Monterblanc

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Monterblanc
Sterwenn
Wappen von Monterblanc
Monterblanc (Frankreich)
Monterblanc
Region Bretagne
Département Morbihan
Arrondissement Vannes
Kanton Vannes-3
Gemeindeverband Golfe du Morbihan – Vannes Agglomération
Koordinaten 47° 45′ N, 2° 41′ WKoordinaten: 47° 45′ N, 2° 41′ W
Höhe 46–151 m
Fläche 25,41 km2
Einwohner 3.254 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 128 Einw./km2
Postleitzahl 56250
INSEE-Code
Website http://www.monterblanc.fr/

Die Mairie (Gemeindeverwaltung) von Monterblanc

Monterblanc (bretonisch Sterwenn) ist eine französische Gemeinde mit 3.254 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Département Morbihan in der Region Bretagne.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monterblanc liegt etwas mehr als 11 km nordöstlich von Vannes im Zentrum des Départements. Nachbargemeinden sind Plaudren im Norden, Elven im Nordosten, Saint-Nolff im Osten und Süden, Saint-Avé im Süden und Westen und Locqueltas im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über die Frühgeschichte der Gemeinde gibt es kaum Belege. Überreste aus prähistorischer und gallo-römischer Zeit belegen eine frühe Besiedlung. Die Urkundensammlung der Abtei Redon erwähnt den Ort erstmals unter dem Namen Budwere am 21. September 852. Im Mittelalter siedelten sich Mönche an. Deren Kloster wurde als Weißes Kloster (Moustoir Blanc) bekannt. Daraus entstand der heutige Gemeindename. Die Gemeinde war Teil der weitflächigen Kirchgemeinde Plaudren und der Lehnsherrschaft Argoët. Historisch gehört die Gemeinde zum Pays de Vannes (bretonisch Bro-Gwened). Nach der Französischen Revolution war sie Kampfgebiet zwischen Republikanischen Truppen und den Chouans. Politisch wurde Monterblanc 1790 eine Gemeinde. Von 1793 an gehörte Monterblanc zum Kanton Saint Avez und zum Distrikt Vannes. Ab 1801 war es Teil des Arrondissements Vannes und von 1801 bis 2015 eine Gemeinde im Kanton Elven.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einwohnerzahl stieg zwischen 1793 und 1800 stark an, um in den darauf folgenden sechs Jahren wieder stark zu sinken. Danach folgte eine Zeit der Stagnation mit Einwohnerzahlen um die 900 Personen mit geringem Wachstum (1800–1831). Ab 1856 bis 1936 pendelte die Zahl der Bewohner um die Tausendermarke. Ausnahme war nur das Jahr 1926 mit einer einmalig hohen Bevölkerungszahl. Nach einer starken Wachstumsphase zwischen 1936 und 1946 folgte eine Abwanderungsphase, die 1962 endete. Seit 1962 macht sich die Nähe zur Stadt Vannes bemerkbar. Die Einwohnerschaft wächst – abgesehen von einem kleinen Rückgang in den 1990er-Jahren – ununterbrochen (1962–2012: +260 %). Die Entwicklung:

Jahr 1793 1800 1806 1841 1851 1926 1936 1946 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2012
Einwohner 831 944 894 913 1002 1531 1045 1327 896 1126 1386 1794 2006 1951 2542 3229

Sehenswürdigkeiten [1][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Dazu zählen:

  • die Dorfkirche Saint-Pierre (aus dem 18. Jahrhundert; restauriert 1834 und 1990); mit Orgel von 1853 und gefasster Quelle (17. Jahrhundert)
  • die Kapelle Notre-Dame (auch von Mangolérian; aus dem 15.–17 Jahrhundert) in Mangolérian (Marienstatue aus dem 12. Jahrhundert), mit Kalvarienberg und gefasster Quelle
  • das alte Schloss oder Coh Castel
  • die Wassermühlen in Le Procureur und Largouet
  • die Windmühle in Monterblanc
  • das Militärlager, dient heute der Ausbildung für Einheiten für UNO-Blauhelmeinsätze
  • der Flugplatz (heute für Privatflugzeuge, früher für Fallschirmeinheiten)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Infos zu den Sehenswürdigkeiten der Gemeinde

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Monterblanc – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien