Monheim (Schwaben)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Monheim
Monheim (Schwaben)
Deutschlandkarte, Position der Stadt Monheim hervorgehoben
Koordinaten: 48° 51′ N, 10° 51′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Donau-Ries
Verwaltungs­gemeinschaft: Monheim
Höhe: 495 m ü. NHN
Fläche: 69,35 km2
Einwohner: 5029 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 73 Einwohner je km2
Postleitzahl: 86653
Vorwahl: 09091
Kfz-Kennzeichen: DON, NÖ
Gemeindeschlüssel: 09 7 79 186
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 23
86653 Monheim
Webpräsenz: www.monheim-bayern.de
Bürgermeister: Günther Pfefferer (CSU)
Lage der Stadt Monheim im Landkreis Donau-Ries
Dornstadt-Linkersbaindt Dornstadt-Linkersbaindt Esterholz (gemeindefreies Gebiet) Rain (Lech) Münster (Lech) Holzheim (Landkreis Donau-Ries) Oberndorf am Lech Mertingen Donauwörth Asbach-Bäumenheim Genderkingen Niederschönenfeld Marxheim Tagmersheim Rögling Monheim (Schwaben) Kaisheim Buchdorf Daiting Fremdingen Auhausen Oettingen in Bayern Hainsfarth Ehingen am Ries Tapfheim Marktoffingen Maihingen Megesheim Munningen Wolferstadt Wallerstein Nördlingen Reimlingen Ederheim Forheim Amerdingen Wemding Wechingen Harburg (Schwaben) Hohenaltheim Deiningen Alerheim Otting Fünfstetten Huisheim Mönchsdeggingen Möttingen Baden-Württemberg Landkreis Ansbach Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen Landkreis Eichstätt Landkreis Neuburg-Schrobenhausen Landkreis Aichach-Friedberg Landkreis Augsburg Landkreis Dillingen an der DonauKarte
Über dieses Bild

Monheim ist eine Stadt im schwäbischen Landkreis Donau-Ries und der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Monheim.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monheim ist im Naturpark Altmühltal in der Region Augsburg gelegen.

Es existieren folgende Gemarkungen[2]:

  • Flotzheim (mit Hagenbuch und Kreut ~ 460 Einwohner)
  • Itzing (~ 250 Einwohner)
  • Kölburg (~ 130 Einwohner),
  • Monheim (3072 Einwohner),
  • Rehau (~ 250 Einwohner),
  • Ried (~ 30 Einwohner),
  • Warching (~ 150 Einwohner),
  • Weilheim (mit Rothenberg ~ 330 Einwohner),
  • Wittesheim (mit Liederberg ~ 260 Einwohner).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche St. Walburga, ehemals Klosterkirche

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monheim entstand im 7./8. Jahrhundert. Im Jahr 870 wurde das Benediktinerinnenkloster im Ort gegründet. Die Erhebung Monheims zur Stadt erfolgte durch die Grafen von Oettingen vor dem Jahr 1340. Das Ackerbürgerstädtchen war Sitz eines Pflegamtes und gehörte seit 1505 zum 1777 zu Bayern gekommenen wittelsbachischen Herzogtum Neuburg-Sulzbach.

Am Gasthaus Lamm erinnert eine Steintafel an den Aufenthalt Luthers im Jahr 1518 in Monheim auf seiner Flucht aus Augsburg. Nach einer erholsamen Nacht in Monheim setzte der Reformer seinen Weg über Nürnberg nach Sachsen fort. Im Zuge der Reformation wurde das Benediktinerinnenkloster 1533 aufgelöst. Im Jahre 1697 wanderten in Monheim Juden ein; sie mussten Monheim im Jahre 1741 wieder verlassen. Ein Zeugnis jüdischen Wirkens in Monheim ist das heutige Rathaus, erbaut von Abraham Elias Model in den Jahren 1714 bis 1720. Monheim besaß ein Stadtgericht mit magistratischen Eigenrechten. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Stadtgemeinde.

19. und 20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landgerichtsbezirk Monheim, ab 1879 Amtsgerichtsbezirk, bildete bis 1919 gleichzeitig einen der beiden Distrikte des Bezirksamts Donauwörth.

Das Amtsgericht Monheim wurde 1957 aufgelöst, eine Zweigstelle des Amtsgerichts Donauwörth bestand noch bis 1959.

Am 18. August 1998 stürzte bei Warching ein Kampfflugzeug der Bundeswehr vom Typ Tornado ab. Die Besatzung rettete sich mit dem Schleudersitz.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anlässlich der Gemeindegebietsreform wurde am 1. Januar 1975 die bis dahin selbständige Gemeinde Rehau eingegliedert. Am 1. Mai 1978 kamen Flotzheim (mit Kreut und Hagenbuch), Itzing, Kölburg, Ried, Warching, Weilheim (mit Rothenberg) und Wittesheim (mit Liederberg) hinzu.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015
Einwohner 3911[3] 4207[3] 4123 4309 4678 4776 4929 4820 5029

Die von der Stadt Monheim festgestellten 4943 Einwohner im Jahr 2014 teilen sich wie folgt auf die Gemarkungen auf[4]:

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der vergangenen Kommunalwahl am 16. März 2014 setzt sich der Stadtrat folgendermaßen zusammen:

Partei/Liste Sitze
CSU 4
SPD 3
MUM (Monheimer Umlandliste) 6
PWG (Freie Wähler) 3
Gesamt 16

Zusätzlich gehört dem Stadtrat noch der Erste Bürgermeister an. Dies ist Günther Pfefferer.

Verwaltungsgemeinschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Verwaltungsgemeinschaft Monheim gehören auch die Gemeinden Buchdorf, Daiting, Rögling und Tagmersheim.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein in blau liegender, gesichteter, goldener Halbmond, überhöht von einem sechsstrahligen goldenen Stern.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Firmen sind in Monheim ansässig:

  • Hama (Vertrieb von Foto-, Video-, Audio-, Computerzubehör), seit 1945 in Monheim, das zuletzt 2014 erweiterte Logistik- und Versandzentrum beschäftigt rund 1500 der weltweiten 2465 Mitarbeiter.[5] Die 17 weiteren Standorte im Ausland und zahlreiche Handelsvertretungen sorgen nur für den globalen Vertrieb.
  • ITC IT-Consulting GmbH, Hardwaresysteme und Software
  • MKR Metzger GmbH Recyclingsysteme
  • Bühler Motor GmbH
  • Schoeller Arca Systems GmbH, Transportsysteme aus Kunststoff
  • beko GmbH
  • Natursteinwerk Böswald GmbH

Die landwirtschaftlich genutzte Fläche in Monheim betrug 2010 etwa 3235 ha, die von 102 bäuerlichen Betrieben bewirtschaftet wurde.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monheim liegt an der Bundesstraße 2. Die Stadt hatte einen Bahnanschluss an der Bahnstrecke Fünfstetten–Monheim, auf der der Personenverkehr am 29. Mai 1960 eingestellt wurde. Die Strecke wurde danach von der Stadt Monheim gekauft und vom Bayerischen Eisenbahnmuseum für Sonderfahrten benutzt. Inzwischen ist die Strecke gänzlich stillgelegt und abgebaut. Der ehemalige Bahnhof, vor dem noch ein Gleisstück liegt, ist das Vereinsheim des Brieftaubenzüchtervereins. Auf dem Gleisstück steht eine Gmeinder-Diesellok, die bei der Zuckerfabrik in Rain eingesetzt war.

Töchter und Söhne der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. VG Monheim: HOME – Unsere Stadtteile. In: www.monheim-bayern.de. Abgerufen am 19. Juni 2016.
  3. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 793 und 794.
  4. Daten aus der Monheimer Stadtzeitung, Ausgabe 01/2015, entnommen. Daten Spiegeln den Stand zum 31. Dezember 2014 wider. Zugriff am 18. Januar 2015.
  5. Hama Hamaphot Hanke & Thomas GmbH & Co KG: Konzernabschluss zum Geschäftsjahr 2013

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Monheim (Schwaben) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien