Montret

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Montret
Wappen von Montret
Montret (Frankreich)
Montret
Region Bourgogne-Franche-Comté
Département Saône-et-Loire
Arrondissement Louhans
Kanton Louhans
Gemeindeverband Bresse Louhannaise Intercom’
Koordinaten 46° 41′ N, 5° 7′ OKoordinaten: 46° 41′ N, 5° 7′ O
Höhe 183–210 m
Fläche 14,59 km2
Einwohner 804 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 55 Einw./km2
Postleitzahl 71440
INSEE-Code

Montret ist eine französische Gemeinde im Département Saône-et-Loire in der Region Bourgogne-Franche-Comté. Sie gehört zum Arrondissement Louhans und zum gleichnamigen Kanton Louhans. Die Gemeinde hat 804 Einwohner (Stand 1. Januar 2016), sie werden Montretois, resp. Montretoises genannt[1].

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

VérisseyJuifBrangesSavigny-sur-SeilleSaint-André-en-BresseSaint-Vincent-en-BresseSaint-Étienne-en-BresseSimardMontret mit seinen Nachbarorten
Über dieses Bild

Montret liegt in der Landschaft Bresse an der Departementsstraße D978[2] (LouhansSaint-Germain-du-Plain), die sie ungefähr in Süd-Nord-Richtung durchzieht. In der Gemeinde entspringt das Flüsschen La Serrée[3], fließt nach Süden und bildet die südwestliche Gemeindegrenze. Im Südosten entspringt der Ruisseau de Barbette[4] und bildet einen Teil der Gemeindegrenze. Im Nordosten bildet ein Bief, ein künstlich angelegter Wasserlauf, der zur Bewirtschaftung der Étangs dient, einen Teil der Grenze. Die Gemeinde weist eine stattliche Zahl von Étangs auf. Waldflächen finden sich vorwiegend im Nordosten und im Westen der Gemeinde, vor allem das Gebiet nördlich des Bourg wird vorwiegend landwirtschaftlich genutzt. Zur Gemeinde gehören die folgenden Weiler und Fluren: Berthoux, Bois-Renard, Bois-Saint-Marcel, Boquin, Bordiau, Bretonnière, Cadoles, Cadoles-desBois, Carcabeaux, Chaintres, Champ-Constantin, Chapelles, Charme, Charmoisey, Chagniots, Creusot, Croix, Crots, Dions, Etang-Guyon, Fahy, Forêt, Garluchotte, Gauberge, Gaudemey, Magniance, Maisons-Neuves, Montroux, Pré-Pucin, Rongère, Teppe-des-Bois, Trigots, Vernetau-Beau, Viennette, Vignolles, Ville-Léna, Villeneuve.[5]

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Klima in Montret ist warm und gemäßigt. Es gibt das ganze Jahr über deutliche Niederschläge, selbst der trockenste Monat weist noch hohe Niederschlagsmengen auf. Die effektive Klimaklassifikation nach Köppen und Geiger ist Cfb. Die Temperatur liegt im Jahresdurchschnitt bei 11,0 °C. Innerhalb eines Jahres fallen 808 mm Niederschläge.

Montret
Klimadiagramm
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Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: climate-data.org
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Montret
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 4,8 6,8 12,4 15,9 19,9 23,3 25,6 25,1 21,6 15,6 9,5 5,3 Ø 15,5
Min. Temperatur (°C) -1,1 -0,4 2,6 5,5 9,1 12,4 14,4 13,9 11,3 6,9 3,2 0,1 Ø 6,5
Temperatur (°C) 1,8 3,2 7,5 10,7 14,5 17,8 20,0 19,5 16,4 11,2 6,3 2,7 Ø 11
Niederschlag (mm) 61 58 57 58 78 77 58 78 77 66 76 64 Σ 808
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Toponymie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine erste Erwähnung geht zurück auf das Jahr 1179, in dem der Name Mons Aureus (deutsch: Goldberg) genannt wird. Über verschiedene Entwicklungen wurde der Name zur heutigen Ortsbezeichnung, die im Übrigen traditionell als Mon-tré ausgesprochen wird.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Montret liegt an einer Römerstraße, die von Chalon-sur-Saône über Louhans nach Lons-le-Saunier führte, es wurden einige archäologische Funde zutage gefördert. Das Gemeindegebiet gehörte zum großen Teil zum Marquisat von Branges, zusammen mit anderen Orten der Region. Les Trigots gehörten zum Kloster Tournus, Bordiau, le Fahy und les Berthoux zu Saint-Pierre in Chalon-sur-Saône. 1856 war im Weiler Bordiau noch eine Motte sichtbar, die eine Höhe von drei Metern aufwies. Die alte Kirche befand sich nahe einer Quelle an der Straße vom Dorfzentrum Richtung Saint-Vincent-en-Bresse, sie wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zerstört. 1862 wurde die neue Kirche[6] erbaut, die dem Heiligen Loup[7] geweiht ist, dem achten Bischof von Chalon-sur-Saône. Die Knabenschule, Friedensrichterhaus und Mairie wurden 1845 erbaut, 1870 der Bahnhof der Linie Chalon-sur-SaôneLons-le-Saunier, die 1955 aufgegeben wurde. Die Mädchenschule datiert aus 1901, die Post von 1909 und 1910 wird die alte freie Schule zur Polizeistation. Heute befindet sich die Mairie in einem alten Lebensmittelgeschäft. Julien Duriez, Kunstmaler aus Chalon-sur-Saône, der in Saint-Usuge geboren wurde, wohnte in Montret. Die Serrée bildete die Grenze zwischen Droit Écrit und Droit Coutumier. 1988 bestanden noch 28 Landwirtschaftsbetriebe. Am 1. August 1849 wurde der Weiler Montroux von Savigny-sur-Seille losgelöst und mit Montret vereinigt.

