Montanara Chor

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Montanara Chor
Sitz: Stuttgart / Deutschland
Gründung: 1958
Gattung: Männerchor
Leitung: Wolfgang Isenhardt
Stimmen: TB
Website: http://www.montanarachor.de

Der Montanara Chor ist ein international bekannter, deutscher Männerchor, der sich vorwiegend der leichteren Musik widmet. Seine Heimat ist der Großraum Stuttgart in Baden-Württemberg.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1958 trafen sich einige Sänger des Süddeutschen Rundfunks und der Staatsoper Stuttgart mit dem Ziel, Volkslieder und leichtere Unterhaltungsmusik zu singen. Nach einem Vorsingen bei Franz Biehler machte dieser mit dem jungen Chor sogleich eine Schallplattenaufnahme. Zunächst wurden das Lied La Montanara von Toni Ortelli und das deutsche Volkslied Jenseits des Tales aufgenommen. Beide Aufnahmen wurden Hits, und da der Chor das Lied La Montanara gerne sang, war der Name für den neuen Chor gleich gefunden. In den 1960er Jahren übernahmen die Dirigenten H. J. Dahmen, Walter Höfling und Heinz Buchhold die Leitung des Chores. Der Chor wurde bald zum Aushängeschild für chorische Volksmusik und volkstümlicher Musik gehobener Darbietung, da es sich um hauptberuflich ausgebildete Sänger handelte. Doch sang der Chor nicht nur deutsche Volksmusik, sondern auch internationale Folklore und Evergreens. Teilweise begleitete er Solisten, wie den Trompeter Walter Scholz.

1972 übernahm Harry Pleva (* 29. Juli 1929 in Stuttgart, † 5. Januar 2017 ebenda) für nahezu 30 Jahre die Leitung des Chores, der zahlreiche Schallplatten veröffentlichte, auf denen die bekanntesten deutschen Volkslieder, aber auch neuere volkstümliche Lieder eingespielt wurden. Neben zahlreichen Fernsehproduktionen führte Harry Pleva seine Sänger in Konzertsäle im In- und Ausland.

1991 nahm der Montanara Chor beim Grand Prix der Volksmusik teil. Ihr Lied Die Seen im Land der Berge erreichte bei der deutschen Vorentscheidung den 9. Platz.

Im Jahr 2001 übernahm Michael Alber (* 1963 in Tuttlingen) die Leitung des Chores, da Harry Pleva aus Altersgründen dieses Amt aufgab. Michael Alber hat eine fundierte Ausbildung und leitete bereits andere Profi-Chöre, darunter den Staatsopernchor Stuttgart. Der Montanara Chor gehört zu den qualitativ besten Männerchören Europas.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erfolgstitel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • La Montanara
  • Jenseits des Tales
  • Die Himmel rühmen (Die Ehre Gottes in der Natur) 1970
  • Die Nacht 1970
  • Es waren zwei Königskinder 1970
  • Ich bete an die Macht der Liebe 1970
  • Waldandacht (Frühmorgens, wenn die Hähne kräh'n) 1970
  • Bergvagabunden sind wir 1972
  • Kehr ich einst zur Heimat wieder 1972
  • Die Post im Walde 1974
  • Vor meinem Vaterhaus steht eine Linde 1975
  • Wo's Dörflein traut zu Ende geht (Das Elternhaus) 1975
  • Das ist der Tag des Herrn (Schäfers Sonntagslied) 1976
  • Droben stehet die Kapelle 1976
  • Still ruht der See 1978
  • Wahre Freundschaft soll nicht wanken 1981
  • Nach der Heimat möcht’ ich wieder 1982
  • ’s ist Feierabend 1982
  • Ein Lied geht um die Welt 1989
  • Die Seen im Land der Berge 1991
  • Es löscht das Meer die Sonne aus

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben (Auswahl)

  • Ich bete an die Macht der Liebe 1970
  • Vor meinem Vaterhaus steht eine Linde 1975
  • Musik kennt keine Grenzen 1985
  • Ein Lied geht um die Welt 1989
  • Eine musikalische Reise 1993
  • 40 Jahre Montanarachor – Eine musikalische Reise durch die Heimat 1998
  • Klassisch und beschwingt 2000
  • Auf Flügeln des Gesangs 2005 (mit dem Ludwigsburger Blechbläser-Quintett)
  • Frieden auf Erden 2005 (Weihnachtsproduktion)
  • ′s ist Feierabend
  • Abschied hat der Tag genommen
  • Blaue Berge grüne Täler
  • Das Lied der Berge – Kameraden der Berge
  • Die Himmel rühmen
  • Ein Lied geht um die Welt
  • Es löscht das Meer die Sonne aus
  • Goldene Weihnacht 2002
  • Im Frühtau zu Berge
  • Im schönsten Wiesengrunde
  • In der Schenke zum Husaren
  • Lieder von Wolga und Don
  • Weihnachten jenseits des Tales
  • Welterfolge
  • Wildgänse rauschen durch die Nacht
  • Wir wollen zum Land ausfahren