Mona Barthel

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Mona Barthel Tennisspieler
Mona Barthel
Mona Barthel 2015 in Rom
Nation: DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag: 11. Juli 1990
Größe: 185 cm
Gewicht: 69 kg
1. Profisaison: 2009
Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand
Trainer: Christopher Kas
Preisgeld: 2.941.280 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 325:223
Karrieretitel: 4 WTA, 5 ITF
Höchste Platzierung: 23 (18. März 2013)
Aktuelle Platzierung: 47
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 55:75
Karrieretitel: 2 WTA, 1 ITF
Höchste Platzierung: 63 (14. September 2015)
Aktuelle Platzierung: 233
Grand-Slam-Bilanz
Mixed
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox:
11. Dezember 2017
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Mona Barthel (* 11. Juli 1990 in Bad Segeberg) ist eine deutsche Tennisspielerin. Auf der WTA Tour gewann sie bislang vier Einzel- und zwei Doppeltitel.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Barthel begann im Alter von drei Jahren Tennis zu spielen. Ihr bevorzugter Untergrund ist der Hartplatz. Nach dem Abitur 2009 an der Klaus-Groth-Schule Neumünster startete sie im September desselben Jahres eine Profikarriere. Während ihrer Schulzeit erreichte sie im WTA-Ranking Platz 498. In der Tennis-Bundesliga spielt sie für den TC Blau-Weiss Bocholt, mit dem sie 2012 Deutsche Mannschaftsmeisterin wurde. Mona Barthel ist in Neumünster aufgewachsen und hat dort auch ihren Wohnsitz.

2009 bis 2011: Erste Erfolge auf der ITF Tour[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ihr größter Erfolg im Jahr 2009 war der Einzug ins Halbfinale des mit 75.000 US-Dollar dotierten ITF-Turniers im britischen Shrewsbury. Als Qualifikantin besiegte sie im Hauptfeld die an Position eins gesetzte Tschechin Lucie Hradecká (WTA 60).

In der Saison 2010 gewann Barthel drei ITF-Titel. Im Januar gewann sie das Turnier im britischen Wrexham durch einen Endspielsieg über Anne Kremer (LUX). Den bis dahin größten Erfolg ihrer Karriere erreichte sie mit den beiden Turniersiegen im belgischen Torhout. Im Einzel setzte sie sich, als Qualifikantin gestartet, gegen die Kanadierin Rebecca Marino durch. Im Doppel besiegte sie zusammen mit Justine Ozga die tschechisch-russische Paarung Hana Birnerová und Jekaterina Bytschkowa.

Bei den French Open 2011 gelang ihr nach überstandener Qualifikation erstmals der Sprung ins Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers. In der ersten Runde besiegte sie Sybille Bammer mit 6:1, 7:5. Nur eine Woche später schaffte sie den Einzug ins Halbfinale des WTA-Turniers in Kopenhagen, wo sie der Weltranglistenersten Caroline Wozniacki mit 1:6, 2:6 unterlag.

2012: Erster WTA-Titel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Beginn des Jahres 2012 gewann Barthel das Moorilla International in Hobart, ein Vorbereitungsturnier der Australian Open. Als Qualifikantin spielte sie sich mit Siegen u.a. über Anabel Medina Garrigues (WTA 27, an Nummer 2 gesetzt), Jarmila Gajdošová (WTA 33) und Angelique Kerber (WTA 32) bis ins Finale, wo sie sich gegen die topgesetzte Yanina Wickmayer (WTA 26) klar mit 6:1, 6:2 durchsetzte und ihr erstes WTA-Turnier gewann. Bei den Sony Ericsson Open in Miami konnte Barthel mit Jelena Janković (WTA 15), der ehemaligen Weltranglistenersten, erstmals eine Top-20-Spielerin besiegen (6:0, 6:3). In Stuttgart stieß sie, mit einer Wildcard ausgestattet, bis ins Viertelfinale vor. Dabei besiegte sie sowohl Ana Ivanović (WTA 15), eine weitere ehemalige Nummer 1, als auch Marion Bartoli (WTA 7) glatt in zwei Sätzen. Mit Bartoli schlug Barthel auch die erste Top-Ten-Spielerin. Im Viertelfinale musste sie sich mit 4:6, 7:63, 5:7 der Weltranglistenersten Wiktoryja Asaranka geschlagen geben. Nach den Australian Open, Doha und Indian Wells war es die vierte Niederlage gegen Asaranka in diesem Jahr. Beim WTA Turnier in Madrid unterlag Barthel in Runde zwei Caroline Wozniacki knapp mit 4:6, 6:72, nachdem sie in der ersten Runde Julia Görges besiegt hatte. Beim Turnier in Straßburg schied sie in der ersten Runde aus.

