Monchique

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Monchique (Begriffsklärung) aufgeführt.
Monchique
Wappen Karte
Wappen von Monchique
Monchique (Portugal)
Monchique
Basisdaten
Region: Algarve
Unterregion: Algarve
Distrikt: Faro
Concelho: Monchique
Koordinaten: 37° 19′ N, 8° 33′ WKoordinaten: 37° 19′ N, 8° 33′ W
Einwohner: 4813 (Stand: 30. Juni 2011)[1]
Fläche: 159,25 km² (Stand: 1. Januar 2010)[2]
Bevölkerungsdichte: 30 Einwohner pro km²
Höhe: 458 m
Postleitzahl: 8550-458
Politik
Bürgermeister: Dr. Ana Paula Gervásio Penteado Correia de Almeida (PS)
Adresse der Gemeindeverwaltung: Junta de Freguesia de Monchique
Rua D. Francisco Gomes do Avelar, 8
8550-458 Monchique
Kreis Monchique
Flagge Karte
Flagge von Monchique Position des Kreises Monchique
Einwohner: 6037 (Stand: 30. Juni 2011)[3]
Fläche: 395,26 km² (Stand: 1. Januar 2010)[2]
Bevölkerungsdichte: 15 Einwohner pro km²
Anzahl der Gemeinden: 3
Verwaltung
Adresse der Verwaltung: Câmara Municipal de Monchique
Travessa da Portela, no. 2
8550-470 Monchique
Präsident der Câmara Municipal: Dr. Rui Miguel André
Webpräsenz: www.cm-monchique.pt

Monchique [mõˈʃik(ɨ)] ist eine Kleinstadt (Vila) in der Serra de Monchique am Nordrand der Algarve in Portugal im Distrikt Faro.

Blick über Monchique

Die in einem Tal und am Hang des Berges Fóia gelegene Stadt ist als Kurort und unter Touristen vor allem wegen der in ihrer Nähe (7 km) gelegenen sechs Bäder „Caldas de Monchique“ und dem 902 m hohen Aussichtsberg Fóia bekannt. Im umliegenden Gebirge Serra de Monchique entspringen Quellen, die einen Großteil der Stauseen der Algarve füllen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Kurbad Caldas de Monchique

Die seit der Steinzeit besiedelte Gegend erhielt eine erste städtische Ansiedlung, als die Römer den Ort „Mons Cicus“ erbauten, um die Caldas de Monchique (Heilquellen) zu nutzen.

Im 16. Jahrhundert besuchte der junge König Sebastian Monchique und beabsichtigte, den Ort zur Vila (Kleinstadt) zu erheben. Der König starb kurz später in der Schlacht von Alcácer-Quibir und Portugal verlor in der Folge seine Unabhängigkeit, die es erst nach 1640 wieder mühsam erlangte. Monchique wurde erst im Jahre 1773 zur Vila erhoben. Zeitgleich wurde es Sitz eines eigenen Kreises, durch Abspaltung aus dem Kreis Silves. Es hatte inzwischen als Produktionsort von Wolle und Leinen, und als Lieferant von Kastanienholz und Holzprodukten Bedeutung erlangt. Durch die Industrialisierung verlor der Ort dann seine aufkommende Bedeutung wieder.[4]

Heute ist Monchique insbesondere für seine Thermalquellen und die Serra de Monchique bekannt, auch international. So verbrachte der britische Premierminister David Cameron mit seiner Familie hier seinen Sommerurlaub 2013 vor allem mit Wandern, und er lobte das gastronomische Angebot und die weiten Ausblicke, u.a. auf die nahen Strände.[5]

Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen des Kreises Monchique Monchique ist Verwaltungssitz eines gleichnamigen Kreises (Concelho). Die Nachbarkreise sind (im Uhrzeigersinn im Norden beginnend): Odemira, Silves, Portimão, Lagos sowie Aljezur.

Die folgenden Gemeinden (Freguesias) liegen im Kreis Monchique:

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerzahl im Kreis Monchique (1801–2011)
1801 1849 1900 1930 1960 1981 1991 2001 2011
4 658 6 891 11 517 14 205 14 779 9 609 7 309 6 974 6 441

Kommunaler Feiertag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Fremdenverkehr in den Thermalquellen spielt eine wesentliche Rolle. Zu nennen sind zudem das Kunsthandwerk, Holzverarbeitung, Schweinezucht und Landwirtschaft, darunter die Produktion von Olivenöl und Kork. Bekannt sind die hiesigen Schinken und Würste, und auch die regionale Schnapsspezialität Medronho wird hier hergestellt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Autor und Publizist José António Gascon (1851–1950) wurde hier geboren.

In Monchique betrieb der Musiker und Musikproduzent Manfred „Manne“ Praeker (1951–2012) sein Tonstudio „Mad-Mix-Studio“. Als Bassist der Gruppen Lokomotive Kreuzberg, Nina Hagen Band und Spliff gehörte er zu den wichtigen Vertretern der deutschen Rockmusik. Er produzierte die ersten Alben von Nena und auch deren Welthit „99 Luftballons“ sowie Alben für Extrabreit und Die Ärzte.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Monchique – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. www.ine.pt – Indikator Resident population by Place of residence and Sex; Decennial in der Datenbank des Instituto Nacional de Estatística
  2. a b Übersicht über Code-Zuordnungen von Freguesias auf epp.eurostat.ec.europa.eu
  3. www.ine.pt – Indikator Resident population by Place of residence and Sex; Decennial in der Datenbank des Instituto Nacional de Estatística
  4. Geschichtsseite auf der Kreis-Website, abgerufen am 21. September 2013
  5. Bericht über das Treffen mit dem Bürgermeister auf der Website der Stadtverwaltung, abgerufen am 21. September 2013