Mollenstorf

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Mollenstorf (Mecklenburg-Vorpommern)
Mollenstorf
Mollenstorf
Lage von Mollenstorf in Mecklenburg-Vorpommern

Kirche mit Glockenstuhl
Herrenhaus

Mollenstorf ist ein Ortsteil der Stadt Penzlin im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland).

In der bis zum 7. Juni 2009 selbständigen Gemeinde Mollenstorf lebten 248 Einwohner (31. Dezember 2007) auf 11,1 km².[1] Letzter ehrenamtlicher Bürgermeister Mollenstorfs war August Muth.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mollenstorf liegt vier Kilometer westlich des Stadtkerns von Penzlin. Zur Gemeinde Mollenstorf gehörte der Ortsteil Ave.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebiet um Mollenstorf muss, wie ganz Mecklenburg-Vorpommern, schon sehr früh durch jungsteinzeitliche Kulturen besiedelt gewesen sein. Davon zeugen zahlreiche Bodenfunde. Unweit des Weges von Mollenstorf nach Groß Vielen liegt eine Gruppe von drei Hügelgräbern aus der Bronzezeit, die als archäologische Denkmale geschützt sind und auch in der Sagenwelt ihren Niederschlag fanden. [2][3]

Wahrscheinlich wurde der Ort früher Mollenstorp und Mollenstorf genannt, [4] und ab 1558 Mollenstorf.

Die Kirche wurde erstmals 1335 erwähnt und ist ein frühgotischer Bau in Form eines Vierecks, um das der Friedhof angelegt ist. Ein freistehender Glockenstuhl steht an der Westseite der Kirche mit zwei Glocken aus dem 14. und 15. Jahrhundert.

Bis 1548 besaß die Familie Bardenfleth das Gut Mollenstorf; es folgten bis 1764 die Familien Johann von Lucka (mecklenburgischer Kanzler), von Below, von Holstein, von Kahlden, von Bibow.

1764 erwarb Justus von Gundlach das Gut Mollenstorf; es blieb dann bis 1945 in den Händen der Familie. Das zweigeschossige wuchtige Herrenhaus entstand um 1880. Um 1897 wurden die Landarbeiterhäuser, ein großer Pferdestall und die Scheune erbaut. Dadurch entstand der Gutscharakter des Dorfes. 1923 erhielt das Dorf elektrischen Strom.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Glocke mit Einschusslöchern von 1945

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Penzlin

  • Gotische Kirche vom 14. Jahrhundert mit Glockenstuhl
  • Herrenhaus Mollenstorf von um 1880 und Gutsanlage

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mollenstorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2009, 2. Liste
  2. Archäologie und Denkmalpflege: Grabhügel: Monumente für die Ewigkeit, abgerufen am 10. Dezember 2010
  3. Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven: @1@2Vorlage:Toter Link/www.touristikkarte.deBodendenkmale in der Volksüberlieferung, abgerufen am 10. Dezember 2010
  4. Laut zweitem Personen-Register des mecklenburgischen Urkundenbuches

Koordinaten: 53° 30′ N, 13° 1′ O