Monica Lewinsky

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Monica Lewinsky (2014)

Monica Samille Lewinsky (* 23. Juli 1973 in San Francisco, Kalifornien) ist eine US-amerikanische Psychologin. Internationale Bekanntheit erreichte sie Ende der 1990er Jahre aufgrund einer Affäre mit dem damaligen US-Präsidenten Bill Clinton, die auch unter den Namen „Monicagate“ und „Zippergate“ internationales Aufsehen erregte.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lewinsky erwarb 1995 einen College-Abschluss in Psychologie und arbeitete danach als Praktikantin im Weißen Haus der Vereinigten Staaten von Amerika sowie im Verteidigungsministerium. Im Verlauf des Praktikums entwickelte sich eine sexuelle Beziehung zu Präsident Clinton. Deren Bekanntwerden verursachte als Lewinsky-Affäre eine schwere innenpolitische Krise, die Clinton durch ein Amtsenthebungsverfahren beinahe das Amt gekostet hätte.

Später versuchte Lewinsky sich im E-Commerce mit der Vermarktung selbst entworfener Handtaschen im Internet unter dem Label The Real Monica Inc., konnte aber nicht wirklich Fuß fassen. Sie zog darauf nach London und nahm dort im September 2005 an der London School of Economics ein weiteres Studium auf, das sie im Dezember 2006 mit dem Master in Sozialpsychologie abschloss.

Im März 2015 gab Monica Lewinsky einen TED-Talk mit dem Titel „The Price of Shame“,[1] in dem sie aus eigener Erfahrung über Cyber-Mobbing und die „Kultur der Erniedrigung“[2] sprach[3] und forderte, dass die Hetzjagd der öffentlichen Erniedrigung (generell und ganz speziell von jungen Menschen) ein Ende haben müsse[4] und dass man zu den seit langem bestehenden Werten von Mitgefühl und Empathie zurückkehren solle.[5]

Der Musik-Kabarettist Bodo Wartke widmete ihr 2005 ein Lied mit dem Titel Monica.[6] Lewinsky selbst berichtete in ihrem TED-Vortrag, dass sie in 40 Rap-Songs erwähnt werde und mindestens zwei von diesen vollständige Songs über sie seien („Monica Lewinsky“ von G-Eazy und „Splashin’ Over Monica“ von Mr. Live).[7]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Monica Lewinsky – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise und Erläuterungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. TED Talk von Monika Lewinsky: The Price of Shame
  2. Im Original: culture of humiliation
  3. Jessica Bennett: Monica Lewinsky Breaks Her Public Silence With a TED Talk, The New York Times, 19. März 2015; abgerufen am 21. März 2015.
  4. Im Original: Public humiliation as a blood sport has to stop.
  5. Im Original: We need to return to a long-held value of compassion and empathy.
  6. Veröffentlicht unter anderen auf „Achillesverse – live in Berlin“ (2006)
  7. Allison P. Davis: Every Rap Song That Mentions Monica Lewinsky. New York Magazine, 24. März 2015
  8. Matthias Matussek: Ich will den Präsidenten, sofort! - Rezension in: Der Spiegel 10/99 vom 8. März 1999