Monochlorsilan

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Strukturformel
Strukturformel von Monochlorsilan
Allgemeines
Name Monochlorsilan
Andere Namen
  • Silylchlorid
  • Chlorsilan
Summenformel ClH3Si
CAS-Nummer 13465-78-6
PubChem 61622
Kurzbeschreibung

farbloses Gas [1]

Eigenschaften
Molare Masse 66,56 g·mol−1
Aggregatzustand

gasförmig

Dichte
  • 3,033 kg·m−3 (Gas bei 0 °C, 760 Torr)[2] (Luft: 1,293 kg·m−3)
  • 1,145 g·cm−3 (Flüssigkeit bei −113 °C)[2]
Schmelzpunkt

−118 °C [3]

Siedepunkt

−30 °C [3]

Dampfdruck

16,7 kPa (bei 50 °C)[1]

Löslichkeit

reagiert heftig mit Wasser[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
02 – Leicht-/Hochentzündlich 04 – Gasflasche 05 – Ätzend 06 – Giftig oder sehr giftig 08 – Gesundheitsgefährdend

Gefahr

H- und P-Sätze H: 220​‐​280​‐​260​‐​331​‐​314​‐​318Vorlage:H-Sätze/Wartung/mehr als 5 Sätze​‐​371
P: ?
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [4][1]
Hochentzündlich Giftig Ätzend
Hoch-
entzündlich
Giftig Ätzend
(F+) (T) (C)
R- und S-Sätze R: 12​‐​15​‐​23​‐​34
S: ?
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Monochlorsilan ist ein hochentzündliches, korrosives und giftiges Gas, welches schwerer als Luft ist.

Gewinnung[Bearbeiten]

Monochlorsilan kann aus Siliciumtetrachlorid und Lithiumborhydrid dargestellt werden.[5]

Eigenschaften[Bearbeiten]

Monochlorsilan ist ein farbloses Gas, bei dessen Hydrolyse primär Silanol (Hydroxosilan) entsteht, das jedoch spontan zu Disiloxan kondensiert.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e Sicherheitsdatenblatt MONOCHLOROSILANE bei REC Silicon (PDF; 210 kB).
  2. a b Stock, A.; Somieski, C.: Siliciumwasserstoffe VI.: Chlorierung und Methylierung des Monosilans in Chem. Ber. 52 (1919) 695–724, doi:10.1002/cber.19190520410.
  3. a b Eintrag zu Silane. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 4. April 2013.
  4. Seit dem 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  5.  Walter Glasmann: Über die Siliciumsuboxyde Si2O3 und SiO: Zur Darst. u. Hydrolyse d. Chlorsilane HSiCl3 u. H2SiCl2 u. zur Pyrolyse ihrer Hydrolysate. S. 29 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  6.  Ralf Steudel: Chemie der Nichtmetalle: Von Struktur und Bindung zur Anwendung. Walter de Gruyter, 2008, ISBN 311021128-9, S. 288 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).