Monika Maron

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Monika Maron (2018)

Monika Eva Maron, geborene Iglarz (* 3. Juni 1941 in Berlin) ist eine deutsche Schriftstellerin, die von 1951 bis 1988 in der DDR lebte. Ihr Debütroman Flugasche konnte dort nicht erscheinen und wurde stattdessen 1981 im westdeutschen Verlag S. Fischer veröffentlicht. Der Roman gilt als erste weithin bekannt gewordene literarische Auseinandersetzung mit der Umweltverschmutzung in der DDR.

Seitdem schrieb Monika Maron mehr als zehn Romane und andere Werke mit Essays und Erzählungen, von denen besonders der Roman Animal triste von 1996 auf großes Echo stieß. Sie erhielt eine Reihe von Auszeichnungen, darunter den Kleist-Preis.

Maron äußerte sich in Namensartikeln kritisch über die Regierung Merkel, die politische Situation und einen „eingeschränkten Diskurs“ in Deutschland, insbesondere hinsichtlich der Kritik am Islam.[1][2]

Im Oktober 2020 kündigte der S. Fischer Verlag an, die 40-jährige Zusammenarbeit mit Monika Maron zu beenden. Der Vorgang löste eine breite Debatte aus.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monika Maron wuchs bei ihrer Mutter Hella (Helene) Iglarz auf. Ihr Vater Walter, im Zweiten Weltkrieg als Soldat an der Front und mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet,[3][4] durfte ihre Mutter, die als „halbjüdisch“ galt, wegen der Nürnberger Rassegesetze nicht heiraten. Marons Großvater Pawel Iglarz war ein konvertierter Jude, der 1942 ins Ghetto von Bełchatów (im damaligen Warthegau im besetzten Polen) deportiert und dann ermordet wurde. Maron setzte ihm später in Pawels Briefen ein literarisches Denkmal. Nach Kriegsende lebte Hella Iglarz mit ihrer Tochter Monika in West-Berlin, bis sie den SED-Funktionär und späteren DDR-Innenminister Karl Maron kennenlernte und 1955 heiratete. Die Familie zog nach Ost-Berlin, Monika Iglarz nahm den Familiennamen ihres Stiefvaters an.

Nach dem Abitur arbeitete Monika Maron ein Jahr lang als Fräserin in einem Flugzeugwerk bei Dresden. Danach studierte sie Theaterwissenschaft, arbeitete als wissenschaftliche Aspirantin an der Schauspielschule in Berlin und versuchte sich anschließend zwei Jahre lang als Regieassistentin beim Fernsehen und darauf als Reporterin für die Frauenzeitschrift Für Dich und die Wochenpost. Ab 1976 arbeitete sie als freie Schriftstellerin in Ost-Berlin.

Ab Oktober 1976 traf sich Maron mehrmals mit einem Stasi-Mitarbeiter. Sie gab keine Verpflichtungserklärung zur konspirativen Zusammenarbeit ab, konnte aber als „Kontaktperson“ der HVA 1977 mehrmals nach West-Berlin reisen.[5] Sie schrieb zwei Berichte für das MfS: über eine West-Berlin-Reise und über einen Empfang in der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland in Ost-Berlin.[6] Dabei vermied sie, Namen beteiligter DDR-Bürger zu nennen. Nach einem halben Jahr beendete sie auf eigenen Wunsch die Mitarbeit. Das MfS brach daraufhin den Kontakt ab und legte im Juni 1978 einen Operativen Vorgang zur Überwachung Marons an. Bis zu ihrer Ausreise 1988 wurde sie ständig observiert.[7]