Bei den French Open 2012 war Barthel im Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers erstmals gesetzt.[1] Doch sie verlor bereits in der ersten Runde gegen die 18-jährige Qualifikantin Lauren Davis mit 1:6 und 1:6. In Båstad erreichte sie mit einem 6:3-, 6:4-Sieg über Sofia Arvidsson das Halbfinale, wo sie sich Polona Hercog mit 1:6 und 3:6 geschlagen geben musste.

Am Tag zuvor (19. Juli) bestätigte die ITF die Nachnominierung Barthels für den Einzelwettbewerb der Olympischen Spiele. Am Vortag war die Absage der verletzten Andrea Petković bekannt geworden. Barthel verlor ihr Auftaktmatch gegen die Polin Urszula Radwańska mit 4:6 und 3:6.

Am 9. November wurde Mona Barthel rückwirkend für 2011 die bronzene Sportplakette der Stadt Neumünster von deren Oberbürgermeister überreicht.[2]

Seit 2013[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Beginn des Jahres 2013 stand Barthel erneut im Finale von Hobart. Die Titelverteidigerin unterlag Jelena Wesnina mit 3:6, 4:6. Bei den Australian Open 2013 schied Barthel bereits in der ersten Runde gegen Xenia Perwak mit 5:7, 6:2, 4:6 aus. Den größten Erfolg ihrer bisherigen Karriere feierte Barthel dann Anfang Februar in Paris, wo sie nach Siegen über Roberta Vinci, Marion Bartoli und Kristina Mladenovic im Finale stand. Sie bezwang auch die topgesetzte Sara Errani mit 7:5, 7:64 und sicherte sich ihren ersten Premier-Titel auf der WTA Tour.

Bei der Partie Deutschland gegen Serbien gab Barthel am 20. und 21. April ihr Fed-Cup-Debüt für die deutsche Mannschaft unter der Leitung von Barbara Rittner. Ihr erstes Match gegen Ana Ivanović verlor sie mit 6:75, 6:2 und 2:6, ihr zweites Match gegen Bojana Jovanovski gewann sie mit 6:1, 3:6 und 6:3. Insgesamt gewann Deutschland 3:2 und stieg in die Weltgruppe I auf. Am 18. November wurde Mona Barthel die silberne Sportplakette der Stadt Neumünster rückwirkend für das Jahr 2012 vom Oberbürgermeister Olaf Tauras überreicht.[3]

Bei den Australian Open und den French Open erreichte Barthel 2014 jeweils die dritte Runde. Im Juli gewann sie den WTA-Titel in Båstad.[4] Bei der Vorbereitung auf die neue Saison 2015 zog sie sich Anfang Dezember einen Bänderriss zu.[5]

Trotz der Verletzung vom Dezember war sie für die neue Saison 2015 rechtzeitig gesund geworden, schied jedoch bei den ersten beiden Turnieren, Auckland und Hobart, in der ersten Runde aus. Bei den Australian Open reichte es bis in die zweite Runde. Beim Turnier in Båstad erreichte sie wieder das Finale, verlor dieses jedoch gegen Johanna Larsson mit 3:6 und 6:72. Zum Saisonende stand sie in Luxemburg sowohl im Einzel- und Doppelfinale. Das Einzelfinale verlor sie gegen Misaki Doi mit 4:6, 7:67 und 0:6, gewann aber das im Doppel an der Seite von Laura Siegemund gegen die Paarung Anabel Medina Garrigues und Arantxa Parra Santonja mit 6:2 und 7:62.

