Monte Verità

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Monte Verità
Der Monte Verità, um 1900

Der Monte Verità, um 1900

Höhe 321 m
Lage Kanton Tessin, Schweiz
Koordinaten 702290 / 11279346.158858.76287321Koordinaten: 46° 9′ 32″ N, 8° 45′ 46″ O; CH1903: 702290 / 112793
Monte Verità (Tessin)
Monte Verità

Der Monte Verità (dt. «Wahrheitsberg» oder «Berg der Wahrheit») ist ein kulturgeschichtlich bedeutender Hügel (Höhe 321 m[1]) im Westen von Ascona, im Kanton Tessin, Schweiz.

Geschichte[Bearbeiten]

In den ersten beiden Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts war der Monte Verità Sitz einer lebensreformerischen Künstlerkolonie, die als eine der bedeutendsten Wiegen der Alternativbewegungen gilt und stark durch die Ideen ihres Mitbegründers Gusto Gräser und des Lebensreformers Karl Wilhelm Diefenbach geprägt war. In ihr sammelte sich der Widerstand gegen die Kultur und Gesellschaft der Zeit, die als patriarchal und militaristisch wahrgenommen wurden. Der Monte Verità wurde ein Zentrum neuer Bewegungen: Lebensreform, Pazifismus, Anarchismus, Theosophie, Anthroposophie, OTO, Psychoanalyse, östliche Weisheit, Ausdruckstanz.

Darüber hinaus wurde der Monte Verità auch ein Zentrum des politischen Widerstands gegen die autoritären und chauvinistischen Regime des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. So war der Kanton Tessin im 19. Jahrhundert unter anderem Anlaufpunkt verschiedener russischer Intellektueller, speziell bedeutender Anarchisten. Neben Graf Pjotr Alexejewitsch Kropotkin (1842–1921) hielt sich in den Jahren 1873/74 Michail Bakunin (1814–1876) in Minusio und Lugano, also in direkter Nähe zu Ascona, auf. Auch nach der Gründung des Sanatoriums Monte Verità 1900 blieben Anarchisten und Pazifisten Gäste auf dem Berg. Als Beispiel sei hier nur auf Erich Mühsam verwiesen. Der politische Aktivist und Antimilitarist befreundete sich während seiner Aufenthalte zwischen 1904 und 1908 mit dem Siedler Karl Gräser.[2] Vor und während des Ersten Weltkriegs sammelten sich dort die Pazifisten, Verweigerer, Emigranten und Flüchtlinge aus den kriegführenden Staaten: so Hans Arp, Hugo Ball, Ernst Bloch, Hermann Hesse, Ernst Toller und viele andere. Durch Hermann Hesse, der seinen Freund, den Mitgründer Gusto Gräser, in den Meistergestalten seiner Dichtungen verewigte, durch Gerhart Hauptmann, Bruno Goetz, Reinhard Goering, Emil Szittya und andere, vor allem aber durch die Person und das Werk von Gusto Gräser selbst, wurde der Berg zu einem Mythos.

1900 bis 1920[Bearbeiten]

Kooperative und Naturheilanstalt[Bearbeiten]

Gründer dieser Kolonie waren die Brüder Karl (1875–1920) und Gustav Arthur Gräser, genannt Gusto, (1879–1958) zusammen mit dem belgischen Fabrikantensohn Henri Oedenkoven (1875–1935), der österreichischen Pianistin Ida Hofmann (1864–1926) und der Lehrerin Lotte Hattemer (1875–1906). Oedenkoven, Hofmann und Karl Gräser kauften im Herbst 1900 für 150.000 Franken den Monte Monescia oberhalb Asconas, benannten ihn um in Monte Verità («Berg der Wahrheit») und gründeten eine «vegetabile Cooperative».[3] Sie waren von der Überzeugung beseelt, eine Veränderung der Welt durch die Änderung des eigenen Lebens bewirken zu können. Während die Brüder Gräser eine Liebeskommune anstrebten, eine Freistatt für Aussteiger, setzten Oedenkoven und Hofmann auf eine wirtschaftlich rentable Naturheilanstalt. 1920 wurde die Naturheilanstalt wegen mangelnder Wirtschaftlichkeit aufgegeben. Die Impulse vom «Berg der Wahrheit» wirken jedoch weiter in den Umwelt-, Friedens- und Frauenbewegungen der Gegenwart. Dies gilt auch für den Ausdruckstanz oder German dance, der in den Sommerkursen von Rudolf von Laban auf dem Monte Verità eine wichtige Keimzelle hatte.

