Monte Brione

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Monte Brione
Monte Brione vom Südwesten aus gesehen

Monte Brione vom Südwesten aus gesehen

Höhe 376 m s.l.m.
Lage Trentino, Italien
Gebirge Gardaseeberge
Koordinaten 45° 53′ 17″ N, 10° 52′ 25″ OKoordinaten: 45° 53′ 17″ N, 10° 52′ 25″ O
Monte Brione (Trentino-Südtirol)
Monte Brione
Gestein Kalkstein
Besonderheiten In Teilen Naturschutzgebiet

Der Monte Brione ist eine Erhebung am Nordende des Gardasees.

Trotz seiner geringen absoluten Höhe von 376 Metern hat man von seinem Gipfel aus eine hervorragende Rundumsicht auf die umgebenden Orte wie Riva del Garda und Nago-Torbole, die umliegenden Berge und das Nordende des Gardasees. Der Berg hat eine steil abfallende Ostflanke mit einer mehrere hundert Meter hohen Felswand. Auf dem Gipfel befindet sich ein Sendemast. Seit 1992 sind Teile des Monte Brione zum Biotop erklärt worden.[1]

Lage und Umgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die exponierte Lage in der Tiefebene direkt am Nordufer des Gardasees und die sichelförmige Massivform lassen den Monte Brione schon von weit her gut erkennen. Das Südende des Berges reicht bis direkt an das Gardasee-Ufer, so dass die Verbindungsstraße zwischen Riva del Garda und Nago-Torbole (Gardesana Orientale) nur durch einen Tunnel durch den Berg am Ufer entlanggeführt werden konnte.

Flora und Fauna[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die besonderen klimatischen Bedingungen lassen auf dem Monte Brione zahlreiche submediterrane Pflanzenarten gedeihen, wobei sie hier die nördliche Grenze ihres Verbreitungsgebietes finden, darunter: Steineiche, Gewöhnlicher Buchsbaum, Terpentin-Pistazie, Pfriemenginster, Gewöhnlicher Judasbaum, Echter Lorbeer, Diptam, Nizza-Wolfsmilch sowie der Stechende Mäusedorn.

Von besonderer Bedeutung ist aber die außergewöhnlich hohe Vielfalt von mehr als 20 Arten wildwachsender Orchideen. Einige davon kommen im Trentino nur auf dem Monte Brione vor.[1]

Auch einige Vogelarten, die insbesondere warme trockene Lebensräume bevorzugen, sind im Trentino nur auf dem Brione heimisch, darunter: die Samtkopf-Grasmücke, die Blaumerle und die Steinrötel.[2]

Routen zum Gipfel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Gipfelkamm führen sowohl eine Fahrstraße als auch ein Wanderweg. Der Fahrweg ist im unteren Bereich asphaltiert, weiter oben geschottert und für den privaten Kraftverkehr gesperrt. Mit dem Mountainbike gelangt man auf diesem Wege problemlos bis zum Gipfelbereich.

Wanderern ist die Begehung des „Sentiero della Pace“ (Friedensweg) zu empfehlen. Er beginnt im Süden direkt am Seeufer und führt über den Kamm des Berges entlang der steilen Ostseite bis zum Gipfel. Ebenso ist der Weg vom Nordwestende des Berges aus erreichbar.

Militärische Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mittelbatterie
Hauptartikel: Sperrgruppe Monte Brione

Bereits im 19. Jahrhundert wurden auf dem Monte Brione militärische Befestigungen errichtet. Das damals zu Österreich-Ungarn gehörende Gebiet war Teil des „Festungsriegels Garda“ und Schauplatz kriegerischer Auseinandersetzungen zwischen Italien und Österreich über zwei Jahrhunderte.

Noch heute kann man hauptsächlich auf der Südhälfte des Bergkammes die Reste von Bunkeranlagen, Kasematten und Forts erkennen.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Vincenzo Ceschini: Il monte Brione: aspetti geologici, Museo Civico, Riva del Garda 1987.
  • Elmar Moser: Bike Guide, Band 11 Gardasee 1, Route 5, Delius Klasing, Bielefeld 2010, ISBN 3-7688-1002-X.
  • Sandro Zanghellini, Claudio Torboli, Alessandro Marsilli: Wunderschöner Monte Brione: Flora und Fauna der Gardaseewache, Albatros, Trient 2004.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Monte Brione – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Eintrag im Portal der Naturschutzgebiete Italiens (ital.)
  2. Flora und Fauna auf dem Monte Brione auf Italienisch abgerufen am 17. August 2017