Im Jahr 1981 veröffentlichte sie ihren ersten Roman Flugasche, in dem sie unter anderem Erfahrungen als Industriereporterin im Chemierevier der DDR verarbeitete. Flugasche war das erste „Umwelt-Buch“ der DDR, in dem offen die Umweltsünden beklagt und angeprangert wurden. So bezeichnete sie B[itterfeld] als „die schmutzigste Stadt Europas“. Wegen des kritischen Inhalts konnte das Buch, das Maron weithin große Anerkennung eintrug, in der DDR nicht erscheinen.[8] Die Ich-Erzählerin Josefa Nadler berichtet darin, wie sie nach B. – das ist Bitterfeld – fährt, um eine Reportage zu schreiben. Sie kämpft mit ihren eigenen Ansprüchen: Soll sie die Wahrheit schreiben, nämlich dass B. schmutzig ist, oder soll sie so schreiben, dass es den Funktionären gefällt? Als alleinerziehende Mutter kann sie es sich nur schlecht leisten, eine oppositionelle Meinung zu vertreten. Dreißig Jahre später schreibt sie in dem Bericht Bitterfelder Bogen über seitdem erfolgte Veränderungen in der Stadt.

Nach zunehmender politischer Entfremdung verließ sie 1988 zusammen mit ihrem Mann, dem Naturwissenschaftler Wilhelm Tappe, und dem gemeinsamen Sohn Jonas mit einem Drei-Jahres-Visum die DDR. Sie lebte bis 1992 in Hamburg und zog dann wieder nach Berlin.

Maron ist unter anderem Gastautorin bei dem politischen Blog Die Achse des Guten[9] und schreibt Namensartikel in überregionalen Zeitungen wie der Neuen Zürcher Zeitung oder der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Der Chefkommentator der Tageszeitung Die Welt, Jacques Schuster, weist darauf hin, es sei „unbestritten: Nach Christa Wolf ist Maron die bedeutendste Schriftstellerin der DDR.“[10] Ihre Bücher wurden in mehrere Sprachen übersetzt.

Beendigung der Zusammenarbeit durch den S. Fischer Verlag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Oktober 2020 beendete der S. Fischer Verlag nach 40 Jahren die Zusammenarbeit mit Monika Maron.[11][12][13] Der Verlag begründete dies mit der Veröffentlichung von Essays der Autorin im Verlag der Dresdner Buchhändlerin Susanne Dagen, der Kooperationspartner des neurechten, von Götz Kubitschek geleiteten Verlags Antaios sei. Monika Maron, in einem Interview darauf angesprochen, wies die Vorwürfe zurück. Sie habe gar nicht gewusst, dass ihre Buchreihe schlussendlich von Kubitschek, der ihr politisch fern sei, vertrieben wurde. Sie arbeite mit Frau Dagen zusammen, weil diese eine Freundin sei, bei der sie ihre Bücher seit über 20 Jahren vorstelle.[14] In einem weiteren Interview wies Maron darauf hin, dass Antaios auch ihr im S. Fischer Verlag erschienenes Buch Artur Lanz vertreibe, das auf dessen Seite „oben in der ersten Reihe fett“ stand.[15]

Die Entscheidung des S. Fischer Verlags löste eine kontroverse Diskussion in den Medien aus.[16][17][18][19][20][21][22][23][24][25][26][27][28][29][30][31] Maron dazu: „Ich glaube, dass es bei dem ganzen Theater um meine Fischer-Affäre, das nun schon drei Wochen dauert, längst nicht mehr um mich geht, sondern dass mein Rücken offenbar einen guten Platz für den Kampf um die Deutungsmacht hergibt. Mich haben viele Zeitungen verteidigt, was mich überrascht und sehr gefreut hat.“[32] Die FAZ verweist darauf, dass der wahre Grund der Verlagskündigung die „schwindelerregenden Thesen“ von Maron seien, mit denen „sich eine nähere Beschäftigung […] gelohnt“ hätte.[33] Der Bayerische Rundfunk kommentierte, die Kündigung des S.Fischer Verlages sei „allerdings nicht so plötzlich, wie es jetzt erscheint.“[34] Auf Anfrage der Süddeutschen Zeitung legte Maron offen: „Man hat mir ausrichten lassen, ich sei politisch zu unberechenbar, passe nicht mehr in die Zeit und sei damit ein Risiko für den Verlag.“[35] Dazu wird kommentiert, sie sei zu einer „auffälligen Autorin geworden“[36].

Eine Reihe von Autoren kritisierte den Umgang des S. Fischer Verlags mit Monika Maron als ein fatales Signal.[37] Durs Grünbein schrieb dazu in der Wochenzeitung Die Zeit: „Wir müssen wieder lernen, über Texte zu reden, nicht über Haltungen.“ Die Autorin und Moderatorin der ZDF-Sendung Das literarische Quartett, Thea Dorn, bezeichnete die Entscheidung des Verlags als „fatales Einschüchterungssignal“ an alle Autoren: „Wehe, ihr wandelt auf Abwegen! Wehe, ihr verstoßt gegen das moralische Reinheitsgebot!“ Sie frage sich, „wie in einem solchen Klima Literatur und Kunst noch gedeihen sollen, wie die immer krassere Polarisierung der Gesellschaft aufgehalten werden soll“. Die Schriftsteller Jörg Bernig und Uwe Tellkamp solidarisierten sich in einem offenen Brief mit Monika Maron und Susanne Dagen. Die Verlagsleiterin Siv Bublitz verteidigte in einem Brief an die Autorinnen und Autoren von S. Fischer die Trennung von Maron: „Die Gründe liegen in ihrer Entscheidung, Essays in der Reihe ,Exil' des Buchhauses Loschwitz zu veröffentlichen, und in der Unmöglichkeit, darüber mit ihr ins Gespräch zu kommen.“ Kritiker nennen das Kontaktschuld.

Anders die Meinung von Verleger Jürgen Horbach: „Der Autor ist frei, sein Manuskript dem Verlag seiner Wahl anzubieten und nicht allen Verlagen, der Verlag ist frei, einer Annahme zuzustimmen oder abzulehnen, der Buchhändler ist frei, dieses Buch einzukaufen oder nicht. An keiner Stelle – auch im Falle einer Ablehnung – sind hier Freiheitsrechte negativ berührt. Jedenfalls solange nicht, solange die Ablehnung individuell erfolgt und nicht für ein bestimmtes Territorium oder bestimmte Handelsformen generell verordnet wird (von wem?). Ablehnung ist keine Zensur, sondern eine Geschmacks-, Qualitäts- oder Relevanzfrage, sie kann auch durch politische und sonstige Meinungen eines Autors oder durch seine Handlungen bestimmt oder beeinflusst werden. […] Wenn ein Buchhändler bestimmte Bücher nicht führt, weil er der Meinung ist, ein Autor vertrete politisch fragwürdige Thesen, dann ist das im Rahmen der Meinungsfreiheit legitimiert. Das Buch kann ja frei woanders beschafft werden. Wer ein Buch nicht führt, verbietet es nicht. Wer ein Manuskript nicht annimmt, verhindert damit nicht, dass es nicht in einem anderen Verlag als Buch erscheint.“[38]

In der FAZ wurde indes dargestellt, dass der Verleger Götz Kubitschek weder den Vertrieb der im Fokus stehenden Bücherreihe Exil organisiert habe noch dass die Autorin eine Vertriebskoordination geduldet habe. Kubitschek selbst habe noch nicht einmal am Umsatz partizipiert. Auch die von Durs Grünbein im Deutschlandradio Kultur verbreitete Behauptung,[27] sie sei Gast bei einem rechtsliterarischen Terzett gewesen, in der ihre Buchreihe vorgestellt worden sei, sei eine Falschmeldung.[39]

Eine etwas andere Sichtweise findet sich im Beitrag von Christian Schröder und Hannes Soltau im Berliner Tagesspiegel. Sie verweisen darauf, dass die Entscheidung von Maron, ihren Roman Krumme Gestalten, vom Wind gebissen in der Edition BuchHaus Loschwitz zu veröffentlichen, in der Begründung des S. Fischer Verlags, sich von Maron zu trennen, eine zentrale Rolle spielte (so von der Fischer-Verlegerin Siv Bublitz in einem Brief an die Autoren des Verlags).[40]

