Monika Schwarz-Friesel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Monika Schwarz-Friesel (* 28. November 1961 in Bensberg) ist eine deutsche Kognitionswissenschaftlerin und Professorin an der Technischen Universität Berlin.[1]

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monika Schwarz-Friesel studierte deutsche und englische Philologie sowie Psychologie an der Universität zu Köln. 1990 wurde sie mit dem Thema „Kognitive Semantik und neuropsychologische Realität“ in Köln promoviert und habilitierte sich 1998 mit dem Thema „Indirekte Anaphern in Texten“. Sie etablierte in Deutschland den Ansatz der kritischen Kognitionslinguistik. Von 2000 bis 2010 lehrte sie als Universitätsprofessorin an der FSU Jena germanistische Sprachwissenschaft. Seit 2010 bekleidet sie einen Lehrstuhl an der TU Berlin.

Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Interaktion von Sprache, Kognition und Emotion, kognitive Semantik und Metaphern sowie verbale Manifestationen des aktuellen Antisemitismus.[2]

Monika Schwarz-Friesel ist mit dem Historiker Evyatar Friesel verheiratet.[3]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • (mit Jehuda Reinharz): Inside the Antisemetic Mind. Boston: University Press of New England, 2017.
  • (mit Jehuda Reinharz): Die Sprache der Judenfeindschaft im 21. Jahrhundert. Berlin, New York: de Gruyter, 2013. [4]
  • (mit Manfred Consten): Einführung in die Textlinguistik. Darmstadt: WBG, 2014.
  • (mit Jeannette Chur): Semantik. Ein Arbeitsbuch. Tübingen: Narr, 6. Auflage 2014; 1. Auflage 1993) (Koreanische Übersetzung, Seoul, Korea 1996.
  • Sprache und Emotion. Tübingen, Basel: Francke (= UTB 2939), 2. Auflage 2013 (1. Auflage 2007).
  • (mit Helge Skirl): Metapher. Heidelberg: Winter (= Kurze Einführungen in die germanistische Linguistik. 4), 2. Auflage 2013 (1. Auflage 2007).
  • Einführung in die Kognitive Linguistik. 3. Auflage. Tübingen, Basel: Francke, 2008; Tschechische Ausgabe. Universitätsverlag Prag, 2007.
  • Indirekte Anaphern in Texten. Studien zur domänengebundenen Kohärenz und Referenz im Deutschen. Tübingen: Niemeyer, 2000.
  • Kognitive Semantiktheorie und neuropsychologische Realität. Repräsentationale und prozedurale Aspekte der semantischen Kompetenz. Tübingen: Niemeyer (= Linguistische Arbeiten 273), 1992.
als Herausgeberin
  • Gebildeter Antisemitismus. Eine Herausforderung für Politik und Zivilgesellschaft. Baden-Baden: Nomos, 2015.
  • (mit Jan-Henning Kromminga): Metaphern der Gewalt. Konzeptualisierungen von Terrorismus in den Medien vor und nach 9/11. Tübingen: Francke, 2014.
  • (mit Konstanze Marx): Sprache und Kommunikation im technischen Zeitalter. Wieviel Internet (v)erträgt unsere Gesellschaft? Berlin (u.a.): de Gruyter, 2013.
  • (mit András Kertész und Manfred Consten): Converging Data Sources in Cognitive Linguistics. Amsterdam etc.: Elsevier (=Special Issue of Language Sciences), 2012.
  • (mit Evyatar Friesel und Jehuda Reinharz): Aktueller Antisemitismus – ein Phänomen der Mitte. Berlin: de Gruyter, 2010.
  • (mit Manfred Consten und Mareile Knees): Anaphors in Text. New York, Berlin: Benjamins, 2007.
Aufsätze
  • Destroy Israel:Jews are the Evil of the World! Manifestations of Contemporary Antisemitism. In: Aschkenasim 5, 12-15, 2016.
  • Antisemitische Hass-Metaphorik. DIe emotionale Dimension aktueller Judenfeindschaft. In: Interventionen – Zeitschrift für Verantwortungspädagogik. Berlin: Violence Prevention Network e. V., 38–44, 2015.
  • (mit Konstanze Marx) Sprachliche Kommunikation: Psycholinguistische Grundlagen. In: Blanz, M./A. Florack/U. Piontkowski (Hg.) Kommunikation. Eine interdisziplinäre Einführung. Stuttgart: Kohlhammer, 38–52. 2014.
  • (mit Evyatar Friesel): "Gestern die Juden, heute die Muslime..."? Von den Gefahren falscher Analogien. In: Botsch, G. et al. (Hg.) Islamophobie und Antisemitismus - ein umstrittener Vergleich. Berlin, Boston: de Gruyter, 29-50, 2012.
  • Dem Grauen einen Namen geben? Zur Verbalisierung von Emotionen in der Holocaust-Literatur - Prolegomena zu einer Kognitiven Linguistik der Opfersprache. In: Germanistische Studien Nr. 10 „Sprache und Emotionen“, 128-139, 2011.
  • Der Tatort Sprache in Deutschland - Antisemitismus im öffentlichen Kommunikationsraum? Tribüne. Zeitschrift zum Verständnis des Judentums, 1/2009, 178-186, 2009.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen und Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hielt die Rabbiner-Brandt-Vorlesung des deutschen Koordinierungsrates am 11. November 2013 zum Thema „Die Sprache der Judenfeindschaft“
  • Erhielt am 29. November 2014 von der Universität Debrecen einen Ehrendoktor Doctor honoris causa für herausragende wissenschaftliche Leistungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Monika Schwarz-Friesel Biografie. Webseite der Technischen Universität Berlin. Abgerufen am 9. November 2012.
  2. TU Website Forschungsprojekte. Abgerufen am 17. Dezember 2014.
  3. http://www.haaretz.com/jewish/news/.premium-1.576189 vom 25. Februar 2014, abgerufen am 23. Februar 2017
  4. Pressestimmen zu Sprache der Judenfeindschaft

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]