Künstlerkolonie[Bearbeiten]

Um die beiden Dichter und Maler Gusto und Ernst Graeser (1884–1944) entwickelte sich eine Künstlerkolonie. Nach einer gemeinsamen Ausstellung der Brüder in Locarno im Winter 1906/7 entstand eine ständige Gemäldegalerie im Hause von Karl Gräser. Ihm schloss sich in den folgenden Jahren in den Sommermonaten eine Gruppe der Wiener «Neukünstler» an: Anton Faistauer, Robin Christian Andersen, der künftige Lehrer von Friedensreich Hundertwasser, und Gustav Schütt. Aus München kamen die Maler Richard Seewald und Georg Schrimpf, aus dem Rheinland Heinrich Maria Davringhausen und Carlo Mense, aus Holland Otto van Rees und seine Frau Adya. Der Darmstädter Maler Alexander Wilhelm de Beauclair und seine Frau Friederike eröffneten eine Malschule. Mit dem Ausbruch des Weltkriegs setzte ein Zustrom von kriegsgegnerischen Künstlern und Exilanten ein. Es kamen aus Frankreich der Bildhauer Hans Arp und seine Gefährtin Sophie Taeuber-Arp, aus Rumänien der Maler Marcel Janco, aus München die Rilkefreundin Lou Albert-Lasard, aus Berlin der Dadaist Hans Richter. Um den Moldawier Arthur Segal und seine Malschule bildete sich ein Freundeskreis, dem neben Arp, Ernst Frick und Otto van Rees auch Alexej Jawlensky, Marianne Werefkin und Paul Klee angehörten. Der Schwede Viking Eggeling und der deutsche Maler Hans Richter entwickelten die ersten abstrakten Filme. Unter der Anleitung seines Freundes Gustav Gamper machte auch Hermann Hesse in Ascona seine ersten Malversuche. Bilder von ihm wie auch von dem Gräserfreund Adolf Stocksmayr und den anderen Künstlern bildeten dann den Grundstock für das 1922 gegründete Museo Comunale von Ascona. Die deutschen Architekten Carlo Weidemeyer und Paul Evertz brachten die Architektur der Moderne nach Ascona. Beispiele sind das Teatro San Materno von Weidemeyer (1927/28) und das Gräserhaus von Paul Evertz (1903).

Casa Anatta
Licht-Luft-Hütte Casa Selma

Organisation[Bearbeiten]

Der Monte Verità war weder Landkommune noch reine Künstlerkolonie. Das Besondere dieser Siedlung lag eben darin, dass es weder eine Leitung, noch eine Organisation oder Verfassung gab. Die ursprüngliche Gemeinschaft der Gründer bestand nur ein Jahr und löste sich dann auf. Allerdings wurde sie zum Anlass, dass Anhänger und Gesinnungsverwandte sich in der Nähe niederliessen. Die Kette der Ansiedler reichte von dem deutschen Erfolgsschriftsteller Emil Ludwig aus Frankfurt, der sich in Moscia eine Villa baute, über den ungarischen Ingenieur und Tolstoianer Wladimir Straskraba, der die Gaststätte ‚Heidelbeere‘ betrieb, bis zu dem deutschrussischen Baron Ferdinand von Wrangell (1844–1919), Ozeanograph, Schriftsteller und ehemaliger Erzieher am Zarenhof. Und sie reichte von dem Rustico der Malerin Elly Lenz über die türlose Ruine der ehemaligen Lehrerin Lotte Hattemer bis zum Vogelfängerturm Roccolo, in dem die Schauspielerin Käthe Kruse ihre ersten Puppen bastelte. Häuser erwarben, bauten oder mieteten ausserdem der Zahnarzt Dr. Schneider, die Ärzte Dr. Rascher und Dr. Wilhelm, der Bildhauer Professor Max Kruse aus Berlin, die Opernsängerin Langvara, die bekannte Naturärztin Anna Fischer-Dückelmann aus Dresden, die Baronin Bock von Wülfingen, der reiche Pelzhändler, Sozialist und Tolstoianer Bernhard Mayer, der Maler und Archäologe Ernst Frick, der schwäbische Handwerker Karl Vester aus Vaihingen/Enz, die Millionärswitwe und Spiritistin Steindamm aus Berlin; Frau Dr. Paulus, eine Freundin von Annie Besant; Leo Novak, ein ehemaliger österreichischer Offizier, dann Theosoph und Mäzen Rudolf Steiners; der Arzt und Anarchosyndikalist Raphael Friedeberg aus Berlin; die Maler Filippo Franzoni (1857–1911) aus Locarno, Alexander Wilhelm und Friederike de Beauclair aus Darmstadt, Dr. Ernst Wagner aus Graz, Arthur Segal aus Moldawien und andere. Auch Johannes Nohl und Erich Mühsam hatten sich Grundstücke gekauft. Zum Monte Gusto zu zählen ist auch die Fabrikantengattin Albine Neugeboren, die in Locarno Monti mehrere Häuser besass. Die Ansiedler kamen meist aus dem gehobenen Bürgertum, nur Ernst Frick und Karl Vester aus dem Arbeiter- und Handwerkerstand. Die Bewohner kamen und gingen einzeln und freiwillig, ohne Plan und Programm; sie waren in keiner Weise gebunden. Hergeführt wurden sie durch ideelle Interessen: Lebensreform, Spiritualität, Pazifismus, Ablehnung der staatlichen, sozialen und religiösen Gegebenheiten. Freiheit in jeder Richtung und Suche nach Wahrheit in jeder Richtung war in der Tat das Motiv, kultureller Umbau oder Neubau das Ziel. Mit den Worten von Erich Mühsam: «Bruch mit dem Bestehenden … Auszug auf den heiligen Berg». Das Sanatorium von Oedenkoven und Hofmann bot zwar ein weithin sichtbares Aushängeschild und den Anziehungspunkt für zahlende Kurgäste, war aber durch sie an das Bestehende gebunden und daher im Kreis der Künstler und Schriftsteller wenig angesehen. «Mit diesen allen hatten wir eigentlich nichts Geistiges gemein», schrieb Hermann Hesse mit Blick auf die «Suchenden von sehr verschiedener Art» der Naturheilanstalt. Erich Mühsam sprach schon 1904 von einem «rein kapitalistischen Unternehmen». Dass die bisherige Geschichtsschreibung das Sanatorium in den Mittelpunkt stellte, war eine Folge der einseitigen Quellenlage. Oedenkoven und Hofmann hatten Dokumente und Schriften hinterlassen; die verstreuten Ansiedler, meist eigenwillige Individualisten, hinterliessen kaum eine Spur.