Der Verlag Hoffmann und Campe meldete bald, dass noch im Dezember 2020 in seinem Programm eine neue Erzählung von Monika Maron mit dem Titel Bonnie Propeller und im April 2021 ein Essayband mit dem Titel Was ist eigentlich los? erscheinen würden. Den neuen Roman, an dem die Autorin gerade arbeite, wolle Hoffmann und Campe ebenfalls herausbringen. Das Börsenblatt zitiert dazu den Verleger Tim Jung: „Monika Maron ist eine der bedeutendsten deutschsprachigen Schriftstellerinnen der Gegenwart, die mit ihrem Schaffen dem gesellschaftlichen Diskurs, der für eine lebendige Demokratie unabdingbar ist, immer wieder wichtige Impulse gibt.“[41] „Die Welt“ kommentiert: „Die Trennung war ein unwürdiger, wenn auch kein aberwitziger Vorgang: Autoren sind keine Angestellten ihrer Verlage. […] Für die Verlagswelt ist es jedenfalls ein Glück, dass eine wichtige Schriftstellerin und deutsche Zeitzeugin wieder einen Verlag hat – und ein Beleg dafür, dass in der Verlagsbranche das kapitalistische System manchmal besser als das moralische funktioniert; von ‚Meinungsdiktatur‘ oder ‚Cancel Culture‘ kann einmal nicht die Rede sein.“[42] Die Neue Zürcher Zeitung dagegen meint, mit dem Rausschmiss von Maron durch den S.Fischer Verlag sei eine neue Dimension im Meinungsmachtkampf erreicht: „Dieselben Medien, die sich noch vor nicht allzu langer Zeit darüber empörten, dass Angela Merkel in ihrem Büro wegen der politischen Haltung Emil Noldes in der NS-Zeit auf ein Bild des Expressionisten verzichtet, zeigen viel Verständnis für den Verlag, der sich wegen offensichtlicher politischer Meinungsverschiedenheiten nach gemeinsamen Jahrzehnten menschlich anmassend und intellektuell armselig von seiner Autorin trennt.“[43]

Politische Positionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maron äußerte sich seit 2010 wiederholt islamkritisch und verfasste Namensartikel in überregionalen Zeitungen.[44] Im Beitrag Politiker müssen Muslimen die Grenzen aufzeigen in der Tageszeitung Die Welt wies sie darauf hin, dass die säkulare Verfassung die Gleichbehandlung aller Religionsgemeinschaften bedinge, so dass die Fokussierung auf den Islam in Form der „zermürbende[n] und ergebnisarme[n]“ Islamkonferenz nicht zu rechtfertigen sei.[45] Diese Kritik an der Islamkonferenz 2014 rief Widerspruch hervor, etwa vom Comedian Murat Topal, der auf ihren Artikel antwortete: „Ein besseres Beispiel dafür, wie schräg und schrill die so genannte Islamdebatte in Deutschland geführt wird, hätte es momentan wohl nicht geben können.“[46]

Mit ihrem Schriftstellerkollegen Peter Schneider besuchte sie am Montag vor Weihnachten 2014 Dresden, um sich ein Bild von den Pegida-Demonstrationen zu machen. Im darauf folgenden, wiederum in der Welt erschienenen Artikel Pegida ist keine Krankheit, Pegida ist das Symptom kam sie diesbezüglich zu dem Schluss: „Wir preisen die offene Gesellschaft und verweigern die offene Diskussion.“[47]

