Moosach (Isar)

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Moosach
Moosach nahe der Mündung in die Isar

Moosach nahe der Mündung in die Isar

Daten
Gewässerkennzahl DE: 16514
Lage Oberbayern, Deutschland
Flusssystem Donau
Abfluss über Isar → Donau → Schwarzes Meer
Mündung Hauptarm bei Oberhummel in die IsarKoordinaten: 48° 25′ 18″ N, 11° 52′ 54″ O
48° 25′ 18″ N, 11° 52′ 54″ O
Länge 50 km [1]
Einzugsgebiet 175 km²[2]
Abfluss MNQ
MQ
MHQ
HHQ (03.06.2013)
2,03 m³/s [3]dep1
3,06 m³/sdep1
12,0 m³/sdep1
27,2 m³/sdep1

Die Moosach ist ein (ursprünglich) knapp 50 km langer linker Nebenfluss der Isar, der zwischen Freising und Moosburg mündet. Er muss jedoch auch als rechter Nebenfluss der Amper gezählt werden, da der kurz vor der Isarmündung abspaltende Mühlbach knapp 30 Prozent des Wassers bei Moosburg in die Amper führt. Der mittlere Jahresabfluss beträgt in Freising knapp 3 m³/s. Orte auf ihrem (ursprünglichen) Lauf sind München, Oberschleißheim, Unterschleißheim, Eching, Neufahrn, Freising und Marzling.

Quelle und Verlauf bis Freising[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ursprüngliche Quelle der Moosach befindet sich im Münchener Stadtteil Moosach und ihr alter Verlauf trägt nun den Namen Feldmochinger Mühlbach. Dieser mündet heute in München-Feldmoching in den Würmkanal, der zusammen mit dem Isar-Garchinger-Kanal die Kanäle im Schlosspark Oberschleißheim mit Wasser versorgt (Nordmünchner Kanalsystem). Hier befindet sich auch der neue Ursprung der Moosach, die hier zunächst als Berglbach ausgeleitet wird. Dieser durchquert Oberschleißheim im Osten, wendet sich danach nach Westen und unterquert die Bahnstrecke München–Landshut. Im Norden von Unterschleißheim unterquert er die A 92. Spätestens hier im Inhauser Moos heißt das Gewässer wieder Moosach. Diese verläuft parallel zur A 92, bevor sie sich auf Höhe Neufahrn nach Norden wendet und Massenhausen durchquert. Bis Freising fließt die Moosach dann durch das Freisinger Moos.

Verlauf im Stadtgebiet Freising[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Freising verläuft die Moosach in mehreren Armen. Von Westen her kommend zweigt unterhalb von Weihenstephan zuerst die Stadtmoosach ab, die als einzige die Altstadt nördlich des Dombergs durchquert. Bis um das Jahr 1880 verlief dieser Arm offen durch die Obere Hauptstraße, danach wurde er dort überdeckt und es entstand ein langgezogener Platz. Seit einigen Jahren gibt es Diskussionen darüber, ob diese Überdeckung rückgängig gemacht werden soll. Auf dem restlichen Stück ist der Arm größtenteils kanalisiert.

Der Arm südlich des Dombergs teilt sich in Wörthmoosach und den Hauptarm. Von Letzterem zweigt dann die Schleifermoosach ab. Die Wörthmoosach trifft schon auf Höhe der Bahnhofstraße wieder auf den Hauptarm. Dort steht auch der Mohrenbrunnen und die Altöttinger Kapelle. Am östlichen Stadtrand mündet auch die Stadtmoosach wieder in den Hauptarm, während die Schleifermoosach erst in den Isarauen auf Höhe Marzling auf diesen trifft.

Im westlichen Stadtgebiet sind die einzelnen Arme durch mehrere Wehre und kurze Kanäle miteinander verbunden. So gibt es unter anderem an der Karlwirtkreuzung eine direkte Ableitung von der Stadtmoosach in die Schleifermoosach, um die Altstadt vor dem Hochwasser des Wippenhauser und des Thalhauser Grabens zu schützen. Außerdem dienten die Verbindungen zur Wasserstandsregelung der zahlreichen Freisinger Mühlen.

Mündung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf den letzten Kilometern verläuft der Fluss, teilweise nur durch einen Radweg von der Isar getrennt, durch die Isarauen. Kurz vor der Mündung zweigt sich der Fluss bei Oberhummel erneut auf. Der Hauptarm mündet direkt bei der Brücke zwischen Oberhummel und Gaden in die Isar (), während das restliche Wasser als Mühlbach weiter nach Moosburg fließt. Während der Mühlbach selbst dort in die Amper mündet, strömt der im Stadtgebiet ausgeleitete Schleiferbach wiederum der Isar zu.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ursprüngliche Länge (heutige Situation siehe Text)
  2. Bezogen auf Pegel zwischen Freising und Marzling
  3. Summe der Abflüsse des Hauptarms und der Schleifermoosach (zwischen Freising und Marzling) [1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Moosach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien