Morin (Farbstoff)

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Strukturformel
Struktur von Morin
Allgemeines
Name Morin
Andere Namen
  • 2′,3,4′,5,7-Pentahydroxyflavon
  • Aurantica
  • Calico-Gelb
  • Osage Orange
Summenformel C15H10O7
CAS-Nummer
  • 480-16-0 (Morin)
  • 654055-01-3 (Morin·Hydrat)
PubChem 5281670
Kurzbeschreibung

gelbes Pulver[1]

Eigenschaften
Molare Masse 302,24 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

285–290 °C (Zersetzung)(Morin)[2]

Löslichkeit
  • mäßig in Methanol (50 g·l−1)(Morin)[1],
  • 1 g löst sich in 4 l Wasser bei 20 °C (Morin)[2]
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 315​‐​319​‐​335
P: 261​‐​305+351+338 [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [3][1]
Reizend
Reizend
(Xi)
R- und S-Sätze R: 36/37/38
S: 26​‐​36
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Morin oder 2′,3,4′,5,7-Pentahydroxyflavon ist neben Maklurin im Gelbholz des Färbermaulbeerbaums (Morus tinctoria) enthalten, dessen Extrakt für die Wollfärberei und den Baumwolldruck von Bedeutung ist. Die Färbungen sind gelb. Morin kristallisiert mit ein oder zwei Molekülen Wasser als Morin-Hydrat.

Es dient als ein Reagenz auf Aluminium mit grüner und Zinn mit gelbgrüner Fluoreszenz.

Aluminium-Morinfarblack

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e Datenblatt Morin hydrate bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 11. April 2011 (PDF).
  2. a b The Merck Index: An Encyclopedia of Chemicals, Drugs, and Biologicals, 14. Auflage (Merck & Co., Inc.), Whitehouse Station, NJ, USA, 2006; S. 1082, ISBN 978-0-911910-00-1.
  3. Für Stoffe ist seit dem 1. Dezember 2012, für Gemische seit dem 1. Juni 2015 nur noch die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung gültig. Die EU-Gefahrstoffkennzeichnung ist daher nur noch auf Gebinden zulässig, welche vor diesen Daten in Verkehr gebracht wurden.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Paul Karrer: Lehrbuch der organischen Chemie, 10. Auflage 1948, Georg Thieme Verlag Stuttgart, S. 589