Im Jahr 2017 äußerte sich Maron in einem Artikel in der Neuen Zürcher Zeitung zu ihrem Verhältnis zum Islam. Sie schrieb „Die Wahrheit ist, dass ich vor dem Islam wirklich Angst habe. Aber warum ist das krankhaft und nicht vernünftig?“ Sie bemängelte, dass die gleichen Zeitungen, die ihr eine „verachtenswerte“ Gesinnung dem Islam gegenüber attestieren, täglich von „blutrünstigen Verbrechen, die im Namen dieser Religion begangen werden“, berichteten, „wobei sie natürlich betonen, dass das nicht an der Religion, sondern nur an deren Missbrauch liegt“. Sie schrieb weiter, dass in der Menschengeschichte fast alles missbraucht wurde. „Während für meine Kritiker der Missbrauch des Nationalen aber nur den Schluss zulässt, dass man den Nationalstaat abschaffen müsse, bleibt der missbrauchte Islam ganz ungeschoren.“[1]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2018 veröffentlichte Maron den Roman Munin oder Chaos im Kopf, in dem eine fiktive Autorin Parallelen zwischen dem Dreißigjährigen Krieg und dem Deutschland der Gegenwart unter dem Einfluss der Flüchtlingskrise entdeckt. Tilman Krause verwendet in seiner Rezension in der Zeitung Die Welt durchaus positive Beschreibungen („kunstvolle Assoziationskreise“), die er als Stimmungsbild zur Lage der Nation verortet, „wie man es so sprachlich beiläufig einerseits, so raffiniert historisch gespiegelt andererseits noch nicht gelesen hat“. Er spricht über Marons „literarische Meisterschaft, […] aus einem kleinen Anlass weitreichende Schlussfolgerungen zu ziehen“, die sich in ihrem Roman „zu einer Parabel auf die deutschen Verwirrtheiten und Verwerfungen der Gegenwart“ formen.[48]

Die Literaturwissenschaftlerin Miriam Seidler fasst in ihrer Rezension desselben Werkes auf literaturkritik.de etwas differenzierter zusammen: „Einfache Erklärungen sind Marons Sache nicht. Mit der komplexen Erzählung hat sie einen fiktiven Text verfasst, dessen sprachliche Schönheit und phantastisch-philosophischen Dialoge nicht darüber hinwegtäuschen dürfen, dass er ein gesellschaftlich brisantes Thema verhandelt“. Maron könne überzeugend die Entstehung gesellschaftlicher Ressentiments aufzeigen, „und doch verweigert sich der Text […] einem einfachen Gut-Böse-Schema“. Marons Kulturpessimismus, der sich in der „Parallelisierung der Gegenwart“ mit dem Dreißigjährigen Krieg äußert und den Fortschritt der Gesellschaft in Frage stellt, führe dazu, dass „die Analogien zwischen dem Dreißigjährigen Krieg und der Gegenwart in Syrien und Afrika, die Ängste in Anbetracht fremder Religionen […] allzu pauschal formuliert und mit einem taghellen Blick auf die Texte kaum haltbar“ sind. Nur zwischen den Zeilen kann man herauslesen, dass Krieg und Gewalt nicht die Oberhand behalten können.[49]

Beim literarischen Korrespondenten der Welt, Richard Kämmerlings, hinterlässt Marons Roman Artur Lanz den Eindruck einer „altmeisterlichen Routine“. Die Romanheldin Charlotte Winter entstammt einem „bildungsbürgerlichen Sozialmilieu“, daneben die Ehefrau eines Akademikers, die von einem Ayurveda-Trip nach Indien träumt, ferner eine Soziologin, die sich – als Feministin – „mit der richtigen Meinung bis zur Kultursenatorin hochgestapelt hat“. Beim gemeinsamen Abendessen löst dies, wie erwartet, Reflexe aus, „von Brechts ‚Unglücklich das Land, das Helden nötig hat‘ bis zum törichten Gutmenschensatz: ‚Bei Helden denke ich sofort an Krieg.‘ Statt Aventiuren erleben wir heute die Ritter von der Schwafelrunde.“[50]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Essays (Online)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Monika Maron. Rebellin an der Schreibmaschine. Buch und Regie: Reinhold Jaretzky. Dokumentation, Zauberbergfilm/MDR 2019

