Monheim (Schwaben)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Monheim
Monheim (Schwaben)
Deutschlandkarte, Position der Stadt Monheim hervorgehoben

Koordinaten: 48° 51′ N, 10° 51′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Donau-Ries
Verwaltungs­gemeinschaft: Monheim
Höhe: 495 m ü. NHN
Fläche: 69,35 km2
Einwohner: 5149 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 74 Einwohner je km2
Postleitzahl: 86653
Vorwahl: 09091
Kfz-Kennzeichen: DON, NÖ
Gemeindeschlüssel: 09 7 79 186
Stadtgliederung: 13 Gemeindeteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 23
86653 Monheim
Website: www.monheim-bayern.de
Erster Bürgermeister: Günther Pfefferer (CSU)
Lage der Stadt Monheim im Landkreis Donau-Ries
Dornstadt-LinkersbaindtDornstadt-LinkersbaindtEsterholz (gemeindefreies Gebiet)Rain (Lech)Münster (Lech)Holzheim (Landkreis Donau-Ries)Oberndorf am LechMertingenDonauwörthAsbach-BäumenheimGenderkingenNiederschönenfeldMarxheimTagmersheimRöglingMonheim (Schwaben)KaisheimBuchdorfDaitingFremdingenAuhausenOettingen in BayernHainsfarthEhingen am RiesTapfheimMarktoffingenMaihingenMegesheimMunningenWolferstadtWallersteinNördlingenReimlingenEderheimForheimAmerdingenWemdingWechingenHarburg (Schwaben)HohenaltheimDeiningenAlerheimOttingFünfstettenHuisheimMönchsdeggingenMöttingenBaden-WürttembergLandkreis AnsbachLandkreis Weißenburg-GunzenhausenLandkreis EichstättLandkreis Neuburg-SchrobenhausenLandkreis Aichach-FriedbergLandkreis AugsburgLandkreis Dillingen an der DonauKarte
Über dieses Bild
Marktplatz in Monheim
Oberes Tor in Monheim
Unteres Tor und Schloss in Monheim
Pfarrkirche St. Walburga, ehemals Klosterkirche

Monheim ist eine Stadt im schwäbischen Landkreis Donau-Ries.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monheim ist im Naturpark Altmühltal in der Region Augsburg gelegen.

Die Gemeinde besteht aus 9 Gemarkungen[2] und hat 13 amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monheim entstand im 7./8. Jahrhundert. Im Jahr 870 wurde das Benediktinerinnenkloster im Ort gegründet. Die Erhebung Monheims zur Stadt erfolgte durch die Grafen von Oettingen vor dem Jahr 1340. Das Ackerbürgerstädtchen war Sitz eines Pflegamtes und gehörte seit 1505 zum 1777 zu Bayern gekommenen wittelsbachischen Herzogtum Neuburg-Sulzbach.

Am Gasthaus Lamm erinnert eine Steintafel an den Aufenthalt Luthers im Jahr 1518 in Monheim auf seiner Flucht aus Augsburg. Nach einer erholsamen Nacht in Monheim setzte der Reformer seinen Weg über Nürnberg nach Sachsen fort. Im Zuge der Reformation wurde das Benediktinerinnenkloster 1533 aufgelöst. Im Jahre 1697 wanderten in Monheim Juden ein; sie mussten Monheim im Jahre 1741 wieder verlassen. Ein Zeugnis jüdischen Wirkens in Monheim ist das heutige Rathaus, erbaut von Abraham Elias Model in den Jahren 1714 bis 1720. Monheim besaß ein Stadtgericht mit magistratischen Eigenrechten. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Stadtgemeinde.

19. und 20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landgerichtsbezirk Monheim, ab 1879 Amtsgerichtsbezirk, bildete bis 1919 gleichzeitig einen der beiden Distrikte des Bezirksamts Donauwörth.

Das Amtsgericht Monheim wurde 1957 aufgelöst, eine Zweigstelle des Amtsgerichts Donauwörth bestand noch bis 1959.

Am 18. August 1998 stürzte bei Warching ein Kampfflugzeug der Bundeswehr vom Typ Tornado ab. Die Besatzung rettete sich mit dem Schleudersitz.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anlässlich der Gemeindegebietsreform wurde am 1. Januar 1975 die bis dahin selbständige Gemeinde Rehau eingegliedert. Am 1. Mai 1978 kamen Flotzheim (mit Kreut und Hagenbuch), Itzing, Kölburg, Ried, Warching, Weilheim (mit Rothenberg) und Wittesheim (mit Liederberg) hinzu.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 2000 und 2019 wuchs die Stadt um 366 Einwohner und damit um 7,7 %.

Jahr 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015 2018 2019
Einwohner 3911[4] 4207[4] 4123 4309 4678 4776 4929 4820 5029 5097 5142

Die von der Stadt Monheim festgestellten 5142 Einwohner im Jahr 2019 teilen sich wie folgt auf die Gemeindeteile auf[5]:

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der Kommunalwahl am 15. März 2020 setzt sich der Stadtrat folgendermaßen zusammen:

Partei/Liste Sitze
CSU 6
SPD 4
MUM (Monheimer Umlandliste) 6
PWG (Freie Wähler) 4
Gesamt 20

Zusätzlich gehört dem Stadtrat noch der Erste Bürgermeister an. Dies ist Günther Pfefferer.[6]

Öffentliche Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Monheim. Zu dieser gehören auch die Gemeinden Buchdorf, Daiting, Rögling und Tagmersheim.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Monheim
Blasonierung: „Ein in blau liegender, gesichteter, goldener Halbmond, überhöht von einem sechsstrahligen goldenen Stern.“[7]

Der Stern weist vermutlich auf die uralten Brauereien zu Monheim hin. Deren Zunftzeichen war das Hexagramm; daraus entwickelte sich der sechszackige Stern. Die wachsende Mondsichel verweist auf den Grafen von Cimbern aus dem Zabergau, der 1179 eine Freifrau von Monheim ehelichte und in seinem Wappen dies Emblem hatte.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Unternehmen sind in Monheim ansässig:

  • Hama (Vertrieb von Foto-, Video-, Audio-, Computerzubehör), seit 1945 in Monheim, das zuletzt 2014 erweiterte Logistik- und Versandzentrum beschäftigt rund 1500 der weltweiten 2465 Mitarbeiter.[8] Die 17 weiteren Standorte im Ausland und zahlreiche Handelsvertretungen sorgen nur für den globalen Vertrieb.
  • ITC IT-Consulting GmbH, Hardwaresysteme und Software
  • MKR Metzger GmbH Recyclingsysteme
  • Bühler Motor GmbH
  • Schoeller Arca Systems GmbH, Transportsysteme aus Kunststoff
  • beko GmbH
  • Natursteinwerk Böswald GmbH

Die landwirtschaftlich genutzte Fläche in Monheim betrug 2010 etwa 3235 ha, die von 102 bäuerlichen Betrieben bewirtschaftet wurden.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monheim liegt an der Bundesstraße 2. Die Stadt hatte einen Bahnanschluss an der Bahnstrecke Fünfstetten–Monheim, auf der der Personenverkehr am 29. Mai 1960 eingestellt wurde. Die Strecke wurde danach von der Stadt Monheim gekauft und vom Bayerischen Eisenbahnmuseum für Sonderfahrten benutzt. Inzwischen ist die Strecke gänzlich stillgelegt und abgebaut. Der ehemalige Bahnhof, vor dem noch ein Gleisstück liegt, ist das Vereinsheim des Brieftaubenzüchtervereins. Auf dem Gleisstück steht eine Gmeinder-Diesellok, die bei der Zuckerfabrik in Rain eingesetzt war.

Töchter und Söhne der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Monheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. VG Monheim: HOME – Unsere Stadtteile. In: www.monheim-bayern.de. Abgerufen am 1. September 2019.
  3. Gemeinde Monheim in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 1. September 2019.
  4. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 793 und 794.
  5. Daten aus der Monheimer Stadtzeitung, Ausgabe 02/2019, entnommen. Daten spiegeln den Stand zum 31. Dezember 2018 wider.
  6. Grußwort. Gemeinde Monheim, abgerufen am 26. September 2020.
  7. Eintrag zum Wappen von Monheim (Schwaben) in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  8. Hama Hamaphot Hanke & Thomas GmbH & Co KG: Konzernabschluss zum Geschäftsjahr 2013