Montagne Sainte-Victoire

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Carte Sainte Victoire.svg
Westlicher Teil der Montagne Sainte-Victoire von Süden gesehen. Davor die Kirche von Fuveau
(genau hinter deren Turm das 19 Meter hohe Bergkreuz Croix de Provence).
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Paul Cézanne: Mont Sainte-Victoire,
1897/98
Foto aus Westen von etwa gleicher Stelle wie das Gemälde links

Montagne Sainte-Victoire auch Venturi / Santa Venturi, Ventùri / Santo Ventùri (Provenzalisch) ist ein französisches Kalksteingebirge im Süden der Provence, das sich von nahe Aix en Provence über 18 Kilometer von West nach Ost erstreckt. Seine höchste Erhebung ist der im östlichen Teil gelegene Pic des Mouches mit 1.011 Metern Höhe.

Das Gebirge ist bekannt geworden durch den Maler Paul Cézanne, der es von seinem nah gelegenen Haus in Les Lauves im Norden von Aix-en-Provence sehen konnte und es als Motiv zahlreicher Gemälde nahm.

Geschichte und Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünglich als Montagne de la Victoire bezeichnet, hieß das Gebirge bei den Christen im Mittelalter Sainte-Venture. Im 13. Jahrhundert wurde eine Kapelle auf dem Gipfel errichtet. Erst seit dem 17. Jahrhundert erhielt das Gebirge seinen heutigen Namen.

Im Jahr 1989 zerstörte ein Feuer 50 km² der Vegetation auf der Südseite des Berges. Es sind schon viele Koniferen neu angepflanzt worden, doch der alte Zustand, wie er vor dem Feuer war, ist noch nicht erreicht worden. Während des Sommers wird der Zugang zum Berg je nach Wetterlage eingeschränkt oder verboten. Während der Periode des freien Zugangs ist das Sainte-Victoire-Gebirge ein populäres Ziel für Anhänger des Wanderns, Bergsteigens, Paraglidings und, in geringerem Umfang, für Höhlenwanderer. Etwa 700.000 Wanderer sind jedes Jahr hier unterwegs. Seit 1996 steht die Natur- und Kulturlandschaft der Montagne Sainte-Victoire als gemischte Stätte auf der Vorschlagsliste Frankreichs zum UNESCO-Welterbe.[1]

Künstler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pablo Picassos Chateau Vauvenargues, Blick auf den Nordrand der Montagne Sainte-Victoire

Außer für Paul Cézanne ist die Montagne Sainte-Victoire auch eine Quelle der Inspiration für andere Künstler und Schriftsteller gewesen, beispielsweise für:

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Montagne Sainte-Victoire – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Montagne Sainte-Victoire et sites cézaniens. UNESCO World Heritage Centre, 20. September 1996, abgerufen am 15. Januar 2018 (französisch).

Koordinaten: 43° 32′ 21″ N, 5° 38′ 43″ O