Bei ihrem Saisonstart 2016, den sie in Auckland hatte, musste sie das Spiel im zweiten Satz gegen Swetlana Kusnezowa aufgeben. Einen weiteren Rückschlag gab es beim anschließenden Turnier in Hobart, als sie wegen Rückenproblemen zu ihrem Viertelfinalspiel gegen Alizé Cornet nicht antreten konnte. Nicht besser verliefen die Australian Open, hier schied sie in der ersten Runde gegen Vania King mit 6:3, 5:7 und 4:6 aus. Wegen Krankheit setzte Barthel danach einige Wochen aus,[6] spielte aber die restlichen Grand-Slam-Turniere, bei denen sie zweimal in der ersten und einmal in der zweiten Runde scheiterte.

Die Saison 2017 begann für Barthel erfolgreich. Bei den Australian Open erreichte sie erstmals in ihrer Karriere das Achtelfinale eines Grand-Slam-Turniers, in welchem sie Venus Williams unterlag. Als Qualifikantin gewann Mona Barthel im Mai 2017 beim WTA-Turnier in Prag ihren vierten Titel auf der WTA-Tour, durch einen Sieg im Finale über die Tschechin Kristýna Plíšková.[7]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mona Barthel landete bei der Wahl der Sportler des Jahres 2014 der Stadt Neumünster auf dem zweiten Rang hinter Kirsten Bruhn und wurde im Februar 2015 nachträglich von der Stadt mit einer Urkunde, einem Pokal und einer Medaille geehrt.[8]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Turniersiege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Finalgegnerin Ergebnis
1. 24. Januar 2010 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Wrexham ITF $10.000 Hartplatz LuxemburgLuxemburg Anne Kremer 6:1, 6:1
2. 10. April 2010 BelgienBelgien Torhout ITF $50.000 Hartplatz KanadaKanada Rebecca Marino 2:6, 6:4, 6:2
3. 23. Januar 2011 FrankreichFrankreich Andrézieux-Bouthéon ITF $25.000 Hartplatz LiechtensteinLiechtenstein Stephanie Vogt 6:3, 3:6, 6:4
4. 12. September 2011 ItalienItalien Mestre ITF $50.000 Sand SpanienSpanien Garbiñe Muguruza Blanco 7:5, 6:2
5. 18. September 2011 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Shrewsbury ITF $75.000 Hartplatz Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Heather Watson 6:0, 6:3
6. 14. Januar 2012 AustralienAustralien Hobart WTA International Hartplatz BelgienBelgien Yanina Wickmayer 6:1, 6:2
7. 3. Februar 2013 FrankreichFrankreich Paris WTA Premier Hartplatz (Halle) ItalienItalien Sara Errani 7:5, 7:64
8. 20. Juli 2014 SchwedenSchweden Båstad WTA International Sand SudafrikaSüdafrika Chanelle Scheepers 6:3, 7:63
9. 6. Mai 2017 TschechienTschechien Prag WTA International Sand TschechienTschechien Kristýna Plíšková 2:6, 7:5, 6:2

Finalteilnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Turniersiegerin Ergebnis
1. 19. Juli 2008 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Frinton-on-Sea ITF $10.000 Rasen Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Tara Moore 5:7, 1:6
2. 26. Juli 2008 NorwegenNorwegen Gausdal ITF $10.000 Hartplatz DeutschlandDeutschland Svenja Weidemann 2:6, 3:6
3. 6. Feb. 2011 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Sutton ITF $25.000 Hartplatz FrankreichFrankreich Kristina Mladenovic 3:6, 6:1, 2:6
4. 7. Aug. 2011 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Bronx ITF $50.000 Hartplatz TschechienTschechien Andrea Hlaváčková 6:78, 3:6
5. 12. Januar 2013 AustralienAustralien Hobart WTA International Hartplatz RusslandRussland Jelena Wesnina 3:6, 4:6
6. 19. Juli 2015 SchwedenSchweden Båstad WTA International Sand SchwedenSchweden Johanna Larsson 3:6, 6:72
7. 24. Oktober 2015 LuxemburgLuxemburg Luxemburg WTA International Hartplatz (Halle) JapanJapan Misaki Doi 4:6, 7:67, 0:6

