Montforthaus Feldkirch

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Haupteingang des Montforthauses in der Abenddämmerung
Seitliche Ansicht des Montforthauses

Das Montforthaus Feldkirch ist ein Kultur- und Kongresszentrum in der österreichischen Stadt Feldkirch im Bundesland Vorarlberg. Es befindet sich am Rande der mittelalterlichen Feldkircher Altstadt und wurde nach einem umfangreichen Um- und Neubau im Jänner 2015 neu eröffnet. Der Name Montforthaus verweist auf das im Mittelalter in Feldkirch ansässige Adelsgeschlecht der Grafen von Montfort. Betreiber des Hauses ist die Montforthaus Feldkirch GmbH, eine Tochtergesellschaft der Stadt Feldkirch.

Das gesamte Gebäude umfasst eine Nutzfläche von rund 37.000 m². Im Großen Saal des Montforthauses finden – je nach Bestuhlung – zwischen 1.100 und 3.000 Personen Platz, im kleinen Saal bis zu 270. Weiters umfasst das Gebäude vier Seminarräume, einen Gastronomiebetrieb im Dachgeschoss und eine dazugehörige Dachterrasse sowie eine öffentliche Tiefgarage. Auch die öffentliche Touristeninformation der Stadt Feldkirch befindet sich im Foyer des Montforthauses.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am heutigen Standort des Montforthauses befand sich bis zum Jahr 1973 die Feldkircher „Volkshalle“. Dieses architektonisch besonders wertvolle Gebäude des Architekten Lois Welzenbacher wurde im Jahr 1926 im Hinblick auf die Vorarlberger Gewerbeausstellung ein Jahr danach errichtet und im August 1926 mit dem 2. Vorarlberger Sängerbundfest eingeweiht. Der Ostteil des Gebäudes war dabei mit zwei charakteristischen 20 Meter hohen Türmen besonders bekannt. Dieser Teil wurde ab 1933 als Tonhallenkino genutzt. Während der Zeit des Nationalsozialismus in Österreich wurde die „Volkshalle“ in der Folge teilweise als Heulager und Aufbewahrungsort für Lazarettgegenstände genutzt. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde in ihr von der französischen Besatzungsmacht kurzzeitig ein Kriegsgefangenenlager eingerichtet.[2]

In der Nacht vom 6. auf den 7. Juli 1973 brannte das komplette Gebäude aufgrund eines Kugelblitz-Einschlags bis auf die Grundmauern nieder.[1]

Die Stadtvertretung von Feldkirch beschloss deshalb den Neubau bzw. die Sanierung des Gebäudes, woraufhin dieses im Jahr 1975 nunmehr unter dem Namen „Stadthalle“ wiedereröffnet wurde. Einen weiteren Umbau verbunden mit einem Namenswechsel erfuhr das Gebäude im Jahr 1990, als es einen Anbau erhielt und auf den Namen „Montforthaus“ getauft wurde.[2]

Anfang des 21. Jahrhunderts wurde die Frage nach der Sanierung des in die Jahre gekommenen Gebäudes immer drängender. Nachdem klar wurde, dass eine solche unverhältnismäßig teuer und zudem nur als Übergangslösung möglich wäre, beschloss die Feldkircher Stadtvertretung am 3. Juli 2007 einstimmig, dass das Montforthaus neu errichtet werden solle. Als Architekten wurden im Rahmen eines internationalen Architekturwettbewerbs das Berliner Büro Hascher Jehle Architektur in Zusammenarbeit mit dem Bludenzer Architekturbüro Mitiska Wäger ausgewählt. Am 29. Juni 2010 erfolgte der Planungsbeschluss und die Vergabe der Planungen an die Wettbewerbsgewinner. Der eigentliche Baubeschluss wurde am 9. Oktober 2012 von der Stadtvertretung gefällt. Von Oktober bis Dezember 2012 wurden die Abrissarbeiten am alten Montforthaus durchgeführt.

Im April 2013 erfolgte die Grundsteinlegung für den Neubau, am 8. November desselben Jahres wurde das Richtfest gefeiert und im November 2014 erfolgte die Baufertigstellung.[1] Offiziell eröffnet wurde der Neubau am 2. Jänner 2015 im Beisein von Landeshauptmann Markus Wallner und Bürgermeister Wilfried Berchtold.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Kultur Kongresszentrum Montforthaus, Feldkirch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Feldkirch Aktuell Sonderausgabe Dezember 2014 (Memento des Originals vom 20. Mai 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.feldkirch.at
  2. a b Von der Volkshalle zum Montforthaus. In: Vorarlberg Online (VOL.at). 12. August 2010, abgerufen am 9. März 2019.
  3. Emir T. Uysal: Montforthaus feierlich eröffnet. In: Vorarlberg Online (VOL.at). 5. Januar 2015, abgerufen am 9. März 2019.

Koordinaten: 47° 14′ 10,9″ N, 9° 35′ 51,7″ O