Aus der Pionierzeit gibt es noch einige Häuser und Zeugnisse, die besucht werden können:

  • Casa Anatta: Wohnhaus der Gründer der Naturistenkolonie, gebaut 1902. Es galt schon 1930 als «originellstes Schweizerhaus in Holz» mit Flachdach, doppelten Wänden, Rolltüren und in allen Räumen hölzernen Tonnengewölben. Heute beherbergt es eine permanente Ausstellung über die Geschichte des Monte Verità und seiner Kolonie.
  • Casa Selma: eine typische «Licht-Luft-Hütte», die von der Kolonie und der Vegetariergenossenschaft in den ersten Jahren nach der Besiedlung des Monte Verità übernommen wurde.
  • Der Holzpavillon Chiaro mondo dei beati wurde auf dem Fundament des damaligen Solariums erbaut. Darin befindet sich das gleichnamige Riesengemälde von Elisar von Kupffer (1923).
  • Russenhaus: erbaut für russische Exilanten, wurde 2015 nach Renovierung wieder eröffnet.
  • Casa Francesco: Haus von Karl Gräser, 1903–1906 im Heimatschutzstil erbaut nach einem Entwurf des Architekten Paul Evertz, mit zwei Wandfresken von Alexander Wilhelm de Beauclair. Im Haus soll ein Hesse-Gräser-Museum eingerichtet werden, doch ist es derzeit vom Abriss bedroht.

Wiege des Ausdruckstanzes

Gusto Gräser hatte sich 1900 in Paris mit den amerikanischen Tänzern Isadora Duncan und Raymond Duncan befreundet. In den Wäldern über Ascona radikalisierte er den griechischen Schönheitstanz der Geschwister zum dionysischen Tanz der «Balabiott». 1908 trat er damit in München-Schwabing vor die Öffentlichkeit. In der Folge wurde der Monte Verità zum „Wegbereiter des modernen Ausdruckstanzes: 1913–17 war Rudolf von Laban hier pädagogisch und künstlerisch tätig. Es galt, die im Zivilisationsprozess verdrängte Körperlichkeit und Natürlichkeit durch künstlerische Bewegung wieder aufleben zu lassen und den Tanz zu einem persönlichen Ausdrucksmittel zu entwickeln. Das Sanatorium bot für seine Sommerschule einen ausgesprochen geeigneten Rahmen: Die jeweils schätzungsweise 20 bis 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer logierten in den Lichtlufthütten und fanden in der Gegend idyllische Plätze unter freiem Himmel vor, die geradezu zum Tanz aufforderten und abgeschieden genug waren, um sich unbeobachtet zu entkleiden. Zu den Laien gesellten sich Künstlerinnen und Künstler wie Hans Brandenburg, Gertrud Leistikov, Mary Wigman und Katja Wulff, welche die Erfahrungen auf dem Monte Verità als prägend erlebten. Neben den Arbeits- und Übungskursen gehörte die Erneuerung einer gemeinschaftstiftenden Festkultur entscheidend zu Labans Reformprogramm. So gestaltete er 1913 den Sonnenuntergangsmythos «Ishtars Höllenfahrt» und das Tanzdrama «Der Trommelstock tanzt», die vor einem grösseren Publikum gezeigt wurden. «Seinen Höhepunkt und Abschluss fand Labans Wirken auf dem Monte Verità 1917 mit der Inszenierung ‹Sang an die Sonne› im Rahmen des anationalen Kongresses des Orientalischen Templerordens O. T. O.: Vom Sonnenuntergang des 18. bis zum Sonnenaufgang des 19. August fand diese legendär gewordene Freilichtaufführung statt. In den drei Teilen ‹Die sinkende Sonne›, ‹Die Dämonen der Nacht› und ‹Die siegende Sonne› verband sich chorischer Tanz einmalig mit der gegebenen Topografie und den natürlichen Lichtverhältnissen» (Ursula Pellaton). Der mitternächtliche Tanz der Dämonen fand nach einem kilometerlangen Fackelzug vor der Grotte Gusto Gräsers im Wald von Arcegno statt. Der Maler Marcel Janco hatte die Masken und Naturkostüme gestaltet. Der Hessefreund Jakob Flach schlug das grosse Tamtam, sprang dann mit einem Feuerbrand als rasender Faun unter die Tänzerinnen. Hans Arp, Hugo Ball und Emmy Hennings sassen unter den Zuschauern. Diese expressionistischen Tanzdramen Labans gelten als Vorläufer des modernen Ausdruckstanzes.

