Moritz Lewitt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Moritz Lewitt (* 12. August 1863 in Posen; † 1. April 1936 in Berlin)[1] war ein deutscher Schachspieler und -komponist. Lewitt nahm an zahlreichen Turnieren teil und erzielte im praktischen Spiel einige Erfolge.

Studienkomponist[Bearbeiten]

Lewitt komponierte über 150 Endspielstudien.[2] Zudem betätigte er sich als Löser von Schachkompositionen.[3]

Moritz Lewitt
Der Weltspiegel, 1930
Solid white.svg a b c d e f g h Solid white.svg
8 a8 b8 c8 d8 e8 f8 g8 h8 8
7 a7 b7 c7 d7 e7 f7 g7 h7 7
6 a6 b6 c6 d6 e6 f6 g6 h6 6
5 a5 b5 c5 d5 e5 f5 g5 h5 5
4 a4 b4 c4 d4 e4 f4 g4 h4 4
3 a3 b3 c3 d3 e3 f3 g3 h3 3
2 a2 b2 c2 d2 e2 f2 g2 h2 2
1 a1 b1 c1 d1 e1 f1 g1 h1 1
a b c d e f g h
Weiß am Zug gewinnt




Lösung:

1. c6! bxc6
2. a5 Kc5
3. a4 Kd6
4. Kd8 c5
5. a6 Kc6
6. a5 c4
7. Kc8 c3
8. a7 gewinnt

Schachfunktionär[Bearbeiten]

Lewitt wurde 1892 zum Bibliothekar der Berliner Schachgesellschaft gewählt.[4] Von 1908 bis 1910 war er Schriftführer des Deutschen Schachbunds.[5] Nach langjähriger Tätigkeit als erster Vorsitzender der Berliner Schachgesellschaft wurde Lewitt nach der Ablehnung seiner Wiederwahl am 14. Oktober 1910 zum Ehrenmitglied der Berliner Schachgesellschaft ernannt.[3] 1922 war Lewitt Mitorganisator des Länderkampfs gegen Schweden und widmete der schwedischen Mannschaft eine Schachstudie.[6]

Privates[Bearbeiten]

Lewitt besaß einen Doktortitel und arbeitete als praktizierender Arzt.[3] Dabei trug er den Ehrentitel Sanitätsrat.[7]

Als Autor von Schachbüchern war Lewitt ebenfalls engagiert. In seinen letzten Jahren bereitete er ein Buch über seine Schachaufgaben vor, das er jedoch bis zu seinem Tod nicht mehr fertigstellen konnte.[8] 1933 erlitt Lewitt einen Schlaganfall, an dessen Folgen er 1936 verstarb.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Deutsche Studienkomponisten (Memento vom 25. Juli 2011 im Internet Archive), zusammengestellt von Rainer Staudte.
  2. hhdbiii, 2005
  3. a b c berlinerschachverband.de: Jahresbericht 1910/11 der Berliner Schachgesellschaft (Memento vom 15. November 2009 im Internet Archive), abgerufen am 3. Juli 2015
  4. berlinerschachverband.de: Chronik des Jahres 1892 (Memento vom 27. Oktober 2007 im Internet Archive), abgerufen am 3. Juli 2015
  5. berlinerschachverband.de: Die bekanntesten Persönlichkeiten der Berliner Schachgeschichte (Memento vom 21. August 2009 im Internet Archive), abgerufen am 3. Juli 2015
  6. berlinerschachverband.de: Berlin 1922: Länderkampf Schweden - Deutschland (Memento vom 7. Juli 2012 im Webarchiv archive.is), abgerufen am 3. Juli 2015
  7. berlinerschachverband.de: Adressen von Schachspielern in Berlin 1926 (Memento vom 3. Februar 2011 im Internet Archive), abgerufen am 3. Juli 2015
  8. Anthony Gillam: Ostende 1906. Caissa Editions. Herausgegeben von Dale A. Brandreth. Yorklyn, Delaware 2005. Dort nach: Deutsche Schachzeitung, April 1936.