Mondfeld

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Mondfeld
Stadt Wertheim
Wappen von Mondfeld
Koordinaten: 49° 47′ 2″ N, 9° 25′ 6″ O
Höhe: 139 m ü. NN
Einwohner: 919 (31. Dez. 2017)[1]
Eingemeindung: 1. April 1972
Mondfeld von der Henneburg aus gesehen
Mondfeld von der Henneburg aus gesehen

Mondfeld ist ein Ortsteil von Wertheim im Main-Tauber-Kreis mit 919 Einwohnern.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mondfeld liegt etwa 7 km von Wertheim entfernt in der Region Mainfranken, eingebettet im Maintal am nordöstlichsten Ende Baden-Württembergs. Die Grenze zwischen Baden-Württemberg und Bayern verläuft hier in der Mitte des Mains. Die nächsten Großstädte sind Würzburg (45 km) und Frankfurt am Main (100 km). Durch die Gemeindereform wurde Mondfeld am 1. April 1972 zur Stadt Wertheim eingemeindet.

Im Nordosten des Ortes ist der etwa 600 Meter lange Mondsee, das nördlichste ganz zu Baden-Württemberg gehörende Gewässer.

Schutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das mit Rechtsverordnung vom 27. Dezember 2004 ausgewiesene Wasserschutzgebiet Mondfeld/Boxtal mit der WSG-Nr. 128140 umfasst eine geschützte Fläche von 831,8 Hektar.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über die Entwicklung des Namens ist nur wenig überliefert. Mondfeld wurde als Mahenvelt im Jahre 1214 das erste Mal urkundlich erwähnt; aus dem Namen Mahenvelt entwickelte sich später Mohnfeld und der heutige Name Mondfeld.[2]

Mondfeld gehörte zum Kurfürstentum Mainz und kam aufgrund der Bestimmungen des Reichsdeputationshauptschlusses vom 25. Februar 1803 an das Haus Löwenstein-Wertheim-Freudenberg und 1806 unter die Landesoberheit des Großherzogtums Baden. Die Gemeinde unterstand der kurmainzischen Kellerei Prozelten und dem Oberamt Miltenberg. Ab 1813 wurde Mondfeld mit den übrigen Amtsorten dem damaligen Landamt Wertheim zugeteilt. Seit Aufhebung des Bezirksamts Wertheim (1936) zählte die Gemeinde zum Bezirksamt bzw. ab 1938 Landkreis Tauberbischofsheim (heute Main-Tauber-Kreis).

Am 1. April 1972 wurde Mondfeld in die Stadt Wertheim eingegliedert.[3]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: In Blau ein zunehmender, gebildeter goldener Halbmond. In Urkunden von 1628 und 1667 ist belegt, dass die Besiegelung vom Centgraf zu Prozelten vorgenommen wurde, weilen wir eigenen Sigels nit gebräuchig (GLA Karlsruhe: Siegelkartei und Wappenakten Wertheim und Tauberbischofsheim). Auf einem Formular zur Gemeinds-Huldigung vom 19. August 1811 enthält das Mondfelder Gerichtssiegel einen abnehmenden Mond über dem Mainzer Rad. Mitte des 19. Jahrhunderts verwendete die Gemeinde ein Prägesiegel mit der Inschrift “GERICHT SIEGEL DER GEMEINDE MONDFELD”. Außerdem besaß die Gemeinde einen Farbstempel, der einen zunehmenden Mond im gekrönten Schild zeigt. Der Gemeinderat beschloss am 18. September 1901 unter Beibehaltung des bisherigen Wappenbildes die Anschaffung des jetzigen Siegels.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Anbindung über die Nibelungenstraße aus Wertheim und Freudenberg
  • Busverbindungen bis Würzburg, Miltenberg und Tauberbischofsheim
  • Anbindung an Stadtprozelten (Bayern), hier Bahnhof der DB, über eine Fähre im Pendelverkehr über den Main
  • Radweg durchgehend bis Boxtal und Wertheim

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke und Baudenkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mondfeld verfügt über eine große Vereinslandschaft. Entsprechend vielfältig sind auch die Veranstaltungen im Jahresverlauf. Zu den traditionellen Veranstaltungen gehören u. a. das Aufstellen des Maibaums durch die Freiwillige Feuerwehr, das "Maisingen" des Sängerbundes Mondfeld, der einzige Faschingsumzug im Raum Wertheim sowie die beiden Bunten Abende der Faschingsgesellschaft Mondfeld, das Ortsturnier des SV Mondfeld und die Möfelder Kerwe.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wolfram Berner: Die Ersterwähnung von Mondfeld 1214. In: Wertheimer Jahrbuch 2016/2017, hrsg. vom Historischen Verein Wertheim in Verbindung mit dem Staatsarchiv Wertheim, Verlag des Historischen Vereins Wertheim e.V., Wertheim 2018, ISSN 0511-4926, S. 51–58.
  • Wappenbuch des Landkreises Tauberbischofsheim, Staatliche Archivverwaltung Baden-Württemberg, 1967

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mondfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Aufgliederung der Einwohnerzahlen der Stadt Wertheim einschließlich Teilorte. (PDF) Stadt Wertheim, abgerufen am 4. September 2018 (über: Zahlen, Daten, Fakten/).
  2. Wolfram Berner: Die Ersterwähnung von Mondfeld 1214. In: Wertheimer Jahrbuch 2016/2017, hrsg. vom Historischen Verein Wertheim in Verbindung mit dem Staatsarchiv Wertheim, Verlag des Historischen Vereins Wertheim e.V., Wertheim 2018, ISSN 0511-4926, S. 51–58.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 480.