Moosach (Landkreis Ebersberg)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Moosach
Moosach (Landkreis Ebersberg)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Moosach hervorgehoben

Koordinaten: 48° 2′ N, 11° 53′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Ebersberg
Höhe: 529 m ü. NHN
Fläche: 18,21 km2
Einwohner: 1507 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 83 Einwohner je km2
Postleitzahl: 85665
Vorwahl: 08091
Kfz-Kennzeichen: EBE
Gemeindeschlüssel: 09 1 75 128
Gemeindegliederung: 12 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausstr. 4
85665 Moosach
Website: moosach.info
Erster Bürgermeister: Michael Eisenschmid[2] (CSU/Moosacher Bürger)
Lage der Gemeinde Moosach im Landkreis Ebersberg
PlieningPoingVaterstettenZornedingOberpframmernEgmatingMarkt SchwabenForstinningAnzingAnzinger ForstEbersberger Forst (gemeindefreies Gebiet)Eglhartinger ForstHohenlindenSteinhöringFrauenneuhartingEmmering (Landkreis Ebersberg)AßlingBaiern (Landkreis Ebersberg)GlonnKirchseeonEbersbergGrafing bei MünchenMoosachBruck (Oberbayern)Landkreis ErdingLandkreis Mühldorf am InnLandkreis RosenheimMünchenMünchenLandkreis MünchenLandkreis RosenheimKarte
Über dieses Bild

Moosach ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Ebersberg. Der gleichnamige Hauptort ist Sitz der Gemeindeverwaltung.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in der Region München im Alpenvorland in einer eiszeitlichen Moränenlandschaft auf etwa 500 Metern Höhe. Auf den zum Teil bewaldeten Moränenhügeln, die den Ort umgeben, ist u. a. der Steinsee zu finden, ein beliebter Badesee. Etwas entfernt davon liegt der unter Naturschutz stehende Kitzlsee.

Das Pfarrdorf Moosach befindet sich etwa 27 km südöstlich von München, 8 km westlich von Grafing, 16 km nördlich von Feldkirchen-Westerham und 12 km von der Kreisstadt Ebersberg entfernt. Die nächstgelegenen Stationen der S-Bahn befinden sich in Kirchseeon und Grafing (jeweils 6 km), zum Flughafen München sind es etwa 52 km und zur A 99 (Anschlussstelle Haar) 13 km.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt zwölf Gemeindeteile:[3]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Moosach konnte 1990 auf sein 1200-jähriges Bestehen zurückblicken, dokumentiert in einer Schenkungsurkunde des Bistums Freising. Der Ortsname geht auf den Bach 'Moosach' zurück: Ache, die durch das Moos fließt. Ausgangspunkt für die Entstehung des Ortes war die heute abgegangene Burg Falkenberg.

Moosach gehörte zum Rentamt München und zum Landgericht Schwaben des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Bei Moosach stand die Königseiche, die im Jahr 1900 einen Brusthöhenumfang von neun Meter hatte und 1988 umstürzte.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1130 auf 1549 Einwohner bzw. um 37,1 %.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Moosach ist der Sitz des katholischen Pfarrverbandes Moosach, zu dem außer Moosach noch die Pfarreien Oberpframmern (St. Andreas) und Bruck (St. Peter und Paul) gehören.

Die Pfarrei Moosach wird erstmals 1325 erwähnt. Der erste Nachweis der Pfarrkirche St. Bartholomäus ist im Jahr 1525 datiert. Die Kirche wurde 1777 neu erbaut und 1951 erweitert. Vom Sommer 2010 bis Weihnachten 2013 war die Pfarrkirche wegen Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten geschlossen.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinderatswahl 2020 ergab folgende Stimmenanteile und Sitzverteilung:[5]

Partei/Liste % Sitze
CSU/Moosacher Bürger 44,40 5
Unparteiische Wählergemeinschaft Moosach/Alternative Moosacher Bürgergemeinschaft 36,25 4
Frauen für Moosach 19,36 2

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist Michael Eisenschmid.[6] Dieser ist seit 1. Mai 2020 als ehrenamtlicher Bürgermeister im Amt. Bei der Stichwahl am 29. März 2020 erreichte er 59,0 % der Stimmen.[2]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Moosach
Blasonierung: „In Gold ein schwarzer Falke, der von zwei gesenkten, schräg gekreuzten grünen Mooskolben überdeckt ist.“[7]

Wappenführung seit 1974

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die WallfahrtskircheUnserer lieben Frau in Altenburg“ wird im Jahr 1391 zum ersten Mal erwähnt. Die ursprünglich gotische Kirche wurde 1711 barockisiert und in den Jahren 1975 und 1993/94 restauriert. Die Filialkirche St. Pankratius in Berghofen gehört zu den ältesten Kirchen im Ebersberger Raum. Ihre Erbauung wird auf den Zeitraum 1180–1200 geschätzt. Ursprünglich der Pfarrei Bruck zugeordnet, gehört sie seit 1820 der Pfarrei Moosach an.[8]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemaliges Empfangsgebäude des Bahnhofs Moosach

Ab 1894 besaß Moosach einen Haltepunkt an der Lokalbahn Grafing–Glonn, auf dieser wurde jedoch 1970 aufgrund sinkender Fahrgastzahlen der Personenverkehr und 1971 der Güterverkehr eingestellt und die Strecke stillgelegt. Das noch erhaltene Moosacher Bahnhofsgebäude steht unter Denkmalschutz, daneben befindet sich ein Stück Gleis mit einem ehemaligen Personenwagen.[9]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Moosach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b Bürgermeister/Oberbürgermeister in kreisangehörigen Gemeinden (Stand: 01.05.2020). (xlsx) Bayerisches Landesamt für Statistik, abgerufen am 10. Juni 2020.
  3. Gemeinde Moosach in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 27. Dezember 2017.
  4. Eintrag im Verzeichnis Monumentaler Eichen. Abgerufen am 10. Januar 2017
  5. Wahl des Gemeinderats - Kommunalwahlen 2020 in der Gemeinde Moosach - Gesamtergebnis. Abgerufen am 10. Dezember 2020.
  6. Gemeinderat. Gemeinde Moosach, abgerufen am 26. September 2020.
  7. Eintrag zum Wappen von Moosach (Landkreis Ebersberg) in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  8. Hans Huber: Filialkirche St. Pankratius Berhofen − 100 Jahre Wiedereinweihung 1509–2009, Herausgegeben von der Pfarrei Moosach, 2009.
  9. Lokalbahn Grafing-Glonn@1@2Vorlage:Toter Link/www.amnesia.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.