Montevideo-Pfeilkraut

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Montevideo-Pfeilkraut
Montevideo-Pfeilkraut (Sagittaria montevidensis)

Montevideo-Pfeilkraut (Sagittaria montevidensis)

Systematik
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Monokotyledonen
Ordnung: Froschlöffelartige (Alismatales)
Familie: Froschlöffelgewächse (Alismataceae)
Gattung: Pfeilkraut (Sagittaria)
Art: Montevideo-Pfeilkraut
Wissenschaftlicher Name
Sagittaria montevidensis
Cham. & Schltdl.
Blüte

Das Montevideo-Pfeilkraut (Sagittaria montevidensis), auch Argentinisches Pfeilkraut genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Froschlöffelgewächse (Alismataceae). Einige Botaniker unterscheiden vier Unterarten.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Montevideo-Pfeilkraut ist eine kräftige Sumpfpflanze, deren Jugendblätter submers und bandförmig wachsen. Die Blätter älterer Pflanzen dagegen befinden sich oberhalb der Wasseroberfläche. Sie haben dicke und fleischige Blattstiele, die bis zu 3 Zentimeter dick sind. Die mittelgrünen Blätter werden bis zu 28 Zentimeter lang und 23 Zentimeter breit.

Diese Pflanzenart ist einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch). Die Blüten haben einen Durchmesser von zwei bis drei Zentimeter. Die Blütenhülle besteht aus drei grünen Kelchblättern, drei weißen Kronblättern und weist in der Mitte einen auffällig weinroten Fleck auf.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 22.[1]

Ökologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für eine tropische Pflanze verträgt das Montevideo-Pfeilkraut ungewöhnliche Temperaturschwankungen. Es ist in der Lage, Temperaturen nahe 0 Grad Celsius kurzfristig ebenso zu ertragen wie Temperaturen bis zu 35 Grad Celsius.

Verbreitungsgebiet und Lebensraum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pflanze stammt aus den Tropen und Subtropen Südamerikas. Sie wächst dort bevorzugt an den Rändern stehender und häufig nur zeitweilig bestehender Gewässer.

Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben der Nominatform sind noch folgende Unterarten, Varietäten und Formen beschrieben[2]  :[3]

  • Sagittaria montevidensis subsp. calycina (Engelm.) Bogin
  • Sagittaria montevidensis Cham. & Schltdl. subsp. montevidensis (Syn.: Sagittaria montevidensis subsp. chilensis (Cham. & Schltdl.) Bogin, Sagittaria montevidensis f. immaculata Hicken, Sagittaria montevidensis var. scabra Micheli, Sagittaria montevidensis f. flaviflora Chodat & Hassl., Sagittaria montevidensis f. maculata Hicken)
  • Sagittaria montevidensis subsp. spongiosa (Engelm.) Bogin (Syn.: Sagittaria montevidensis var. spongiosa (Engelm.) B.Boivin)

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gegensatz zu anderen Arten aus der Gattung der Pfeilkräuter wie etwa dem Flutenden Pfeilkraut oder dem Breitblättrigen Pfeilkraut ist das Montevideo-Pfeilkraut nicht für die Bepflanzung von Aquarien geeignet. Verwendung findet es jedoch gelegentlich in Paludarien. In botanischen Gärten ist die Pflanze gleichfalls häufig zu sehen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tropicos. [1]
  2. Rafaël Govaerts (Hrsg.): Sagittaria montevidensis - Datenblatt bei World Checklist of Selected Plant Families des Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew. Zuletzt eingesehen am 19. August 2016.
  3. Subsp. bei gbif (englisch, abgerufen am 4. November 2009)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Montevideo-Pfeilkraut (Sagittaria montevidensis) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien