Monacensia

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Monacensia
Hildebrandhaus München von Suedwest.JPG
Hildebrandhaus
Gründung 1921
Bestand 350.000
Bibliothekstyp Spezialbibliothek
Ort München Welt-IconKoordinaten: 48° 8′ 37″ N, 11° 35′ 56″ O
ISIL DE-M36a
Betreiber Landeshauptstadt München
Leitung Elisabeth Tworek
Website www.muenchner-stadtbibliothek.de/literaturarchiv/monacensia/

Die Monacensia vereint das Literaturarchiv der Stadt München sowie eine Forschungsbibliothek zur Geschichte und dem kulturellen Leben der Stadt München. Seit 1977 ist sie in der ehemaligen Künstlervilla des Bildhauers Adolf von Hildebrand (1847–1921) beheimatet.

Die Monacensia ist an der Münchner Stadtbibliothek angebunden.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Monacensia befindet sich im Hildebrandhaus, der ehemaligen Villa des Bildhauers Adolf von Hildebrand im Stadtteil Bogenhausen. Gabriel von Seidl erbaute die Villa 1898 auf der Grundlage von Plänen Hildebrands; im Jahr 1911 wurde sie durch Carl Sattler um einen Ateliertrakt erweitert. Das Hildebrandhaus wurde ein Treffpunkt der Münchner Gesellschaft im frühen 20. Jahrhundert.

Bestände und Benutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monacensia Literaturarchiv[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sammlung umfasst derzeit rund 300 literarische Nachlässe und Konvolute renommierter Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die in enger Verbindung zu München stehen. Dazu gehören Annette Kolb, Liesl Karlstadt, Frank Wedekind, Fanny Gräfin zu Reventlow, Gustav Meyrink, Ludwig Thoma, Ludwig Ganghofer, Jörg Hube und viele mehr. Zu den Schwerpunkten des Literaturarchivs zählen die Sammlungsbereiche Exil, Schwabinger Bohème um 1900, Gegenwartsautoren und Volkskünstler.

Die Monacensia Bibliothek[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bibliothek der Monacensia mit rund 150.000 Medien umfassenden Sammlung von Büchern zum Thema „München“ ist der wissenschaftlichen Forschung verpflichtet. Sammlungsschwerpunkt ist München als Literatur- und Kulturstadt. Die Bestände reichen von Münchner Drucken des 16. Jahrhunderts bis zu aktuellen Neuerscheinungen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hans Ludwig Held veranlasste 1921 die städtischen Stellen, ihre Bestände an München-Büchern auszulagern. So kamen fünftausend Bände aus unterschiedlichen Einrichtungen, wie etwa dem Baureferat oder dem Stadtmuseum zusammen und wurden zunächst in einem Zimmer im Rathaus der Stadt untergebracht. Den Zweiten Weltkrieg überstand die Bibliothek weitgehend unbeschädigt. Nach einigen Umzügen befindet sich die Monacensia seit 1977 am jetzigen Standort.

Ab 2012 war die Monacensia für eine Generalsanierung geschlossen. Sie wurde im Dezember 2016 wieder eröffnet.[1] Während des Umbaus war das Literaturarchiv ausgelagert und nur eingeschränkt zugänglich.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Elisabeth Tworek (Hrsg.) unter Mitarbeit von Ursula Hummel: Literatur im Archiv. Bestände der Monacensia. Monacensia, München 2002. (Mit Auswahl der Manuskripte und der Publikationen der Monacensia sowie einem Verzeichnis der Nachlässe.)
  • Christiane Kuller, Maximilian Schreiber: Das Hildebrandhaus. Eine Münchner Künstlervilla und ihre Bewohner in der Zeit des Nationalsozialismus. Ein Gemeinschaftsprojekt der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, des Kulturreferats der Landeshauptstadt München und der Monacensia (= edition monacensia). Allitera, München 2006, ISBN 978-3-86520-130-0 (Leseprobe).
  • Christine Hoh-Slodczyk: Das Haus des Künstlers im 19. Jahrhundert. Prestel, München 1985, S. 121–128.
  • Dietrich Sattler: Adolf von Hildebrand und die Architektur. Buchner, München 1932.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. muenchen.de: Monacensia