Dichter und Denker

Seinen Ruf und seine fortdauernde Wirkung verdankt der Monte Verità vor allem seinen Dichtern und Denkern. Geistgründer für die Siedlung selbst und dichterisch wie denkerisch ihr schöpferischer Kopf war der Siebenbürger Gusto Gräser. Sein Vorbild und seine Gedichte waren richtunggebend für die «Sezessionisten» (Erich Mühsam) des Monte Verità, die sich schon im Laufe des ersten Jahres von den Sanatoriumsbetreibern trennten. Neben Flugblättern, Plakaten und Zeichnungen entstand in Ascona während der Jahre 1916–18 sein frühes Hauptwerk, die Nachdichtung des Tao Te King von Laotse, die er Ende 1918 an Hermann Hesse übersandte. Unter den von ihm Inspirierten sind zuvörderst Hermann Hesse und Gerhart Hauptmann, Max Weber und Ernst Bloch zu nennen. Nach seinem Zusammensein mit Gusto Gräser in der Felshöhle Pagangrott im Frühjahr 1907 schrieb Hesse seine Legenden aus der Thebais, die Notizen eines Naturmenschen und die Erzählung Freunde. Die Bergwelt um Arcegno war ihm, in Erinnerung an die urchristlichen Wüstenmönche, zu seiner «Wüste Thebais» geworden – ein Ort der Einkehr und der Wandlung. Sein frühes Hauptwerk, der Roman Demian von 1917, spielt ebenfalls auf dem Monte Verità. Dort hatte er, wegen seiner pazifistischen Anschauungen angegriffen, bei dem Kriegsdienstverweigerer Gräser Zuflucht und einen «Freund und Führer» gefunden. In Ascona suchte nach der Niederlage von 1918 auch Gerhart Hauptmann Trost und neue Ausrichtung. Seine damalige Erfahrung – die Vision eines heidnischen Heilands – hat sich niedergeschlagen im letzten Abenteuer seines Till Eulenspiegel. Martin Buber hielt 1924 auf dem Monte Verità einen Tao-te-king-Kurs ab. 1934 war er einer der ersten Redner in dem von seiner damaligen Hörerin Olga Fröbe-Kapteyn gegründeten Eranos-Kreis. In diesem trafen sich seit 1933 bedeutende Psychoanalytiker und Religionsforscher wie C. G. Jung, Richard Wilhelm, Karl Kerényi und Mircea Eliade. Der junge, noch antibolschewistische Philosoph Ernst Bloch sah sich 1917 mit seinem Geistbruder Gräser «doppelt unterwegs fürs Licht». Im benachbarten Locarno-Monti vollendete er im Haus der Gräserfreundin Albine Neugeboren sein Erstlingswerk Geist der Utopie. Der österreichische Psychiater Otto Gross entwickelte in Ascona seine Theorie der «sexuellen Revolution». Nach Aufenthalten in Ascona von 1913 und 1914 entwarf der Soziologe Max Weber seine Lehre vom Charisma und von charismatischen Gesellschaftsformen. Bruno Goetz, Emil Szittya und Werner von der Schulenburg schrieben Romane über den Berg, ebenso Gabriele Reuter und Max Brod. Im Roccolo-Turm von Ascona entwarf der Dramatiker Reinhard Goering sein Antikriegsdrama Die Seeschlacht. Yvan Goll, Claire Goll, Emmy Hennings und Pierre Jean Jouve schrieben Antikriegsgedichte. Der Tänzer und Choreograf Rudolf von Laban verfasste dort während des Krieges eine Reihe expressionistischer Tanzdramen sowie sein Buch Die Welt des Tänzers, das zur «Bibel des Ausdruckstanzes» wurde.