Doppel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Turniersiege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Partnerin Finalgegnerinnen Ergebnis
1. 10. April 2010 BelgienBelgien Torhout ITF $50.000 Hartplatz DeutschlandDeutschland Justine Ozga TschechienTschechien Hana Birnerová
RusslandRussland Jekaterina Bytschkowa
7:5, 6:2
2. 28. April 2013 DeutschlandDeutschland Stuttgart WTA Premier Sand (Halle) DeutschlandDeutschland Sabine Lisicki Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Bethanie Mattek-Sands
IndienIndien Sania Mirza
6:4, 7:5
3. 24. Oktober 2015 LuxemburgLuxemburg Luxemburg WTA International Hartplatz (Halle) DeutschlandDeutschland Laura Siegemund SpanienSpanien Anabel Medina Garrigues
SpanienSpanien Arantxa Parra Santonja
6:2, 7:62

Finalteilnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Partnerin Siegerinnen Ergebnis
1. 26. Juli 2008 NorwegenNorwegen Gausdal ITF $10.000 Hartplatz DeutschlandDeutschland Svenja Weidemann SudafrikaSüdafrika Tegan Edwards
NiederlandeNiederlande Marcella Koek
6:1, 4:6, [8:10]
2. 28. Februar 2010 DeutschlandDeutschland Biberach ITF $50.000+H Teppich (Halle) DeutschlandDeutschland Carmen Klaschka FrankreichFrankreich Stéphanie Cohen-Aloro
TunesienTunesien Selima Sfar
7:5, 1:6, [5:10]
3. 20. September 2014 Korea SudSüdkorea Seoul WTA International Hartplatz LuxemburgLuxemburg Mandy Minella SpanienSpanien Lara Arruabarrena Vecino
RumänienRumänien Irina-Camelia Begu
3:6, 3:6

Abschneiden bei Grand-Slam-Turnieren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

angegeben ist die erreichte Runde

Einzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Turnier 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 Karriere
Australian Open 3 1 3 2 1 AF AF
French Open 2 1 1 3 1 1 1 3
Wimbledon 1 1 2 2 1 2 1 2
US Open 2 1 2 2 3 1 1 3

Doppel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Turnier 2012 2013 2014 2015 2016 2017 Karriere
Australian Open 1 1 1 2 1 2
French Open 1 2 1 1 2
Wimbledon 1 1 1 AF 1 2 AF
US Open 2 2 1 2 1 2 2

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mona Barthel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Barthel scheidet überraschend aus. In: Die Welt. 28. Mai 2012; abgerufen am 11. Juni 2012.
  2. Späte Ehrung für Mona Barthel. In: Holsteinischer Courier. 9. November 2012; abgerufen am 2. April 2017.
  3. „Die ganze Stadt zittert mit“. In: Holsteinischer Courier. 19. November 2013; abgerufen am 2. April 2017.
  4. Barthel jubelt in Bastad - Karlovic reichen 39 Asse nicht. In: Kicker. 21. Juli 2014; abgerufen am 2. April 2017.
  5. Bänderriss – Australian-Open-Start äußerst fraglich. In: tennisnet.com. Abgerufen am 4. Dezember 2014.
  6. Der Leidensweg der Mona Barthel. In: ln-online. 15. April 2016; abgerufen am 19. April 2016.
  7. Prag: Mona Barthel holt vierten Titel auf der WTA-Tour. Eurosport, 6. Mai 2017, abgerufen am 13. Mai 2017.
  8. Zwischenstopp in der Heimat. In: Holsteinischer Courier. 3. Februar 2015; abgerufen am 2. April 2017.