Montegiardino

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Montegiardino (San Marino)
Wappen der Gemeinde Montegiardino
Italien Chiesanueva Montegiardino Fiorentino Faetano Acquaviva Serravalle Domagnano Stadt San Marino Borgo MaggioreLage der Gemeinde innerhalb San Marinos
Über dieses Bild
Geografische Lage 43° 55′ N, 12° 29′ OKoordinaten: 43° 55′ N, 12° 29′ O
Höhe 340 m s.l.m.
Fläche 3,31 km²
Einwohner 917 (31. Dezember 2014)
Bevölkerungsdichte 277 Einw./km²
Postleitzahl RSM-47898
Vorwahl +387
Capitano di Castello Giacomo Rinaldi (seit 2014)

Montegiardino ist eine Gemeinde (italienisch Comune, san-marinesisch Castello) von San Marino.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Montegiardino hat 917 Einwohner und eine Fläche von 3,31 km².

Der Ort grenzt an die san-marinesischen Gemeinden Fiorentino und Faetano und an die italienischen Gemeinden Sassofeltrio und Monte Grimano (beide in der Provinz Pesaro und Urbino) und ist die Gemeinde mit der kleinsten Fläche und auch der niedrigsten Einwohnerzahl im Staatsgebiet.

Zu Montegiardino gehört der Ortsteil (italienisch Frazione, san-marinesisch Curazie) Cerbaiola (350 m s.l.m., ca. 100 Einwohner).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ursprünge des Ortes lassen sich bis in langobardische Zeit - um 568 n. Chr. - zurückverfolgen.[1] Bis zum Ende des 14. Jahrhunderts gehörte der Ort zum Besitz der Grafen von Carpegna (Provinz Pesaro und Urbino), dann ging er an die Malatesta von Rimini über. 1463 wurde er von San Marino erobert und annektiert.[2] Im Mittelalter befand sich hier ein Wehrturm auf dem Kreidefels. Die außerhalb der Stadtmauern gelegene Kirche San Lorenzo, auf den Ruinen zweier älterer Kirchen errichtet, stammt aus dem Jahre 1865 und ist dem Märtyrer Laurentius gewidmet.[3][4] Das Langhaus der Kirche besteht aus drei Schiffen, und auf dem Hauptaltar steht eine von Adamo Tadolini geschaffene Statue des Heiligen Marinus, als Vorlage der Statue, die sich auf dem Altar der Basilika San Marino befindet.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Chiesa di San Lorenzo, 1865 errichtete Kirche mit fünf Tafelbildern aus dem 18. Jahrhundert im Inneren. 1891 wurde der Campanile fertiggestellt.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Montegiardino hat die Fakultät für Wirtschaft und Technologie der Università degli Studi della Repubblica di San Marino ihren Sitz.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Montegiardino ist mit der Mannschaft SP La Fiorita in der Liga Campionato Sammarinese di Calcio vertreten.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Montegiardino – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. San Marino - Sehenswürdigkeiten auf www.goruma.de, abgerufen am 11. November 2015
  2. Offizielle Website der Repubblica di San Marino zur Geschichte Montegiardinos (italienisch), abgerufen am 8. November 2015
  3. Geschichte von Montegiardino Website der Diözese San Marino Montefeltro (italienisch), abgerufen am 11. November 2015
  4. Ortsgeschichte von Montegiardino auf sanmarinostate.com (italienisch), abgerufen am 7. November 2015