1926 bis 1940[Bearbeiten]

Hotel von Emil Fahrenkamp

1926 machte die russische Malerin Marianne von Werefkin den deutschen Bankier Eduard von der Heydt auf die frühere Lebenskolonie aufmerksam, an der sie früher selbst teilgenommen hatte. Baronin Werefkin konnte schliesslich Von der Heydt dazu bewegen, den legendären Berg zu erwerben.[4] Von der Heydt war von seiner zweiundzwanzig Jahre älteren, «reizvollen Begleiterin» sehr beeindruckt: „Bei dem Abendessen war auch die höchst amüsante russische Malerin Marianne von Werefkin zugegen […] Sie hatte wie viele interessante Russinnen nicht nur einen grossen Charme, sondern auch eine überzeugende Art zu sprechen und einen anzuschauen. Mit blitzenden Augen fragte sie mich, ob ich schon die Perle Asconas, den ‹Monte Verità›, gesehen hätte, was ich verneinte. Ich hatte von einem Monte Verità noch nie etwas gehört. Wir verabredeten für den nächsten Tag eine gemeinsame Tour dorthin, und sie erzählte mir in kurzen Stichworten die merkwürdige Geschichte dieses Berges […] Als ich mit gespannter Aufmerksamkeit den Erzählungen der Frau von Werefkin lauschte und mit ihr über den Berg schritt, war ich begeistert von der Schönheit und einzigartigen Lage von Monte Verità.»[5] Nach dem Kauf erhob niemand Anspruch auf eine Provision.[6]

Von der Heydt erwarb den Berg noch 1926 für 160.000 Franken, arrondierte das Gelände, liess zunächst 1927 durch den bedeutenden Architekten der Moderne Ludwig Mies van der Rohe den Entwurf für einen Hotelneubau erstellen, den er jedoch von seinem Freund dem Architekten Emil Fahrenkamp 1929 im Bauhausstil ausführen liess. Das Hotel stattete er mit einem Teil seiner ostasiatischen Sammlung (Karl With) aus. Der Berg lebte mit dem Hotel erneut als ein internationaler Anziehungspunkt auf. Der Zweite Weltkrieg beendete diese Blütezeit. Als 1946 die Schweizer Staatsanwaltschaft ein Verfahren gegen ihn eröffnete wegen nachrichtendienstlicher Tätigkeit für das Dritte Reich, vermachte er im selben Jahr seine Ostasiatika dem Museum Rietberg in Zürich. Das Verfahren endete mit seinem Freispruch. Der Berg ging 1964 aufgrund einer testamentarischen Verfügung Von der Heydts in den Besitz des Kantons Tessin über.

1978 bis heute[Bearbeiten]

Der Monte Verità wurde durch die Ausstellung Mammelle delle verità von Harald Szeemann und ein von Hermann Müller initiiertes Revival-Treffen 1978 wiederentdeckt. Die Ausstellung wurde danach in Zürich, Berlin, München und Wien gezeigt und war ein grosser Erfolg, da sie dem Bedürfnis nach Alternativen in den 1970er Jahren eine historische Grundlage gab. Szeemann hatte den Monte Verità wieder zu einem Gesamtkunstwerk gemacht, Hermann Müller dagegen wieder zu einem lebendigen Sammelplatz für – auch jüngere – Lebenskünstler. In Deutschland bewahrt das Deutsche Monte-Verità-Archiv Freudenstein die grösste Sammlung über die Geschichte des Berges.

Ende der 1980er Jahre wurde unter dem Monte Verità ein 1,1 km langer Strassentunnel gebaut. Er entlastet die Asconeser Innenstadt, wo es besonders in der Ferienzeit ständig zu langen Staus kam. Heute fahren die Autos durch den Tunnel an Ascona vorbei, die alte Uferstrasse dient als Spazierweg und dem Anliegerverkehr.

Im Jahr 1990 übernahm das «Centro Stefano Franscini» (CSF), das internationale Konferenzzentrum der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, den Monte Verità. Das CSF veranstaltet bis zu 25 wissenschaftliche Konferenzen pro Jahr auf dem Monte Verit'. Der Kanton Tessin führt in der verbleibenden Zeit kulturelle Veranstaltungen durch.

Im Frühjahr 2006 wurde auf dem Monte Verità ein Teepark eröffnet. Die Teepflanzen (Camellia sinensis) können hier auch erworben werden. Ein Zen-Garten und ein Tee-Haus (im Loreley-Haus), in dem Tee-Zeremonien und Seminare zum Thema Grüner Tee abgehalten werden, ergänzen den Park.[7]

Prominente Besucher[Bearbeiten]

Hans Arp: Roue Oriflamme / Goldflammendes Rad (1962) auf dem Monte Verità

Von der Heydt und sein Freund Werner von Rheinbaben beziffern die Zahl der Besucher des Monte Verità zwischen 1926 und 1958 auf rund 30'000 bis 35'000 sowie «mindestens dieselbe Zahl Passanten […] welche nur kurze Einkehr hielten».[8].

Die Liste der prominenten Persönlichkeiten aus Kunst, Literatur, Politik und Gesellschaft die der Monte Verità anlockte, umfasst u. a. Adelige wie den belgischen König Leopold II., den letzten deutschen Kronprinzen Wilhelm von Preussen, den Komponisten Richard Strauss, Hans Arp, Sophie Taeuber-Arp, Paul Klee, die Politiker Konrad Adenauer[9], den Psychoanalytiker Carl Gustav Jung, der regelmässig viele Sommer lang seine Eranos-Tagungen abhielt und Vladimir Iljitsch Uljanov.

