Mondéjar

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Gemeinde Mondéjar
Mondéjar – Luftbild
Mondéjar – Luftbild
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Mondéjar
Mondéjar (Spanien)
(40° 19′ 24″ N, 3° 6′ 32″W)
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Kastilienla ManchaKastilien-La Mancha Kastilien-La Mancha
Provinz: Guadalajara
Comarca: La Alcarria
Koordinaten 40° 19′ N, 3° 7′ WKoordinaten: 40° 19′ N, 3° 7′ W
Höhe: 720 msnm
Fläche: 48,43 km²
Einwohner: 2.645 (1. Jan. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 54,61 Einw./km²
Postleitzahl: 19110
Gemeindenummer (INE): 19192
Verwaltung
Website: Mondéjar

Mondéjar ist eine zentralspanische Kleinstadt und eine Gemeinde (municipio) mit 2.645 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2019) in der Provinz Guadalajara in der Autonomen Gemeinschaft Kastilien-La Mancha.

Lage und Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ca. 720 m hoch gelegene Ort Mondéjar liegt im südlichen Teil der Iberischen Hochebene (meseta). Die Provinzhauptstadt Guadalajara liegt ca. 43 km (Fahrtstrecke) nördlich; die Stadt Madrid ist ca. 63 km in westlicher Richtung entfernt. Das Klima im Winter ist gemäßigt, im Sommer dagegen warm bis heiß; die eher geringen Niederschlagsmengen (ca. 450 mm/Jahr) fallen – mit Ausnahme der nahezu regenlosen Sommermonate – verteilt übers ganze Jahr.[2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1857 1900 1950 2000 2019
Einwohner 2.069 2.128 2.694 2.138 2.645[3]

Die Einwohnerzahl der Gemeinde ist trotz der Mechanisierung der Landwirtschaft und der Aufgabe bäuerlicher Kleinbetriebe seit der Mitte des 20. Jahrhunderts vergleichsweise stabil geblieben.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die wichtigste Rolle im Wirtschaftsleben der Gemeinde spielte die Landwirtschaft (Ackerbau, Viehzucht sowie Wein- und Olivenanbau), die in früheren Jahrhunderten hauptsächlich der Selbstversorgung diente. Aber auch Kleinhändler und Handwerker ließen sich seit dem ausgehenden Mittelalter im Ort nieder.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ursprünge des Ortes liegen im Dunkeln, da keltisch-iberische, römische, westgotische und selbst maurische Spuren fehlen. Möglicherweise entstand der Ort erst in der Phase der Wiederbesiedlung (repoblación) nach der Rückeroberung (reconquista) Toledos im Jahr 1085. Erst im frühen 16. Jahrhundert nahm Mondéjar durch seine Erhebung zur Markgrafschaft (marquesado) (1512) einen politischen und wirtschaftlichen Aufschwung; erster Titelträger war Íñigo López de Mendoza y Quiñones aus dem Haus Mendoza. Ende des 16. Jahrhunderts hatte der Ort bereits ca. 3.300 Einwohner.[4]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mondéjar – Iglesia de Santa María Magdalena
Umgebung
  • Die im 16. Jahrhundert erbaute Ermita de San Sebastián steht etwa 2 km nordöstlich des Ortes.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Mondéjar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. Mondéjar/Madrid – Klimatabellen
  3. Mondéjar – Bevölkerungsentwicklung
  4. Mondéjar – Geschichte
  5. Mondéjar – Kirche
  6. Mondejar – Konvent