Heraldik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das offizielle Wappen der Gemeinde scheint in der Gemeinde nicht angewendet zu werden, Abbildungen sind ebenfalls nicht bekannt. Nicht bekannt ist zudem seine Herkunft. Blasonierung: In Blau ein goldener Sparren, begleitet von zwei Muscheln im Haupt und einer goldenen Rose im Schildfuß.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
(Quelle: [8])
179318001821183118411851186118721881189119011911192119311946196219751990199920062011
74081186687786898493896610351015960923902873816770596669646695785
Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde befinden sich nebst Mairie und Kirche 13 Landwirtschaftsbetriebe, ein kleines Einkaufszentrum, eine Bäckerei, eine Metzgerei, eine Papeterie, vier Betriebe der Baubranche, zwei Garagenbetriebe und ein Gastronomiebetrieb. Als AOC-Produkte sind in Montret Volaille de Bresse[9] und Dinde de Bresse[10], ferner Crème et beurre de Bresse[11][12] zugelassen.

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde besteht eine École primaire (École maternelle und École élémentaire), die der Académie de Dijon[13] untersteht und von 76 Kindern besucht wird. Für die Schule gilt der Ferienplan der Zone A[14].

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Julien Duriez, Kunstmaler aus Chalon-sur-Saône, wohnte und wirkte in Montret

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Claude Courtépée (1721–1781): Description historique et topographique du Duché de Bourgogne. Band 5. Chez Causse, Dijon 1780 (französisch, Google Books).
  • Lucien Guillemaut (1842–1917): Histoire de la Bresse Louhannaise. Bd. 1, Louhans 1897.
  • Lucien Guillemaut (1842–1917): Armoiries et familles nobles de la Bresse louhannaise: armoiries ouvrières, armoiries particulières et de familles. Vve L. Romand, Louhans 1909 (französisch, gallica).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Montret – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Montret. auf INSEE. Institut national de la statistique et des études économiques, abgerufen am 18. Januar 2015 (französisch).
  • Montret. im Verzeichnis der Gemeinden Frankreichs. Abgerufen am 18. Januar 2015 (französisch).
  • Montret. in der Base Mérimée. Ministère de la Culture, abgerufen am 18. Januar 2015 (französisch).
  • Montret. in Archives départementales. Département Saône-et-Loire, abgerufen am 21. Januar 2016 (französisch).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Montret. auf habitants.fr. Abgerufen am 8. Januar 2015 (französisch).
  2. Départementsstraße D978. auf routes.wikia.com. Abgerufen am 30. November 2015 (französisch).
  3. La Serrée, Länge 11,6 km, Zufluss zur Seille, Quelle bei 46° 41′ 34,8″ N, 5° 6′ 58″ O in Montret auf ca. 204 m, Mündung bei 46° 36′ 57,2″ N, 5° 4′ 45,5″ O in Savigny-sur-Seille auf ca. 175 m, La Serrée auf sandre.eaufrance.fr
  4. Ruisseau de Barbette, Länge 6,0 km, Zufluss zur Seille, Quelle bei 46° 40′ 12″ N, 5° 7′ 9,5″ O in Montret auf ca. 206 m, Mündung bei 46° 37′ 51,2″ N, 5° 7′ 48,7″ O in Sornay auf ca. 175 m, Ruisseau de Barbette auf sandre.eaufrance.fr
  5. Dictionnaire Topographique de Saône-et-Loire. (PDF) Comité des Travaux Historiques et Scientifiques, abgerufen am 16. April 2015 (französisch, Suchbegriff: <CTRL>-f Montret).
  6. Kurzbeschrieb der Kirche. (PDF) von Montret. La Pastorale du Tourisme en Saône et Loire, abgerufen am 30. Mai 2015 (französisch).
  7. Société d'histoire et d'archéologie de Châlon-sur-Saône: Mémoires de la Société d'histoire et d'archéologie de Châlon-sur-Saône 1866, S. Seite 12.
  8. Einwohnerstatistik auf cassini.ehess.fr. Abgerufen am 8. Januar 2015 (französisch).
  9. Poulet de Bresse. auf INAO, L'Institut national de l'origine et de la qualité. Abgerufen am 26. Juni 2015 (französisch).
  10. Dinde de Bresse. auf INAO, L'Institut national de l'origine et de la qualité. Abgerufen am 26. Juni 2015 (französisch).
  11. Crème de Bresse. auf INAO L’Institut national de l’origine et de la qualité. Abgerufen am 3. Juli 2015 (französisch).
  12. Beurre de Bresse. auf INAO L’Institut national de l’origine et de la qualité. Abgerufen am 3. Juli 2015 (französisch).
  13. Homepage der Académie de Dijon. Abgerufen am 10. Januar 2016 (französisch).
  14. Ferien- und Feiertagsplan der Zone A. Montret. Abgerufen am 10. Januar 2016 (französisch).