Montesquieu-Avantès

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Montesquieu-Avantès
Montesquiu Avantés
Montesquieu-Avantès (Frankreich)
Montesquieu-Avantès
Region Okzitanien
Département Ariège
Arrondissement Saint-Girons
Kanton Portes du Couserans
Gemeindeverband Couserans-Pyrénées
Koordinaten 43° 1′ N, 1° 12′ OKoordinaten: 43° 1′ N, 1° 12′ O
Höhe 430–690 m
Fläche 16,52 km2
Einwohner 247 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 15 Einw./km2
Postleitzahl 09200
INSEE-Code

Dorfkirche Saint-Étienne

Montesquieu-Avantès (Okzitanisch: Montesquiu Avantés) ist eine französische Gemeinde mit 247 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2016) im Département Ariège in der Region Okzitanien; sie gehört zum Arrondissement Saint-Girons, zum Gemeindeverband Couserans-Pyrénées und zum Kanton Portes du Couserans (bis 2015: Kanton Saint-Lizier). Die Einwohner werden Montesquivais/Montesquivaises genannt.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Montesquieu-Avantès liegt rund 68 Kilometer südwestlich der Stadt Toulouse im Westen des Départements Ariège. Die Gemeinde besteht aus dem Dorf Montesquieu-Avantès, den Weilern Bouinéous und Bourch, zahlreichen Streusiedlungen sowie Einzelgehöften. Der Fluss Volp durchquert das Gemeindegebiet in westlicher Richtung. Montesquieu-Avantès liegt innerhalb des Regionalen Naturparks Pyrénées Ariégeoises. Weite Teile der Gemeinde sind bewaldet. Das Dorf Montesquieu-Avantès liegt an der D215b. Die D117 von Foix nach Tarbes verläuft wenige Kilometer südlich der Gemeinde.

Umgeben wird Montesquieu-Avantès von den Nachbargemeinden Mauvezin-de-Sainte-Croix im Norden, Camarade im Nordosten, Lescure im Osten und Südosten, Montjoie-en-Couserans im Süden und im Westen sowie Contrazy im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort ist seit der Steinzeit bewohnt. In Höhlen wurden Malereien und Gegenstände aus der Steinzeit entdeckt. Eine Bastide entstand auf Anweisung des Grafen von Comminges. In den Religionskriegen wurde die Gemeinde 1572 von Hugenotten verwüstet. Nur zwischen 20 und 30 Einwohner überlebten den Angriff. Im Mittelalter lag der Ort innerhalb der Provinz Couserans, die wiederum ein Teil der Provinz Gascogne war. Am 20. Juli 1912 entdeckten Graf Henri-Napoléon Begouën und seine drei Söhne die Höhle Grotte du Tuc d’Audoubert mit ihren Bisonfiguren. Und am 20. Juli 1914 fanden die gleichen Personen die Höhle Grotte d’Enlène mit Wandmalereien. Die Gemeinde gehörte von 1793 bis 1801 zum District Saint-Girons. Zudem lag Montesquieu-Avantès von 1793 bis 1801 im Kanton Rimont und danach von 1801 bis 2015 innerhalb des Kantons Saint-Lizier. Die Gemeinde ist seit 1801 dem Arrondissement Saint-Girons zugeteilt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1793 1851 1954 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2014
Einwohner 520 833 349 375 323 265 280 270 240 226 252
Quellen: Cassini und INSEE

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Höhlen aus der Steinzeit: Grotte d’Enlène, Grotte du Tuc d’Audoubert und Grotte des 3 frères (entdeckt von den drei Söhnen von Graf Henri-Napoléon Begouën)
  • Kirche Saint-Étienne aus dem 17. und 18. Jahrhundert
  • Kapelle von Bergerat
  • Wegkreuz Croix de Péré an der D18e
  • Ruine von Schloss Montesquieu
  • Schloss Château Carrère
  • Schloss Château Miramont
  • Lavoir (Waschhaus)
  • Denkmal für die Gefallenen[1]
  • zahlreiche Wegkreuze

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Montesquieu-Avantès – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Denkmal für die Gefallenen