftstandards, bei 69 % des Durchschnitts der EU-28.[3] Mit einem Wert von 0,867 erreicht Molise Platz 15 unter den 20 Regionen Italiens im Index der menschlichen Entwicklung.[4]

Im Jahr 2017 betrug die Arbeitslosenquote 14,6 % und lag damit über dem landesweiten Durchschnitt.[5]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kunst und Geschichte
  • Otto Lehmann-Brockhaus: Abruzzen und Molise. Kunst und Geschichte (= Römische Forschungen der Bibliotheca Hertziana. Band 23). Prestel-Verlag, München 1983, ISBN 3-7913-0600-6 (biblhertz.it – Die Online-Version enthält auch die Textabbildungen (Grundrisse), aber nicht die 338 Abbildungen des Tafelteils.).
  • Elfriede Pokorny: Molise. Entdeckungsreise durch das ländliche Italien zwischen Adria und Apennin (= DuMont-Kunst-Reiseführer). DuMont Buchverlag, Köln 1994, ISBN 3-7701-2694-7.
  • Roger Willemsen, Ekkehart Rotter: Abruzzen und Molise. Romanische Abteien, trutzige Kastelle und Barockkirchen zwischen Hochgebirge und Adriaküste. Mit einem Beitrag von Elfriede Pokorny (= DuMont-Kunst-Reiseführer). DuMont Buchverlag, Köln 1998, ISBN 3-7701-4399-X.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Molise – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Molise – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2019.
  2. Neue starke Erdbeben in Molise verursachen Schäden und Verletzungen | Erdbebennews. Abgerufen am 3. April 2019 (deutsch).
  3. Eurostat. Abgerufen am 15. April 2018.
  4. Sub-national HDI – Area Database – Global Data Lab. Abgerufen am 12. August 2018 (englisch).
  5. Arbeitslosenquote, nach NUTS-2-Regionen. Abgerufen am 5. November 2018.

Koordinaten: 41° 37′ N, 14° 29′ O