Der Monte Verità in der Rezeption[Bearbeiten]

Sozialwissenschaftler rezipierten die Lebensgemeinschaft auf dem Monte Verità vor allem in ihrer «klassischen» Phase von 1900 bis 1920.

Diese Lebensgemeinschaft bot einerseits ideale Voraussetzungen für eine dauerhafte «alternative» Lebens- und Wirtschaftsform. Allerdings standen deren Ziele, Werte und Methoden in diametralem Gegensatz zu denen der «etablierten» bürgerlichen Gesellschaft:

  • Sie hatte die Chance, in einem völlig unerschlossenen Gelände beim Punkt Null zu beginnen.
  • Sie wurde von der sie umgebenden Gesellschaft in Ascona und im Tessin geduldet und nicht behindert. Sie konnte sich voll ihrem Bestimmungszweck widmen, ohne Sicherungs- und Verteidigungsmassnahmen treffen zu müssen.
  • Sie wurde mit den reinsten Idealen und lautersten Absichten gegründet, ohne auf gesellschaftliche oder sonstige Sachzwänge Rücksicht nehmen zu müssen.

Andererseits litt die Lebensgemeinschaft unter ständigen Spannungen und Konflikten, an denen sie schliesslich auch scheiterte. Nach Darstellung von Robert Landmann [10] waren folgende Gründe dafür verantwortlich:

  • Stark gegensätzliche Wertvorstellungen, Einstellungen und Motive vieler Akteure und Besucher
    Der kleinste gemeinsame Nenner – die Ablehnung der bürgerlichen Welt – erwies sich als zu schmale Grundlage für ein dauerhaftes Gedeihen der Kolonie.
  • Unterschiedliche Vorstellungen der Kolonisten von einer «natürlichen» Lebensweise
    Während der «moderne» Flügel (repräsentiert durch z. B. Henri Oedenkoven) am Monte Verità den technischen Fortschritt bewusst, aber eben «richtig» einsetzen wollte, lehnten die Vertreter des «Primitivismus» (zu denen z. B. die Brüder Gräser zählten) die Technik als Quelle des Übels rundweg ab.
  • Zu hoch gesteckte Ziele und Forderungen (Konflikt zwischen Idealismus und Realismus/Pragmatismus)
    Beispiel 1: Die Forderung der Veganer nach einer Umstellung von ledernen Sandalen (Tierprodukt!) auf pflanzliches Schuhwerk liess sich mangels gleichwertiger pflanzlicher Materialien nicht verwirklichen. – Beispiel 2: Nicht alle Kolonisten waren in der Lage, der Forderung der Vegetaristen nachzukommen und sich ausschliesslich pflanzlich zu ernähren. – Beispiel 3: Nicht alle Kolonisten konnten sofort, vollständig und dauerhaft auf Genussmittel (vor allem Tabak, Alkohol, Kaffee und Tee) verzichten (Abstinenz). – Beispiel 4: Der Verzicht auf Dienstboten und Angestellte, die in den Augen mancher Kolonisten als Objekte bürgerlicher Ausbeutung galten, erwies sich als nicht praktikabel.
  • Meinungsverschiedenheiten über das Reformtempo, d. h. die «richtige» Geschwindigkeit, mit der die theoretisch formulierten Idealzustände anzustreben und herbeizuführen seien
    Entsprechend häufig waren Innovationen von «Kurzatmigkeit» gekennzeichnet: Gedanken wurde oft keine Zeit gelassen, auszureifen; Versuche wurden abgebrochen, bevor sie Gelegenheit hatten, den Beweis ihrer Tauglichkeit zu erbringen; Verordnungen und Aufrufen wurde selten Zeit gelassen, sich restlos auszuwirken; Erfolge wurden selten ganz ausgeschöpft; Neuerungen überstürzten und Arbeiten überholten sich, kaum dass sie beendet waren.
  • Ein ungehemmtes Ausleben persönlicher Neigungen etlicher Bewohner (Egoismus) ohne Rücksicht auf die Bedürfnisse anderer und die Erfordernisse der Gemeinschaft
    Beispiel 1: Faulenzer und Schmarotzer, die sich von den (anderen) Kolonisten «durchfüttern» liessen, ohne sich selbst in den Dienst der Gemeinschaft zu stellen. – Beispiel 2: Behinderung von Kolonisten durch Gäste, die erstere in lange Unterhaltungen verwickelten und dadurch von der Arbeit abhielten. – Beispiel 3: Mangelnder Respekt mancher Besucher vor dem Gemeinschaftseigentum der Kolonie. Beim Verlassen der Kolonie nahmen sie ungefragt mit, was sie als persönlichen Bedarf für nötig hielten.
  • Das Fehlen von Statuten, das heisst einer verbindlichen, von allen Mitgliedern anerkannten formalen Gemeinschaftsordnung
    Eine solche Satzung hätte die Möglichkeit geboten, Neuankömmlinge und Besucher, die nicht bereit waren, sich für das Wohl des Gemeinwesens einzusetzen, abzuweisen beziehungsweise nach einer Probezeit oder bei wiederholten, gravierenden Verstössen gegen die vereinbarten Regeln von der Kolonie auszuschliessen. Das Instrument einer Satzung war jedoch als (vermeintlich) «bürgerliche» Institution verpönt.