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Monika Maron – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Monika Maron: Bundestagswahl: Links bin ich schon lange nicht mehr | NZZ. In: Neue Zürcher Zeitung. 30. Juni 2017, ISSN 0376-6829 (nzz.ch [abgerufen am 19. September 2017]).
  2. Monika Maron : Merkels kopflose Politik macht die Rechten stark. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 14. Januar 2016, abgerufen am 19. September 2017.
  3. Wir waren ja immer ganz eng. Ein Gespräch mit Monika Maron über ihre Familie, das Erinnern und das Verschwinden der DDR. In: Die Welt. 26. Februar 1999 (welt.de [abgerufen am 20. Oktober 2020]).
  4. Monika Maron. In: Munzinger Biographie. Abgerufen am 20. Oktober 2020.
  5. Deckname Mitsu. In: Der Spiegel. Nr. 32/1995 vom 7. August 1995. Tags zuvor hatte der „Kulturweltspiegel“, eine Nachrichtensendung der ARD / Das Erste berichtet, Autor Heribert Schwan
  6. Monika Maron: Zwei Berichte an die Stasi, 1976 (PDF; 40 kB) auf der Website des S. Fischer Verlag. Erster Bericht über eine West-Berlin-Reise Marons, Zweiter Bericht über einen Empfang in der Ständigen Vertretung in Ost-Berlin. (Abgerufen am 26. Mai 2011)
  7. Antje Doßmann: Die Diktatur der Eltern. Berlin 2003, S. 8.
  8. Matthias Braun, Tanja Walenski: Monika Marons Roman ‚Flugasche‘ und die DDR. Eine unerledigte Geschichte. In: Wirkendes Wort. 62. Jg., Heft 2, August 2012, S. 255–277.
  9. Beiträge von und über Monika Maron bei der Achse des Guten.
  10. Jacques Schuster: Tabuzüchter im Geiste der Aufklärung. welt.de, 22. Oktober 2020.
  11. Fischer-Verlag trennt sich von Monika Maron. In: Der Spiegel. 19. Oktober 2020, abgerufen am 19. Oktober 2020.
  12. Fischer-Verlag trennt sich von Schriftstellerin Monika Maron. In: Zeit Online. 19. Oktober 2020, abgerufen am 26. Februar 2021.
  13. Fischer Verlag trennt sich von Monika Maron. sueddeutsche.de, 20. Oktober 2020.
  14. Monika Maron (Interview): „Das reicht offenbar, um als neurechts oder sogar rassistisch zu gelten“. In: Welt am Sonntag vom 18. Oktober 2020. Abgerufen am 20. Oktober 2020.
  15. Monika Maron (Interview): „Soll ich mich von mir selbst distanzieren?“ welt.de, 14. November 2020, 4:27 Uhr.
  16. Kontroverse um Trennung des Verlags S. Fischer von Monika Maron. In: deutschandfunk.de. 20. Oktober 2020, abgerufen am 20. Oktober 2020.
  17. Jürgen Deppe, Ulrich Kühn: „Traurige Entwicklung“: Verlag trennt sich von Monika Maron. In: ndr.de. 20. Oktober 2020, abgerufen am 20. Oktober 2020.
  18. Marie Schmidt: Kein gutes Zeichen. sueddeutsche.de, 20. Oktober 2020.
  19. Monika Maron sieht sich als Opfer (tagesspiegel.de [19. Oktober 2020, 21:26 Uhr])
  20. Christine Peitz: Die Klaviatur der Meinungsfreiheit. tagesspiegel.de, 20. Oktober 2020.
  21. Christine Peitz: Was die Fälle Maron und Levit verbindet. tagesspiegel.de, 21. Oktober 2020.
  22. Cornelia Geißler: S. Fischer Verlag trennt sich von Monika Maron. berliner-zeitung.de, 19. Oktober 2020.
  23. Cornelia Geißler: Monika Maron: Besser streiten als schweigen. berliner-zeitung.de, 20. Oktober 2020.
