Moorweg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Moorweg
Moorweg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Moorweg hervorgehoben
Koordinaten: 53° 36′ N, 7° 35′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Wittmund
Samtgemeinde: Esens
Höhe: 5 m ü. NHN
Fläche: 18,65 km2
Einwohner: 862 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 46 Einwohner je km2
Postleitzahl: 26427
Vorwahl: 04977
Kfz-Kennzeichen: WTM
Gemeindeschlüssel: 03 4 62 008
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Markt 2
26427 Esens
Webpräsenz: www.moorweg.de
Bürgermeister: Jürgen Schröder[2] (FWG)
Lage der Gemeinde Moorweg im Landkreis Wittmund
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Über dieses Bild

Moorweg ist eine Gemeinde in der Samtgemeinde Esens im Landkreis Wittmund in Niedersachsen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet ist stark bewaldet. In dem dünn besiedelten Gebiet liegen mehrere Naturschutzgebiete. Herausragend ist die Burkhardseiche, die mit ihrem Umfang von mehr als fünf Metern älter als 400 Jahre sein muss.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde entstand 1972, als die heutigen Ortschaften Altgaude, Kloster Schoo, Neugaude, Wagnersfehn und Westerschoo zusammengefasst wurden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Bereich der Gemeinde Moorweg wurden im Mittelalter zwei Klöster angelegt. Westlich des Reihertiefs lag das Kloster Oldekloster, wahrscheinlich als Benediktinerkloster im 12. Jahrhundert angelegt und östlich des Reihertiefs das Kloster Sconamora (ein Prämonstratenserkloster aus dem 13. Jahrhundert mit dem Namen Sconamora). Oldekloster hatte ein Marienheiligtum und war Wallfahrtsort. Beide Klöster wurden nach 1421 von Kloster Marienkamp bei Esens verwaltet und als landwirtschaftliche Außenstellen weitergeführt. Mit der Säkularisation um 1530 gingen beide Klöster in den Besitz des ostfriesischen Grafen über und wurden als Domänen weitergeführt. Auf der Karte von Ostfriesland des David Fabricius 1589 werden noch beide Klöster im Harlingerland benannt. Etwa 1770 wird die Fehnkolonie Wagnersfehn von der Frau Adelheid Wagener aus Esens in der vermoorten Senke südlich von Esens gegründet. Hier werden zunächst Pfälzer angesiedelt, die aber nach dem Scheitern der Kolonisation nach Pfalzdorf und Plaggenburg bei Aurich umsiedeln. Die Kolonisation scheitert durch das Abbrennen der Wasserpumpmühle, die den Hochmoorbereich trockenlegen soll. Der Wiederaufbau der Mühle überfordert die Gründerin finanziell. Ab 1850 wird der größte Teil des landesherrlichen Besitzes südlich der vermoorten Senke als Schooer Wald aufgeforstet. Das ehemalige Forsthaus lag im Wald unmittelbar südlich der Domäne Schoo. Auch die Domäne Schafhaus, eine ehemalige landwirtschaftliche Außenstelle des Klosters Marienkamp bei Esens, wird als Schafhauser Wald aufgeforstet. Das ehemalige Domänengebäude wird zum Forsthaus, heute privatisiert. Die restlichen Heideflächen im Landesbesitz wurden im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts verkauft und in landwirtschaftliche Betriebe umgewandelt. Während des Zweiten Weltkrieges wird im Schafhauser Wald an der Buchenallee eine Munitionsfabrik eingerichtet. Dazu gehört ein Bunker, der südlich des ehemaligen Forsthauses heute noch besteht Die Gemeinde Moorweg reichte früher wesentlich weiter nach Norden bis etwa an den Esenser Schützenplatz. Sie wurde durch die Expansion der Stadt im 20. Jahrhundert immer weiter nach Süden gedrängt.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Moorweg besteht aus neun Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für die Mitgliedsgemeinde einer Samtgemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 501 und 1000 Einwohnern.[3] Die neun Ratsfrauen und Ratsherren werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2016 und endet am 31. Oktober 2021.

Der Gemeinderat wählte das Gemeinderatsmitglied Jürgen Schröder zum ehrenamtlichen Bürgermeister für die aktuelle Wahlperiode.

Die Kommunalwahl vom 11. September 2016 ergab das folgende Ergebnis:[4]

Partei Anteilige Stimmen Anzahl Sitze Veränderung Stimmen Veränderung Sitze
Freie Wählergemeinschaft (FWG) 84,96 % 8 −15,04 % −1
Bündnis 90 / Die Grünen 15,03 % 1 +15,03 % +1

Die Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl 2016 lag mit 57,06 %[4] über dem niedersächsischen Durchschnitt von 55,5 %.[5] Zum Vergleich – bei der vorherigen Kommunalwahl vom 11. September 2011 lag die Wahlbeteiligung bei 51,58 %.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen der Gemeinde ist quergeteilt. Die von der nichtheraldisch rechten oberen Ecke zur nichtheraldisch linken unteren Ecke des Schildes verlaufende goldene Fläche zeigt grünes Eichenlaub. Die andere blaue Fläche zeigt fünf goldene Ähren, die von einem goldenen Kreuz überlagert sind.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Ochsenweide umfasst 67 Hektar und steht seit 1990 unter Naturschutz. Das Gebiet liegt teils in der Gemeinde Holtgast.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Moorweg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2017 (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Moorweg - Herzlich Willkommen in Moorweg, abgerufen am 29. Dezember 2016
  3. Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) in der Fassung vom 17. Dezember 2010; § 46 – Zahl der Abgeordneten, abgerufen am 29. Dezember 2016
  4. a b Gemeinde Moorweg – Gesamtergebnis Gemeinderatswahl 2016, abgerufen am 29. Dezember 2016
  5. Die CDU holt landesweit die meisten Stimmen. 12. September 2016, abgerufen am 27. Dezember 2016.