Dass die Kolonie gleichwohl zwanzig Jahre durchhielt und bis heute ihre Strahlkraft nicht verloren hat, verdankt sie in erster Linie ihren Sezessionisten. Das sah Erich Mühsam schon 1930 so und erst recht Martin Green in seiner grundlegenden Monographie von 1986. Karl und Gusto Gräser, Jenny Hofmann und Lotte Hattemer, die Aussteiger unter den Aussteigern, waren fest entschlossen, ihre ursprünglichen Ideale rein zu erhalten. Der deutsche Soziologe Winfried Gebhardt äusserte dazu: «Sie verliessen zwar das Gelände des gemeinsam begonnenen Siedlungsprojekts, nicht aber den Monte Verità. Sie siedelten sich in der Nähe der Oedenkovenschen Besitzung an und lebten hier ihr Ideal eines einfachen, harmonischen, nur dem Augenblick geweihten, sich selbst genügsamen Lebens absoluter Armut und fanatischer Kulturverachtung […] dafür aber im Einklang mit der Natur. Ihr Beispiel wirkte ansteckend.»[11] Sie hätten den Traum einer Symbiose von Freiheit und Verwurzelung gelebt. «Die lebensreformerischen Bohémiens vom Monte Verità sind, wenn nicht das Vorbild, so doch der Stamm, dem all diese Versuche (einer Reorganisation der Gesellschaft) entwuchsen und heute noch entwachsen. Ihr Entwurf einer neuen Gemeinschaft war der ‹wahnwitzige› Versuch, alle die Moderne tragenden, aus dem Charisma der Vernunft geborenen Ideen des Liberalismus, des Sozialismus, des Idealismus, des Anarchismus (und als spezifische Beigabe: des Vegetarismus) in einer geschlossenen, konsistenten Lebensform zu vereinen.»[12] Mohr zieht mit dem Verweis auf andere Siedlungsprojekte und alternative lebensreformerische Gesellschaftsentwürfe das Fazit: «Der Monte Verità reiht sich somit in die Tradition der europäischen gesellschaftskritischen Sozialutopien ein.»[13]

Literatur[Bearbeiten]

Sachliteratur[Bearbeiten]

  • Elisabetta Barone, Matthias Riedl, Alexandra Tischel: Pioniere, Poeten, Professoren. Eranos und der Monte Verità in der Zivilisationsgeschichte des 20. Jahrhunderts. Königshausen & Neumann, Würzburg 2004, ISBN 3-8260-2252-1.
  • Mara Folini: Der Monte Verità von Ascona. (= Schweizerische Kunstführer, Nr. 939/940, Serie 94). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 2013, ISBN 978-3-03797-117-8.
  • Martin Green: Mountain of Truth. The Counterculture begins. Ascona, 1900–1920. University Press of New England, Hanover and London, 1986. ISBN 0-87451-365-0.
  • Adolf Grohmann: Die Vegetarier-Ansiedelung in Ascona und die sogenannten Naturmenschen im Tessin. Referate und Skizzen. Halle a. S. 1904. (Neudruck mit Anmerkungen und Nachwort hrsg. von Hanspeter Manz, Edizioni della Rondine, Ascona 1997, OCLC 81523196).
  • Hans Thomas Hakl: Der verborgene Geist von ERANOS. Unbekannte Begegnungen von Wissenschaft und Esoterik. Eine alternative Geistesgeschichte des 20.Jahrhunderts. Verlag Neue Wissenschaft, Bretten 2001, ISBN 3-935164-02-5.
  • Ida Hofmann-Oedenkoven: Monte Verità. Wahrheit ohne Dichtung. Lorch 1906.
  • Robert Landmann: Ascona – Monte Verità. Die Geschichte eines Berges. Pancaldi Verlag, Ascona 1930.
  • Robert Landmann: Ascona – Monte Verità. Auf der Suche nach dem Paradies. Huber, Frauenfeld 2000, ISBN 3-7193-1219-4.[14]
  • Eberhard Mros: Phänomen Monte Verità. Neun Bände, Selbstverlag, Ascona 2008/2011, DNB 1013534158.[15]
  • Kaj Noschis: Monte Verità. Ascona et le génie du lieu. Presses polytechniques et universitaires romandes, Lausanne 2011, ISBN 978-2-88074-909-5.
  • Ursula Pellaton, Pierre Lepori: Monte Verità, Ascona TI. In: Kotte, Andreas (Hrsg.): Theaterlexikon der Schweiz. Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 1265–1268, mit Abbildung auf S. 1267.
  • Andreas Schwab: Monte Verità im Historischen Lexikon der Schweiz.
  • Andreas Schwab, Claudia Lafranchi: Sinnsuche und Sonnenbad. Experimente in Kunst und Leben auf dem Monte Verità. Limmat, Zürich 2001, ISBN 3-85791-369-X.
  • Andreas Schwab: Monte Verità – Sanatorium der Sehnsucht. Orell Füssli, Zürich 2003, ISBN 3-280-06013-3.
  • Harald Szeemann: Monte Verità. Berg der Wahrheit. Lokale Anthropologie als Beitrag zur Wiederentdeckung einer neuzeitlichen sakralen Topographie.. Agentur für geistige Gastarbeit, Civitanova Marche und Tegna, und Electa Editrice, Milano 1978. (Sehr umfangreiche, historisch und kulturgeschichtliche Einordnungen des Begegnungsortes in die Avangardebewegungen der Moderne.)
  • Ulrike Voswinckel: Freie Liebe und Anarchie: Schwabing – Monte Verità. Entwürfe gegen das etablierte Leben. Allitera, München 2009, ISBN 978-3-86906-027-9.