  24. Jürgen Kaube, Jan Wiele: Mainstream ohne Ufer. faz.net, aktualisiert 21. Oktober 2020.
  25. Jan Wiele: Nicht die Positionen, sondern die Partner stören uns (faz.net aktualisiert 20. Oktober 2020, 18:22 Uhr)
  26. Monika Maron im Gespräch mit Vladimir Balzer: „Meine Haltung ist demokratisch, liberal und freiheitlich“. deutschlandfunkkultur.de, 20. Oktober 2020.
  27. a b Durs Grünbein über Monika Maron: „Ich sehe bei ihr eine gewisse Furcht vor einer Überfremdung“. deutschlandfunkkultur.de, 20. Oktober 2020.
  28. Ralf Hanselle: Die festgefahrene Dissidentin. cicero.de, 21. Oktober 2020.
  29. Richard Kämmerlings: Was ist hier eigentlich los? welt.de, 21. Oktober 2020.
  30. „Traurige Entwicklung“: Verlag trennt sich von Monika Maron. ndr.de, 20. Oktober 2020.
  31. Michael Wolffsohn: Doppelmoral im Kampf gegen rechts welt.de 26. Oktober 2020 07:26 Uhr
  32. Monika Maron (Interview): „Soll ich mich von mir selbst distanzieren?“ welt.de, 14. November 2020, 4:27 Uhr.
  33. Hannah Bethke: Geht das Abendland schon wieder unter? faz.net, 6. November 2020, aktualisiert 19:22 Uhr.
  34. Monika Maron wechselt Verlag und ist „empört, nicht verletzt“ br.de, 9. November 2020, 12:55 Uhr.
  35. Hilmar Klute: Kein Platz für Maron sueddeutsche.de, 19. Oktober 2020, 21:29 Uhr.
  36. vgl. Klute 2020
  37. Die folgenden Zitate nach: Dass S. Fischer sich von der Schriftstellerin trennt, halten andere Schriftsteller für ein fatales Signal. Verlagsleiterin Bublitz wiederum erläutert den Fischer-Autoren die Gründe für die Trennung. tagesspiegel.de, 21. Oktober 2020. Siehe auch »Ein fatales Einschüchterungssignal« Autoren üben im Fall Monika Maron heftige Kritik am Fischer-Verlag. juedische-allgemeine.de, 21. Oktober 2020.
  38. Jürgen Horbach: Die Freiheit zur Verweigerung. boersenblatt.net, 8. August 2020.
  39. Patrick Bahners: Das Gerücht der rechten Lieferkette. In: F.A.Z., 23. Oktober 2020.
  40. Christian Schröder und Hannes Soltau: Monika Maron, Susanne Dagen und die Antidemokraten: Die rechte Liebe zur Literatur, in: Tagesspiegel 26. Oktober 2020, online auf: tagesspiegel.de/...
  41. Monika Maron künftig bei Hoffmann und Campe. In: Börsenblatt, 9. November 2020.
  42. Mara Delius: Monika Maron und das Gespenst des Mainstreams. welt.de, 10. November 2020.
  43. Claudia Schwartz: Noch feindseliger geht nicht – Der Fall Monika Maron und das alternativlose deutsche Meinungsklima. nzz.ch, 2. Dezember 2020, 05.30 Uhr.
  44. Der Islam gehört nicht zu Deutschland. In: Der Tagesspiegel Online. 5. Oktober 2010 (tagesspiegel.de [abgerufen am 19. September 2017]).
  45. Monika Maron: Politiker müssen Muslimen Grenzen aufzeigen. In: Die Welt. 2. Februar 2014.
  46. Murat Topal: Danke, Monika Maron! In: Die Welt. 7. Februar 2014.
  47. Pegida ist keine Krankheit, Pegida ist das Symptom. In: Welt online. 4. Januar 2015.
  48. Tilman Krause: Wenn Zuwanderung verwirrt und gereizt macht. In: Welt. 23. Februar 2018.
  49. Miriam Seidler: Sehnsucht nach einem verlorenen Land. literaturkritik.de, 16. März 2018.
  50. Richard Kämmerlings: Monika Maron jagt den Leser durch den Meinungskorridor. welt.de, 11. August 2020.