Belletristik[Bearbeiten]

  • Samir Girgis: Jakob und der Berg der Wahrheit. Historischer Roman über die Geschichte Asconas und des Monte Verità. Schardt Verlag, Oldenburg 2005, ISBN 3-89841-180-X.
  • Friedrich Glauser: DADA, Ascona und andere Erinnerungen. Verlag der Arche, Zürich 1976, ISBN 3-7160-1571-7.
  • Bruno Goetz: Das Reich ohne Raum. Eine Chronik wunderlicher Begebenheiten. Mit Kommentar von Marie Luise von Franz. Origo Verlag, Zürich 1962.
  • Bruno Goetz: Das göttliche Gesicht. Roman. Wien 1927.
  • Werner von der Schulenburg: Tre Fontane. Ein Tessiner Roman. Franz Decker Verlag, Schmiden bei Stuttgart 1961.
  • Emil Szittya: Klaps oder Wie sich Ahasver als Saint Germain entpuppt. Potsdam 1924.

Film[Bearbeiten]

  • Freak Out – Monte Veritá, Der Traum vom alternativen Leben. Dokumentarfilm, Schweden, Deutschland, 2014, 84:40 Min., Buch und Regie: Carl Javér, Produktion: Vilda Bomben Film, MDR, arte, deutsche Erstsendung: 12. Januar 2014 bei arte, Inhaltsangabe von arte.
  • Christoph Kühn: Der Eremit vom Monte Verità: Gusto Gräser – Naturmensch und Philosoph. Fernsehdokumentarfilm, 2006. Distribution: titanicfilm@bluewin.ch.
  • Alfio di Paoli und Teo Buvoli: Il monte di Hetty. Dokumentarfilm über den Monte Verità und Gusto Gräser, gesendet in RSI la due am 2. November 2009, 21.00 Uhr.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Monte Verità – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wandern am Lago Maggiore, alpenverein-kronach.de, abgerufen am 18. Januar 2014
  2. Florian Illerhaus: Gegenseitige Beeinflussungen von Theosophie und Monte Verità. München 2009.
  3. Hans-Peter Koch: Eine Anlaufstelle für Aussteiger und Weltverbesserer oder Die Alternativen von Ascona. Verlag Michael Müller, 2005.
  4. Lidia Zaza-Sciolli, Mara Folini: The Collection Baron von der Heydt at Monte Verità. Im Ausstellungskatalog: Dal Seicento olandese alle avanguardie del primo Novecento. Museo Cantonale d’Arte, Lugano 1996, S. 72.
  5. Robert Landmann: Ascona – Monte Verità. Frankfurt am Main/ Berlin/ Wien 1979, S. 190 f.
  6. Bernd Fäthke, Marianne Werefkin, München 2001, S. 233. Der Grossteil des künstlerischen und literarischen Nachlasses der Malerin wird in der Fondazione Marianne Werefkin aufbewahrt.
  7. Jan Feddersen: Refugium der Utopien Der Monte Verità im Tessin. In: die tageszeitung. 14. Juni 2008.
  8. Andreas Schwab, Claudia Lafranchi: Sinnsuche und Sonnenbad. Limmat-Verlag, Zürich 2001, ISBN 3-85791-369-X, S. 60.
  9. Konrad Adenauer: Ferien im Monte Verità
  10. Robert Landmann: Ascona – Monte Verità. Auf der Suche nach dem Paradies. Huber, Frauenfeld [etc.] 2000, ISBN 3-7193-1219-4.
  11. Gebhardt: Charisma als Lebensform : zur Soziologie des alternativen Lebens. Reimer, Berlin 1994, ISBN 3-496-02542-5, S. 167.
  12. Gebhardt: Charisma als Lebensform. 1994, S. 170.
  13. Hubert Mohr, bei Florian Illerhaus: Gegenseitige Beeinflussungen von Theosophie und Monte Verità. München. 2009.
  14. Perlentaucher: Rezension zu Ascona – Monte Verità: Auf der Suche nach dem Paradies.
  15. DRS 1: Menschen + Horizonte: Hetty Rogantini, die Frau vom Wahrheitsberg (PDF; 83 kB), modules.drs.ch, abgerufen am 17. Mai 2011.